In der aktuellen Regierungskoalition von CDU, CSU und SPD wird zur Zeit über die Einführung einer Moscheesteuer nachgedacht. Diese Steuer soll für die muslimischen Gemeinden wie bei den christlichen Gemeinden vom Staat eingetrieben werden. Unions-Bundestagsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) erklärt in der Welt, eine Moscheesteuer sei „ein wichtiger Schritt“ und würde es Muslimen erlauben, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. Der Justiziar der Unionsfraktion, Michael Frieser (CSU), erklärt:
„Das Ziel muss eine eigenständige Finanzierung sein, um die Unabhängigkeit der Moscheegemeinden zu gewährleisten.“
Ich verstehe die Absicht hinter der Steuer. Die Finanzierung von muslimischen Gemeinden in Deutschland soll von ausländischen Geldgebern entkoppelt werden. Diesem Vorschlag wohnt jedoch eine große Gefahr inne.
Da in Deutschland die sogenannte Kirchensteuer erhoben wird, gibt es ebenfalls die Möglichkeit, offiziell und mit staatlicher Beglaubigung aus der Kirche auszutreten. Dieser Austritt wird von den Kirchen akzeptiert. Auch ich bin aus der katholischen Kirche ausgetreten.
Sollte es in Deutschland bald eine Moscheesteuer geben, dann wird dieses Land auch einen Austritt aus der islamischen Glaubensgeneinschaft ermöglichen müssen. So wie es möglich ist, offiziell und mit staatlicher Urkunde beglaubigt aus der Kirche auszutreten, wird es dann auch möglich sein, aus dem Islam auszutreten. Genau da liegt das Problem.
Der „Abfall vom Glauben“, im Islam Ridda (arabisch ردة) oder Irtidād (ارتداد) genannt, wird islamrechtlich an manchen Orten der Welt mit der Todesstrafe geahndet. Menschen, die den Islam verlassen, werden Murtadd (مرتد) genannt. Mit der Einführung der Moscheesteuer würde Deutschland eine staatliche Behörde schaffen, die Menschen, die die Steuer nicht entrichten wollen, offiziell zu Murtadd erklärt. Im Sudan, Jemen und Iran, sowie in Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, Afghanistan, Somalia und in Mauretanien kann Abfall vom Islam noch heute mit dem Tode bestraft werden.
Viele werden die Steuer aus Angst ums Leben zahlen
Es ist somit für Menschen lebensgefährlich, eine in Deutschland ausgestellte Beglaubigung zu bekommen, die erklärt, sie seien aus dem Islam ausgetreten. Genau eine solche Beglaubigung wird aber in Zukunft jeder Muslim erhalten, der ebensowenig die Moscheesteuer zahlen möchte, wie ein Christ die Kirchensteuer.
Ich konnte angstfrei aus der katholischen Kirche austreten. Für jeden Moslem wird ein solcher angstfreier Austritt nicht möglich sein. Es werden somit bei Einführung der Moscheesteuer viele Menschen die Steuer zahlen, schlicht und ergreifend, weil sie Angst um ihr Leben haben, wenn sie austreten, denn die Fundamentalisten des Islams bedrohen „Abtrünnige“ auch in Deutschland, wie die Beispiele Hamed Abdel-Samad und Amed Sherwan zeigen.
Vielen Leuten, die eine Moscheesteuer fordern, ist diese Gefahr nicht klar. Genau diese Ignoranz gegenüber den nicht wenigen Fundamentalisten innerhalb des Islams führt zu Ideen, denen Muslime zum Opfer fallen. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt begrüßt die Debatte um eine Moscheesteuer und erklärt:
„Es wäre klug und höchste Zeit, dass wir für die muslimischen Gemeinden in Deutschland unabhängige Finanzierungsquellen finden und damit den schädlichen Einfluss durch politische gesteuerte Gelder und radikale Prediger aus der Türkei oder den Golfstaaten endlich unterbinden.“
Ich verstehe Katrin Göring-Eckardts Intention, aber der Islam ist nicht das Christentum. Diese einfache Wahrheit zu akzeptieren, ist der erste und vor allem nötige Schritt auf dem Weg hin zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Islam.
