Die Gerüchte über Epstein und seine Kundschaft sind wohl genau das: Gerüchte. Was man jedoch mit Sicherheit sagen kann: Sie zeigen ein tiefsitzendes und grundsätzliches Misstrauen gegenüber der Politik und einer politisierten Justiz – auf beiden Seiten, zu beiden Seiten.
In einer Zeit, als die Klimaanlage noch unbekannt war, schickte man die Abgeordneten im Hitzemonat August aus dem Washingtoner Sumpf zurück nach Hause. Heute sind Klimaanlagen natürlich Alltag, geblieben ist jedoch der Urlaubsmonat und der August ist damit auch der traditionelle Monat des politischen Sommerlochs für die amerikanischen Medien. Sommerlochthema Nummer eins diesen Jahres – wenn man vom Oberthema „Trump“ mal absieht – wird aber wohl bis weit über die Sommerpause hinaus tragen, denn alle großen Medien haben sich mittlerweile darauf eingeschossen: Jeffrey Epstein, seine Machenschaften, seine Kunden, seine Verbindungen und warum zur Hölle man es nicht hinbekommt, irgendetwas davon Trump um den Kragen zu schlingen.
Nachdem seit Epsteins Tod fast ausschließlich die alternative Blogger-Szene Fragen stellte, greift man längst auch bei New York Times, Axios und CNN in die Tastaturen, nachdem man in den Biden-Jahren nichts davon wissen wollte. Doch wie auch immer man die Aufklärungsversprechen aus Trumps Wahlkampf 2024 bewerten mag, die Beteiligten bleiben nach wie vor weit hinter den Erwartungen zurück. Pam Bondi, Trumps Generalstaatsanwältin, zog sich jedenfalls den Zorn der alternativen Medien und der MAGA-Basis zu, als sie ihren großspurigen Ankündigungen von Veröffentlichungen im Juli genau nichts folgen ließ.
Doch wo genau stehen wir heute? Das Einzige, was die Nachrichtenlage dazu zuverlässig liefert, sind Enttäuschungen. Denn das, was sich beide Lager an Enthüllungen erträumen, ist nicht zu erwarten. Weder Bill Clinton oder Bill Gates auf der einen Seite noch Donald Trump auf der anderen scheinen irgendwelche Spuren heruntergelassener Hosen in den Akten hinterlassen zu haben. Und mit weniger als genau dem werden sich beide Seiten kaum zufriedengeben. Zumindest die Gerüchte über Epstein sind also bolzenfest davor geschützt, zu verschwinden, was man durchaus positiv sehen kann, zeigt sich darin doch das mittlerweile tiefsitzende und grundsätzliche Misstrauen gegenüber der Politik und einer politisierten Justiz – auf beiden Seiten, zu beiden Seiten!
Zum Sterben langweilig!
Nachdem Präsident Trump im Juli die ganzen Verdächtigungen noch als Hoax der Demokraten bezeichnet hatte – er meinte damit vor allem die Verdächtigungen gegen seine Person –, willigte er dann doch ein, Pam Bondi möge alle relevanten Informationen veröffentlichen und gab damit zumindest grünes Licht für weitere Ermittlungen. Epsteins Freundin Ghislaine Maxwell gab den Ermittlern ein mehrstündiges Interview, das nur wenig Neues enthielt und stellenweise auch noch redigiert wurde. Zumindest waren die PDF-Dateien der Niederschrift durchsuchbar – und zum Sterben langweilig!
Ersteres konnte man leider von der Datenlawine aus 33.000 Seiten nicht mehr sagen, die das Justizministerium am 2. September öffentlich machte. Alles Einzelseiten, noch dazu als nicht durchsuchbare JPG-Dateien, die außerdem kaum Neues enthalten. Zum Beispiel sind längst bekannte Protokolle von Zeugenaussagen aus dem ersten Prozess in Miami dabei – mit nach wie vor geschwärztem Namen der Zeuginnen. Und daran wird sich auch nichts ändern, weil die noch von Obama ernannte Bundesrichterin Robin Rosenberg am für den Fall zuständigen Gericht in Miami es bereits im Juni abgelehnt hat, die Protokolle aus dem ersten Prozess offenzulegen. An der Entscheidung kommen weder Pam Bondi noch Präsident Trump noch die New York Times vorbei.
