Von Martin Eisenhardt.
Endlich hat Mezut Özil sein Schweigen gebrochen und sich erklärt. Erklärt, warum er es für angemessen hielt, sich mit einem faschistoiden Autokraten wie Erdogan ablichten zu lassen und dabei fröhlich in die Kamera zu lächeln. Allein: Seine Erklärung zeigt recht deutlich, dass er bis heute nicht verstanden hat, warum dieses Foto vielen in Deutschland so negativ aufstieß und warum er vor, während und auch nach der Weltmeisterschaft in Russland so sehr im Zentrum der Kritik stand.
Ein Problem ist, dass Özil seine Leistung auf dem Platz – wie viele andere Spieler – nicht abrufen konnte und damit leider einer der Gründe ist, warum die deutsche Nationalmannschaft auf so peinliche Weise noch in der Vorrunde ausgeschieden ist. Für diese mangelnde Leistung werden Özil und einige andere Spieler auch zurecht kritisiert. Mit dieser Kritik wird er aber auch sicherlich gut umgehen können. Seine Apologie und seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft begründet er aber anders: Er sei das Opfer von Rassismus in DFB, Medien und deutscher Gesellschaft.
Warum nur, fragt man sich, sind dann andere Spieler nicht-deutscher Abstammung – wie etwa Podolski, Can, Khedira – nicht von diesem Rassismus betroffen? Selbst um Gündogan, der ebenfalls mit Erdogan posierte, ist es auffallend still. Und Spieler wie Boateng und Rüdiger, die von Aussehen und Ethnie her noch deutlich mehr vom Bild eines biodeutschen Nationalspielers abweichen und damit einem deutschen Rassisten erst recht viel Angriffsfläche bieten, diese beiden Spieler haben nicht mit einem "rassistischen" Shitstorm zu kämpfen, sondern gelten als solide Leistungsträger der Nationalelf.
Könnte es sein, dass Özil nicht deshalb kritisiert wird, weil er schlecht gespielt hat oder einen nicht-deutschen Namen trägt, sondern weil er zuerst einem Faschisten bei dessen Propaganda-Wahlkampf half, sich dann monatelang jeglicher Kritik verwehrte und sich nun mit einem durchsichtigen Rassismusvorwurf an Bevölkerung, Medien und DFB reinwaschen will?
Kein Wort zu den Vorgängen in der Türkei
Könnte es sein, dass es auch daran liegt, dass er bislang nichts zu den anti-demokratischen Vorgängen unter Erdogan gesagt hat: zu den vielen inhaftierten Journalisten, zum Klima der Angst unter türkischen Demokraten, oder dazu, dass Erdogan eine Volksgruppe der Türkei brutal mit militärischen Mitteln bekämpft, deren Städte in Schutt und Asche legen lässt und ihnen selbst grundlegende Rechte vorenthält?
Dass es darüber hinaus problematisch ist, wenn ein Spieler, der nach eigener Aussage eine gespaltene Loyalität gegenüber dem Herkunftsland seiner Eltern einerseits und seiner eigenen Heimat andererseits empfindet, für ein Nationalteam spielt, erscheint da schon nur noch weniger wichtig, obwohl auch dies eigentlich ein zentrales Thema in der Nationalmannschaft sein sollte.
Dass Özil seine Jammer-Statements dann auch noch auf Englisch verfasste (siehe hier und hier und hier), obwohl das nicht die Sprache eines seiner beiden Heimatländer ist und er selbst den Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft auf Englisch erklärt – das ist dann das Tüpfelchem auf dem I.
Die schnelle Rassismuskeule
Aber es ist ja auch nicht nur Özil allein, der die Rassismuskeule rausholt. Die türkische Gemeinde fordert den Rücktritt der gesamten DFB-Spitze und dokumentiert damit das Unvermögen zur Selbstreflektion und auch ihre Nähe zum türkischen Regime. Die SPD (voran Bundesjustizministerin Barley und der künftige hessische Wahlverlierer Thorsten Schäfer-Gümbel) und die Grünen sind ganz vorne mit dabei, jetzt jedem, der Kritik von Özils Verbindung zu Erdogan übt, zumindest latenten Rassismus zu unterstellen – wobei auch sie nicht erklären, warum diese angeblichen Rassisten dann nicht mit gleichen Mitteln gegen Can, Khedira und Boateng vorgehen.
Eine von deutschen Steuergeldern lebende Berliner Migrations- und Integrationsforscherin mit iranischem Migrationshintergrund namens Foroutan geht sogar so weit, Deutschland wegen der Kritik an Özil einen Zustand von "Präfaschismus" (Protofaschismus träfe es wohl besser) zu attestieren und darüber zu sinnieren, ob sie nicht lieber mit Mann und Kindern auswandern solle.
Ich hoffe nur, dass Frau Foroutan dann nicht feststellt, dass ihre Kenntnisse außerhalb von Deutschland und vor allem außerhalb der deutschen akademischen Landschaft eventuell doch nicht so gefragt sind und sie sich doch zurücksehnt.
Zurück ins präfaschistische, rassistische Deutschland.
Martin Eisenhardt, geboren 1976 in Köln, lebt und arbeitet als Software Engineer in der Schweiz. Von dort aus betrachtet er interessiert die Vorgänge in der deutschen Politik und Gesellschaft. Leidenschaftlicher Libertärer und Anhänger der Herrschaft des Rechtes.