Dieser Beitrag erscheint auch auf Gerd Buurmanns Tapfer im Nirgendwo
Beitragsbild: Pixabay

In Deutschland wird richtigerweise vor Scientologie gewarnt. Aber ausgerechnet den Islam will man offiziell akzeptieren und institutionalisieren. Ladet doch gleich den IS und die Taliban ein!
Eine solche Steuer wäre übrigens auch der Anlass für arge Verteilungskämpfe angesichts der notorisch undurchschaubaren Strukturen auf Seiten der potentiellen Empfänger.
Im Koran steht dazu etwa folgendes für Christen und Juden: Die Verschonung und Duldung unter dem Status als sogenannte „Schutzbefohlene“ („Dhimmis“) mit minderen Rechten und gegen Zahlung einer regelmäßigen Kopfsteuer („Dschizya“), wird als tolerante Großzügigkeit propagiert. Somit hat Herr Buurmann sehr gut erkannt, wo dieser Vorschlag hinführt. Und genau betrachtet wird mit diesem naiven Umgang mit dem Islam schrittweise bei uns islamisches Recht eingeführt.
Ich finde die Idee einer solchen Steuer eigentlich sehr gut, was mich verwundert, gemessen daran, woher sie stammt ! Ich sehe auch keine größere Gefahr für Ex-Moslems, als es sie schon heute gibt. Wenn es bei denen so läuft, wie bei uns, dann werden die Ausgetretenen ja nicht öffentlich mit Namen bekannt gemacht; wie die jeweilige Person also ihr religiöses Seelenheil nach außen kommuniziert, bliebe dann Privatsache. Wenn die Entkopplung von ausländischen Einflüssen klappt, was sowohl die verbreitete Lehre als auch die geistige Führung einer Gemeinde angeht, so gehe ich davon aus, daß im Laufe der Zeit auch der Binnendruck auf die nachlässt, die einen Austritt ins Auge gefasst oder gar schon vollzogen haben. Es scheint mir dennoch sehr wichtig, eine Einsicht und auch eine gewisse Kontrollmöglichkeit zu haben, um diesen Prozess der Verselbstständigung zu begleiten; hier sehe ich, Stand jetzt, noch die größten Probleme, weil es zum einen Vielen sowohl an ausreichendem Problem- als auch an gesundem Selbstbewusstsein mangelt, was den politischen Unwillen, endlich mal regulierend tätig zu werden, erklären mag.
Vielleicht kann man seinen Glauben im Netz oder in der Cloud speichern und bei Bedarf bei Besuchen in den betroffenen Ländern wieder abrufen? Man muss das nur mal durchrechnen. Die Annalena findet da bestimmt eine Lösung.
Das kommt mir wie eine recht naive Idee vor. Was hindert einen Gläubigen daran, dem Staat der Ungläubigen gegenüber nur pro forma seinen Austritt aus seiner Religionsgemeinschaft zu erklären, um keine Steuern zahlen zu müssen? Wird der Staat ihn auch daran hindern, weiter eine Moschee zu besuchen? Was hindert die Moscheegemeinden daran, weiter ausländische Finanzierung anzunehmen? Steuern werden eh nur einen Bruchteil der ihrer Einnahmen darstellen - wieviele Muslime mit erheblich besteuerbarem Einkommen gibt es wohl? Moscheesteuern werden -im Umkehrschluss - der islamischen Religionsgmeinschaft nur eine Legalität verleihen, die ihr wegen ihrer prinzipiellen Verfassungsfeindlichkeit nicht zusteht.
Leider bin auch ich einer der den Islam nur in kleinen Bruchstücken kennt. Allerdings auch etwas mehr nur der Bibel wissend! Eine Moscheensteuer würde ich ellerdings begrüßen! Warum? Na, ganz einfach, viele Probleme würden dadurch gelöst werden. Die Finanzierung durch das Ausland, okay. Die radikalen Imane werden eingedämmt, toll. Die meisten Muslime würden austreten und ihr Leben riskieren, aber auch einige Islam-Gemeinden werden sich nicht halten können, wegen finanzieller Mittel, unbezahlbar!