Christian Osthold, Gastautor / 04.09.2023 / 10:00 / Foto: Mil.ru / 71 / Seite ausdrucken

Noch keine Bilanz der Sommeroffensive

Ukrainische Infanterie hat die erste Verteidigungslinie der russischen Truppen in der Region Saporischschja durchbrochen. In Kiew werden Hoffnungen auf einen Durchbruch zum Asowschen Meer lebendig. Und auf die Lieferung von F-16-Kampfjets. 

Auch im dritten Monat der ukrainischen Offensive finden die heftigsten Kämpfe an den östlichen und südlichen Frontabschnitten statt. Britische Geheimdienstinformationen deuten darauf hin, dass die Russen ihre Angriffe im Nordosten bald verstärken könnten, um die Ukraine von den Operationen zur Befreiung der eroberten südlichen Gebiete abzulenken.

Hier ist es ukrainischen Armeeeinheiten unlängst gelungen, die dichteste Verteidigungslinie der russischen Streitkräfte zu durchbrechen. Das Hissen der ukrainischen Flagge über dem Dorf Rabotino in der Region Saporischschja illustriert diesen Erfolg. Die siegreichen Truppen Kiews setzen ihren Vormarsch unterdessen auf die Stadt Tokmak fort. 

Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) bereiten die ukrainischen Streitkräfte derzeit einen starken Angriff auf die zweite Verteidigungslinie des Feindes in dieser Region vor. Das Hauptziel ihrer Offensive besteht darin, bis zum Asowschen Meer vorzustoßen und den Landkorridor zwischen Russland und der annektierten Krim zu zerteilen.

Damit könnte der Krieg im Herbst in eine entscheidende Phase eintreten. Ein baldiges Ende bleibt allerdings nach wie vor unwahrscheinlich. Den ukrainischen Behörden zufolge bereitet man sich längst auf einen langwierigen Krieg mit Russland vor. Um sich perspektivisch auf dem Schlachtfeld behaupten zu können, benötige die ukrainische Armee noch immer eine bessere militärische Ausrüstung, die derjenigen der Russen nicht unterlegen sein dürfe, so Präsident Selenskyj. 

Insgesamt müsse die Ukraine in der Lage sein, sich nicht nur zu Lande, sondern auch in der Luft einen Vorteil gegenüber dem Feind zu verschaffen. Das ist in der Tat ein sehr ambitioniertes Ziel. Nach Angaben des Generalstabs werden hierzu wenigstens einhundertdreißig F-16-Kampfjets benötigt. In Kiew hält man Zuwendungen dieser Größenordnung für realistisch. Dabei beruft man sich auf die Zusage der westlichen Verbündeten, in Zukunft jede notwendige militärische Unterstützung zur Befreiung der besetzten Gebiete zu gewähren.

Ernüchternde Fakten

Den großen Hoffnungen stehen jedoch ernüchternde Fakten gegenüber. So konnte das ukrainische Heer die an sie gerichteten Erwartungen nicht erfüllen. Die Enttäuschung hat auch mit den medial stilisierten Nutzwertversprechen zu tun. Bereits im April 2023 war in den Medien verstärkt davon zu lesen, dass es eine Gegenoffensive geben werde, die alle Probleme schnell lösen könne. Heute kann man bilanzieren, dass die beteiligten Medien einander in ihrem Enthusiasmus übertroffen haben. 

Zwar hat die ukrainische Armee am 4. Juni 2023 ihre Offensive begonnen, konnte sie aber weder schnell noch einfach halten. Wie man heute weiß, war das kein Zufall. Seit September 2022 hatte Russland zielstrebig mehrere Verteidigungslinien errichtet, deren Ausmaß in mancher Hinsicht sogar vergleichbare Anlagen des Zweiten Weltkriegs übertrifft.

Die in Rede stehenden Fortifikationen erstrecken sich über mehrere hundert Kilometer in den Regionen Saporischschja und Cherson. Es ist unmöglich, ein solches Verteidigungssystem in kurzer Zeit zu durchbrechen. Ein solches Unterfangen würde eine Operation in mehreren Richtungen erfordern, bei der die Hauptschläge mehrmals von einer Richtung in die andere verlagert werden müssten, und all dies unter maximaler Anspannung der Kräfte und unter Einsatz von Reserven.

