Gastautor / 28.07.2008 / 23:53 / 0 / Seite ausdrucken

Necla Kelek: Die Familie ist wichtiger als das Individuum.

Interessant ist, wie Ramadan und seine Anhänger Familie definieren. Gemeint ist nicht eine Kernfamilie aus Mutter, Vater und Kindern, sondern die Großfamilie, der Stamm. So wird aus der Gemeinschaft der Muslime, der Umma, eine Familienkultur. In der Handreichung liest sich das so: „In einer Familienkultur ist die Familie wichtiger als das Individuum. Die Familie verhält sich als Einheit, um als Ganzes von den anderen Familien des sozialen Umfelds als voll- und gleichwertig anerkannt zu werden (...) Jedes Individuum hat im Interesse der Familie zu handeln.“ Und wenn nicht, so wird die Ehre der Familie verletzt: „In der Gruppe ist Ehre ein gemeinschaftlicher Besitz, für den alle Familienmitglieder Verantwortung tragen, ungeachtet der Hierarchieart in der Familie.“

Ramadan und seine Schüler versuchen, die Grundrechte und Werte der europäischen Zivilgesellschaft umzudeuten. Sie sprechen dem Einzelnen das Selbstbestimmungsrecht ab, definieren den Menschen als Sozialwesen und nicht als Individuum, befürworten das System der „Schamgesellschaft“ mit einem fatalen Ehrbegriff. Nirgendwo in dem Büchlein wird dem Einzelnen das Recht eingeräumt, selbst zu entscheiden, ob er überhaupt heiraten will. „Die Familie bildet den Kern der islamischen Gesellschaft, und die Ehe ist im Islam die einzige gestattete Weise, Familien zu gründen.“ Seine eigene Sexualität zu leben ist nicht statthaft.

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Gastautor / 09.08.2020 / 10:00 / 54

Lasst meinen Jim Knopf in Ruhe!

Von Franziska Weißgerber. Soeben wurde mir ein Artikel der „Zeit“ zugeschickt, mit dem Titel „Jim Knopf wird leider noch oft gelesen“. Schon beim Lesen des…/ mehr

Gastautor / 19.07.2020 / 16:00 / 16

Hagia Sophia – Erdogans Kreuzzug gegen das Christentum

Von Niklas Korber. Mit langem, dunklem Bart, weißem Turban auf dem Kopf und reich verziertem Krummsäbel am Gürtel saß Sultan Mehmet II. auf seinem weißen…/ mehr

Gastautor / 19.07.2020 / 06:01 / 52

Adieu, Monsieur! – Die Welt eines Franzosen

Von Georg Etscheit.   „Je quitte“ – „Ich gehe.“ Mit diesen Worten empfing mich Monsieur bei unserem ersten Treffen nach der Corona bedingten Schließung des Institut…/ mehr

Gastautor / 18.07.2020 / 16:00 / 30

Liegt es an meiner schwarzen Hautfarbe?

Von Benjamin Caesar. Auf dem Heimweg bewegen sich die Füße fast wie von alleine. Die Gedanken können sogar in anderen Sphären schweben, aber der fast…/ mehr

Gastautor / 12.07.2020 / 06:12 / 59

Es macht keinen rechten Spaß mehr, schwul zu sein

Von Georg Etscheit. Ich bin schwul. Ob das gut so ist, weiß ich nicht. Es ist eben so. Allerdings ist das Bessere der Feind des…/ mehr

Gastautor / 08.07.2020 / 16:00 / 50

Neue Eskalationsstufe des Neusprechs

Von Sabine Mertens. "... es ist Zeit, daß man weiß! Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt, daß der Unrast ein Herz…/ mehr

Gastautor / 28.06.2020 / 13:00 / 3

„Der letzte Feind“

Von Petra Poitevin.  Die ersten Seiten packen die Aufmerksamkeit: Wer will nicht wissen, wie es weitergeht mit der Kirche nach Papst Franziskus, was passiert auf einem…/ mehr

Gastautor / 30.04.2020 / 10:00 / 4

Happy Birthday, Tom Moore!

Von Rainer Mohr. Geburtstagswünsche sind zwar überwiegend persönlicher Natur und werden nur selten öffentlich ausgesprochen. Aus aktuellem Anlass möchte ich aber einen öffentlichen Glückwunsch aussprechen.…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com