Stefan Frank / 10.09.2019 / 06:00 / 115 / Seite ausdrucken

Öffentlich-rechtlich zum Islam konvertieren

Mit den fast acht Milliarden Euro, die ARD, ZDF & Co. jedes Jahr einnehmen, werden wichtige Dinge finanziert – wie etwa ein ausschließlich von Muslimen produzierter Youtube-Kanal, auf dem unter anderem Werbung für den Übertritt zum Islam gemacht wird. In der 30-minütigen Sendung (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) berichtet Islamkonvertit Fiete Aleksander, wie er den Weg zum Islam gefunden habe.

Fietes Konversion. Mein Weg zum Islam“ wurde bislang nicht im Fernsehen ausgestrahlt, sondern auf einem von ARD und ZDF finanzierten islamischen YouTube-Kanal namens „Datteltäter“, der derzeit 355.000 Abonnenten hat. In dem verschachtelten Medienimperium von ARD und ZDF gibt es seit Oktober 2016 ein eigenes Subunternehmen für Internetprogramm, funk, welches sich nach eigenen Angaben an die Zielgruppe der „14- bis 29-Jährigen“ richtet. funk produziert auch das Programm für besagten YouTube-Kanal, der laut funk der Kategorie: „Information/Unterhaltung/Satire“ zuzurechnen ist.

Um Satire geht es in diesem Fall aber nicht – was die „Datteltäter“ unter „Satire“ verstehen, ist ein Thema für sich –, „Fietes Konversion. Mein Weg zum Islam“ ist ganz und gar ernst gemeint. Fiete Aleksander, das ist bemerkenswert, gehört selbst zum Redaktionsteam der „Datteltäter“. In „Fietes Konversion. Mein Weg zum Islam“ interviewt er sich also selbst über seinen eigenen Glauben. Das ist etwa so, wie wenn Peter Hahne zu seiner Zeit als ZDF-Moderator im heute-journal erzählt hätte, wie er den Weg zu Jesus gefunden hat.

Islam als Ausweg

Zu Beginn des Films schildert Fiete, wie er als Teenager unter psychischen Problemen gelitten habe. Ein traumatisches Erlebnis hatte er, als er mit zwölf Jahren in Berlin Opfer eines Raubüberfalls wurde. Von da an hatte er „krass Angst davor, vor die Haustür zu gehen und mich dieser Welt da draußen zu stellen“. Er erzählt von seinem mangelnden Selbstwertgefühl und familiären Konflikten („Fiete, du bist ’n Scheiß wert“), erwähnt Alkohol- und Drogenmissbrauch und das Gefühl, „mit allem irgendwie“ „überfordert“ gewesen zu sein. Ein Zitat:

„Nicht nur Konfrontation mit Gewalt und Angst, vor die Haustür zu gehen, spielten da rein, sondern auch noch Beziehungsprobleme, so, also unerwiderte Liebe und so – das waren damals, glaub ich noch mit 15 – die typischen Teeniekonflikte. Die Sachen, mit denen man sich auseinandersetzen muss: das erste Mal verliebt sein und dann auf einmal abgelehnt werden, Konfrontation mit Gewalt und keine Ahnung was, mit Drogen, Alkohol, alle möglich so ’ne Sachen. Und überfordert mit allem irgendwie. Und da war ich dann auf einmal in ’nem Zustand, in dem ich mich allein gefühlt habe und unsicher. Verängstigt. Und hab’ mir so was wie ’ne eigene Instanz ausgedacht, so was, was einfach immer da ist, selbst wenn ich alleine bin. Und mit diesem Etwas habe ich dann angefangen, irgendwie zu kommunizieren, da war ich 17, glaube ich. Ich hab’ dann so die Tür verlassen und hab gesagt: Hey, jau, pass’ mal auf, pass mal bitte auf mich auf, oder so was. So `ne Sachen hab’ ich auf einmal gemacht.“

Dann habe er angefangen, Bücher zu lesen, erzählt Fiete:

„Dann hab’ ich mir so Bücher generell auf ’ne Liste gepackt, so im Kopf, von wegen ich muss unbedingt mal Goethes Faust lesen oder Die Leiden des jungen Werther, ich muss die Bibel lesen, ich muss den Koran lesen, ich muss die Veden, keine Ahnung was, so alles Mögliche mal reinziehen. Ja, und dann hab’ ich irgendwann den Impuls bekommen, mir die Bücher auch wirklich mal reinzuziehen.“

Im Film hört man an dieser Stelle einen Trommelwirbel. Im Bild erscheint die Hülle der DVD des Spielfilms „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. An „Weihnachten“, so Fiete, habe sein Vater vorgeschlagen, diese DVD zu gucken, was weitreichende Folgen haben sollte:

„Wir haben uns das alle angeguckt, und ich war sehr beeindruckt von dieser Geschichte. Für alle da draußen, die es jetzt nicht kennen: Das ist eine Geschichte, die spielt in Frankreich, eine Geschichte über einen arabischstämmigen Franzosen, der so ´n` Lebensmittelladen hat und immer besucht wird von `nem kleinen jüdischen Jungen, der in diesem Viertel lebt. … Und auf diesem Weg des Kennenlernens und der Reise zusammen hat der jüdische Junge dem muslimischen Araber ständig Fragen gestellt, warum er denn so ein ruhiger Mann ist und warum er so weise ist – der war von Omar Sharif gespielt, und wer Omar Sharif kennt: der Typ wirkt weise. Also der hat schon `ne krasse Ausstrahlung. Und der Mann kam einfach immer so ruhig rüber, so locker, so liebenswürdig, alles einfach. Und der Junge fragte ihn ständig: Warum bist du so, was machst du und hier und was soll das? Und dann hat er geantwortet: ‚Ich weiß, was in meinem Koran steht.’ Und diesen Satz hat der so oft gedroppt in diesem Film, dass es mich richtig wütend gemacht hat. Ständig sagst du ‚Ich glaube, was in meinem Koran steht` und ‚Ich weiß nicht, was da drin steht.’ Das hat mich richtig aufgeregt.“

Das gleiche in anderen Worten

Dann habe Fiete angefangen, den Koran zu lesen, den seine Eltern (laut Fietes Aussage strenggläubige Atheisten) im Regal „neben der Bibel, dem Kommunistischen Manifest und eben Goethes Faust und keine Ahnung, was“ stehen gehabt hätten. Das war ein Erweckungserlebnis:

„Ja, und dann greift man sich das in den Weihnachtsferien und liest sich das irgendwie zwei Wochen durch. Nein, also ich hab’s nicht komplett durchgelesen in der Zeit, aber ich habe mir dann Koran und Bibel geschnappt und habe dann irgendwie die Weihnachtsferien dazu genutzt, irgendwie meinen Wissensdurst zu befriedigen, also hab’ nur gelesen, gegoogelt, Wikipedia-Artikel durchgepaukt und keine Ahnung was und bin auf ganz viel gestoßen und war beeindruckt.“

Als nächstes habe er gelernt, dass im Islam „einfach die gleichen Propheten zu finden“ seien wie in der Bibel:

„Weil dann auf einmal in der zweiten Sure von Jesus, dem Sohn der Maria gesprochen wird. Und ich so: Okay, in welchem Film bin ich gerade gelandet? Das war wirklich ein richtig einschneidendes Erlebnis für mich, dass da auf einmal drinsteht: Jesus, der Sohn der Maria. Ich war erstens geschockt, dass da Jesus drinsteht und zweitens geschockt, dass da drauf hingewiesen wird, wer seine Mutter ist. Fand ich sehr nice, also ich fand das sehr cool, dass da nicht einfach stand Jesus. Also vom Messias wird auch gesprochen im Koran: Jesus, der Messias. Aber da steht auch richtig oft: Jesus, der Sohn der Maria, und das fand ich sehr nice, weil die Vorurteile, die man hat über den Islam und natürlich beim Frauenbild für viele Leute da draußen Probleme aufweisen.