Auf der anderen Seite haben es sich aber auch die russischen Akteure zu einfach gemacht. Sie behaupten stoisch, dass die ukrainische Offensive endgültig gescheitert sei und man nun eine kriegsentscheidende Offensive bei Kupjansk durchführen werde. Zwar hat Moskau entsprechende Angriffe gestartet. Das ändert aber nichts daran, dass die Lage an der Front im Süden teilweise brisant ist.

So belegen die jüngsten Meldungen, dass sich die ukrainischen Streitkräfte dem Frontabschnitt bei Orechiw in Richtung Tokmak genähert, die dortige Verteidigungslinie der russischen Streitkräfte durchbrochen und mit dem Sturm auf die zweite Linie begonnen haben. 

Die Frage ist nun, wie gut diese Barriere aktuell verteidigt wird. Experten gehen davon aus, dass die zweite Linie in viel geringerem Umfang mit Personal, Waffen und Munition ausgestattet ist als die erste. Wichtig ist, dass von Rabotino aus eine direkte Verbindung nach Tokmak besteht. So ist es wahrscheinlich, dass die Ukrainer versuchen werden, die Stadt rasch einzunehmen oder zu belagern.

Der Kampf um eine Nachschublinie

Laut Jan Kallberg vom Centre for European Policy Analysis (CEPA), der vom amerikanischen „Insider“ zitiert wird, muss die ukrainische Armee nach der Befreiung von Rabotino etwa 11 bis 16 Kilometer weiter vorrücken, um die feindlichen Transportwege zu unterbrechen und die Mobilisierungs- und Kampffähigkeit der russischen Armee zu behindern. Schließlich könnte die ukrainische Armee aus dieser Entfernung die wichtigsten Routen unter Beschuss nehmen.

Sollte dies tatsächlich gelingen, würde die Versorgung mit Munition und sonstiger militärischer Ausrüstung, die für die Kampfhandlungen der russischen Truppen in den Regionen Cherson und Saporischschja erforderlich ist, unterbrochen oder zumindest erheblich behindert sein.

Gegenwärtig gibt es zwei Verbindungslinien, über welche diese Lieferungen abgewickelt werden. Die erste verläuft von der Region Donezk über Wolnowacha und weiter entlang der Kontaktlinie zwischen den russischen und ukrainischen Streitkräften über eine Entfernung von etwa 20 bis 30 Kilometer. Die zweite Linie führt über die Brücke von Kertsch nach Dschankoj und verläuft weiter nach Melitopol. 

Würde diese nördliche Nachschublinie gestört, könnten die russischen Truppen nur noch mit der Hälfte jener Menge versorgt werden, die sie für einen wirksamen Kampf benötigen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das wichtigste Ergebnis von Kiews Sommeroffensive die Unterbrechung dieser Lebensader sein könnte. Dies wäre ein sehr schwerer Schlag für das gesamte russische Militär in der Südukraine.

In der westlichen Presse wird immer wieder kolportiert, dass die ukrainischen Streitkräfte und ihre westlichen Verbündeten unterschiedliche Vorstellungen über den Ablauf einer Offensive haben. Deshalb soll sich der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, kürzlich mit seinen Kollegen aus den NATO-Ländern getroffen haben.

Wahrscheinlich jedoch wird der Anlass gewesen sein, dass die Ukraine nach wie vor erheblichen Einschränkungen unterworfen ist, wenn es darum geht, ihr militärisches Potenzial zu entfalten. Aufgrund einer kaum einsatzfähigen Luftwaffe können Bodenoperationen nicht ansatzweise vom Himmel aus vorbereitet werden. Dabei fehlt es praktisch an allem: an Flugzeugen ebenso wie an hochpräzisen Marschflugkörpern. 

Aus diesem Grund setzt Kiew verstärkt auf Hochpräzisionsartillerie des Typs HIMARS, MLRS, Storm Shadow und SCALP. Diese Systeme ermöglichen es, wichtige feindliche Ziele aus großer Entfernung zu zerstören. Nichtsdestoweniger liegt das Hauptaugenmerk auch weiterhin auf den Kämpfen am Boden.

