Notizen über die diesjährigen Festspiele in Bayreuth
Auch unabhängig von den Aufführungen tragen die Bayreuther Festspiele traditionell viel dazu bei, das mediale Sommerloch zu füllen. Die erste Aufregung gab es bereits im Vorfeld der Festspiele mit einer Verkündung von Claudia Roth, deren Wort Gewicht hat, weil sie als Staatsministerin den Bund vertritt, der im Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung über 5 (von 24) Stimmen verfügt und einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung der Festspiele (insbesondere zu den Sanierungskosten des maroden Festspielhauses) leistet. Ihr Wort wird gehört, auch wenn sie von dem, wofür sie zuständig ist, nicht viel versteht. So schlug sie vor, die Festspiele auch für andere Komponisten zu öffnen, wobei sie namentlich die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck in die Diskussion einbrachte. So abwegig, wie dieser Vorschlag manchem erschien, war er nicht. Bei Humperdinck lässt sich tatsächlich eine Verbindung zu Richard Wagner herstellen, denn er war Assistent in Bayreuth und seine Opern sind stark von Wagners Werk beeinflusst.
Andererseits ist der Vorschlag, die Festspiele zu öffnen, keineswegs neu. Schon Richard Wagner hatte mit diesem Gedanken gespielt. Auch Nike Wagner und Gerard Mortier hatten bei ihrer Bewerbung um die Leitung der Festspiele im Jahr 2008 diese Option in die Diskussion eingebracht, ebenfalls eher vage. Frau Roth reiht sich mit ihrer Äußerung zudem gut in die Strategieabteilung der Festspiele ein, die dazu neigt, wenig durchdachte Ideen zu kommunizieren. Ihre Bemerkung zielte auf den Kern des Geschäftsmodells der Festspiele, der allerdings auch darin besteht, dass andere Festspiele eher zögerlich zu Wagner-Werken greifen.
Die Ausnahme der Münchner Opernfestspiele war den Bayreuthern schon immer ein Dorn im Auge, in Glyndebourne und Loughborough werden jedoch nur gelegentlich Werke von Wagner aufgeführt. Mit den wichtigen Salzburger Festspielen besteht eine stillschweigende Übereinkunft, dass Wagners Musikdramen dort im Sommer nicht aufgeführt werden (mit wenigen Ausnahmen). Würde man sich in Salzburg daran gebunden fühlen, wenn in Bayreuth etwa auch Werke des großen Rivalen Verdi gespielt würden? Gäbe es überhaupt genügend Interessenten, die für Humperdinck oder Verdi in Bayreuth Höchstpreise zahlen würden? Und gäbe es außer der Kontrastierung mit Wagner-Werken irgendetwas, was eine solche Ansetzung besonders machen würde? All dies ist zu bezweifeln, und bevor man überhaupt in diese Richtung denkt, sollte man diese Aspekte zumindest gut durchdacht haben.
Dann war da noch die Sache mit dem Chor, der verkleinert werden soll. Genauer gesagt, die Zahl der Sänger mit festen Verträgen soll um bis zu 40% reduziert werden. Ausgerechnet am Chor soll gespart werden, wo dieser doch immer und ausnahmslos genannt wird, wenn es um die Aufzählung der Punkte geht, bei denen die Bayreuther Festspiele unübertroffen sind. Eberhard Friedrich scheint im Gegensatz zur Festspielleitung nicht der Auffassung zu sein, dass eine solche Maßnahme ohne Qualitätseinbuße durchführbar ist. Er „sehe auch kein Konzept für die nötigen Einsparungen“ (Chordirektor verlässt Bayreuther Festspiele - BackstageClassical).
