Die deutschen Politiker haben es mit den Mauern, wenn sie dem Machterhalt dienen. Nur dürfen sie nicht Mauer heißen. Deshalb hieß in der DDR die Mauer „antifaschistischer Schutzwall“. Und Kanzler Merz will jetzt auch nicht mehr Brandmauer sagen, sondern er sagte in einer Pressekonferenz im Oktober 2025 zur Brandmauer: „Das ist nicht unser Sprachgebrauch. Das war er nicht und das ist er nicht.“ Wie bei allen Merzaussagen könnte man ihm schon dutzende Videoausschnitte zeigen, in denen Brandmauer sehr wohl sein Sprachgebrauch war, einmal hatte er sich und seine Partei sogar selbst als Brandmauer bezeichnet: „Wir sind die Brandmauer“. Steht die Frage im Raum: Sind Mauern als Machtinstrumente etwas Gutes?
Versetzen wir uns 36 Jahre zurück in den Oktober des Jahres 1989. In dieser Zeit entstand die Legende vom einen Satz, der die DDR erschütterte. Der Satz „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ gilt als einer der berühmtesten Sprüche der Wendezeit – und wird oft Michail Gorbatschow zugeschrieben, angeblich gesagt im Oktober 1989 zu Erich Honecker.
Der russische Reformer Michael Gorbatschow besuchte am 6. und 7. Oktober 1989 Ost-Berlin zur Feier des 40. Jahrestags der DDR. Die Stimmung war angespannt: In der DDR gärte es heftig, die Bevölkerung protestierte, viele flohen über Ungarn. Das DDR-Regime schlug im wahrsten Sinne des Wortes um sich. Die Stasilümmel in ihren Windjacken waren im Dauereinsatz. Sie arbeiteten mit einer Mischung aus Überwachung und Einschüchterung.
Die Stasi war bei den ersten Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten mit zivilen und uniformierten Kräften präsent. Transparente wurden heruntergerissen, Demonstrierende festgenommen, verprügelt und eingeschüchtert. Besonders vor der Berliner Gethsemane-Kirche kam es zu schweren Übergriffen. Über 1.000 Menschen wurden festgenommen. Die friedlichen Demonstranten wurden als „Konterrevolutionäre“ oder „vom Westen gesteuerte Provokateure“ bezeichnet, gegen die hart durchgegriffen wurde.
Die gleichgeschalteten DDR-Medien reagierten auf die ersten Demonstrationen – insbesondere die Montagsdemonstrationen ab dem 4. September 1989 in Leipzig – mit einer Mischung aus Ignorieren, Verharmlosen und gezielter Desinformation. Es begann mit Schweigen und Nicht-Berichterstattung. Die ersten Proteste wurden in den offiziellen Medien wie dem „Neuen Deutschland“ oder dem DDR-Fernsehen schlicht nicht erwähnt. Die Strategie war, durch Nicht-Berichterstattung die Bewegung unsichtbar zu machen.
Dann begann die Phase der Verzerrung und Diffamierung. Die Demonstranten wurden stigmatisiert. Wenn überhaupt berichtet wurde, dann wurden die Teilnehmer als „Rowdys“, „Störer“ oder „vom Westen gesteuerte Provokateure“ dargestellt. Die Forderungen nach Reformen, Meinungsfreiheit und Reisefreiheit wurden als „Missverständnisse“ oder „Einzelfälle“ abgetan. Die Medien verbreiteten indirekt Angst durch Berichte über angebliche „Unruhen“ oder „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“, um potenzielle Teilnehmer abzuschrecken.
Nur die Mauer konnte die Macht noch garantieren
Die greise DDR-Führung beharrte eisern auf ihrem Kurs, auch wenn es für jeden offensichtlich war, dass es mit der DDR steil bergab ging. Im Januar 1989, also nur zehn Monate vor dem Fall der Berliner Mauer, sagte Erich Honecker voller Überzeugung: „Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt sind.“ Er sagte das auf einer Tagung des Thomas-Müntzer-Komitees in Ost-Berlin und verteidigte die Berliner Mauer als „antifaschistischen Schutzwall“, als Schutz vor den bösen Machenschaften des Westens. Er wusste, dass nur die Mauer seine Macht noch garantieren konnte.
