Wie einfach die Welt doch manchmal ist: Mesut Özil, der (nunmehr ehemalige) Spieler der „Mannschaft“ (ehemals deutsche Nationalmannschaft), inszeniert sich als Opfer von Rassismus. Mit seinen Tweets, mit denen er den Rücktritt aus dieser Mannschaft verkündet hat, habe er auf das Wiederaufleben des Rassismus aufmerksam machen wollen, so teilt es sein Spieleberater Erkut Sögüt mit. Doch Özil ist nicht Opfer (höchstens das seiner Berater), sondern Mitspieler auf dem weiten Feld von Geschäft und Politik.
Die Zeitung Die Welt hat in einem Artikel den Hintergrund der Foto-Aktion der beiden Nationalspieler Özil und Ilkay Gündogan beim türkischen Präsidenten Recep Erdogan im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft beleuchtet. FAZ und Focus haben sogleich nachgezogen und ähnliche Artikel veröffentlicht. Doch dort kann man nur einen Teil der ganzen Wahrheit über die Özil-Sögüt-Connection lesen. Bevor wir zu den eher weniger bekannten Hintergründen kommen, sei hier zunächst kurz rekapituliert, was Welt, Focus, F.A.Z und andere Zeitungen berichten. Demnach stecken hinter Özil und Gündogan vor allem der Spielerberater und Jurist Erkut Sögüt, deutscher Staatsbürger, in London ansässig, und einige Verwandte Mesut Özils und Ilkay Gündogans. Sögüt sei an mindestens drei Firmen im direkten Umfeld Özils „beteiligt“.
Özil Marketing GmbH: Geschäftsführer ist Mutlu Özil, der Bruder des Fußballspielers Özil. Scouting und Beratung obliegen Serdar Özil, einem Cousin des Fußballspielers. Sögüt ist dort als Rechtsanwalt und lizensierter Spielervermittler geführt.
Diese Angaben zu Sögüt erscheinen hochstaplerisch. Zumindest in Deutschland und England ist eine Zulassung Sögüts als Rechtsanwalt nicht ersichtlich. Eine Zulassung in einem anderen Staat erscheint angesichts seines Lebenslaufs ausgeschlossen. Und lizensierter Spielervermittler kann er schon gar nicht sein, da seit 2015 Spielervermittler nicht mehr lizensiert, sondern nur noch registriert werden (siehe hier).
Firma Family & Friends: Hierbei handelt es sich um eine Spielerberateragentur, die von Erkut betrieben wird und neben Özil und Gündogan auch den weiteren deutschen Nationalspieler Shkodoran Mustafi berät. Zu den Mitarbeitern dieser Agentur gehören Mutlu Özil, der Bruder von Mesut Özil, Ilhan Gündogan, der Onkel von llkay Gündogan, und Kujtim Mustafi, der Vater von Shkodoran Mustafi.
ARP Sportmarketing Sportmarketing International GmbH: Hier leitet Sögüt das „Team UK“. Geschäftsführer ist Harun Arslan, der zu knapp 50 Prozent Gesellschafter des Unternehmens sowie langjähriger Berater und Vertrauter von Joachim Löw ist, dem Trainer der Fußball-Nationalmannschaft. Mit dabei auch wieder Ilhan Gündogan als Leiter des „Team Germany“.
Der Welt-Artikel führt weiter aus, dass das Treffen mit Erdogan der Spielerberater Sögüt eingefädelt und auch die aktuellen Tweets zu verantworten habe, die durch englische Muttersprachler aus Sögüts Berater-Clan formuliert worden sein sollen. Zu diesen Beratern gehören die Brüder Pentol-Levy. Mit einem von ihnen hat Sögüt ein Buch geschrieben über Spielvermittler. Alle drei sind Geschäftsführer und zu je einem Drittel Gesellschafter der Agent Eduaction Limited in London.
Hier enden die Recherchen der Welt und der anderen Zeitungen. Doch die Verbindungen zwischen Özil, Gündogan und Erkut gehen weiter.
Das britische Unternehmens-„Empire“ von Özil und Sögüt
Insgesamt acht Firmen hat der äußerst umtriebige Sögüt in London registrieren lassen (eine neunte ist bereits wieder gelöscht). Mit Ausnahme einer bereits 2014 gegründeten Firma sind alle anderen erst 2017 und 2018 gegründet worden. Es sind dies die
- Sheldom Sports Group Limited
- Sheldon Investment Holding Limited
- Sheldon Coffee Limited
- 39 Steps Kinghtsbridge Limited
- Sheldon Wholesale Limited
- Equipe Sports Group Limited
- D.E.S. Sports Management Limited
- Agent Education Limited [siehe bereits oben]
Interessant zunächst die Sheldon Sports Group Ltd. Alleiniger Gesellschafter ist Mesut Özil, Direktoren (= Geschäftsführer) sind Mesut Özil und Erkut Sögüt. Ähnlich interessant die Sheldon Investment Holding Ltd., deren Direktor ebenfalls Erkut Sögüt ist. Gesellschafter sind zu 85 Prozent Mesut Özil und zu 10 Prozent Erkut Sögüt, weitere 5 Prozent hält Cüneyt Solak. Diese Holding-Gesellschaft ist wiederum Alleingesellschafterin der Sheldon Coffee Ltd., der 39 Steps Knightbridge Ltd. und der Sheldon Wholesale Ltd., deren Direktor jeweils Erkut Sögüt ist. Mesut Özil gehören also mindestens fünf Firmen in London zu 100 beziehungsweise 85 Prozent.