Schäbig behandelte Künstler
Nun hat er seinen Vertrag gekündigt, was in der Presse Fragen aufgeworfen hat. Der Norbayerische Kurier sprach sogar von einer Gaga-Kündigung, da sein Vertrag wegen Erreichens der Altersgrenze ohnehin ausgelaufen wäre. Allerdings ist es bei den Festspielen keinesfalls unüblich, Verträge mit wichtigen Mitarbeitern auch über die Altersgrenze hinaus zu verlängern. Friedrichs Vorgänger Norbert Balatsch war bis zum 71. Lebensjahr in seiner Position. Die „Kündigung“ Friedrichs scheint mit Verbitterung erfolgt zu sein. Damit fügt er sich in die lange Liste der durch die Festspielleitung schäbig behandelten verdienstvollen Künstler ein. Und Friedrich hat sich um die Festspiele wahrlich verdient gemacht.
Seit dem Jahr 2000 sah man ihn nach den Aufführungen, wie er mit den gleichen etwas unbeholfen, aber bescheiden wirkenden Gesten den Applaus für den Chor entgegennahm. Seit 1993 war er bereits Assistent bzw. stellvertretender Chorleiter. Ein halbes Leben hat er den Festspielen gewidmet. Seinen Vertrag um ein oder zwei Jahre zu verlängern, damit er sein persönliches oder das Bayreuther Jubiläum noch als Aktiver gestalten kann, ist ihm nun nicht mehr vergönnt. Schäbig, aber keinesfalls ungewöhnlich für Bayreuth. Inzwischen wurde ja sogar schon Friedrichs Nachfolger präsentiert…
Neu in dieser Saison war die Inszenierung von Tristan und Isolde des Isländers Thorleifur Örn Arnasson (ein Name, der irgendwie in die Wagner-Welt zu passen scheint) unter der musikalischen Leitung von Semyon Bychkov und mit Andreas Schager und Camilla Nylund in den Hauptrollen. Die Bühne ist wie ein riesiges, verfallenes Schiff gestaltet, das mit vielen Gegenständen aus vergangenen Epochen vollgestopft ist. Hierbei geht es wohl um die Darstellung der Seelenzustände der Protagonisten. Anfangs trägt Isolde ein Kleid mit einer gewaltigen Schleppe, auf der sie unentwegt schreibt. Es sind wohl Zeugnisse ihrer Seelennot. Später ist Tristan in dieses Gewand gehüllt. Keiner von beiden kommt über die erlittenen Verletzungen hinweg.
Diese interpretatorischen Zusätze drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, so dass die eigentliche Handlung (es sind ja meist Dialoge) und die Musik nicht überdeckt werden. Einige kleine Eingriffe erlaubt sich Arnasson (schließlich ist man ja dem Regietheater verpflichtet!). So nimmt sich Tristan (ebenso wie Isolde) am Ende mit einem von Isolde gereichten Todestrank das Leben. Im ersten Akt ist die Szene oft in einen künstlichen Nebel gehüllt, was ihr etwas Mythisches verleiht. Seit der dritten Aufführung wurde auf diesen Nebel im dritten Akt verzichtet, da er den Sängern Schwierigkeiten bereitete. Dadurch wirkt die Szene in diesem Akt etwas technisch.
Bestätigtes Urteil des Vorjahres
Das Dirigat war fabelhaft, Bychkov versteht sein Handwerk. Beeindruckend wie er trotz teilweise sehr langsamer Tempi die Spannung aufrechterhielt, wobei man feststellen muss, dass nicht alle Zuhörer diese Einschätzung teilten, denn in der zweiten und letzten Aufführung des Tristan gab es wohl heftige Buhrufe gegen den Dirigenten. Kunst ist eben keine objektiv abwägbare Sache. Problematisch war sicherlich, dass die Stimmen von Andreas Schager und Camilla Nylund nicht gut miteinander harmonierten. Richtig zuhause fühlt sich Schager wohl nur im Forte-Bereich, wo er allerdings völlig unangefochten ist.