Und ich f o r d e r e Schnaps für alle Frauen in der Türkei und 2 Baywatch-Jobs an der türkischen Riviera für Barley und Schäfer-Gerümpel! Und für Familie Foroutan einen kleinen Aufruf zur Spendensammlung auf Achgut, für einen groooßen Koffer, damit Ihr Auswanderungsansinnen nicht im Sande verläuft. Özil ist im übrigen viel zu schlicht, um wirklich Geistesvater seiner 'Jammer-Statements' zu sein. Hinter ihm steht sein türkischer Berater und der Papili, und ich tippe, daß die beiden Teile seiner Fußballmillionen unter dem wohlwollenden Auge Erdogans in die Türkei investierten und auch seine Verlautbarungen zum Rücktritt seitens Erdogan Zustimmung fanden. Jetzt sind wir eigens ohne 'National' nur als 'die Mannschaft' in die WM gezogen und entpuppen uns doch wieder als Faschisten und Rassisten. Man kann es den Linken nicht recht machen!
Ich könnt' kotzen! Ich wollte ein Kommentar schreiben, aber es überkam mich der Brechreiz. Özil ist noch jung und muss nicht in diesem Gelobten (deutsch)Land leben. Im Land der Dichter und Denker.
Nachtrag: Empfehle den Artikel im Kölner Express: Reaktionen zum Rücktritt Hoeneß schießt gegen Özil: „Seit Jahren einen Dreck gespielt“ - und dann die Kommentare der Politiker (der üblichen Verdächtigen natürlich). Ich bin ein friedlicher Mensch, aber wenn ich das lese, möchte ich diese Volksver***** mit Anlauf dahin treten, worauf sie normalerweise sitzen. Diese Leute vertreten nicht das deutsche Volk. Ganz sicher nicht! Und Hoeneß hat Recht: Großmaul Özil hat seit Jahren kein gutes Spiel mehr in der Nationalelf gemacht, die Unlust war ihm stets vom Gesicht abzulesen, weitaus mehr Fehlpässe als alle anderen Spieler zusammen, wenig Bewegung, keine Impulse. Aber die Kohle des DFB hat er natürlich gerne mitgenommen... Bleibt die Frage, warum ein angeblich kompetenter (konnte man zumindest bis vor der WM 2018 annehmen) Bundetrainer diesen Spieler immer wieder gesetzt hat. Naja, Rückgrat hat Löw noch nie besessen, ein linksgrüner Drückeberger und Absahner (3,8 Mio Gehalt p.a. bis 2020).
Özil - Versteher zeichnen sich wohl dadurch aus, dass sie selbst die Vorteile des freien Lebens in Deutschland geniessen, aber trotzdem Herrn Erdogan zum türkischen Alleinherrscher und zum Bewahrer des türkischen Blutes wählen. Wer das als Rassismus brandmarkt, hat wohl irgendetwas in der Geschichte des osmanischen Reiches nicht verstanden. Wahre Osmanen mögen das natürlich dürfen. Ich persönlich mag zum Glück kein Özil-Versteher sein! Albrecht Göthel
Ich würde es sehr begrüßen, wenn Hier-Lebende wie Frau Foroutan und Gleichgesinnte mitsamt Familien schnell und für immer Deutschland verlassen würden. Özil (Zitat Mario Basler: "Körpersprache wie ein toter Frosch") ist ja schon mit gutem Beispiel vorangegangen. Wieder einmal zeigt sich deutlich, dass nur "Einwanderer" mit moslemischem Hintergrund in unserem Land für Ärger sorgen, wobei sich die Türken hier besonders hervortun. Leider ist das scheinbar eine Mehrheit - ich kenne zwar auch andere, einige integrierte Türken zählen zu meinen Freunden und teilen meine Meinung, aber die Zustimmung, die der radikale Islam, die Erdogan von den in D lebenden Türken erhalten, ist höchst bedenklich. Özils IQ reicht offensichtlich nicht aus, weiter als von Eckfahne zu Eckfahne zu denken, mehr braucht er ja als Fußballer auch nicht. Allerdings sollte er sich auf das besinnen, was er (gelegentlich) kann und zu allen anderen Themen einfach die Klappe halten. Weiter empfehle ich ihm, seine deutsche Staatsangehörigkeit abzulegen. Er mag uns faschistische Deutsche nicht, wir wollen ihn nicht. So einfach ist das.
Gewissenserforschung, Reue, Buße, Umkehr ... in welcher Religionsgemeinschaft sind diese Begriffe elementar, in welcher nicht?
"Eine von deutschen Steuergeldern lebende Berliner Migrations- und Integrationsforscherin mit iranischem Migrationshintergrund namens Foroutan geht sogar so weit, Deutschland wegen der Kritik an Özil einen Zustand von „Präfaschismus“ (Protofaschismus träfe es wohl besser) zu attestieren und darüber zu sinnieren, ob sie nicht lieber mit Mann und Kindern auswandern solle." Und Deutschland würde so unendlich verlieren! Die ganzen "Sternchen", die nach der Wahl des Donald Trump auswandern wollten, sind zum Leidwesen der Amerikaner immer noch da.