Ab heute wird Achgut.com regelmäßig Texte aus den vergangenen Jahren veröffentlichen, deren Mahnungen, Warnungen, Voraussagen sich jetzt bewahrheiten.
Das betrifft alle Gebiete. Beispielsweise bei Themen wie Migration, Energiewende, Covid und Antisemitismus, um nur einige Stichworte zu nennen. Beim Thema Antisemitismus sagen wir seit langem voraus, was jetzt die sogenannten Mainstream-Medien schreiben. Diese Beitragsfolge soll auch eine Vergewisserung für Sie, liebe Leser, sein, dass Sie das richtige Medium lesen. Es gab und gibt immer wieder Versuche, uns zu diskreditieren und politisch zu stigmatisieren. Die Zeit und die Tatsachen arbeiten aber für uns.
Heute veröffentlichen wir einen besonders prophetischen Beitrag vom 19.05.2018 von Achgut.com-Autor Gunnar Heinsohn, der Anfang des Jahres verstarb, dabei würde er jetzt so gebraucht. Professor Dres. Gunnar Heinsohn (✝), geboren 1943 in Gdingen (Gdynia), war Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe. Als Professor der Universität Bremen baute er ab 1993 Europas erstes Institut für vergleichende Völkermordforschung auf. Von 2011 bis 2020 lehrte er Kriegsdemografie am NATO Defense College (NDC) in Rom, lebte später bis zu seinem Tod in Danzig. Hier Gunnar Heinsohns Beitrag vom Februar 2018, ein wahrhaftiges Zeitzeugnis:
Das Hamas-Israel-Paradox
Die Hamas weiß, dass keine Armee des Nahen Ostens so sanft mit ihr umgehen würde wie die israelische. An jeder anderen Grenze würde die Organisation nicht zwei-, sondern fünfstellige Opferzahlen erleiden. Es ginge ihr wie Syrien, Irak oder Jemen mit ihren Dauerkriegen. Das einzig Ungewöhnliche am Nahen Osten besteht im Verzicht der Israelis, mit der Terrorgruppe zu verfahren, wie diese gegen Juden vorgehen will. Hamas will ausrotten, kann es aber noch nicht richtig. Es kann an diesem Projekt aber weiterarbeiten, weil Israel unterlässt, was es tun könnte, nämlich den Gazastreifen in ein Aleppo oder ein – vor kurzem noch paradiesisches – Ghuta zu verwandeln.
Israel – so paradox es klingt – ermöglicht durch seine Zurückhaltung den Ökoterror mit brennenden Drachen in seine eigenen Felder. Hamas schickt durchaus vorsichtige Frauen mit der Beruhigung an die Front, dass die Israelis nicht auf Frauen schießen. Kinder werden mit derselben Aussicht auf ungefährliches Heldentum in die Feuerlinie gelockt. Einige trifft es dann doch, weil sich hinter ihnen versteckende Bombenleger ausgeschaltet werden müssen. Hamas ruft dann „Kindermörder“ in die Welt, und die islamistischen Hauptstädte von Ankara bis Teheran stimmen begeistert ein, obwohl diesmal sogar ihr russischer Bündnispartner Gazas „extremistische“ Taktik kritisiert. Erst als Ägypten ein Ende der Aktionen verlangt, knickt Hamas ein. Seine Führer wissen, dass Kairo mit ihnen nicht lange fackeln würde.
Israel hat in dem Entsetzen allenfalls die Chance, den Umgang mit immer größeren feindlichen Massen zu erlernen. 1950 lebten in Gaza nur eine Viertelmillion Menschen. Heute sind es zwei, 2030 aber werden es über 2,5 Millionen sein. Sie können nur zorniger und kriegslistiger werden. Dabei wird ihre Kapazität zur Absorption von Verlusten stetig größer. Sie sind auf ihre Weise Kinder des Westens. Er garantiert über die UNRWA, dass auch noch das vierte Kind der dritten Ehefrau rundum finanziert wird. Weil Amerika dabei jetzt nicht mehr mitmacht, haben westeuropäische Länder ihre Beiträge vorgezogen oder gar erhöht. 2017 überweist Berlin knapp 80 Millionen. Dazu kommt der Anteil am EU-Geschenk von mehr als 140 Millionen €. Relativ noch viel mehr gibt mit 27 Millionen die Schweiz. Auch dadurch kann Gaza seit 1950 seine Bevölkerung um den Faktor 8 erhöhen, während das benachbarte Ägypten nur knapp über den Faktor 4 vorankommt.
Obwohl es wohl niemand ausdrücklich will, geht es indirekt auch um einen Krieg von Ländern und stillschweigenden Beobachtern des Holocaust gegen Nachkommen seiner Überlebenden. Er ist noch lange nicht vorüber.
