
Vor diesem Hintergrund muss man sich auch mal die bisher (Stand KW 13) vom Statistischen Bundesamt wöchentlich publizierten Zahlen der Gesamtsterblichkeit in Deutschland vor Augen führen. Die Quelle der Zahlen ist die letzte Exceltabelle auf “destatis” vom 13.04.2021: Im Jahr 2017 starben in diesem Zeitraum 271.708 Menschen, im Jahr 2018 waren es 280.636 Personen. Im Jahr 2021 sind es 267.987. Es gibt folglich im Jahr 2021 bislang weniger Tote insgesamt als in den Jahren 2017 und 2018, in denen jeweils eine schwerere Influenza übers Land zog. Am 18.04.2021 hat Herr Lauterbach die Behauptung aufgestellt: “Es gibt jetzt Möglichkeit, in den nächsten 6 Wochen noch einmal weit über 10.000 Menschen meist im Alter 40-60 J zu retten, mit einem letztem strengen Lockdown”. In dieser Altersgruppe (40-59 Jahre, anders nicht berechnbar, da ab 60 Jahre wieder die bis 69 Jahre alten beinhaltet sind) sind mit oder an Corona bislang seit der Erhebung 2.650 Menschen gestorben (Quelle: Statista, Stand 13.04.2021). Die Gesamtsterblichkeit in dieser Altersgruppe beträgt bis zur KW 13 die Zahl von 18.768 Personen, so wenig wie in den letzten fünf Jahren nicht mehr! Die Annahme von Herrn Lauterbach, es würden in sechs Wochen rund viermal soviele Menschen in der vorgenannten Altersspanne an Corona sterben wie im gesamten letzten Jahr, übersteigt bei weitem das übliche Maß seiner Äußerungen. Was noch schlimmer wiegt, dass man diese Zahlen nicht in den Massenmedien präsentiert bekommt, als hätte ich nichts anderes zu tun, als ständig selbst rechnen un recherchien zu müssen.
Hm, die FAZ hat sich mit Ioannidis sehr kritisch auseinandergesetzt und wie ich finde mit extrem guten Argumenten. Der Artikel: „Eine epische Schlacht um verlorene Leben“ vom 14. April. Allein das Schottland Beispiel lässt aufhorchen.
Auf 0,15 Prozent weltweit taxierte Ioannidis in seiner jüngsten Veröffentlichung im „European Journal of Clinical Investigation“ die Infektionssterblichkeit (IFR). Mit ihr wird der Anteil der Covid-19-Toten an allen Infizierten (nicht nur den offiziell positiv Getesteten) beziffert. Wie hoch sie ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab, etwa dem Anteil junger und alter Menschen, der Gesundheitsversorgung, auch von der gewählten Stichprobe. Ioannidis hat nun sechs Übersichtsarbeiten zur pandemiebedingten IFR ausgewertet – eine davon war seine eigene. Und obwohl Statistiker wie Walter Krämer in der jüngsten „Unstatistik des Monats“ mit guten Argumenten immer wieder deutlich machen, dass mitten in der Pandemie eine globale IFR-Berechnung nichts weiter als eine „interessante Zahlenspielerei“ ist, hat Ioannidis den Rundumschlag versucht. So wenig zimperlich Ioannidis im Umgang mit anderen Wissenschaftlern und den publizistischen Gepflogenheiten war, so oberflächlich war der Evidenz-Papst offenbar mit den eigenen Zahlen. In seiner Meta-Analyse berücksichtigte er (wie in seiner eigenen Vorstudie) so konsequent nichtrepräsentative Stichproben, dass es zu absurden Ergebnissen kam: Für Schottland errechnet er etwa eine IFR von 0,06 Prozent, was selbst dann nicht stimmen könnte, wenn jeder der mehr als fünf Millionen Schotten sich infiziert hätte. Inzwischen sind nämlich mehr als 0,13 Prozent der schottischen Bevölkerung offiziell an Covid-19 gestorben. Solche völlig unmöglichen Sterblichkeitsraten gibt Ioannidis für sechs weitere Länder-IFR an. Tatsächlich sind Ioannidis’ Sterblichkeitsziffern weit entfernt von den allermeisten anderen Zwischenanalysen, die eine mittlere globale Infizierten-Sterberate von 0,6 bis 0,8 Prozent ermittelt haben – die Weltgesundheitsorganisation eingenommen. Die hat den angeschlagenen Stanforder Statistikhelden in ihrer jüngsten Sterblichkeitsanalyse nicht einmal mehr zitiert.
