Unten stehender Rundbrief wurde von den Referaten 312 (für Umwelt und nachhaltige Ressourcennutzung) und 314 (Ländliche Entwicklung; Welternährung) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an 500 Mitarbeiter verschickt. Mit gut gemeinten Halbwahrheiten und unbewiesenen Behauptungen sollen die Beamtinnen und Beamten des Hauses zum Vegetarismus bekehrt werden. Hoch die Kartoffel, wir retten die Welt! Themenvorschlag für den nächsten Rundbrief: Wie wir das Klima durch Einsparung von Beamtenschweiß und Sitzfleisch retten…
7.2.2008.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein reduzierter Fleischkonsum führt zu ganz erstaunlichen Folgen. Schon ein leicht verändertes Ernährungsverhalten erzielt bereits positive Effekte z.B.
- für die Umwelt: Nutztierhaltung beansprucht bereits 30% der weltweiten Landfläche und ist eine Hauptursache für Entwaldung und den Verlust von Biodiversität. Für die Herstellung von 1 kg Fleisch sind 7-16 kg Getreide oder Sojafrüchte erforderlich.
- für das Klima: Nutztierhaltung verursacht 18% der weltweiten Treibhausgasemissionen, das ist mehr als der Transportsektor. Beispielsweise werden bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch 6 ½ kg CO2 freigesetzt. Die gleiche Menge Obst verursacht hingegen nur ein halbes Kilo, Gemüse sogar nur 150 Gramm CO2. (Daraus folgt: Für den klimaneutralen Flug von Bonn nach Berlin müsste auf 30 kg Rindfleisch verzichten werden. Wenn man stattdessen mit der Bahn fährt, reicht der Verzicht auf 5 kg Rindfleisch.)
- für die Nutztiere: Leider geht Massentierhaltung häufig noch immer mit großem Leid für die Tiere einher. Auch bei Fleischprodukten gibt es mittlerweile in fast allen Supermärkten Angebote mit dem Biosiegel.
- für die eigene Gesundheit: Menschen, die sich fleischlos ernähren, haben meistens das ideale Körpergewicht, geringe Krankheitsanfälligkeit sowie günstige Blutdruckwerte.
Daher unser Tipp: Verzichten Sie manchmal ganz bewusst auf Fleisch. Leisten Sie damit einen effektiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur eigenen Gesundheit.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Referate 312 (Umwelt und nachhaltige Ressourcennutzung) und
Referat 314 (Ländliche Entwicklung; Welternährung)
Und noch ein Hinweis zum “Internationalen Jahr der Kartoffel”: Gemessenam Kalorienbedarf der Deutschen lassen sich mit einem Hektar Kartoffelanbaufläche mehr als 22 Menschen ein Jahr lang ernähren, während Getreide bei gleicher Anbaufläche gerade mal 9 Menschen sättigt. Die Kartoffel erzeugt also mehr Nährstoffe bei geringerem Flächenbedarf, wächst schneller, benötigt weniger Wasser und gedeiht auch unter extremen klimatischen Bedingungen.
