Der Ansbacher Amokläufer ist bislang nicht vernehmungsfähig, die Suche nach den Motiven dauert an. Ein krimineller Idiot zu sein, genügt als Motiv nicht. Auch scheinen Videospiele, in denen mit Äxten und Molotowcocktails auf Menschen losgegangen wird, keine Rolle gespielt zu haben, und wenn er begeistert oder abgestumpft „Happy Tree Friends“ geguckt hat, wird sich niemand trauen, darin die Grundlagen für kriminelle Idiotie zu sehen.
Anhand der Unterlagen, so wird vermeldet, sei neben der obligatorischen Ausgegrenztheit ein Hass auf die Menschheit ausschlaggebend gewesen, zudem habe er eine Freundin gewollt und nicht bekommen. Insofern hat er ganz richtig agiert; als verurteilter Schwerverbrecher wird er mehr Zuspruch bekommen.
Für Präventionsmaßnahmen zeigt sich, wo Handlungsbedarf liegt. Gefährdeten Jugendlichen muss vom Staat eine Freundin zugeteilt werden.