Ja Herr Dr. Frank. Bitte nennen Sie mir Organisationen oder welche andere Institution auch immer, nennen Sie mir Gerichte, Juristen, Verbände usw. usf. die sich gemeinsam auflehnen können und wollen und etwas erreichen. Meine Möglichkeiten habe ich ausgeschöpft, außer vielleicht noch, aber lassen wir das. Nein, schreibe dem MdB aus meinem Kreis, ich versuche meine Mitbürger dazu aufzufordern das gleiche zu tun. Überhaupt zu informieren was da auf dem Tisch liegt. Ich kann nicht sagen warum das so, ereignislos hingenommen wird. Irgendwas fehlt wohl, oder bei mir fehlt was? Alles nur noch gaga. Die Herrschenden gedenken halt nicht diese einmalige Situation auszunutzen um ihre Ziele des WEF umzusetzen. Wer daran zweifelt?? Den gebe ich hier und heute verloren. Nebenbei: Was steckt dahinter, das mir das Recht auf körperliche Unversehrtheit genommen werden soll? Was ja nicht nur eine GG der Bundesrepublik ist, wie sieht es denn in der EU aus, EU Recht bricvht doch immer nationales Recht?!!? Das bekommen die nicht durch! (9) Die Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes), der Freiheit der Person (Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes), der Freizügigkeit (Artikel 11 Absatz 1 des Grundgesetzes) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes) werden eingeschränkt und können auch durch Rechtsverordnungen nach Absatz 6 eingeschränkt werden.“
Die Ursache des “Verschwindens” von ca. 9.000 Intensivbetten seit Sommer 2020 hat Samuel Eckert anhand der 30 Gebietskörperschaften , welche aktuell eine 100%-Auslastung aufweisen, sehr treffend analysiert. In “meinem” Landkreis Mainz-Bingen sind von 53 Intensivbetten im Juni 2020 aktuell noch 13 übrig, belegt mit einem CoVid-Patienten - nachdem die Ingelheimer Corona-Klinik im Spätherbst 2020 geschlossen wurde. Und mit dem herbeigetesteten Überschreiten der 100er Inzidenz sollte gem. der 18. (!) Corona-VO der Landesregierung eine Ausgangssperre verfügt werden. Beteiligt neben SPD und Grünen: Die FDP u.a. mit Wirtschaftsminister Wissing = Generalsekretär der BundesFDP.
Der CDC-Link enthält keine Angaben zu einer Covid - Sterblichkeit von 0,1 Prozent, sondern Angaben zur Grippe 2018/2019.
Das kann eigentlich alles gar nicht sein, die Hälfte der Erdbevölkerung wurde in den vergangenen Monaten ja bereits ausgerottet, es ist nur eine Frage der Zeit bis der Rest dran ist. Die Schlagzeilen der Online-Ausgabe des lokalen Käseblatts von heute: “Corona: RKI meldet Fallzahlen für Deutschland - Todesfälle steigen rasant” - “Intensivmediziner warnen vor Triage in Deutschland: ‘Es ist fünf nach 12’” - “‘Lässt sich nicht ausrotten’ – RKI-Chef mit düsterer Pandemie-Prognose” - und natürlich der unvermeidliche Kalle Wirsch: “Karl Lauterbach warnt vor indischer Mutante – ‘Katastrophe bahnt sich an’”. Zum Glück gibt es rund 200 Staaten auf der Welt, die alle ihre eigene Mutante hervorbringen können und vor der der Prophet des Untergangs dann warnen kann. Solange man die Menschen mit solchen Meldungen verängstigen kann wird es kein Ende des Lockdowns geben, dafür wird diese unheilige Dreifaltigkeit aus Politik, Speichelleckern und Journaille schon sorgen. Die hören nicht auf damit, nicht freiwillig, und die kleine Anzahl an Kritikern ist nur ein Knacken im Gebälk, die Masse ist voll auf Linie.
Als am 03.06.1998 die Eisenbahnkatastrophe von Eschede passierte, waren schlagartig praktisch alle Intensivbetten zwischen Lüneburg und Hannover mit schwerstverletzten Patienten belegt. Was nun, wenn es heute zu einem vergleichbaren Ereignis käme? Und ist es damals eigentlich zu Fällen von Triage gekommen?
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