Peter Grimm / 07.02.2018 / 06:10 / 11 / Seite ausdrucken

Norbert Bolz: Das NetzDG und die Lüge

Seit einigen Wochen ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft und kaum jemand protestiert noch. Namhafte Verfassungsrechtler, sogar ein UN-Vertreter, beklagten noch vor Verabschiedung des Gesetzes dessen Verfassungswidrigkeit und Missachtung von Grundrechten. Es wurde trotzdem noch vom vorigen Bundestag am Ende der allerletzten Sitzung beschlossen.

Dass die beteiligten Politiker dieses Thema nicht mögen, ist kaum verwunderlich. Aber wäre es nicht Aufgabe der Presse, sich des Umstandes anzunehmen, dass gerade womöglich aufgrund eines verfassungswidrigen Gesetz fortgesetzt in Grundrechte eingegriffen wird? Warum hört man von den Journalisten so wenig, die doch eigentlich die ersten sein müssten, die aufschreien, wenn es auch nur nach Zensur riecht.

Der Medienwissenschaftler Professor Norbert Bolz hat sich mit einem Zwischenruf zu Wort gemeldet. In wenigen Tagen folgt, unter anderen mit ihm, ein ausführlicherer Achgut.Pogo-Beitrag zum Thema. 

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Leserpost (11)
peter luetgendorf / 07.02.2018

Sehr geehrter Herr Stricker, ich habe den Eindruck, daß zu den Talkshows überhaupt keine unbequemen Gäste mehr eingeladen werden. O.T.  Unter dem aktuellen Eindruck der geplanten Kabinettsverteilung verbleibe ich sprachlos. Gruß peter luetgendorf

Wolfgang Richter / 07.02.2018

Die Masse der Hofberichterstatter verkauft doch die offizielle Meinung der selbst ernannten Eliten und Politdarsteller, mit denen man sich schon im kommunalen Bereich gemein macht. Sodann hat man sich selbst zentsiert mit den Begriffskatalogen der Politischen Korrektnis. Viele leben auf dieser Welle des Geschwafels gut und gerne von den durch die Politik installierten Zwangsgebühren. Worüber , bitte schön, sollten diese Leute sich beschweren, den das NetzDG betrifft doch nur deren Kritiker, steht ihnen also auch noch hilfreich zur Seite. Und so wie niemand aus diesen Kreisen und deren Kundschaft etwas an dieser Selbstzensur auszusetzen hat, dürfen wir uns auf Gender korrektes Aussortieren von “Entarteter Kunst” vorbereiten, um nach dem Junckerschen Politdenken (“Wir machen einfach mal, warten ab, ob es jemand merkt”, etc. etc.) nach und nach in der uniformierten, mental gleich ausgerichteten Welt der Weltbürger aufzuwachen.

Karla Kuhn / 07.02.2018

Herr Bley, auch diesen Kommentar kann ich 100% unterschreiben. Genau so ist es, es liegt an uns, dem VOLK. Die ganzen Vorwürfe müssen WIR uns machen. “Die “GROßen” hören auf zu herrschen, wenn die “KLEINEN” aufhören zu kriechen !! Schiller.

Werner Kramer / 07.02.2018

In einem Punkt muss ich Herrn Professor Bolz widersprechen. Kritik und investigative Nachforschungen bleiben nicht aus, “obwohl sie es besser wissen” ... sie wissen es nicht. Sie sind einfach nur unendlich dumm.

Marion Sönnichsen / 07.02.2018

Zwei Gründe: 1. Das Kaninchen steht vor der Schlange, 2. Viele Journalisten beißen nicht die Hand, die sie füttert Drei Lösungen: 1. Das Kaninchen erwacht aus der Schockstarre, 2. Zubeißen, 3. Die Wähler dürfen die Verursacher der Zensur nicht mehr wählen: dieses Parteieneinheitsgebilde CDU/CSU, SPD et al

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