
Ich schließe mich der Meinung von Herrn Lindt an. Die CDU ist genauso tot wie die SPD. Sie hat es nur noch nicht gemerkt.
Mir ist es um die SPD nicht bange, denn sie hat innerhalb der Partei DIE LINKE eine großartige Zukunft. War 1946 der Zusammenschluss mit den Kommunisten noch von brutalem Zwang begleitet so geht die SPD heute gern mit den Kommunisten zusammen. In Sachsen Anhalts zweitgrößter Stadt verzichtet die SPD ohne Not und ganz freiwillig auf einen eigenen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 2019. Sie stellen einen gemeinsamen Kandidaten mit den LINKEN und den GRÜNEN auf natürlich einen von den LINKEN. Die führende Rolle muss schon gewährleistet sein. Also alles gut auch mit der SPD. Bedenken habe ich nur, wenn man dann sozialdemokratische Ideen, sozialdemokratische Denkweisen verlauten lässt, dass es einem so geht wie damals in der Ostzone, wo es diesbezüglich drakonische Strafen und Repressalien hagelte.
@Jochen Lindt: Auffällig war besonders, dass jegliche Kritik (Merkel sei ausgeklammert) an der CDU, welche nach der Verkündung der “erfolgreichen” Koalitionsverhandlungen laut wurde, ganz rasch abklang.
Sie schreiben, die Nachkommen dieser Arbeiterpartei hätten die Fähigkeit verloren wahrzunehmen was in der Welt geschieht. Da liegt auch schon der Fehler unserer Politiker. Anstatt auf das zu blicken, was innerhalb unserer Landesgrenzen geschieht und die Lösung heimischer Probleme anzugehen, wollen alle gleich im Anfall des Größenwahns auf die europäische oder gar weltpolitische Bühne. Zu Beginn eines Marathons steht immer der erste Schritt, niemals der letzte. Ist ein Naturgesetz. Das Ausblenden von Realitäten war noch nie zielführend.
Schon eine trübe Veranstaltung in unserer politischen Landschaft. Die SPD ist zu einer Partei der Sozialpädagogen und Politologen geworden (einige sogar mit Abschluss!), die schon lange keine Verbindung mehr zu den von ihnen so oft genannten hart arbeitenden kleinen Leuten und deren Problemen haben und nur noch eitle Nabelschau als vermeintliche Volksbeglücker betreiben. Die CDU hat der Einfachheit halber gleich alle Prinzipien über Bord geworfen solange Angela Merkel nur regieren darf. Die Grünen wollen jenseits aller Realitäten die Welt vor der Klimakatastrophe retten und alle, die da mühselig und beladen sind, zu uns einladen (der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose, das Geld aus dem Automaten und der Wohlstand fällt vom Himmel). Die FDP ist seit ihrer letzten Großtat uns Hofreiter und KGE als Minister erspart zu haben in der Versenkung verschwunden und die Linken kann man natürlich sowieso vergessen, wenn sie uns den Weg nach Kuba und Venezuela weisen wollen. Die letzten, die dann noch als Alternative übrigbleiben, haben nichts Besseres zu tun, als neben durchaus konstruktiven und mehrheitsfähigen Vorschlägen mit NPD-light-Sprüchen zu glänzen und sich damit durch Rassismus und NS-Relativierung für viele bürgerliche Wähler unwählbar zu machen. Weit und breit also niemand in Sicht, der sich der essentiellen Probleme des Landes annehmen könnte. Nein, ich meine nicht die Digitalisierung, die Bürgerversicherung und was uns die aktuelle politische “Elite” sonst noch als Hauptthemen serviert.
Ich kann diesem Freudengeschrei zum Untergang einer ehemals sozialen Partei nicht beipflichten.Was erwartet uns danach?Die AfD? Oder wird die LINKE stark? Gott behüte uns vor den GRÜNEN! Nein,dann lieber doch die SPD! Allerdings muss sie sich schleunigst auf ihre Aufgabe besinnen,POLITIK FÜR DEUTSCHLAND!
SPD wie CDU haben die unkontrollierte Zuwanderung massiv unterschätzt. Nicht nur die Zuwanderung als solche sondern vor allem den Stellenwert den dieses Thema in der Bevölkerung hat. Und zwar quer durch alle Wählerschichten, von der SED und den Grünen mal abgesehen. Wer nun, wie die SPD, bei den Koalitionsverhandlungen wie ein Löwe für noch mehr Zuwanderung kämpft darf sich nicht wundern. Selbst die eigenen Parteimitglieder stehen nicht dahinter. Das Thema Zuwanderung wird auf absehbare Zeit bestimmend sein. Nicht nur emotional und ideologisch sondern vor allem durch die unabsehbaren Kosten von denen wir im Moment höchstens die Spitze des Eisbergs zahlen.
Als ich jung war – und das ist schon eine Weile her – da stand die SPD noch für Dinge, die den Menschen echte Verbesserungen brachten. Gesellschaftliche Durchlässigkeit mit Möglichkeiten zum selbsterarbeiteten Aufstieg war ein Ziel der SPD. Das ermöglichte den Menschen „selbstbestimmt“ zu leben, gut zu leben, ohne vom Staat abhängig zu sein. Heute steht die SPD für… für was, eigentlich? Ist es „Bätschi, Bätschi? Und was ist Bätschi, Bätschi? Ist es das Seehofersche „Quatschi, Quatschi“? Was auch immer, für mich steht die SPD auf keinen Fall mehr. Wenn sie absäuft, dann hat sie es auch verdient. Es ist nur schade, dass die bestens alimentierten SPD Funktionäre weiter auf Kosten der Steuerzahler bestens leben werden. Aber das wird dann auch sein Ende finden…
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