Die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR wurden zum letzten großen Spektakel des SED-Regimes – pompös inszeniert, aber von der Realität überholt. Während die Führung sich selbst feierte, brodelte es auf den Straßen. Bereits am 4. Oktober zelebrierte die Nationale Volksarmee (NVA) einen militärischen Auftakt vor der Neuen Wache in Berlin. Am 6. Oktober marschierten angeblich 100.000 Mitglieder der Freien Deutschen Jugend (FDJ) zwischen Brandenburger Tor und Marx-Engels-Platz – ein symbolischer Schulterschluss mit der Partei. Die FDJ war in der DDR das, was heute die NGO’s, zum Beispiel die „Omas gegen rechts“, sind. Am 7. Oktober rollten Panzer und Schützenwagen der NVA über die Karl-Marx-Allee – eine Machtdemonstration. Auf der Ehrentribüne saßen Erich Honecker, Michail Gorbatschow und internationale Gäste wie Yassir Arafat und Daniel Ortega.
Am Abend des 7. Oktober 1989 lud Erich Honecker zu einem Staatsbankett in den Palast der Republik. Die Küche fuhr noch einmal alles auf, was Rang und Namen hatte – kulinarisch und politisch. Für die Staatsgäste wurde westlicher Champagner gereicht – ein Luxusprodukt, das im Alltag der DDR kaum erhältlich war. Ausgewählte Weine aus Bulgarien, Rumänien und der Sowjetunion begleiteten die Gänge. Völlig instinktlos schlemmte die greise Staatsführung mit ihrem Hofstaat durch die von Chefgastronom Siegfried Pasternak servierte Luxusmenüfolge. Es begann mit einer Vorspeise, Forellenröllchen mit Meerrettichsahne – Honeckers Lieblingsgericht. Dann folgte der Zwischengang: Zuchtwachtelbrüstchen auf Waldpilzragout – eine Rarität in der DDR-Küche. Zum Hauptgang gab es Rinderfilet mit Rotweinsauce, dazu Herzoginkartoffeln und glasierte Möhren. Zum krönenden Abschluss wurde das Dessert serviert, eine Eisbombe mit Himbeerspiegel und Minzblatt, begleitet von edlen Likören und Digestives.
Während die Parteigrößen mit Champagner auf das „Erbe der Arbeiterklasse“ anstießen, verließ der sowjetische Staatschef noch während des Essens das Bankett frühzeitig – ein symbolischer Affront. Die pompösen Inszenierungen wirkten wie aus der Zeit gefallen. Während die Führung sich selbst feierte, war die DDR bereits im Umbruch. Das Bankett war ein letztes Aufbäumen des Systems – opulent, aber isoliert von der Realität. Die Berliner Mauer fiel am 9. November 1989 – also 33 Tage nach dem 40. Jahrestag der DDR und dem Festschmaus. Honecker wurde sogar kurzzeitig verhaftet, war gesundheitlich angeschlagen und galt als Sicherheitsrisiko. Eine Rückkehr in die SED-Funktionärssiedlung Wandlitz war ausgeschlossen, und kein staatliches Heim wollte ihn aufnehmen.
Glaube an die Zauberkräfte einer Mauer
In dieser Lage bat Honeckers Anwalt Wolfgang Vogel die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg um Hilfe. Pfarrer Holmer, Leiter der Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal, erklärte sich bereit, das Ehepaar Honecker aufzunehmen – obwohl er durch das Regime persönlichen Benachteiligungen ausgesetzt war. Die Honeckers lebten rund zehn Wochen in zwei Dachkammern des Pfarrhauses. Honecker wurde strafrechtlich verfolgt – unter anderem wegen seiner Mitverantwortung für die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze. Er kam 1992 in Untersuchungshaft, doch das Berliner Landgericht stellte das Verfahren am 13. Januar 1993 aus gesundheitlichen Gründen ein.
Noch am selben Tag wurde Honecker aus der Haft entlassen und bestieg eine Lufthansa-Maschine Richtung Santiago de Chile, wo seine Frau Margot bereits ein Anwesen im Stadtteil La Reina vorbereitet hatte. Dort lebte er bis zu seinem Tod am 29. Mai 1994, immer noch davon überzeugt, dass die DDR durch vom Westen gesteuerte Saboteure gescheitert war. Und Honeckers DDR bleibt im Gedächtnis als ein gescheiterter Arbeiter- und Mauernstaat.
