In Suweida im Süden Syriens kam es laut örtlichen Quellen zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Beduinenstämmen und Drusen.
Dabei sollen etwa 27 Drusen, darunter Kinder, sowie zehn Beduinen getötet worden sein, meldet faz.net. "Suweida 24" berichtete von zehn zuvor bestätigten Todesopfern und über 50 Verletzten. Die Hauptstraße von Suweida nach Damaskus wurde gesperrt. Syrische Sicherheitskräfte wurden entsandt, um die Lage zu stabilisieren. Der Gouverneur und Drusen-Geistliche rufen zur Ruhe auf. Die Spannungen zwischen den Gruppen bestehen schon lange und eskalieren oft. Die Drusen, die mit ca. 700.000 Menschen etwa drei Prozent der syrischen Bevölkerung ausmachen, werden seit dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad durch die Islamisten bedroht, die sich von der islamischen Regierung anscheinend ermutigt fühlen, religiöse Minderheiten anzugreifen.
Die Drusen folgen einer eigenen, aus dem schiitischen Islam hervorgegenangen Religion und sind der Mehrheitsreligion der sunnitischen Muslime suspekt. Drusen leben auch in Israel und im Libanon. Fälschlicherweise wurde in einer früheren Version der Nachricht gemeldet, es handele sich um eine christliche Minderheit. Wir entschuldigen uns dafür.