Im Piano scheint er immer etwas um Legato und Phasierung zu kämpfen. Entsprechend farblos und blass bleiben diese Passagen, und entsprechend enttäuschend bleibt so der zweite Akt trotz einer wunderbar musikalisch phrasierenden Camilla Nylund als Isolde. Ihre Probleme liegen eher im Forte-Bereich, wo sie gegen Orchester und Schager ansingen muss – wobei Schager, wie mir aus berufenem Munde berichtet wurde, seine Lautstärke gegenüber den ersten Aufführungen (die hier geschilderten Eindrücke basieren auf der 6. Aufführung vom 18. August) bereits merklich zurückgenommen hatte. Nylund hatte die Isolde übrigens schon im Februar in Dresden und unter der Stabführung von Christan Thielemann an der Seite von Klaus Florian Vogt gesungen. Mit ihm harmonierte ihre Stimme viel besser als mit der von Schager. Die restlichen Sänger waren bis in die kleinsten Nebenrollen durchweg ausgezeichnet, allen voran Christa Mayer (beeindruckend, wie sie die hohen Töne meisterte!) als Brangäne und Günther Groissböck als Marke, auch wenn letzterer nicht an Georg Zeppenfeld heranreicht.
Ein erneuter Besuch des Parsifals in der Inszenierung von Jay Scheib bestätigte das Urteil des Vorjahres (vgl. Bayreuth: Bayreuth: Ist Wagner noch zu retten? (1) – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM). Das Konzept der Inszenierung – Ressourcenverbrauch, Ausbeutung der Umwelt – banalisiert den „Parsifal“. Damit dieses Bühnenweihfestspiel seine volle Wirkung entfalten kann, muss die Inszenierung doch irgendwie von etwas unlösbar Mythischem umgeben sein. In Sachen Mythos ist bei Scheib jedoch nichts zu holen. Das Ende, wenn Parsifal den „Kobaltkristall“, der in der Inszenierung den Gral symbolisiert, zerstört – Parsifal erlöst so die Gralsgemeinschaft vom Glauben an Energie – wirkt nur noch trivial. Die musikalische Umsetzung ist dagegen auf allen Ebenen sehr ansprechend. Es ist zu vermuten, dass die Inszenierung durch das Konzept der "erweiterten Realität" nicht wesentlich verbessert wird. (Der Autor hatte nur einen „normalen“ Platz ohne Brille im Parkett.) Bayerns Kunstminister Blume wird jedenfalls mit den Worten zitiert: „Im Moment sind in Bayreuth die Brillen noch unbequemer als die Stühle“.
Während man im letzten Jahr mit der „erweiterten“ (und sehr teuren) „Realität“ in der Parsifal-Inszenierung noch aus dem Vollen schöpfte – immerhin kostet eine Brille rund 1000 Euro, 330 Plätze wurden damit ausgestattet –, wird man sich ab 2027 verstärkt mit der wirtschaftlichen Realität auseinandersetzen, denn ab dann soll ein grundlegend neuer Ansatz für den Spielplan umgesetzt werden. Ab 2027 sollen zwei Neuinszenierungen pro Jahr gezeigt werden (bisher meist nur eine), die aber auf zwei Spielzeiten begrenzt sind. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Inszenierungen in der Regel über vier bis fünf Spielzeiten im Programm behalten. Nach zwei Spielzeiten sollen die abgesetzten Produktionen an andere Häuser weitergegeben werden. Nur noch besonders populäre Inszenierungen sollen ausnahmsweise länger in Bayreuth laufen können. Wären wir in der Finanztheorie, so könnte man formulieren: Die Festspielleitung will das Risiko minimieren, über einen längeren Zeitraum auf einer unpopulären Inszenierung sitzen zu bleiben. Dies erscheint auf den ersten Blick plausibel, da es in den letzten Jahren teilweise schwierig war, für die Karten einer zweiten oder dritten Wiederholung genügend Abnehmer zu finden, da die Inszenierung ihren Neuigkeitswert bereits verloren hatte. Dies gilt allerdings vor allem für sehr schlechte Inszenierungen, die dem (radikalen) Regietheater verpflichtet sind. Ferner geht die Festspielleitung davon aus, dass es – wiederum finanztheoretisch gesprochen – „Marktteilnehmer“ (also andere Musiktheater) gibt, für die eine Übernahme sinnvoll sein könnte. Auf jeden Fall ist es ein interessanter und innovativer Ansatz, der am Erfolg (oder Misserfolg) gemessen werden muss.