Diese Geschichte fiel mir ein, als ich Bundeskanzler Friedrich Merz nach der Klausurtagung der CDU/CSU über die Brandmauer reden hörte, die nun nicht mehr Brandmauer heißen soll. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, keinesfalls setze ich Merz mit Honecker gleich. Merz lässt auf keine Bundesrepublikflüchtigen schießen. Die Gefängnisse sind nicht voll mit politischen Gefangenen, solange sie sich nicht als Reichsbürger gebärden. Und die Wirtschaft hat sich gerade erst auf den Weg gemacht, um das Ziel des Aufbaus des Sozialismus auf deutschem Boden zu erreichen. Die DDR-Wirtschaft hingegen war diesem Ziel schon recht nahe gekommen.
Nein, der Friedrich ist kein Erich. Bei Merz fällt mir eher ein Baron ein, der sich dereinst am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen konnte. Aber was der Fritz mit Erich gemein hat, ist sein Glaube an die Zauberkräfte einer Mauer.
„Wir sind die Brandmauer“
Bei einem Pressegespräch am 17. Oktober 2025 formulierte der Bundeskanzler ungewöhnlich deutlich: „Wir sind die Brandmauer“ und meinte damit die CDU. Merz wollte die CDU als klare Grenze gegenüber der AfD positionieren – nicht nur programmatisch, sondern auch personell. Merz erklärte, er selbst sei die personifizierte Garantie dieser Ausgrenzung und fühle sich ihr „aus tiefster und vollster Überzeugung verbunden“. Man könnte ihm das fast glauben, hätte man ihn nicht in den letzten Monaten erlebt. Mit einem fast unglaublichen Starrsinn hält Merz an der Brandmauer fest, obwohl in der CDU/CSU die Hütte lichterloh brennt.
Sie brennt, weil die Umfragewerte der CDU/CSU im freien Fall sind, während die vielgeschmähte AfD inzwischen die stärkste Partei ist. In den Ost-Ländern steht die AfD kurz vor der absoluten Mehrheit. In Sachsen-Anhalt kommt die AfD auf 40 Prozent, die CDU dümpelt bei 26 Prozent umher. In Brandenburg hat die AfD 34 Prozent und die CDU kommt auf 13 Prozent. Ähnlich ist es in Mecklenburg/Vorpommern. Auch in der gesamten Republik hat die AfD die CDU/CSU überholt.
Und was sagt der CDU-Kanzler und Parteichef dazu? „Unser Ziel ist es, bei den Landtagswahlen 2026 in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stärkste Kraft zu werden. Merz kündigte an: „Wenn wir gemeinsam erfolgreich regieren, dann wird es keine sogenannte Alternative für Deutschland brauchen“. Die CDU bleibt also bei ihrer Linie der Nicht-Zusammenarbeit mit der AfD – doch der Begriff „Brandmauer“ wird zunehmend vermieden, möglicherweise um strategische Flexibilität zu signalisieren, ohne die inhaltliche Distanz zu verlieren. Und wie vor 36 Jahren trommeln die Leitmedien für die Brandmauer, nur diesmal freiwillig.
Eine Parteiführung, welche die Realität komplett verleugnet
In der CDU-Basis, noch mehr in der CSU-Basis, aber gärt es gewaltig. Viele langjährige Mitglieder dieser einst konservativen Parteien verstehen die Welt nicht mehr. Eine Parteiführung, welche die Realität komplett verleugnet, sich völlig weltfremde Ziele setzt, die nicht nur unerreichbar sind, weil die Parteiführung sich an eine Brandmauer gekettet hat, sondern weil sie gegen die Interessen der Bürger gerichtet sind. Die einst stolze CDU/CSU wird von den linken Rot-Grün-Roten am Nasenring durch die Manege geführt, und auch viele CDU-Funktionäre sehen ihre Existenz bedroht, wenn sie bei der nächsten Landtagswahl in hohem Bogen aus den Landtagen fliegen. Sie ahnen, dass es eine solche Menge von Versorgungsposten schlicht nicht geben wird und sie wieder ins normale Arbeitsleben zurück müssen.
