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Super, Nena!
@Claudius Pappe: >>>>>> Ob Nena (bezüglich des “99 PCR”-Textes) für ein Remake angefragt hat? >> Nein.—Würde sie es, könnte man gemeinsam auftreten. Sie macht die Musik und ich mache eine Lesung, denn auch ich trete nirgendwo mehr auf. Ich schreibe ihr auch gerne einige Texte (Sie kann auch ein Remake von „Wolfzeit“ zu Gehör bringen; zu finden dort -> „ youTube „Wolfzeit (Harald Petry) - lyrics by Wolf von Fichtenberg “ ). - Lesungen sind gestrichen. Ich mag nicht mehr und „man“ mag mich nicht mehr, denn sich entwickelnde Stehgreifgeschichten, jene Wortspielereien die sich im Zusammenspiel mit dem Zuhörer entwickeln, werden oft eher „eigenartig”.—- Und so nage ich am Federkiel, schnalle den Gürtel enger und fische nach dem Brotkrumen in der Wassersuppe. Gebeugt? Ach, ich verlor den aufrechten Gang nicht. - Kann ich mir dafür etwas kaufen? Nein, aber seit wann ist Anstand und Ehre käuflich? Mein Spiegel zerspringt nicht, wenn ich mir dort in die Augen sehe. Nennt mich irgendwie. Vielleicht Dissident? Hier? Hm, so richtig passt es jedoch nicht, denn Dissidenten gibt es doch nur in totalitären Staaten, jene Regierungsformen, welche die Opposition unterdrücken, stets in Ländern, die irgendwo im Nirgendwo liegen, medial reißerisch aufbereitet. Das Aufbegehren ist immer mit einer roten Fahne ummantelt, die Parole stets „Gerechtigkeit“. Doch das Banner wandelt sich nach dem Sieg erst in ein Hungertuch und dann in ein Leichentuch… Ach, ich lamentiere. Pardon.—Und so verneige ich mich, brenne ein neues Loch in den Gürtel und bleibe weiter stehen. Gehabt euch wohl, ihr werten Streiter für das Licht. Und ihr mit der Brandfackel in der Dunkelheit? Ach, habt mich gerne… <>
Nun wird sie ( Nena ) schon ” ausgeladen ” : ” Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen”, heißt es in der auf Facebook hinterlegten Mitteilung. Die Einstellung der Sängerin “zum Veranstaltungsformat mit den Strandkörben stimmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein, das eigens für diese Reihe coronakonform konzipiert worden ist”. Der Veranstalter distanzierte sich zudem von “den Aussagen und dem Auftreten der Künstlerin”. Quelle : SWYRL teleschau
Gerade die erste NENA-CD meines Lebens (72) gekauft.
@Werner Liebisch: Heinrich Heine wäre heute ein Rechter und verpönt. Sein Name würde mit Schlamm übergossen werden. Er müsste heutzutage sicherlich auch ins Exil. Die damaligen Verhältnisse waren ähnlich wie heute.
Nena, ist für mich die Heldin. Helge Schneider dagegen hat gewusst, dass Kellner herumlaufen bei diesem sogenannten “preisgekrönten Konzept”. Das hätte er von Anfang an ablehnen müssen. Er fühlte sich dann bemüßigt, hinterher zu sagen, dass er Querdenker nicht mag. Sein “Heldentum” war kein Heldentum. Nenas Worte: “Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern die Frage ist, was wir mit uns machen lassen.” Trifft den Nagel auf den Kopf. Es war gut, als sie sagte, dass man ihr den Strom abdrehen solle oder sie durch Polizei von der Bühne geholt werden müsse. Sie hat völlig recht. Endlich mal jemand aus der Künstlerszene, der Klartext spricht. Dieses Land etabliert ganz offen zweierlei Recht. Eins für diese Regenbogentruppe, die sich alles erlauben darf und eines für die nichtgeliebten Querdenker, deren Demos in Dresden und Kempten verboten worden sind. Muss man heutzutage Schwul oder Lesbe sein, um ein Mensch sein zu dürfen, so wie es das GG vorsieht? Die einen dürfen ihren Aufmarsch durchziehen ohne sogenanntes Hygienekonzept, weil sie schwul oder lesbisch sind und die anderen dürfen überhaupt nicht, weil sie Regierungskritiker sind. Die Väter und Mütter des GG haben das, aus bitterster Erfahrung im Hitlerreich so nicht gewollt. Jetzt wird wieder nach Ideologie entschieden, wie damals bei Hitler und in der DDR - totalitär! Wenn Veranstaltungsunternehmen Pleite gehen, gönne ich es denen von Herzen. Der Veranstalter brach das Konzert ab und der nächste Auftritt von Nena wurde gecancelt. Da kriechen irgendwelche Typen, die gut an den Künstlern verdienen, in der merkelschen Schleimspur. Ich muss immer wieder an die Worte der Westdeutschen damals denken, die uns Ossis bei jeder Gelegenheit vorgehalten haben, dass wir uns dem DDR-Regime immer gebeugt hätten, eben bis 1989. Und jetzt? Was machen die Deutschen? Ein Teil beugt sich wieder, weil sie es nach 40 Jahre DDR so gewohnt sind und ein großer Teil aus Westdeutschland beugt sich noch tiefer bis in den Kriechzustand.
Das geht so nicht. Da geht man gar nicht hin. Die Veranstalter:innen versuchen, den Druck nach unten weiterzugeben. Es wird Zeit, dass von unten der Druck zurückkommt. Ja, auch die Künstler sollten sich weigern, so aufzutreten. Entweder die Veranstaltenden hauen endlich in Berlin auf den Tisch und dieser sinnlose und asoziale Spuk wird beendet oder die Zuschauer und Künstler streiken bis ihnen der Hintern auf Grundeis geht.
Am Ende könnte sich Nena, falls sie ihren Weg auf ihre Art weitergeht, als Diamant unter Kieselsteinen herausstellen. Nach Freiheit und Selbstbestimmung strebend MIT Emotionen. Es gab Zeiten, da galt dies als selbstverständlicher Menschenbild-Standard. Heute gilt es als “auf Krawall gebürstet”. Merkwürdige(sic) Zeiten gerade…
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