Die Equipe Sports Group Ltd. gehört ausnahmsweise einmal nicht Mesut Özil, sondern zu je 50 Prozent Erkut Sögüt und Ilhan Gündogan, dem Onkel des Fußballspielers Gündogan. Beide sind auch die Direktoren der Gesellschaft. Die D.E.S. Sports Management Ltd. gehört Erkut Sögüt alleine. Sie existiert bereits seit 2014.
Sieben Unternehmensgründungen innerhalb der letzten eineinhalb Jahre in London, vier davon mit Mesut Özil, eine mit dem Onkel von Ilkay Gündogan. Das ist ungewöhnlich. Was will dieser Spielerberater Sögüt, was will Mesut Özil damit? Gibt es gegebenenfalls weitere Unternehmen von Sögüt in der Türkei? Immerhin war die ARP Sportmarketing GmbH bis 2015 an der dann gelöschten International GmbH Menajerlik Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi mit Sitz in Istanbul zu 51 Prozent beteiligt. Viele offenen Fragen, die die Presse an Mesut Özil und seinen Berater Sögüt stellen könnte.
Beitragsbild: Andreas Praefcke Wiki Loves Monuments 2011 via Wikimedia Commons
Jetzt verstehe ich, wieso Özil einen stammplatz bei Löw hatte, egal wie bescheiden seine Auftritte als Balltreter waren. Ich habe Löw immer schon für einen Menschen gehalten, der nie die Wahrheit sagt und hinten rum taktiert.
Vielleicht könnte ein ACHGUT-Autor einmal recherchieren, welche Verbindungen Jogi Löw mit diesen Leuten hat. Er hat die Möglichkeit, Spieler in die Nationalmannschaft zu holen und damit ihren Marktwert zu steigern, auch wenn sie das durch ihre Leistungen auf dem Platz nicht rechtfertigen. Die jüngsten Äußerungen von Erdogan über Özil und die derzeit laufenden Diffamierungskampagne gegen Deutschland lassen darauf schließen, dass ein Konzept dahinter steht, in dem Özil eine wichtige Rolle spielt. Ich glaube nicht, dass er wirklich politisch so naiv ist, wie es oft dargestellt wird. Möglicherweise geht es um die EM-Bewerbung, bei der die Türkei mit Deutschland konkurriert.
Hier ein paar Fragen, die man Özil und vor allem seinem Berater stellen könnte: War der Erdogan-Fototermin mehr als nur eine PR-Aktion? War es ein Termin zum gegenseiteigen Vorteil? Diente er dem Auftun neuer Kontakte und Geldquellen? Will hier jemand in einer höheren Liga spielen und das große Rad drehen, und wurde dafür der absehebare Skandal um den Fototermin in Kauf genommen?
Guten Morgen, der Artikel ist hochinteressant. Özil hat also für die Zeit nach dem Fussball vorgesorgt. Das ist absolut sinnvoll. Spannend ist die Frage, ob die Erdogan Promotion letztlich gar nichts mit Fussball zu tun hatte, sondern nur dazu diente, sich mit dem Machthaber des Landes für zu stellen, in dem man künftig Geschäfte machen möchte.....
Es ist vollbracht. Jetzt wird die Rassismuskeule schon vermarktet. So werden wir Kartoffeldeutschen doch endlich einer historisch nützlichen Bestimmung zugeführt: Wir dienen nicht nur - wie in älteren Hollywoodfilmen - als "Bösewichter vom Dienst", sondern jetzt auch im realen Leben. Jetzt wird, ähnlich den Märkten für "halal" oder "veganen" Produkten, ein Markt für "anti-rassistische" Produkte erschlossen. Bei Millionen Erdogan-Groupies wird das gut ankommen und Geld bringen. Das Internet ist nur ein Mittel unter anderen dazu. Und das i-Tüpfelchen dabei ist, bei uns gibt es haufenweise Leute, die auf diesen erbärmlichen Zug aufspringen und fleissig "Hurrah!" zu dieser gigantischen Heuchelei schreien. Erst fielen die Linken auf den Kommunismus herein, jetzt auf den Multikulturalismus und angeblichen "Anti-Rassismus". Ohne Selbst-Verarsche scheinen diese Leute nicht leben zu können.
Mit "guten Freunden " und Verwandten , sollst du keine Geschäfte machen ! Nur ein Spruch, oder ein guter Rat ?
Özil ist schlau und reich genug sein Geld nicht auf einem Sparkonto parken zu müßen und möchte nicht von einer deutschen Rente vegetieren! Er folgt den Ratschlag der deutschen Politik und baut seine Alterssicherung selbst auf! Dadurch, dass die deutsche Politik systematisch die Anlagegeschäfte in Deutschland unattraktiv gemacht hat, höhere Renditen sind unanständig, rettet er sein schwer verdientes und versteuertes Geld und investiert auf eigenes Risiko in London, Istambul und wer weiss in welchen Ländern. Eine lobenswerte Einstellung, viel Glück! Wie auch viele andere Deutsche hat er als Steuerzahler kein Verständnis für Merkels verschwönderische Gesinnungsethik und findet sich durch Anti-Erdogan-Özil Kampagne der Linken ungerecht behandelt. Publizität suchte er eigentlich nicht, er wurde von Medien und manchem „ Radfahrer“ aus der Politik herausgefordert!