Wie abgekoppelt von der Realität, wie arrogant und abgehoben die Bonzen der Schwarz-Roten-Regierung sind, konnte man am 3. Oktober anlässlich der Feier des Tages der Deutschen Einheit sehen. Auch das Regierungs-Festmahl anlässlich dieser Feier war ähnlich instinktlos inszeniert wie das Festmenü der DDR-Bonzen vor 36 Jahren. Kanzler Merz tourt monatelang durch die Talkshows und schwört die Deutschen auf Verzicht zwecks Klimarettung ein. Doch dann fehlt ihm die Sensibilität, zu bemerken, dass es nicht in die Zeit passt, sich und seine Hofschranzen vom Sternekoch Christian Bau in Mettlach zum Tag der Einheit öffentlich verwöhnen zu lassen. Es gab Sashimi vom Gelbflossenmakrelenrücken mit Yuzu-Gel und Daikon-Rettich, dann Wagyu-Rind mit Misojus, begleitet von fermentierter Schwarzwurzel. Danach Kaisergranat mit Dashi-Schaum und geröstetem Sesam. Zum Dessert gab es Variationen mit Matcha, Pflaumenmiso und Shiso-Blatt. Zur Begrüßung wurde Crémant aus dem Elsass gereicht. Zum Menü trank man Mosel-Riesling und feine deutsch-französische Cuvées. Für die japanischen Gänge gab es eine Sake-Begleitung – eine echte Rarität bei Staatsbanketten. Wenn der deutsche Bürger so ein Acht-Gänge-Menü in Bau’s Restaurant „Victors fine dining“ genießen will, werden so um 600 Euro pro Gedeck fällig.
Die CDU/CSU-Basis sieht sich einer Parteiführung gegenüber, die mit völliger Realitätsverleugnung in ihrer Berliner Blase lebt und die Partei in den sicheren Untergang führt. Wie viele Versprechen kann Kanzler Merz noch brechen, ehe seine Partei aufbegehrt? Wie lange lassen es sich die CDU-Mitglieder noch gefallen, dass auch ihre Existenzen gefährdet sind, durch die linke Energiewende, die linke Verkehrswende, durch Habecks Heizungsgesetz, durch Merkels unkontrollierte Massenmigration in die Sozialsysteme, durch linke infantile Kriegsrhetorik und die ungeheuerliche Geldverschwendung der Regierung in aller Herren Länder, nur nicht im eigenen Land. Wie hatte Merz vor der Wahl ausgerufen? „Links ist vorbei!“. Wenn die CDU/CSU-Basis nicht bald aufbegehrt, dann implodiert diese Partei und verschwindet, wie die FDP. Sie wird nicht mehr gebraucht, weil die SPD mit Grünen und Linken sie nicht für linke Politik benötigt.
Friedrich Merz sollte sich an die Worte von Gorbatschow erinnern, auf die Erich Honecker in seinem Starrsinn nicht gehört hat. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Merz braucht bei keinem Pfarrer Asyl zu suchen. Er wird auch nicht im Gefängnis landen. Aber er wird in nicht allzu ferner Zeit die Sprechchöre hören: „Wir sind die Partei“, Sprechchöre aus seiner eigenen Partei. Einige CDU/CSU-Altfunktionäre tragen schon den Dolch im Gewande. Mit jedem verlorenen Prozentpunkt in den Umfragen steigt der Druck im Kessel. Die Regierung Merz wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bis zum Ende der Legislatur halten.
Dann wiederholt sich vielleicht die Geschichte vom Mauerfall 1989, nur ein bisschen anders. Aber es wird wieder eine Pressekonferenz geben. Und es wird vielleicht ein Reporter fragen: „Ab wann gilt das?“. Und vielleicht wird dann der Herr Linnemann das Ende der Brandmauer verkünden, mit den Worten: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“
Manfred Haferburg wurde 1948 im ostdeutschen Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann.
Kürzlich von Manfred Haferburg und Klaus Humpich in der Edition Achgut erschienen: Atomenergie – jetzt aber richtig
Beitragsbild: Lance Cpl. James B. Hoke - www.usmc.mil, Public Domain, via Wikimedia Commons

Herr Voge? In der DDR keine Kriegstreiber? Ich habe im Wehrlager der 9. Klasse fast mein Leben verloren und bin daher seit 42 Jahren behindert.
