Einige Corona-Schlaglichter: Japan hebt den Covid-19-Notstand in weiten Landesteilen vorzeitig auf, in Frankreich öffnen einige Strände, aber es ist verboten, dort in der Sonne zu liegen und Bulgarien hebt zwar den Ausnahmezustand offiziell auf, doch alle Restriktionen gelten weiter, nur jetzt unter dem Label „epidemische Ausnahmesituation“.
Japan hebt den Corona-Notstand in den meisten Landesteilen vorzeitig auf, meldet ariva.de. Regierungschef Shinzo Abe habe diese Entscheidung am Donnerstag nach Beratungen mit Experten bekannt gegeben. Ausgenommen seien städtische Großräume wie Tokio und Osaka. Der Notstand hätte eigentlich noch bis zum 31. Mai gegolten. In 39 der 47 Provinzen des Landes werde er jetzt aufgehoben, da die Ausbreitung des aktuellen Coronavirus dort inzwischen habe eingedämmt werden können. Notstand hieße in Japan nicht, dass es harte Ausgangsbeschränkungen wie in Europa gäbe. Die Bürger seien nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben.
Mit den Lockerungen in Frankreich öffnen auch einige Strände wieder, aber nur unter strengen Regeln, meldet ariva.de. Sonnen oder Picknicken seien nicht gestattet. An den geöffneten Stränden im Département Loire-Atlantique an der Atlantikküste seien nur "dynamische Aktivitäten" erlaubt, wie es in der Verordnung der zuständigen Präfektur heißt.
In Bulgarien gelte wegen des neuartigen Coronavirus bis zum 14. Juni eine "epidemische Ausnahmesituation". Die neue Regelung habe am Donnerstag den vor zwei Monaten verhängten Ausnahmezustand beendet. "Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle Maßnahmen gelten aber weiter", habe Gesundheitsminister Kiril Ananiew dazu erklärt. Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen.
Zuvor hätte es verschiedene Lockerungen gegeben. Seit 6. Mai dürften Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafés wieder öffnen. Sport im Freien sei seit zehn Tagen wieder erlaubt. Auch Besuche von Parkanlagen, Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos wären wieder gestattet. Am Donnerstag habe der Zoo der Hauptstadt Sofia geöffnet. Bis Donnerstag seien im ärmsten Land der EU 100 Menschen mit Covid-19 gestorben.