In den vergangenen Jahren ist laut Bundesopiumstelle ein deutlicher Anstieg der Mohn-Anbauflächen in Deutschland zu verzeichnen, meldet welt.de. Die Daten von 2020 hätten einen Rekord von rund 1044 Hektar mit ausgesätem Mohn in Deutschland ausgewiesen. Die meisten Felder lägen in Niedersachsen, dicht gefolgt von Sachsen, habe eine Sprecherin der Einrichtung, die zu dem Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gehört, erklärt. Dort werde der Anbau kontrolliert, die Bauern bräuchten eine Genehmigung. Zugelassen wären nur die Sorten «Mieszko», «Viola» und «Zeno Morphex», bei denen der Gehalt des Morphins - das zu den Opiaten zählt - unter 0,02 Prozent liege.
Da mehr Bauern Mohn anbauten, seien die Preise drastisch gefallen. Hauptverantwortlich wäre nach der Auffassung von Mohn-Bauern auch ein vermehrter Anbau im Nachbarland Tschechien. Mohn sei eine Hochrisiko-Kultur. «Beim Ertrag und beim Preis kann alles passieren». Der Preis für ein Kilogramm Mohn könne innerhalb weniger Monate zwischen einem und fünf Euro schwanken, habe es von einem Mohn-Bauern geheißen.