Brandmauertaktik erinnert mich an fieses typisch deutsches Mobbing, Projektion und Zersetzen, wie ich es schon im Kindergarten erlebt habe und wovon in diesem Land sicherlich viele Menschen aus ihrem Alltag ein Lied singen können, weil sie irgendwie nicht im Mainstream mitschwimmen, ihr Schuppenkleid gar das anderer Fische überstrahlt bzw wenn sie dementsprechend nicht brav sozialistisch alle bis auf eine ihrer glänzenden Schuppen ans Piranha-Kollektiv abgeben wollen (vgl das Gebrauchstraktat „Der Regenbogenfisch“). So wie das Kollektiv, das mit Kommunisten paktiert und erwachsenen, mündigen Bürgern im Namen von Unseredemokratie ihre Rechte abgesprechen will (mittels einer vielzitierten „Brandmauer“, die aber angeblich nicht im Sprachgebrauch sei). Weil ein mit Staatsgewalt durchgesetztes Verbot einer von mehr als jedem Vierten inzwischen favorisierten Oppositionspartei aber wohl selbst mit mutmaßlich bereits taktisch platzierten willigen Vollstreckern doch zu sehr nach Autokratie riechen würde, versucht man es jetzt offenbar mit Verleumdung. Nach dem Motto: aliud semper haeret, je absurder, je glaubwürdiger! Und nebenbei können einschlägige Aktivisten, die sich gerne als Journalisten framen, von ihren selbstentlarvten Glaubwürdigkeitsproblemen ablenken? Win-win. Naja, wenn man sich ansieht, von wem diese Anwürfe an die Opposition jetzt erhoben und breitgetreten werden, dann sollte das dem Publikum eigentlich zu denken geben. Ich weiß ja inzwischen wirklich nicht, was ich schlimmer finde. Das inzwischen stereotype deutsche Stadtbild, das Töchter egal welcher Herkunft im Alltag redlich auf Armlänge Abstand zu halten sich mühen, zumal solche Töchter, die eben nicht aus Stadtvierteln stammen, deren gut vernetzte Bewohner sich derartige Folgen der Brandmauerpolitik gegen die Opposition weitgehend vom Leibe halten und entspannt „gegen Rechts“ pöbeln gehen können. Oder die komplette Live-Selbstdelegitimierung dieses Staates.
Man nennt es nicht mehr Kommunismus, sondern Sozialismus. Die Reform ist gelungen.
Deutsche Mauern werden von links gebaut und fallen auch nach links.
Ich war zum ersten Mal 1990 in der DDR, dann Ex-DDR, in Dresden. Im Restaurant an der Elbe gab es Biber-Buletten. Im Umland von Berlin waren wir auch. Jemand warf eine Berliner Weisse um. Ob wir ein neues Tischtuch (aus Papier) haben koennten…..Sie muesse erst den Kaderfuehrer oder sowas Aehnliches fragen. Das war das fuer’s Volk, den Teil, der mal Essen ging. Nix Forelle oder Wachtel. Das japanische Menue der Heutigen leisten sich nicht mal die sog. Besserverdiener. Das sind Plaetze fuer Milliardaere und Strasburger Eliten. Aber: Sie schaemeten sich nicht. Und daher sind sie im Sinkflug. Sie haben kein Gefuehl fuer Buerger, leben im Elfenbeinturm. Dies seit 2020. Home-schooling zu fuenft in einer Dreizimmerwohnung? Gar kein Problem. Oma und Opa verrecken isoliert im Altersheim? So what. Grundschulkinder malen Gesichter ohne Mund? Wird schon wieder. Die Haelfte der Klasse kann kein Deutsch? Nach der vierten Klasse auch kein Mathe? Kann beides weg, macht doch nix. Meine Sorge ist, ob die AfD den Laden noch reparieren koennte. Herkulesaufgabe. Statt es mit der AfD zu versuchen (kann man wieder abwaehlen) haette man gern Krieg. Offen gestanden hatte selbst Hitler bessere Gruende fuer Krieg im Osten, ganz gleich, was fuer eine Schmeissfliege er war. Was haette ich denn gern?: Mehr Charakter. Mut zur Selbstkorrektur. Mut zu Ruecktritten. Nicht Gesichtswahrung, sondern Ehrlichkeit. Sonst wird das so: „In der ersten Halbzeit hatten wir kein Glueck, und in der zweiten kam auch noch Pech dazu.“ Zitat Andy Moeller
Holger DANZ, – … nur mal so zur Information : die NATO rückt nicht einfach mal so an die russische Grenze vor, sondern die ehemals sowjetisch besetzten und ausgeplünderten Länder des Ostblocks haben die NATO DRINGEND GEBETEN ihr beizutreten ! Und zwar aus der berechtigten Angst, noch einmal Opfer des
des ca. dreihundertjährigen russischen Imperialismus zu werden. Nun die Ukraine ist ja wohl der schlagendste Beweis dafür.
Gerade dieser niedrige Neid macht die total unattraktiv.