Etwas Gleichheit muss schon sein. Nicht nur im Job. Auch auf Schildern, dachten sich die Politiker von Friedrichshain-Kreuzberg. Also beschlossen sie 2005, Straßen und Plätze so lange nach Frauen zu benennen, bis Geschlechterparität auf den Täfelchen herrscht. Der Frauenquote sei Dank tobt seit Wochen eine veritable Namensposse vor den Türen des Jüdischen Museums. Der Stiftungsrat will den Platz vor dem Museum nach Moses Mendelssohn benennen. Es wäre das erste Mal, dass der jüdische Philosoph und Aufklärer aus dem 18. Jahrhundert in dieser Form gewürdigt würde. Dummerweise verstößt der zu Ehrende als Mann gegen die Quote. Deshalb schaltet das Grünen-dominierte Bezirksparlament in der Namensfrage bisher auf stur. http://www.derwesten.de/kultur/berlin-streitet-um-platz-fuer-moses-mendelssohn-id7873281.html
Siehe auch:
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/namensstreit-am-juedischen-museum-mendelssohn-und-der-gruene-deutsche-spiesser,10808020,22552120.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-neuen-platz-am-juedischen-museum-ein-ehepaar-ist-keine-frau/8083186.html
http://blogs.taz.de/rechercheblog/files/2012/05/Protokoll_GTK_27.09.12-1.pdf
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-kein-platz-fuer-moses-mendelssohn,10808020,22252506.html
http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article115541901/Farce-um-Frauenquote-fuer-Strassennamen-in-Berlin.html