Und auf einmal lese ich den Koran, da steht da: Jesus ist der Sohn der Maria. Und ich so: Ja, cool, er wird über seine Mutter definiert, cool. Und dann auf einmal sind noch ganz viele andere Propheten aufgetaucht, und dann gab’s auf einmal bei Wikipedia bei ‚Jesus’ nicht nur eine Erzählung über Jesus, sondern ‚Jesus in der Bibel’ und ‚Jesus im Koran’ und okay: hatt’ ich vorher noch nie was von gehört. Ach, ja, stimmt: Als ich das erste Mal den Koran aufgemacht habe, war ich sehr überrascht, wie sehr sich die erste Sure anhört wie das Vaterunser. Das war echt irre. Das Vaterunser ist auch wieder so’n Ding: hab’ ich nie gelernt, aber man kriegt’s irgendwie mit, weil’s in Filmen zu finden ist oder in Serien oder keine Ahnung was. Man hat schon mal gehört, wie ungefähr das lautet. Und dann habe ich mir die erste Sure des Koran angehört und das war mehr oder weniger das gleiche in anderen Worten.“

Allah färbt den Himmel über Berlin

Fiete erzählt, wie er nach Gott gesucht und Allah gefunden habe, der bald angefangen habe, ihm „Zeichen“ zu geben:

„Nach all diesem neuen Wissen und den Inhalten, die mich beeindruckt haben, den Aussagen, die mich beeindruckt haben, die Geschichten, die ich sehr spannend fand, sind mir auch in meinem Alltag Sachen aufgefallen, wie zum Beispiel dass ich an eine Person denke, das Haus verlasse und auf einmal diese Person treffe. Und das waren nicht Personen, die ich alltäglich sehe, sondern ich hab’ da auch an Personen gedacht, die ich schon seit `nem halben Jahr oder so nicht gesehen hab` und auf einmal begegne ich denen auf der Straße. Ich hatte ganz, ganz viele Begegnungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, und man spricht da ja immer so von Zufällen oder – Zeichen?“

An dieser Stelle wird das Wort „Zeichen“ eingeblendet und das arabische Wort dafür, ayat. Die „Zeichen“ seien immer deutlicher geworden; schließlich habe Allah für Fiete den Himmel über Berlin gefärbt:

„Ich habe nicht nach einer Religion gesucht, sondern nach Gott, und diese Religion hat mir ein Bild von Gott gegeben. Und dann saß ich einfach, ich lag zu Hause im Bett und hab` dann einfach gesagt: Ey, Gott, wenn`s dich gibt, dann sag` mir Bescheid, gib mir bitte ein Zeichen. Und dann bin ich am nächsten Morgen aufgewacht, so um 5.30, 6 Uhr, und der komplette Himmel war rot.“

Von da an sei die Konversion zum Islam „unglaublich schnell“ verlaufen, der Alkohol habe dem Koran Platz gemacht:

„Also Koran aufgeschlagen, paar Wochen später war ich mir eigentlich schon sicher. Ich habe im Januar 2009 – ja, genau: Ich war an Silvester noch komplett besoffen, zwei Wochen später habe ich das letzte Mal ein Bier getrunken mit meinem Vater zusammen, das war im Januar 2009. Und dann am 1. Februar habe ich das erste Mal gebetet, das war in der Türkei, da war ich mit Freunden zusammen auf einer Türkeireise, die auch im Januar zuerst zur Sprache kam, die kam ganz spontan rein, wieder so`n Zufall. Einfach so`n Kumpel hat mich dann einfach so gefragt: ‚Ey willst du nicht mit in die Türkei?’ Ich war halt gerade so an diesem Konvertieren, und dann hat er gesagt: ‚Jo, willst du nicht mitkommen?’ Dann bin ich einfach mitgefahren. Ich habe dann im März schon angefangen zu beten und dann im April erst das Glaubensbekenntnis gesprochen. Und dann war'n wir in `ner Moschee, Jumus war auch dabei und dann hab` ich mein Glaubensbekenntnis gesprochen und auf einmal knutschen mich da alle ab, die mich nicht kennen.“