Man könnte den strukturlosen Daten-Dump der absichtsvollen Methode „Flooding the zone with shit“ zuordnen, wenn da nicht ein Detail herausstechen würde. Denn die Datenflut enthielt auch eine vollständige Version des Überwachungsvideos des Eingangs zu Epsteins Zelle, in dem bislang eine Minute gefehlt hatte. Pam Bondis damalige Erklärung für diese Lücke, „Es fehlte eine Minute, und wie wir vom Bureau of Prisons erfahren haben, wird das Video jedes Jahr und jede Nacht neu aufgenommen, jede Nacht wird es neu berechnet, also sollte jede Nacht dieselbe Minute fehlen“ war also falsch. Log sie selbst, oder hat ihr das Bureau of Prisons einen Bären aufgebunden?
Versucht man durch solche hohlen „Eastereggs“ vielleicht, die Verschwörungstheoretiker bei der Stange zu halten? Oder versuchte Bondi durch eine rasche, aber falsche „Erklärung“ den ins Kraut schießenden Gerüchten die Grundlage zu nehmen? Keine der Möglichkeiten wirft ein gutes Licht auf Bondis Kompetenz. Was die „fehlende Minute“ enthielt? Nichts! So wie der Rest der Aufzeichnungen aus Epsteins letzter Nacht. Vertuschung und Inkompetenz finden sich also selbst dort, wo es überhaupt nichts zu vertuschen gibt. Es ist, als würde einen der Wetterbericht nicht nur was vom Klima erzählen, sondern auch über das aktuelle Datum anlügen!
Springt man einmal in den Kaninchenbau ...
Wie die öffentliche Erwartung auf die Gerüchte einwirkt – und umgekehrt –, kann man am Interview mit Ghislaine Maxwell gut beobachten. Warum hat man sie in ein Gefängnis mit minimaler Sicherheit verlegt, wenn sie doch nichts Neues zu berichten hatte? Sowas ist für verurteilte Sexualstraftäter wie sie in der Tat nicht vorgesehen. Doch dürfte genau das die Bedingung Maxwells gewesen sein, dem Interview überhaupt zuzustimmen.
Als Staatsanwaltschaft würde man normalerweise eine Klausel einbauen, dass Maxwells Aussagen zu irgendeinem Erkenntnisgewinn führen müssen, um die Belohnung des angenehmeren Strafvollzugs zu erhalten. Doch durch den Druck der Öffentlichkeit war es am Ende wohl wichtiger, dass das Interview überhaupt zustande kam, um zu zeigen, dass in der Sache irgend etwas passiert. Die Folge sind nur neue Gerüchte, Maxwell würde prominente und mächtige Mittäter decken.
Doch wenn wir den Gerüchten um Epsteins Erpressungspotenzial und Maxwells Beitrag mal für einen Moment Glauben schenken, ist es dann nicht merkwürdig, dass Maxwell noch am Leben ist und sich in eine angenehmere Umgebung verlegen lässt, wenn sie wirklich belastende Aussagen zu den „Kunden“ Epsteins machen könnte, wo doch der lange Arm der „Verschwörung“ Epstein selbst noch im Hochsicherheitsgefängnis erreichen konnte? Springt man einmal in den Kaninchenbau, saust einem der Fallwind nur so um die Ohren.
Doch kommen wir zu der Person, welcher im Zusammenhang mit Epstein die eigentliche Aufmerksamkeit der Medien gilt: Donald Trump. Dessen Ego schnauft beleidigt und sieht in der ganzen medialen Aufregung um einen „dead creep“ nichts als eine Ablenkung von seinen Erfolgen, etwa bei der Befreiung Washingtons von Mord und Bandenkriminalität durch Entsendung der Nationalgarde. Vice versa sehen meinungsstarke Politiker der Demokraten und deren hörige Presse in der Entsendung der Nationalgarde in die Bundeshauptstadt nichts als eine Ablenkung vom neu entdeckten Epstein-Fall.
