
Interessant: direkt neben dem Artikel findet sich heute früh ein Werbebanner für Dolce Gusto von, ja richtig: Nestlé. Ich liebe achgut, aber das ist dann doch peinlich.
Ich möchte einen exzellenten Espresso. Den bekomme ich in jeder anständigen Bar in Italien oder seit vielen Jahren ohne jegliche Anstrengung meinerseits mit Hilfe der kritisierten Kapseln. Ob fair, nachhaltig, gerecht, überteuert, ... hier können beliebig weitere von Ihnen bevorzugte Adjektive eingesetzt werden ..., interessiert mich hierbei persönlich nicht die Bohne.
Aber, aber Herr Röhl. Haben Sie auch einen Beleg dafür, dass es sich bei der Nespresso-Initiative um einen reinen PR-Gag handelt, oder äußert sich hier nur ein Ressentiment? Schade, sonst schreiben sie doch immer sehr fundiert. Dass Unternehmen ihr Nachhaltigkeitsgedöns mit weihevollen Worten bewerben, geschenkt, aber welche Wahl haben sie denn sonst? Sie müssen ja liefern, was der Kunde (und die skandalisierenden und moralisierenden NGOs) verlangt. Vom knackigen Preis abgesehen ist der Nespresso-Kaffee übrigens ziemlich gut. Verglichen mit der Konkurrenz bei Kapsel- und Pad-Maschinen liegt er weit vorne. Vielleicht schütten Sie sich ja die Lavazza-Massenware in den 2.000€ Vollautomaten - besser wird er dadurch nicht.
Es ist doch immer alles Fair-Trade und vorallem Bio. Da weder Nespresso, noch Starbucks entsprechend alleine sind, die damit werben und es auch vertreiben fragt man sich, warum es nicht weltweit nur blühende Landschaften und astreine Biosphärenreservate gibt. Was allein innerhalb der EU an Fair-Trade & Bio gehandelt und verkauft UND konsumiert wird können die Herkunftsregionen oftmals überhaupt nicht produzieren. Selbst, wenn alles 100% Fair-Trade, oder Bio wäre.
Robert Redford-Klon?Klingt schmissig - aber was soll das eigentlich bedeuten? Und warum muss es gleich eine Visage sein? Ich verstehe,dass Sie ausdrücken möchten, wie eine Schickeria sich anscheinend ein gutes Gewissen machen möchte und ein Konzern ihr dabei behilflich ist, auch auf dieser Ebene schick zu sein. Als Hilfsmittel für die Durchsetzung dieser Einsicht bomben Sie mich mit Worthülsen zu und informieren mich über Blockbuster und Penelope Cruz, als zusätzlichen Verweis auf tiefen Schlamm. Na ja. Ich habe sein Wirken in der Welt nicht so verfolgt. Aber einen Film gesehen:O Brother Where Art Thou. Ganz wunderbar. Mache ich das gut durch weiteres Nicht-Nespresso-Trinken? Also,Herr Roehl, ich schätze Ihre Wortmeldungen schon sehr, aber das hier ist irgendwie aus der Abteilung pubertärer Wutblog und deshalb sprachlich ziemlich öde und gar nicht witzig mit all’den gequälten Metaphern. Nix für Ungut! Darauf einen guten alten Brühkaffee!
„Auch wer Kaffee trinkt, soll sich jetzt besser fühlen“. Selbstverständlich! Wacher, zum Beispiel ;-) Mal ohne Scheiß, natürlich ist das, was die Nestlé- Werbung abzieht, “verlogen”. Aber, hergottnochmal, es ist: W-E-R-B-U-N-G-! Also ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als dieses Wort noch einen anrüchigen Klang hatte. Ich meine, man schaue sich mal die Verbraucherwerbung an: wann war und ist die nicht “verlogen”? Nestlé sticht da nicht wirklich daraus hervor. Man muss Apple & Co., Starbucks etc. ja eines lassen: sie haben durch die Umsetzung eines Konzepts, das dem Einzelnen einen Nutzen verpricht (“Usability” bei Apple; Design, Geschmack und Möglichkeit zum unkomplizierten Zusammenkommen bei den Kaffeehausfilialisten) und viel Kapital Märkte geschaffen. Chapeau dafür, bei aller berechtigten Kritik.
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