Abkehr vom Werkstattgedanken
Ähnliche Überlegungen veranlassten den Autor dieser Zeilen im vergangenen Jahr zu einem vergleichbaren Vorschlag (Wagner-Triumph in Dresden – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM), wonach die Festspiele einfach bewährte Inszenierungen anderer Häuser übernehmen sollten. Die Festspiele könnten sich dann darauf konzentrieren, diese Inszenierungen mit besonderer musikalischer Qualität zu präsentieren. Das Risiko auf schlechten Produktionen sitzen zu bleiben, würde damit gegen Null tendieren. Bei der jetzt in Bayreuth beabsichtigten Variante darf man gespannt sein, welche Häuser bereit sein werden, auch schlechte Inszenierungen zu übernehmen. Wird etwa das Publikum in Düsseldorf oder Detmold darüber erfreut sein, alte, verrissene Inszenierungen aus Bayreuth präsentiert zu bekommen? Welcher Intendant wäre so verrückt, den aktuellen „Ring“ zu übernehmen?
Fest steht bereits heute, dass die Neuausrichtung in Bayreuth de facto eine Abkehr vom Werkstattgedanken bedeutet, wonach das jeweilige Regieteam die folgenden Spielzeiten dazu nutzt, die Umsetzung bzw. das Konzept der Inszenierung kontinuierlich zu verbessern bzw. zu schärfen. Man darf gespannt sein, welche genauen wirtschaftlichen Überlegungen zu einer solchen radikalen Überlegung führen. Schließlich müssten die Kosten für eine Inszenierung deutlich gesenkt werden, um einen raschen Wechsel wirtschaftlich tragbar zu machen. Ein Argument wird die Festspielleitung vermutlich in den höheren Durchschnittspreisen sehen, die sie damit erzielen könnte, denn die Karten für die jeweilige Neuinszenierung werden bereits seit einigen Jahren mit einem deutlichen Preisaufschlag verkauft. Ein weiteres Grundprinzip, die Festspiele einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wäre damit wohl auch endgültig begraben.
Im Jubiläumsjahr 2026 soll aber noch einmal (ganz wagnerianisch) aus dem Vollen geschöpft werden. Erstmals sollen nicht nur alle kanonischen Werke der Festspiele (die musikdramatischen Werke vom Fliegenden Holländer bis zum Parsifal und Beethovens Neunte Symphonie) in einer Saison aufgeführt werden, sondern auch die frühe Oper Rienzi, da Katharina Wagner der Ansicht ist, dass sich diese Oper im allgemeinen Spielbetrieb etabliert hat (eine Ansicht, die viele nicht teilen). Auch dieses Konzept wirft eine Fülle von Detailfragen auf. Wird man in der Lage sein alle Rollen, die dieses Mammutunternehmen mit sich bringt, adäquat zu besetzen. Rienzi, Erik, Tannhäuser, Lohengrin, Tristan, Siegmund, Siegfried und Parsifal werden wohl kaum alle von den Festspielstützen Andreas Schager und Klaus Florian Vogt übernommen werden können. Ähnliche Fragen stellen sich natürlich auch bei den Frauenrollen. Da der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Schwarz (glücklicherweise) ausläuft, gibt es Überlegungen, 2026 einen neuen „Ring" mit einem stark vereinfachten Inszenierungskonzept auf die Bühne zu bringen. Wozu soll also dieser Kraftakt dienen, wenn man doch viele Kompromisse eingehen muss und doch nur wenige Zuhörer (vor allem wohl die Musikkritiker) so viele Aufführungen besuchen können, um sich einen Überblick zu verschaffen? Wäre es nicht sinnvoller, sich nur auf wenige Werke zu beschränken (von mir aus auch einen „Rienzi“), diese aber mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch zu präsentieren? Das Konzept für 2026 reiht sich nahtlos in die Kette der Bayreuther Ungereimtheiten ein.
