Das fordert zumindest der baden-württembergische Landesverband der NPD – und referiert dabei exakt das Zerrbild der Affäre, das Oettinger durch seine Zauderei erst zugelassen hat:
“Oettingers Verhalten muß als unmännlich, unglaubwürdig und unehrenhaft bezeichnet werden. Neben dem Ansehen des Landes Baden-Württemberg hat er aber auch dem Ansehen der Bundesrepublik und ihrer Institutionen geschadet: Oettinger vermittelte der Öffentlichkeit das Bild eines untergeordneten Befehlsempfängers und nicht jenes eines demokratisch legitimierten Ministerpräsidenten, wie es sein Amt von ihm erfordern würde.
Seine Verbeugungen vor dem „Zentralrat der Juden“ könnten beim Bürger das Vertrauen in das Grundgesetz erschüttern, da hierbei der Eindruck entsteht, der Zentralrat und nicht die Regierungen übten die Macht im Staate aus.”