„Werbung für aggressive, frauenfeindliche Bewegung“

„Der Islam richtet sich an alle Menschen“, sagt Fiete Aleksander im Film. Das Konvertieren sei eine Tätigkeit, mit der man zu Lebzeiten niemals fertig werde (wohl ähnlich dem Zahlen der GEZ-Gebühr):

„Konvertieren ist nur so ’n Begriff, aber eigentlich hören wir alle nie damit auf, keiner von uns, sondern auch alle muslimischen Freunde von mir haben irgendwann im Leben entschieden: ‚Ich mach’ den Scheiß mit. Ich hab’ Bock drauf, okay.’ Und ich bin immer noch dabei, ich bin immer noch nicht fertig mit mir und Gott. Das wird auch nicht aufhören, nie.“

Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime äußerte sich im Gespräch mit Achgut.com schockiert über den Film und auf welch naive Art – wohlwollend ausgedrückt – sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen dem Thema widmet: „Ich habe den Film gesehen und war wütend. Ein vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterstützter Sender verharmlost ein wichtiges Problem, das wir in Deutschland und anderen europäischen Ländern haben. Das ist indirekt Werbung für eine Bewegung, die in Deutschland und Europa immer wieder verharmlost wird“, so Ahadi. Sie weist darauf hin, dass viele Organisationen, die in Deutschland für den Islam werben, aus dem Ausland finanziert werden und dem Salafismus zuzurechnen sind (zu den bekanntesten gehört die inzwischen verbotene Koranverteilungskampagne „Lies!“). „Viele deutsche Konvertiten sind in den letzten Jahren in Syrien beim IS gelandet“, so Ahadi. In „Fietes Konversion“ aber werde die Konversion „als eine interessante und hilfreiche Sache dargestellt“.

Mina Ahadi sagt:

„Ich habe Steinigungen gesehen, Todesstrafe, Homosexuelle wurden ermordet. Ich kenne auch den islamischen Kopftuchzwang und den Kinderhidschab. In dem Film ‚Fietes Konversion’ aber sehen wir einen auf den ersten Blick ganz normalen Menschen, der sehr locker über Probleme redet: Er habe Angst gehabt, auf die Straße zu gehen, dann habe er den Koran gelesen und das habe sein Leben verändert und sehr geholfen. So etwas kann man in seinem Bekanntenkreis erzählen, aber wenn das im Fernsehen ausgestrahlt wird, dann ist das indirekt Werbung für eine aggressive, politische, frauenfeindliche Bewegung. Wir erfahren nicht, wie jemand wie Fiete die Stelle im Koran versteht, wo es heißt, Frauen seien die ‚Äcker’ des Mannes, und dieser habe das Recht, mit seiner Frau zu schlafen, wann immer er will; oder die, wo es heißt, der Mann habe das Recht, die Frau zu schlagen. Es steht auch schwarz auf weiß im Koran, dass Ungläubige ‚schmutzig’ seien und man sie umbringen dürfe.“

Mina Ahadi erinnert daran, dass erst vor wenigen Monaten im Irak wieder eine junge Frau ermordet wurde, weil sie gesungen und ihren Körper gezeigt hatte und überall auf der Welt Gewalt im Namen des Koran verübt wird. „Und dann zeigt ein deutscher Fernsehsender einen Deutschen, der in seiner Wohnung sitzt und sagt: Ich habe den Koran gelesen, das hat mir sehr geholfen, mir die Augen geöffnet und meinen Wert geändert.“ So etwas dürfe man „nicht im öffentlichen Fernsehen zeigen, ohne andere Meinungen, ohne Kritik, ohne Diskussion. Das ist wirklich eine Schande in der demokratischen Welt, dass diese Bewegung so verharmlost wird.“