Im Zusammenhang mit der Lieferung westlicher Kampfflugzeuge warnt Kiew vor einem zu langen Zuwarten. Sollte es bis 2024 dauern, so Walerij Saluschnyj, bis Jets des Typs F-16 bereitstünden, könnte Russland drei weitere Verteidigungslinien aufbauen und die Regionen Cherson und Saporischschja sowie das gesamte Donbass verminen. „Luftüberlegenheit ist der Schlüssel zu Erfolgen auf dem Boden“, erklärt Jurij Ihnat von der ukrainischen Luftwaffe.

Russlands Konzentration auf den Zermürbungskrieg

Da Zeit für Kiew längst zu einem limitierenden Faktor geworden ist, will man den sogenannten Landkorridor zum Asowschen Meer noch vor dem Winter durchschneiden. Sollte es Kiew gelingen, das gegenwärtige militärische Operationsgebiet in zwei Teile zu spalten – nämlich in die Krim und den Donbass – könnte die Ukraine hier 2024 separate Operationen starten.  Andernfalls droht der Winter die gegenwärtigen territorialen Machtverhältnisse einzufrieren. Eine Vertreibung der russischen Truppen im kommenden Jahr wäre dann immer schwieriger. 

Präsident Selenskyj erklärte kürzlich, die Ukraine werde in Zukunft wie das israelische Militär kämpfen und die eigenen Verluste bei militärischen Operationen minimieren. Ob dies bedeutet, dass eine politische Lösung des Krieges wie im Nahen Osten ausgeschlossen ist, lässt sich nicht sagen. Fest steht jedoch, dass die Chance auf eine diplomatische Entschärfung gegenwärtig sehr gering erscheint. 

Die liegt auch daran, dass Wladimir Putin aktuell keinen Grund hat, eine politische Lösung in Erwägung zu ziehen. Der russische Präsident konzentriert sich vielmehr darauf, die Ukraine durch einen langen Zermürbungskrieg zu strangulieren. Sein Kalkül zieht darauf ab, einen Sieg durch die Überlegenheit seines Landes bei Ressourcen und Reserven zu erzwingen. 

In Kiew wiederum hofft man darauf, dass sich mit der Zeit die Überlegenheit des militärischen, wirtschaftlichen und technologischen Potenzials des Westens auswirkt. Dieses, so der russische Militärexperte Jurij Fedorow, übertreffe das russische um das Dreißigfache. 

Wie Achgut berichtete, kommt es für die Ukraine es aktuell darauf an, das Mobilisierungspotenzial ihrer Gesellschaft konstant auf einem hohen Niveau zu halten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, das System der Mobilisierungsausbildung und der Mobilisierung zu verbessern. In diesen Bereichen hat es seit 30 Jahren keine Reformen gegeben mehr gegeben. 

Erstrebenswert wäre ein Mechanismus, der es ermöglicht, durch Ungleichheit entstehende Spannungen abzubauen. In Zukunft soll verhindert werden, dass bestimmte Bürger Wehrdienst leisten, während sich andere ins Ausland absetzen. Vor einer Beendigung des Konflikts strebt Kiew zudem einen Krieg niedriger Intensität an, wie er etwa ab 2014 in der Ostukraine existiert hat. Damit das möglich ist, muss zunächst jedoch der Höhepunkt eines Krieges hoher Intensität überschritten werden. 

Das israelische Modell

Im Moment jedoch sind an mehreren Fronten Kämpfe hoher Intensität zu beobachten. Zu den für die Ukraine prekären Schlachtfeldern gehört neuerdings auch Kupjansk, wo die russische Armee kontinuierlich vorrückt. Sollten die Russen in die Stadt eindringen, müsste Kiew Reserven in die Region verlagern und würde dadurch sein Angriffspotenzial im Süden schmälern.

Trotz des zunehmenden Drucks an der Ostfront besteht das militärische Ziel Kiews noch immer darin, die besetzten Territorien vollständig zu befreien. Dabei werden offiziell die Grenzen von 1991 angestrebt. Ob dies jemals möglich sein wird, dürfte jedoch am Ende von der russischen Regierung abhängen. Eine Vertreibung des Feindes aus eigener Kraft scheint gegenwärtig illusorisch. 

Für die Ukraine wäre ein Sieg besonders wichtig, weil sie sich faktisch in einer misslichen Lage befindet. Einerseits ist klar, dass die Gefahr eines Krieges erst abgewendet ist, wenn die Ukraine Sicherheitsgarantien von der NATO erhält. Andererseits betont die Nordatlantische Allianz, dass die Ukraine erst nach dem Ende dieses Krieges Mitglied des Bündnisses werden könne. 

