Gerd Buurmann / 23.09.2023 / 11:00 / Foto: achgut.com / 4 / Seite ausdrucken

Morgen bei indubio: Broder und Mohr stellen ihr Buch vor: „Durchs irre Germanistan“

Morgen streift Gerd Buurmann in Indubio mit den Autoren Henryk M. Broder und Reinhard Mohr durch ihr neues Buch „Durchs irre Germanistan“.

„Man weiß nicht genau, wann es damit anfing, dass ein Satz immer häufiger in der politischen Debatte auftauchte: „Deutschland muss ein Vorbild sein.“ War es der Beginn der europäischen Flüchtlings-Krise 2015, als Deutschland unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel Hunderttausende geflüchtete Menschen aufnahm und die anderen EU-Länder aufforderte, für die „gerechte Verteilung“ zu sorgen, zu der es dann nie kam? Oder war es die Klimakrise, deren Beginn ebenso schwer zu datieren ist und über die es hieß, Deutschland müsse bei ihrer Bewältigung vorangehen, um ein Vorbild für den Rest der Welt zu liefern?“

Diese Worte stammen aus dem Buch „Durchs irre Germanistan – Notizen aus der Ampel-Republik“ von Henryk M. Broder und Reinhard Mohr. Deutschland will Vorbild sein, aber niemand nimmt sich Deutschland als Vorbild. In dem Buch heißt es:

„Aber vielleicht ist das ja des Pudels Kern. Ob bei Atomausstieg, strengen Ladenschlusszeiten oder der ehernen Kellner-Auskunft »Draußen nur Kännchen!“ – wir stehen ziemlich alleine da. Da folgt uns niemand. Im Gegenteil: Die klassischen deutschen Tugenden wie Fleiß, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit haben längst ihre Strahlkraft verloren und sich mit anderen kulturellen Traditionen vermischt. Das beste Beispiel ist die Deutsche Bahn, die inzwischen ein afrikanisch-südeuropäisches Flair von Gelassenheit und Lebensfreude versprüht: Ankommen ist alles, der Weg ist das Ziel, und wenn nicht heute, dann morgen. Es wird auch viel häufiger gestreikt, die Baustellen sind zahlreich, und die Fahrgäste stellen sich von vornherein darauf ein, dass Termine platzen und Geburtstage nachgefeiert werden müssen.“

Über den irren Anspruch der Ampel-Republik, Deutschland zum Vorbild machen zu wollen, bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu erklären, was überhaupt das Schöne und Liebenswerte an der Heimat Deutschland sein soll, spricht Gerd Buurmann am kommenden Sonntag auf Indubio mit Henryk M. Broder und Reinhard Mohr.

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gerhard giesemann / 23.09.2023

Dumm nur: Die anderen sind noch viel irrer - sonst kämen sie ja nicht ständig angerannt. Um uns auch noch zu versauen.  Ich glaube, das ist das Problem. oder?

Thomas Szabó / 23.09.2023

Viele sind der Ansicht, dass man einen schlecht geführten Staat mit noch mehr Steuern sanieren kann. Es ist genau umgekehrt! Wenn man Verschwendern mehr Geld gibt, dann verschwenden sie mehr Geld und machen mehr Schulden. Die Abzocke der Steuerzahler durch staatliches & staatsnahes Schmarotzertum nennt sich heute Klimakampf, Klassenkampf, mein Kampf für & gegen alles mögliche & unmögliche.

Thomas Szabó / 23.09.2023

Ich lese gerade Jan Fleischhauers “Unter Linken”. Meine Ausgabe aus 2009 beziffert die damals aktuelle Staatsverschuldung Deutschlands auf 1,5 Billionen €. Heute sind es 2, 5 Billionen Euro (70 % BIP). Wir können Wetten abschließen, wie hoch die Verschuldung 2030 sein wird. Der Sozialstaat schluckt immer mehr Steuern, baut sich selber aus, fordert noch mehr Steuern, baut sich noch weiter aus, fordert noch mehr Steuern. Das Ungleichgewicht zwischen Leistungsschöpfern & Leistungsempfängern wächst. Der Sozialstaat gehört zu den Leistungsempfängern. Sozialarbeiter & Sozialempfänger schmarotzen symbiotisch vom Steuerzahler. Der Sozialstaat frisst die Republik auf. Wir sollten den Sozialstaat ausmisten und auf ein Minimum reduzieren. Die ganzen parasitären politischen Vorfeldorganisationen, die zum Sozialstaat gezählt werden, gehören monetär ausgetrocknet. Der Steuerzahler soll sich ermächtigen selber zu bestimmen wohin seine Steuern fließen. Wer zahlt freiwillig für Gender-Professuren? Wer sowas will, soll selber zahlen. Frage an die Juristen, Staatsrechtler: Könnte man keine Steuergemeinschaften für Privatpersonen gründen? “Wir von der Partei der Achse für Deutschland (AfD) weigern uns geschlossen für den Ausbau der “Erneuerbaren Energien” zu zahlen. Den dafür bestimmten Anteil unserer Steuern investieren wir in die Kernenergie. Wir zahlen auch nicht für Migranten, die fälschlich als Flüchtlinge ausgegeben werden. Die Kosten für die “geschenkten Menschen” schenken wir den Grün-Wählern.”

Rolf Lindner / 23.09.2023

Der Broder, der hat Recht wie immer, die Lage ist noch viel, viel schlimmer. Was ist mit Deutschland nur geschehen, dass rotrotgrüne Wahnideen herrschen im gesamten Land, statt gesunder Menschenverstand. - Die heute sitzen noch ganz oben, wie Geisteskranke sie jetzt toben, sie können es nicht mehr verstehen, weil immer mehr die Wahrheit sehen, dass Rotgrüne ins Chaos führen, solange die das Land regieren. - Lasst euch nicht mehr betören von denen, die das Land zerstören. Denkt daran, die ihr jetzt schweigt, dass eure Zukunft ihr vergeigt, denkt auch, die ihr noch Kinder habt, ihr deren Zukunft mitbegrabt. - Je mehr die Rotrotgrünen hetzen, sollten sich zusammensetzen, die sich nicht mehr verblöden lassen von denen, die die Freiheit hassen, steht auf, denn sonnst ist abgebrannt das einstmals freie Vaterland.

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