"funk" kann Kritik „nicht nachvollziehen“

Was sagen die Verantwortlichen dazu? Wir wandten uns zuerst an den SWR, der für das Onlineprogramm funk verantwortlich ist. Die Pressesprecherin des SWR leitete unsere E-Mail an funk weiter. Von dort kam die Antwort, man könne die Kritik „nicht nachvollziehen“:

„Wir nehmen unseren öffentlich-rechtlichen Auftrag, gerade mit dem Format ‚Datteltäter’ besonders ernst … In dem von Ihnen kritisierten Video haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, am Beispiel von Fiete darzustellen, wie eine Konversion zum Islam aussehen kann. Dabei sind die Datteltäter auf Wünsche aus ihrer Community eingegangen, die seit Start der Datteltäter nach der Konversionsgeschichte von Fiete fragt. Unser Host Fiete gibt im Video einen persönlichen Einblick in seine Konversion. Wie Sie dadurch zu dem Schluss kommen, dass darin ‚indirekt für den Islam geworben wird’, können wir nicht nachvollziehen … Hinter dem Beitrag steht ein subjektiver Erfahrungsbericht, der von einer Redaktion erarbeitet wurde, die ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachgeht.“

Es werde zudem „besonders darauf geachtet, dass die Gefahren einer Konversion thematisiert werden – also, z.B. das Abdriften in eine radikale Richtung“. Damit muss wohl gemeint sein, dass Fiete erzählt, dass er einmal „während des Ramadan“ einen Monat lang keine Musik gehört habe, eine solche Haltung aber heute als unnötig betrachte. Für ebenso überflüssig erachte er es, eine bestimmte Kleidung zu tragen oder „Gebetsketten“ zu benutzen. Bei allen islamischen Verboten sei es ihm zudem wichtig zu wissen, „warum“ es sie gebe. Schützt das die 14- bis 29-jährigen Zuschauer – potenzielle Konvertiten – hinreichend vor einem „Abdriften in eine radikale Richtung“? Fragen, wie die, wer der Souverän in einem Land ist – das Volk oder Allah –, ob ein Muslim der Scharia gehorchen muss (und wer sie auslegen darf) oder welchen Status Frauen und „Ungläubigen“ zukommt, werden gar nicht thematisiert.

„Wir haben auch sehr viel gelitten“

Wäre es um eine westliche Sekte wie die Scientology Church gegangen, wären mit Sicherheit Aussteiger und ihre bedrückenden Erfahrungen zur Sprache gekommen – zu recht. Wenn es aber um den Islam geht, bleibt jede Kritik aus. Es fehlt der Warnhinweis, dass der Islam ein Verein ist, dem jeder beitreten, aus dem aber niemand austreten kann. Die einflussreichste islamische Institution ist die Al-Azhar-Universität in Kairo. In einer von ihr verfassten und weiterhin gültigen Fatwa von 1978 heißt es schwarz auf weiß, dass wer vom Islam abfällt und keine Reue zeigt, getötet werden müsse. Wie kann das öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen junge Menschen dazu ermuntern, einen so verhängnisvollen Weg einzuschlagen? Mina Ahadi sagt im Gespräch mit Achgut.com:

„Auch unter jungen Nazis findet man sicherlich einen, der es gern annehmen würde, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender ihm die Möglichkeit bietet, seine Anschauungen vor Millionen Menschen zu präsentieren und er dann sagen kann: ‚Ich hatte Probleme in meiner Familie, jetzt aber kann ich mit Naziorganisationen zusammenarbeiten und habe endlich einen Ausweg gefunden.’“ Das sei in Deutschland unvorstellbar, so Ahadi. Sie wünscht sich, öffentliche Institutionen wären genauso sensibel gegenüber den Opfern des Islam und islamischer Regierungen: „Wir haben auch sehr viel gelitten, wir haben auch sehr viel verloren.“

Übrigens: Wenn die Öffentlich-Rechtlichen islamisches Fernsehen machen, dann machen sie es auch 100-prozentig. Ein Foto auf der Facebookseite der „Datteltäter“ zeigt das Redaktionsteam, sechs Männer und vier Frauen: Alle Frauen tragen einen Hidschab. Und anders als bei den meisten Frauen auf den Straßen Teherans ist bei keiner von ihnen auch nur eine einzige Haarsträhne zu sehen. Kaum hat das öffentlich-rechtlich-islamische Fernsehen in der Bundesrepublik begonnen, ist es schon strenger, als es die muṭawwiʿ, die islamische Religionspolizei, vorschreibt.