Nach der Vertragsverlängerung mit Katharina Wagner um weitere fünf Jahre besteht wenig Hoffnung, dass der strategische Schlingerkurs der Bayreuther Festspiele beendet wird. Zwar wurde die Position eines „General Managers“ geschaffen, doch ist zu befürchten, dass dieser lediglich die „Drecksarbeit“ für Katharina Wagner zu erledigen hat. In den entscheidenden künstlerischen Fragen wird sie sich nicht reinreden lassen. Man schwankt offenbar zwischen Selbstüberschätzung (überfrachtete Inszenierungen des radikalen Regietheaters, "erweiterte Realität", opulente Jubiläumsfestspiele) und radikalen Sparkonzepten. Eine sinnvolle Ausrichtung der Festspiele wäre der Verzicht auf kostspielige Regietheaterexperimente und die Konzentration auf musikalische Qualität. Das neue Konzept ab 2027 ist im Grunde das Eingeständnis, dass das radikale Regietheater in eine Sackgasse geführt hat, weil es zu wenige Produktionen hervorbringt, die man (wenn überhaupt) wiederholt sehen möchte. Die ausverkaufte Saison 2024 bestätigt, dass das Potenzial in Sachen Wagner und Bayreuth nach wie vor sehr groß ist. Wäre die Ring-Inszenierung nicht so schlecht gewesen und hätte man renommiertere Dirigenten verpflichten können, hätte man sich wohl auch die Streichung eines Ringzyklus wohl ersparen können.
Mit einer Korrektur des allgemeinen Regieansatzes wäre es übrigens auch möglich, wieder mehr erstklassige Dirigenten zu verpflichten, die dem Regietheater reserviert gegenüberstehen (wie etwa Philippe Jordan). Wenn die Dirigenten erstklassig sind (nicht alle, die in diesem oder im letzten Jahr am Pult standen, sind erstklassig), dann kommen auch die erstklassigen Sänger. Und wenn das der Fall ist, braucht man sich um die Besucherzahlen wenige Sorgen zu machen.
Bernd Fischer studierte Physik und Mathematik mit anschließender Promotion in Köln und Boca Raton (USA), anschließend war er viele Jahre in leitenden Positionen in der Finanzbranche sowie als Autor von zahlreichen Artikeln und Fachbüchern zur Finanzmathematik tätig. Seit 2019 arbeitet er als freier Schriftsteller.
Beitragsbild: Franz Hanfstaengl - https://www.flickr.com/photos/8460649@N05/10305635725, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Eben, Neidhöhle, was sonst. In diesem seltsamen spezifisch neidlichen Tonfall scheint mir Wagners Gesangskunst unverkennbar und unübertroffen.
Glyndebourne präsentierte dieses Jahr einen wunderbaren ‚Tristan‘ als Wiederaufnahme. Die Inszenierung war aus meiner Sicht definitiv besser als die im Fernsehen verfolgte aus Bayreuth.
Vor einigen Jahren gab es die ‚Meistersinger‘ in einer äußerst sehenswerten und farbenprächtigen Produktion (auch auf DVD erhältlich).
Für nächstes Jahr ist erstmalig ‚Parsifal‘ angekündigt.
Das Wichtigste in Kürze : Dr. Merkel erschien heuer nicht , Reiner Haseloff (CDU) und Ricarda Lang (Bundesvorsitzende Grüne) sehr wohl . Roberto Blanco (87) und TV-Koch Alexander Herrmann kondolierten ebenfalls .
„Die erste Aufregung gab es bereits im Vorfeld der Festspiele mit einer Verkündung von Claudia Roth, deren Wort Gewicht hat, weil sie als Staatsministerin den Bund vertritt, der im Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung über 5 (von 24) Stimmen verfügt und einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung der Festspiele (insbesondere zu den Sanierungskosten des maroden Festspielhauses) leistet.“ – Man kann sich an einem Finger abzählen, unter welchen Bedingungen die Wagner-Festspiele wieder als „voll nazi“ bezeichnet werden. Oder will die Ministerin den Hamas-Versteher*innen hintenrum einen Wink geben? – Neue universelle Farbenregel: Was Grüne*innen anfassen, wird braun, weil blau ausgeblendet wird.