Aus diesem Grund ist man in Kiew entschlossen, eine Entscheidung auf dem Schlachtfeld herbeizuführen. Dabei ist das Militär wiederum vollständig von der Kampfbereitschaft der Bevölkerung abhängig. Ohne sie ist weder ein Standhalten noch ein Sieg denkbar. 

Überträgt man das israelische Modell auf die Ukraine, wird deutlich, dass eine obligatorische militärische Ausbildung und eine Dienstpflicht für alle Bürger unausweichlich sind: und zwar gleichermaßen für Männer und Frauen. Und auch das allein wäre noch kein Garant für den Erfolg. So beträgt das Mobilisierungspotenzial in der Ukraine eine Million Menschen, während es in Russland 15 Millionen sind.

Kiew baut darauf, dass die Wirksamkeit der Mobilisierung nachgerade von der Ausbildung der Streitkräfte abhängt. In Israel wird immerhin ein erheblicher Teil der Bevölkerung militärisch auf hohem Niveau ausgebildet. Theoretisch kann ein derart geschulter Soldat fünf bis zehn schlecht trainierte und weniger motivierte Feinde aufwiegen. 

Man kann festhalten, dass die durch den Krieg in der Ukraine verursachten Umwälzungen im Falle von Reformen bei der Mobilisierung unter Umständen die nötigen Voraussetzungen für eine dauerhafte Militarisierung der Zivilgesellschaft schaffen könnten.

Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die der Ukraine helfen könnten: und zwar die Schaffung von Koalitionsstrukturen mit Ländern, die sich in einer ähnlich verwundbaren Lage befinden, wie z.B. Polen und die baltischen Staaten. Alle von ihnen empfinden sich als potenzielle Ziele der russischen Aggression. Polen beispielsweise tritt dem durch eine massive militärische Aufrüstung entgegen.

Die Ukraine kämpft gegen die Zeit

Wie erwähnt, könnte der Ukraine trotz ihres Durchbruchs nun jedoch die Zeit davonlaufen. Am Boden werden Offensivoperationen bestenfalls bis Anfang November durchführbar sein. Im letzten Jahr begann die Operation zur Befreiung des rechten Ufers der Region Cherson im Juli und endete am 11. November. Eine Winterkampagne muss ohnehin zwangsläufig anders verlaufen. 

Sollte Moskau im September 2023 erneut mobilisieren, wird es versuchen, im Winter durch offensive Operationen die Initiative zurückzugewinnen. Dieser Gefahr kann die Ukraine am besten entgegenwirken, indem sie den Kriegsschauplatz im Süden spaltet und sie getrennt voneinander behandelt. 

Daher ist nicht ausgeschlossen, dass Kiew bis Anfang November noch offensive Operationen starten wird. Inwieweit sich auswirkt, dass im Falle einer neuen Mobilisierung in Russland eher schlecht ausgebildete Soldaten zum Kampf antreten werden, deren Führungspersonal eine sehr geringe Qualität aufweist, ist schwer zu sagen.

Klar scheint indes, dass die intensive Phase des Krieges noch weit ins nächste Jahr hineinreichen und mindestens bis zum Ende des kommenden Sommers andauern wird. Für die Ukraine hängt der weitere Verlauf neben der Mobilisierungsrate maßgeblich von der Art und dem Umfang künftiger Waffenliegerungen ab. 

Sollte Kiew die erhofften Tranchen von 150 bis 200 F-16 und mehreren hundert Einheiten moderner gepanzerter Fahrzeuge erhalten, könnte Russland gezwungen sein, zu einer anderen Form des Krieges überzugehen und seine Bemühungen zumindest zeit- und abschnittsweise reduzieren. Die jüngsten Drohnenangriffe auf den Militärflughafen von Pskow, wobei vier Flugzeuge zerstört wurden, erweisen sich dabei allerdings lediglich als Nadelstiche.

Insgesamt ist es zur Stunde noch zu früh, um die ukrainische Sommeroffensive abschließend zu bewerten. Ihre Bilanz wird frühestens in acht Wochen vorliegen. 