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Daniel Gildenhorn / 10.09.2019

Eine in vielerlei Hinsicht gescheiterte, traumatisierte Person, deren Deutsch auf dem Niveau eines Proleten stehen geblieben ist. So eine findet immer eine gut dotierte Stelle im ÖRR. Als Fortsetzung wäre es aber schon nicht verkehrt, gleich im Anschluss darauf zu zeigen, was denjenigen widerfährt, die diese Religion verlassen haben. Oder gar zum Christentum konvertierten. Na, lieber SWR, habt Ihr den Schneid dafür? Es wird wohl eine unschöne Geschichte, was? Wobei, wenn man weiß, wer diesen Laden leitet (Gesetzlicher Vertreter: Prof. Dr. Kai Gniffke), weiß man ungefähr, wozu diese Person fähig ist. Ach ja! Und die Programmgeschäftsführer von „funk“ haben in diesem Jahr einen „Robert Geisendörfer Sonderpreis“ erhalten. Falls Sie es nicht wissen – es ist „der evangelische Medienpreis“ für die beste Kinderfernsehsendung! So, genug davon. Bekanntlich, schaut der Abgrund irgendwann auch in dich hinein, wenn du zu lange in ihn blickst.

Michael Gröschl / 10.09.2019

Veruntreuung öffentlicher Gelder, Propaganda für verfassungsfeindliche Vereinigungen. Es wird die Zeit kommen, wann sich die ÖR Clique dafür verantworten muss.

Christine Schneider / 10.09.2019

Mir macht u.a. zu schaffen, dass das alles gebührenfinanziert wird. Ein weiteres Plädoyer für die Abschaffung der GEZ -neudeutsch: Haushaltsabgabe.

Hans-Peter Dollhopf / 10.09.2019

Habe ich jetzt um 6:35 auch ein Zeichen bekommen? Gestern Abend nach der Arbeit lag dieses Schreiben in meinem Briefkasten. “Ihre Rundfunkbeiträge sind am 15.09.2019 fällig. Bitte zahlen Sie den Betrag von 52,20 EUR.” Gestern auf dem Weg zur Arbeit, wo für die 52,20 malocht wird, dachte ich nämlich noch bei mir: “Achgut hat schon lange nichts mehr über die unsägliche Zwangsabgabe berichtet”. Und dann, am Abend also die Zahlungsnötigung im Briefkasten und am nächsten Morgen nun dieser Artikel! Ein ZEICHEN. Und von welcher übernatürlichen Gestalt? Achgut fängt auch mit A an. Wie Allah. Kein Zufall! Welcher Klub ruft mich da so wundersam. Wo werden ich nun beitreten?

Dr. Joachim Lucas / 10.09.2019

Dass die öff-recht. Medien sich für solche Religionspropaganda hergeben, passt schon ins Gesamtbild. Man muss schon blind oder bösartig sein, um diese verderbliche Wüstenreligion auch noch mit den Zwangsgebühren zu hofieren. Hoffentlich kommt der Tag, an dem mit denen aufgeräumt wird. Aber ein Staatssender ist halt immer für jede Regierung nützlich. Und zu diesem Menschen ohne Bildung und innerem Kompass: es gibt Leute, die schüttelt man wie in einem Würfelbecher durch und die Zahl, die rauskommt ist Zufall. Ideale Propagandaknetmasse. Wäre er beim Saufen geblieben, würde er wenigstens nur sich schaden.

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