Es gibt eine Teil-Entwarnung in einem neuem vermeintlichen Nahrungsmittelskandal. Auf einem transsilvanischen Bauernhof sollen angeblich Pferde entdeckt worden sein, die als Kühe verkleidet in eine französische Metzgerei transportiert werden sollten. Dort sollten sie als Schweine umgeschminkt und dann zu Hühnerfrikassee verarbeitet werden. Diese Darstellung hat sich als Ente erwiesen.
Tatsächlich handelte es sich bei dem Frikassee um Tofu-Fetzen, die fälschlich als Freilandeier deklariert worden sind. Bei näherem Hinschauen soll sich allerdings herausgestellt haben, dass die Tofu-Fetzen tatsächlich Elemente vom Federvieh enthielten. Allerdings habe es sich dabei nicht um Hühner, sondern um Gänse gehandelt und auch nicht um Gänseeier sondern Gänsefüsschen.
Ursprünglich seien bereits die als Kühe getarnten rumänischen Pferde mit Gänsefüßchen versehen gewesen. Die habe man dann aber verschwinden lassen, um den Zoll nicht unnötig auf den Etikettenschwindel aufmerksam zu machen.
Aus dem Verbraucherministerium heißt es dazu, dass man den Vorfall zwar bedauere, man habe aber bisher keine rechtliche Handhabe gegen Gänsefüßchen. Diese hätten zwar in der Nahrungskette nichts verloren. Es sei aber praktisch unmöglich sie über die verschiedenen Tierinkarnationen auf dem Weg zum Verbraucher nachzuverfolgen. Man werde in Brüssel darauf dringen, dass Gänsefüßchen vom Markt genommen und im Sinne der Harmonisierung künftig nur noch als Anführungszeichen und Abführungszeichen in den Handel kommen. Dann wisse man wenigstens, woran man ist. Vorerst aber gelte: Gänsefüßchen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen.
Grünen-Politiker werfen der Regierung vor, dass sie in dieser Angelegenheit nicht energisch genug vorgehe sondern nur unentschlossen herum eiere. Dazu ein Regierungssprecher: Es gehe nicht an, das Herumeiern in Bausch und Bogen zu verdammen. Dem Verbrauer empfehle man seit langem, nur frei herum eiernde Eier zu kaufen. Das sei im Übrigen ganz im Sinne der Grünen. Sie müssten sich schon entscheiden, ob sie nun für oder gegen das Herumeiern sind.
In Bulgarien ist derweil eine Eieruhr gefunden worden, die als frei laufende Standuhr ausgewiesen wurde, tatsächlich aber Jahre lang auf engstem Raum in einer winzigen Küche eingesetzt worden ist. Ein zu Hilfe gerufener Uhrmacher soll beim Anblick der völlig zerzausten Eieruhr ausgerufen haben: „Kein Wunder, dass sie nur noch Drei-Minuten-Eier schaffte.“
Ein bekannter Gebrauchsphilosoph auf die Frage, wie man der Nahrungsmittelkettenkonfusion beikommen könne: „Da kannste doch ein Ei draufschlagen.“