Von Hubert und Bernhard Geißler.
Wie man weiß, leben Totgesagte bekanntlich länger. Größter Klimasünder neben der Braunkohle war sicherlich in der medialen Propaganda der Dieselmotor: Fahrverbote in Innenstädten wollten diesem Werkzeug des Gottseibeiuns den Garaus zu machen, ein zwischenzeitlich unangenehmer Preisanstieg des bösen Stoffes drohte, ihn unrentabel werden zu lassen. Besitzer einer Ölheizung oder, simpel gesagt, Dieselheizung deckten sich mit Wolldecken ein, um den Unbilden allzu milder Winter zu trotzen.
Andererseits entwickelte sich das Dieselaggregat als Notstromlösung zum Verkaufsschlager: Jeder anständige Prepper wollte eins im Keller haben, um Milchaufschäumer und Elektrorasierer noch bewegen zu können, und als stille Reserve für Krankenhäuser war das Ding sowieso unverzichtbar. Auch in der Ukraine stieg der Bedarf aufgrund der russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur.
Nun wollen wir zwei charakteristische Fälle der Dieselrenaissance aus unserem näheren Umkreis vermelden. Bei der Erweiterung der Exfirma meines Bruders teilte der zuständige Stromversorger dem Chef mit, dass leider das Netz am Standort des Unternehmens eine weitere Belastung nicht aushalten würde. Abhilfe sei absehbar nicht zu erwarten. Die Lösung war ein containergroßes Dieselaggregat neben der Werkshalle.
Dasselbe passierte bei der Erweiterung eines Unternehmens in der Nachbarschaft, das Alufenster herstellt. Die Eloxieranlage drohte einiges an Saft zu verbrauchen, auf jeden Fall mehr, als dauerhaft vorhanden war. Auch da musste der Stromversorger passen. Die Lösung: Sie ahnen es schon, ein größeres Dieselaggregat.
Deutschland, ein Aggregatland
Nun zu bösartigen Gerüchten, die für Kalifornien – soweit uns bekannt ist – stimmen, aber auch hierzulande vorkommen sollen: Hinter so mancher E-Ladesäule soll sich diskret ein Aggregat verbergen, wie wir recherchiert haben, allerdings gefüttert mit Bioethanol. Also auf gut Deutsch: Der Bauer fährt mit seinem Dieseltraktor aufs Feld, um dort den Mais zur Biodieselproduktion zu ernten, der natürlich dann heftig subventioniert, womöglich mit Kohlestrom verarbeitet wird, um endlich wieder subventioniert und klimaneutral in die Ladesäule zu wandern: Also quasi ein Wolf im Schafspelz oder ein Teufel in Engelsgestalt. „Si non e vero, e ben trovato“, sagt man da im Land, wo die Zitronen blüh’n.
Natürlich erübrigt sich da die Frage, warum man nicht gleich die Brühe durch den Motor jagt, sondern einen effizienzmindernden Umweg wählt.
Aber immerhin, diese anscheinend doch bemerkbare Ausbreitung der Aggregate sichert zumindest eine dezentrale Energieversorgung. Natürlich wäre ein Mini-AKW effektiver. Aber die Container sind ja schon mal da, man braucht sie nur noch umzurüsten. Stromtrassen braucht es da auch nicht, und die notleidende Autoindustrie könnte sich auf ein neues Produkt umstellen.
Mein Bruder und ich recherchieren schon nach Herstellern. Deutschland, einig Aggregetland, das wäre sicher eine Investitionsmöglichkeit. Für sachdienliche Hinweise sind wir dankbar und hoffen, zur Erheiterung unserer Leserschaft, den verölten Wurstfinger wieder in eine schwärende Wunde gelegt zu haben.
Hubert Geißler stammt aus Bayern und war Lehrer für Kunst/Deutsch/Geschichte. Er schreibt diese Serie zusammen mit seinem Bruder.
Bernhard Geißler gehört zu den sogenannten Fachkräften und Technikern, also zum gut ausgebildeten Teil der produktiven Arbeiterschaft, hier kurz „Schrauber“ genannt. Der arbeitet viel, kommt aber selten zu Wort, was diese Serie ein wenig wettmachen will.
Beitragsbild: Pixabay
Das Schöne an den Dieselaggregaten ist, dass sie kein Add-Blue benötigen. Da sind noch die guten alten Dieselmotoren drin, die lärmen, qualmen und stinken, so dass das 60er-Jahre-Hochgefühl aufkommt.
Das alles zeigt genau die Probleme und Irrwitzigkeiten, die wir ohne die grüne Ideologie gar nicht hätten. Die Grünen sind grundsätzlich mit strukturiertem, komplexem Denken überfordert und dann wollen sie noch Planwirtschaft machen. Die bekommen nichts hin aber alles kaputt.
„Für sachdienliche Hinweise sind wir dankbar […]“ – guckt mal bei Alibaba. Die verkaufen da alles, was das Herz begehrt. Wenn ihr noch ein bisschen weiterguckt, findet ihr bestimmt auch den dafür benötigten Diesel, fein umgelabelt aus russischen Quellen, zum dreifachen Preis. Vor 80 Jahren wollte „der Deutsche“ noch die Welt erobern. Heute will er sie retten. Wenn wir Glück haben, reißt er damit diesmal nicht die halbe Welt mit in den Abgrund, sondern nur halb Europa. Deppenvolk …
Mit dem Piesel-Diesel ist seine Renaissance nicht mehr auf zu halten.
Im Gegensatz zu vielen Kartoffeln und Kötern, die ihre Dieselautos wegen eines von den Linksgrünen konstruierten Skandals panikartig abgestoßen haben, fahre ich immer noch zufrieden mit meinem herum – in der Großstadt. Das Aussitzen habe ich mir von Merkel abgeschaut. Die Methode funktioniert nicht nur in der Politik.
„Größter Klimasünder neben der Braunkohle war sicherlich in der medialen Propaganda der Dieselmotor“ --- Das Klima ist ein Abstraktum bzw. eine Abstraktion vom Wetter. Das „Klima“ ist ein alter statistischer Mittelwert, der auf Festplatten gespeichert ist und in Simulationen modelliert wird. – Massenmedial betrachtet, ist so ziemlich alles, was in den MSM zum Thema „Klima“ verzapft wird unwahr, gesellschafts- und kulturschädigend, vorsätzlich gelogen, irreführend, sozio- und psychopathogen et cetera. – CO2 ist das Gas des Lebens!
Ein Diesel-Notstromaggregat empfehlen und kaufen in Deutschland nur technische Laien! – Warum? – Erstens ist Diesel sehr teuer. Und zweitens wegen der Biosprit-Beimischungen im Sommer nur ca. 6 Monalte haltbar. Man kann also keine Vorräte anlegen. – Was kauft man stattdessen? – Einen Generator für Heizöl natürlich! Nennt sich Multifuel. Heizöl ist billig und wegen fehlender Bio-Beimischungen jahrelang lagerfähig. – Wie sind die Preise? – Im Sommer vor dem Ukraine-Krieg war man bei 3 Kilowatt Dauerleistung mit ca. 1650 Euro dabei. Ein Jahr später wurden 2150 Euro aufgerufen. Vor dem Krieg war die Lieferzeit 3 Wochen. Ein Jahr später dann 3 Monate. – Wer eine Ölheizung hat, ist natürlich im Vorteil. Hier ist es sinnvoll, sich in die Stromleitung zur Heizung eine Kupplung einbauen zu lassen, damit die beim Blackout dann auch extern mit Strom versorgt werden kann.