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Wer noch alle Tassen im Schrank hat, wundet sich eben nicht, dass alles so eintrifft, wie es die Mahner zu allen vermurksten Themen der Linksgrünen Phantasten verkündet haben. Ob es sich um die Themen Islam, E-Mobilität, Gesundheitsdiktatur, Genderschwachsinn, Abbau von Gundrechten und Meinungsfreiheit, Zerüttung der ökonomischen Basis, Inflation usw. dreht, alles war schon seit langem absehbar.
@Andreas Mertens: Was soll dieser Selbsthass? Auch so eine politische Modeerscheinung, die vom Wesentlichen ablenkt.
Liebe achgut-Redaktion, ich verfolge Ihre Beiträge zunächst als Frohe Botschaft und dann hier im Blog seit gut 20 Jahren. Mich brauchen Sie nicht überzeugen. Dennoch ist es wohltuend, anhand älterer Artikel den Sachverstand und die Weitsicht der Autoren in Erinnerung zu rufen, erschreckend aber zugleich, weil die Erkenntnisse von der Politik überwiegend ignoriert, wenn nicht gar durch Falschinformationen oder Rufmord-Kampagnen unterdrückt wurden und werden. Dabei ist vieles, was hier veröffentlicht wurde, so offensichtlich klar und wahr, dass auf dieser Basis bessere politische Entscheidungen getroffen hätten werden können, wenn nur der Wille dagewesen wäre.
@Frau Krienen : An dieser Stelle sei es gestattet, datauf hinzuweisen, dass man tatsaechlich nicht einmal in das hohe Regal der Heinsohns, Huntingtons oder Sieferles, von noch frueheren Autoren ganz abgesehen, greifen muss. Es waren und sind Normalbuerger, die nicht nur wahrnehmen und erkennen koennen, sondern auch den Prozess begreifen und zumindest seine Zwischenergebnisse, manche auch noch mehr. In Teilen bedarf es dazu auch nicht hellseherischer Fähigkeiten oder einem IQ von gefühlt 200. Allerdings ist zumindest einigen sicher noch bekannt, wie die heutigen Kritiker, die Liberalkonservativen, ueber Jahre mit diesen Beschreibungen, Mahnungen und Warnungen umgungen, teilweise bis heute. Es ist ja positiv, wenn so etwas wie eine ziemlich späte, vermutlich zu späte Einsicht Einzug haelt und man so ganz allmählich begreift, was da gerade ablaeuft. Ob damit das Verstehen der Ursachen verbunden ist, wage ich nach dem, was ich mitunter lese, zu bezweifeln. Und spätestens jetzt sind wir beim Hauptproblem, naemlich der Schluesselfrage, was tun. Nachdem wir nun einiges vielleicht verstanden haben, was man besser bereits vor 20 und noch mehr Jahren begriffen haette, waeren nun doch „Lösungen“ oder Ideen dazu zur Verhinderung der Katastrophe angezeigt. Die alternativlose Loesung fuer Israel ist klar, Gebiete „frei machen“ oder unter eine permanente, lueckenlose Ueberraschung stellen. Die Lebensgefahr im Hinterhof ruft nach Alternative 1. Alles andere ist unrealistisch. Damit ist aber das dahinter liegende Problem des Westens , auch von Heinsohn beschrieben, noch nicht geloest. Nichts, gar nichts gegen philosophische Runden oder Texte, aber die vielzitierte Wahrheit bedarf oft handfester Massnahmen. Uebrigens sollten wir bei aller Philosophie und Religion die Biopsychologie und Hirnforschung nicht vergessen. Davon „sehe“ ich im Menschen regelmaessig ziemlich viel Dominantes. Leider nicht nur „Gutes“ . Manches ist (dann) aufgesetzt oder schlichte Rationalisierung.
Die „Palästinenser“, ein Volk, dass es nicht gibt, hat keine Chance bei den arabischen Nachbarn. Sie werden lediglich als nützliche Idioten gegen Israel geduldet und von Europa finanziert.
Der Trugschluss der Epoche Aufklärung: Wissen würde zur Vernunft führen – Myside Bias.
Zitat: ‚Es gibt keine empirischen Beweise dafür, dass mehr Wissen oder Intelligenz oder Reflexivität … Werte / -Nutzen-Diskrepanzen auflösen könnte.‘
Quelle: Keith E. Stanovich, Myside Bias
Wer beispielsweise überzeugt ist, Wissen würde zur Vernunft führen, brüstet sich mit ‚Wir haben es gesagt’.
Vernunft entsteht, wenn der Einzelne eigenständig seine eigenen Überzeugungen überprüft und gegebenenfalls revidiert.
Daher ist die Arroganz ‘Wir haben es gesagt‚ dieselbe Leier, die beklagt wird, weil vermeintlich jemand nicht das umsetzt, was verkündet wurde mit ‘Wir haben es gesagt’.
Es wird voraussichtlich noch viele Jahrtausende benötigen, bis Vernunft einkehrt, bei der das eigene Wissen nicht zum Maßstab erklärt wird.
Von allen, die in den letzten Jahres etwas gültiges zu sagen hatten und von uns gegangen sind, fehlt mir Heinsohn am meisten.