 

Dr. Christian Osthold ist Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Russlands. Seine Monographie über den russisch-tschetschenischen Konflikt ist in der Cambridge University Press rezensiert worden. Seit 2015 ist Osthold vielfach in den Medien aufgetreten.

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Christoph Schriever / 05.09.2023

Die Ausbildung der Piloten für F16-Jets dauert viel Monate, wenn nicht gar einige Jahre. Nicht alle Piloten, die für eine F16 ausgebildet werden können diese anschließend auch fliegen. F16-Jets sind nur etwas für Virtuosen unter Kampfjetpiloten. Noch schwieriger und langwieriger ist die Ausbildung des Wartungspersonals. Die F16 sind extrem wartungsintensiv. F16-Jets brauchen Start- und Landebahnen von 800m Länge, die optimal asphaltiert sind. Die Rumpelpisten sowjetischer Bauart in der Ukraine sind für diese rohen Eier mit Flügeln nicht geeignet, zumal sie landesweit mit 650m Länge viel zu kurz sind. Sicherlich könnte man die Rollfelder verlängern und auch im Belag optimieren. Nur ob der Russe mit seinen zielgenauen Raketen, die (bewiesenermaßen) praktisch metergenau jeden Ort der Ukraine treffen können, da einfach nur zuschaut, ist fraglich. Alles in allem: Allein die nüchternen Fakten sprechen gegen einen positiven Effekt für die Ukraine durch amerikanische F16-Jets. Von irgendeinem Effekt für die gegenwärtige Sommeroffensive ganz zu schweigen. Dieser Text des Herrn Ostholt zu F16-Jets und Sommeroffensive hat meines Erachtens die gleiche Wertigkeit wie ein Text von Herrn Habeck zur Wärmepumpe.

Steffen Huebner / 04.09.2023

Das letzte Aufgebot? Die Einberufungskriterien sollen erweitert werden, berichtet exxpress. Nun können auch Personen mit Krankheiten, wie Hepatitis, HIV ohne Symptome, behandelter Tuberkulose und verschiedenen Blutkrankheiten eingezogen werden. Aber auch Personen mit “leichten Kurzzeitmanifestationen psychischer Störungen” und “langsam fortschreitenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems”. - - Eine unberechenbare Truppe, die Russen bekommen das Fürchten…

Steve Acker / 04.09.2023

Giesemann gut ,dass Sie Armenien ansprechen. Wie wäre es wenn die Eu mal etwas Druck auf Aserbaidschan ausüben würde. Aber nein, man will ja nicht die Gas-Geschäfte beeinträchtigen.

Steve Acker / 04.09.2023

Helmut Driesel: “Die hier leben inzwischen, wissen nicht, ob sie wieder in ihr Land zurück können,” Ich weiss von einigen dass sie auf jeden Fall auf Jahre nicht mehr zurückgehen werden, und solche die überhaupt nicht mehr zurück wollen. viele sind übrigens “legal” hier, also durften raus,  zb Jugendliche die noch nicht 18 jahren waren, es jetzt aber sind, oder ganze Familien mit mehreren Kindern.

Helmut Driesel / 04.09.2023

  Also ich glaube nicht, dass bereits 400000Ukrainer gefallen sind, wie verschiedentlich kolportiert wird, das könnten die Verluste insgesamt auf beiden Seiten sein. Aber auch so erscheint mir das reichlich, es müsste ja rund zehnmal so viele Verletzte geben. Wo sind die? Wo wurden die behandelt und von wem? Ist das internationale Rote Kreuz dort? Bezahlen wir das alles? Was soll man darüber denken, wenn die deutschen Hausfrauen ausgerechnet aus der SPD zu den schärfsten Kriegstreibern gehören? Was bedeutet für uns dieser, ich nenne es mal Paradigmenwechsel: Der Krieg wird entschieden von der Menge der Wehrunwilligen, die vor ihm weglaufen. Von uns weiß niemand, ob das bei den Russen schwerer wiegt oder in der Ukraine. Das wird nicht kommuniziert, das hat man schon früher so gehalten. Gezwungene Verweigerer werden auch nie gute Soldaten. Solche potentiellen Deserteure wurden früher manchmal vorbeugend hingerichtet. Die hier leben inzwischen, wissen nicht, ob sie wieder in ihr Land zurück können, egal, wer den Krieg gewinnt. Und die deutschen Politiker sollten einmal darüber nachdenken, ob im Grundgesetz stehen müsste, ob es ehrbar ist, vor einem drohenden Krieg zu fliehen und auf den eigenen Beitrag zur Verteidigung zu pfeifen. Das ist die moderne Zeit, die Eine-Welt-Vorstellung, da flieht jeder, der nicht kämpfen will, dorthin, wo er nicht kämpfen muss. Das kann man nicht nur einseitig anerkennen, wenn es um fremde Flüchtlinge geht, sondern man muss das auch bei der eigenen Verteidigungsbereitschaft genau so zu Ende denken. Wer fremde Kriegsverweigerer aufnimmt, ihnen großzügig Asylrechte einräumt, der muss das im Grundsatz auch der eigenen Bevölkerung zubilligen. Auch im Ernstfall und wenn es an Soldaten mangelt. Davon höre ich in den Sonntagsreden unserer Musterdemokraten bisher nichts. Selbst die Bischöfe tun sich offenbar schwer damit.

