In Nordrhein-Westfalen gelten seit heute wieder schärfere vormundschaftliche Restriktionen, wie aus einer Meldung von sueddeutsche.de hervorgeht. Die sogenannte Landesinzidenzstufe sei auf 1 gestiegen. Sie gelte, wenn die Zahl der positiven Testergebnisse binnen sieben Tagen über 0,01 Prozent aber unter 0,035 Prozent der Einwohnerzahl liege. Das bedeute automatisch strengere Einschränkungen mit überregionaler Bedeutung - auch für Kreise und kreisfreie Städte, die lokal noch in der Stufe 0 lägen.
Landesinzidenzstufe 1 heiße unter anderem: generelle Maskenpflicht in Innenräumen, also nicht nur in Arztpraxen, Bussen und Bahnen, sondern beispielsweise auch wieder in Gaststätten, Museen, Zoos und Gottesdiensten. Für den Einzelhandel kehre die Flächenbegrenzung von einem Kunden je zehn Quadratmeter zurück. Volks- und Schützenfeste, Tagungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sowie der Betrieb von Diskotheken und Clubs in Innenräumen seien zunächst bis zum 27. August untersagt.
Düsseldorf werde dem Bericht zufolge laut einer Übersicht des Landesgesundheitsministeriums am Dienstag voraussichtlich schon in Stufe 2 springen. Der Übergang von Stufe 1 auf 2 greife, wenn eine Stadt oder ein Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert von 0,035 Prozent überschreite. Das ziehe noch schärfere Auflagen bezüglich Kontaktbeschränkungen, Test- und Abstandspflichten nach sich. Solingen werde am Montag sogar als erste Kommune in NRW wieder die höchste Stufe 3 (Mehr als 0,05 Prozent der Einwohner worden positiv getestet) erreichen.
