Der Insolvenzfall Northvolt kostet den deutschen Steuerzahler noch weitere 376 Millionen US-Dollar mehr als die bisher allgemein kolportierten 600-620 Millionen Euro.
Während sich Robert Habeck durch die Medien jammert und CDU-Generalsekretär Huber einen Untersuchungsausschuss fordert, haben mit sieben Monaten Verspätung nunmehr auch das Handelsblatt am 14.08.2025 (siehe hier) und ihm folgend andere Medien wie die Tagesschau darüber berichtet, dass der verursachte Schaden noch viel höher sein könnte als ursprünglich schon angenommen. Bei Achgut war dies bereits am 07.01.2025 zu lesen (siehe Insolvenz- und Kriminalfall Northvolt zum Stichwort UKF-Garantie):
Zur Erinnerung: 2020 hatte die damalige Bundesregierung aus CDU und SPD eine sogenannte UKF-Garantie von 80 Prozent für Northvolt-Bankkredite in Höhe von 525Millionen US-Dollar übernommen. Diese Kredite stehen zu einem Großteil noch zur Rückzahlung aus. Ein Fachreferent des Bundeswirtschaftsministeriums bezifferte laut Handelsblatt am 04.12.2024 im Wirtschaftsausschuß des Bundestages die Risikooption des Bundes 376 Millionen US-Dollar (zum damaligen Umrechnungskurs ca. 360 Millionen Euro, aktuell ca. 320 Millionen Euro).
Der Öffentlichkeit gegenüber hat das Bundeswirtschaftsministerium diese zusätzliche Schadensposition verschwiegen. Auch auf ausdrückliche Achgut-Anfrage zur Höhe der Rückflüsse und der noch offenen Garantie Mitte Dezember 2024 gab sich das Ministerium zugeknöpft und ließ die Anfrage unbeantwortet.
Natürlich sind auch diese 376 Millionen US-Dollar nicht das Ende der Fahnenstange. Weitere 188 Millionen US-Dollar Schaden hat der Steuerzahler aus einer Northvolt-Finanzierung der der KfW-IPEX-Bank zu erwarten. Denn diese Bank ist eine hundertprozentige Tochterfirma der zu 100 Prozent staatseigenen KfW-Bank.