Der WDR, die größte Anstalt der ARD, hat ein Herz für Super-Egos, die durch keine Drehtür passen. Mal fordert der für die Niederlande zuständige Radiowart die Holländer auf, sich wegen der Wahlergebnisse zu schämen, mal schreibt ein Spatz vom Wallraffplatz unter dem Pseudonym “Ariel Sharon” einen Offenen Brief an die Palästinenser, in dem er sie um Vergebung aller seiner Verbrechen bittet. Natürlich gehts auch eine Nummer kleiner. Dann wird ein Hochstapler liebevoll porträtiert.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/monitor_die_steuern_und_der_millionaer_in_sachen_klaus_barski/
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/monitor_und_der_fuenffache_millionaer_nachschlag/
Und wenn dann ein Zuschauer bzw. eine Zuschauerin wissen will, warum der WDR eine solche Gestalt featuret, bekommt er bzw. sie nach Wochen sogar eine Antwort:
Liebe Frau XXXX,
vielen Dank für Ihre Email als Reaktion auf unseren Beitrag zum Thema “Mogelpackung Reichensteuer”. Es ist uns bekannt, dass sich Herr Barski gern in der Öffentlichkeit
zeigt. Von Inszenierung kann allerdings nicht die Rede sein. Denn selbstverständlich haben wir seine Vermögensverhältnisse anhand von offiziellen Steuerbescheiden überprüft. Somit war er - vielleicht für Ihren Geschmack ein skurriler - für uns aber ein interessanter und unterhaltsamer Protagonist. Dass Herr Barski einen kleinen Zuschuß zu seinen Reisekosten erhalten hat, ist durchaus üblich, da ihm durch die Dreharbeiten auch ein Aufwand entstanden ist. Im übrigen hat er alle Kosten selbst getragen. Alles andere hätte sich auch nicht mit unserem journalistischen Ethos vereinbaren lassen.
Wir bedanken uns nochmals für Ihr Interesse an unserer Sendung und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Markus Schmidt
Redaktion MONITOR
Da hat sich doch das lange Warten auf eine Antwort echt gelohnt. MONITOR hat ein Ethos! Und der “halve Hahn” ist eine Delikatesse, die Kölns Ruf als stadt der Feinschmecker etabliert hat.