gerhard giesemann / 04.09.2023

Russland soll seine ehemalige Sowjetrepublik Armenien vor dem Völkermord der Aseris und Türken schützen, anstatt seine orthodoxen Brüder ab zu schlachten. Als Belohnung kriegen sie Byzanz zurück, mit freier Fahrt durch den Bosporus, an Gallipoli vorbei -  sofern sie die UA in Ruhe lassen. Bei mir jedenfalls hätten sie dann einen Stein im Brett.

A. Ostrovsky / 04.09.2023

Also bei uns sagt man immer “Wer nicht verhandeln will, muss siegen” Und Bingo! Die Ukraine siegt gerade an allen Fronten. Was zu beweisen war. Es hat sich also gelohnt, nicht zu verhandeln. Nächste Woche nehmen sie Wladiwostok ein und dann ist erstmal Pause, weil bis zu den USA ist dann doch ein längerer Seeweg. Da wird man nicht gerne von Eis und Schnee überrascht, wie der Adolf damals. Oder es kommt doch noch zu der unerwarteten Koalition mit Japan, als Hilfsgemeinschaft der Atomruinen. Dann müssen sich die USA warm anziehen! Naja, die Deutschen brauchen ja keine Jacken mehr, weil bei denen alles rot glüht.

Klaus Böhme / 04.09.2023

Ein Tipp für alle, die sich die Sachen mal von “Gedienten” vom US-Militär anhören möchten, die nicht das erzählen, was offizielle US-Generäle, der Mainstream und irgendwelche politisch gebundenen Institute erzählen. Ein Name ist Scott Ritter, er ist pensionierter Major des Nachrichtendienstes der US-Marines. Er war in Deutschland stationiert und während der Zeit der Perestroika zur Kontrolle der Abrüstungsverhandlungen zwischen Gorbatschow und Reagan in der Sowjetunion. Er kennt sich in Moskau und Kiew und bei den Nachrichtendiensten aus. Danach war er UN-Waffeninspekteur im Irak und hat gesagt, dass Saddam Hussein KEINE Massenvernichtungswaffen hat, wodurch er Ärger mit der Politik bekam. Er hat einen Kanal bei Telegram: #Scott Ritter mit über 86.000 Followern, in Englisch. Er wird von Leuten aus vielen Ländern interviewt, auch aus Deutschland (dann mit deutschen Untertiteln), und zwar vom youTube-Kanal GEGENPOL, den man auch direkt aufrufen kann und wo die Interviews gespeichert sind. Scott Ritter wird u.a. auch vom Kanal Judging Freedom (über 160.000 Follower) interviewed, ebenso wie Ex-Colonel (Oberst) Douglas McGregor, der von Donald Trump als Botschafter in Deutschland nominiert war. Seine Kommentare sind militärisch kurz und prägnant. Auch wenn ich damit auf etwas anders, neben der Achse des Guten, hinweisen mag, möge man mir das bitte verzeihen. Aber gediente Offiziere, die selbst “Pulverdampf” gerochen haben, können militärische Dinge vielleicht auch nicht schlecht beurteilen? Man könnte es vielleicht mal versuchen. Doch eine Warnung habe ich noch: Bitte nicht geschockt sein, ob der Realität, und zwar in jeder Hinsicht.

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