
Der Artikel war gut, aber der Nespresso-Kaffee ist auch gut, nein sehr gut, um nicht zu sagen spitzenmäßig ... also trinke ich ihn, jeden Tag und meine Zunge und mein Gaumen freut sich auch jeden Tag.
Mensch Herr Röhl, was ist denn mit Ihnen los? So kribitzig, wohl keinen Kaffee bekommen zum Frühstück. Ich kenne das auch bei mir, diesen Hang, zum Fischweib (Hamburg!) zu werden, wenn die Wut mich zu übermannen droht. Aber das haben die hübschen Käpselchen mit dem leckeren guten Bohnenkaffee drin doch gar nicht verdient. Und sogar die Schnepfen trinken ihn, na, alle Achtung. Meine Schnepfe hingegen verschmäht jeden Kaffee, auch den Kapselsud. Und die Bildergalerie ist ja auch so was von übelst verlogen, wissen wir doch alle, dass der kolumbianische Kaffeelandmann, übel zugerichtet durch die Knute der Nestlé-Aufseher, gar nicht mehr geradeaus in die Kamera gucken kann. Das sind alles New Yorker Kellner, also arbeitslose Mimen, die da bäuerlich tun und gegen Mindestlohn abgelichtet werden. Ich kaufe meine Käpselchen immer im KaDeWe, direkt schnepfenmäßig, und muss sogar beim Genusserwerb anstehen und geduldig sein. Aber in diesem Kaufhaus ist Nespresso ganz hinten weit weg versteckt in einer Ecke. Wahrscheinlich schämt sich der Herr Berggruen und würde eigentlich viel lieber Tschiboplörre verkaufen, so als Eckchen fürs Volk oder so. Oh, ich höre, Kaffee ist fertig. Na denn, Prosit!
Hervorragende Beschreibung einer kaputten Fun-Gesellschaft, welche sich mit blumigen Wortgirlanden und heuchlerischen Phrasen zuschleimen läßt, um am Ende daran kotzend zu ersticken, sobald die Schuldgefühle übermächtig werden und die Libido erdrücken. Gefällt nicht jedem Zeitgenossen, Herr Röhl, wenn man diesen Zustand beim Namen nennt, zu schön sind doch des Kaisers bunte Kleider ...
Danke, Herr Röhl! Zwei Minuten ehrlicher Genuss - ganz ohne Nespresso.
Lieber Herr Röhl, lassen Sie sich durch die freundliche Anrede nicht täuschen…Ich möchte Sie ins Gebet nehmen!!! Möchte vorausschicken, daß ich noch nie den besagten Kaffee getrunken habe..aus ökonomischen wie ökologischen Gründen…. Welches Pferd hat Sie denn getreten ???...“Fressen, Kotzen, Wohlstandsschnepfen,mit dem Klammerbeutel gepudert oder gefoltert”.... Besonderen Haß scheinen Sie auf einen Herrn Clooney zu haben, da “er grient, mit Geld zugeschmissen wird und bei Ihnen Würgereiz auslöst”.... Darf ich konstatieren: Wir sprechen von einem Kaffeeprodukt, daß -Ihrer Meinung nach - verwöhnte Reiche aufgrund verlogener und geschönter Werbung für zuviel Geld kaufen, um sich von der breiten Masse abzugrenzen. So weit, so schlecht. Aber ich möchte darauf hinweisen, sie tun es freiwillig. Und erzielen offensichtlich einen Lustgewinn. Die Werbeagentur bedient einen Trend und kann damit die Gehälter ihrer Angestellten bezahlen…sogar Sie - nehme ich mal an - verdienen Geld mit diesem Artikel…... Die Plantagenarbeiter - bei denen Sie, wenn ich Sie richtig verstehe, noch nie vor Ort waren, verdienen sicher mit oder ohne Werbung gleich wenig in unguten verbesserungswürdigen Systemen. Und da kommen wir zum Punkt: Statt dieses überflüssige und negative “Geschwurbel” (um bei ihrer Wortwahl zu bleiben) könnten Sie hier sehr viel wunderbares bei der Achse des Guten bewirken. Aus Ihren Zeilen sprechen Neid, Mißgunst und ein ungelebtes Leben. Raffen Sie sich auf und lassen Sie den Geist des Wandels wehen…Tun Sie etwas Positives und Sinnvolles mit Ihrer Zeit… Und jetzt viel Spaß, wenn Sie über Ihren Schreibtisch kotzen… :)
Lieber Herr Röhl, was hinter all dem affigen Werbe-Firlefanz steckt, ist inzwischen ja längst ein offenes Geheimnis. Sie haben es aber besonders pointiert an einem aktuell-augenfälligen Beispiel beschrieben, insofern: Glückwunsch! Persönlich am gelungensten erscheint mir indes die Charakterisierung eines diesbezüglichen Nebenkriegsschauplatzes, nämlich die “Wohlstandsschnepfen von ...” betreffend - Tucholsky, Kreisler, Kraus & Co. lassen grüßen: Spitze! Zeitzeugen, die weder ihre Zelte in Deutschlands (vermeintlich) schönster Stadt aufgeschlagen haben, noch ihre Brötchen dort verdienen (müssen), entgeht die Besichtigung dieser Unterart von Lebewesen. Umso schöner, dass diese die gebührende Beachtung dank Ihrer einmalig frech-fröhlichen Beobachtungsgabe finden: Klasse! Wie deren Physiognomie sonntags früh um Vier ausschauen mag, haben Sie uns allerdings nicht verraten ... ist vielleicht auch besser so ;-)
Absolut richtig Herr Röhl, Nestlé, samt ihrer umweltverschmutzenden und überflüssigen Marke Nespresso, braucht kein Mensch. Die Photoausstellung über die Kaffeebauern setzt dem ganzen Konzern und seiner ausbeuterischen Art nur die Krone auf. An Dreistigkeit nicht zu überbieten. Und der Kaffee schmeckt grauenhaft. Mal abgesehen davon, daß kein Mensch genau sagen kann, was da noch an Geschmacksverstärkern drin lauert.
Oh mein Gott - wo soll das hinführen… Wird Hanuta am Ende gar nicht von Burgfräulein mit dem Waffeleisen hergestellt?
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