Trump als Informant des FBI?
Doch so sehr man auch versucht, Trump ins Umfeld von Epstein zu kleben, landet man doch immer wieder nur in den Oberschichtsblasen in New York und Miami, in denen sich beide bewegten. Die „Beweisstücke“ sind gemeinsame Fotos, von denen es mit Epstein drauf wohl von so ziemlich jedem Promi welche gibt. Trump, der um seine mangelnde Glaubwürdigkeit in Sachen Selbstverteidigung weiß, überlässt es anderen, ihm zu helfen. Etwa den Opfern selbst, die auf Nachfrage immer wieder betonen, dass Trump an den Schweinereien Epsteins nicht beteiligt war. Oder Brad Edwards, einem der Opferanwälte in Epsteins Prozess 2007:
„Das Einzige, was ich über Präsident Trump sagen kann, ist, dass er der Einzige ist, der zum Telefon gegriffen und gesagt hat: ‚Lassen Sie uns reden. Ich gebe Ihnen so viel Zeit, wie Sie wollen. Ich sage Ihnen, was Sie wissen müssen.‘ Trump war mit seinen Informationen sehr hilfreich und ließ keinerlei Anzeichen erkennen, dass er in irgendetwas Ungehöriges verwickelt war. Er verfügte über gute Informationen, die sich bestätigten und uns geholfen haben.“
Dazu würde passen, was Speaker Johnson ganz beiläufig in einem „Walk & Talk“-Interview fallen ließ: „When he first heard the rumor, he [Trump] kicked him out of Mar-a-Lago. He [Trump] was an FBI informant to try to take this stuff down.“
Trump als Informant des FBI, der dabei half, Epstein zur Strecke zu bringen? Sollte das stimmen, würde es erklären, warum man unter Biden nicht versucht hat, Licht ins Epstein-Dunkel zu bringen, weil man Trump dann womöglich unfreiwillig patriotische Meriten hätte anheften müssen, was nicht gut zur Lügengeschichte von „Putins Puppet“ gepasst hätte. Dass man Trumps Beziehung zu Epstein ausgeschlachtet hätte, wenn es da etwas Relevantes zu enthüllen gäbe, darf hingegen als sicher gelten.
Doch warum ziert sich „Law-and-Order-Trump“ so lange, von seiner Zusammenarbeit mit dem FBI zu berichten? Vielleicht weil Freunde oder Spender ihn fragen könnten, was er denen noch alles erzählt hat? So eine Zusammenarbeit muss sich ja nicht auf einen „Creep“ beschränken. Nein, von seiner Informantentätigkeit erzählt man nicht auf Partys, weil einem dort sonst niemand mehr etwas erzählt.
Und weil auch hier ein Kaninchenbau à la Lewis Carroll auf uns wartet, schauen wir mal rein … wer auch immer die Unterlagen zu den frei erfundenen Russland-Connections Trumps im Hoover-Building des FBI in Verbrennsäcke steckte, um diese dann nicht zu verbrennen, sondern in einem Raum zu deponieren, zu welchem niemand einen Schlüssel hat, war vielleicht gar nicht inkompetent, sondern könnte ein Freund gewesen sein, der sich für eine Zusammenarbeit erkenntlich zeigen wollte.
Opfer wollen eine eigene Liste erstellen
Der Antrag auf Veröffentlichung der vollständigen Unterlagen, angeführt vom republikanischen Abgeordneten Thomas Massie, hat jedenfalls kaum Aussicht auf Erfolg. 212 Demokraten und eine Handvoll Republikaner reichen nicht für das nötige Quorum, und ich denke auch nicht, dass das eine gute Idee wäre. Sicher, es würde eine Menge Namen geben, denen man nachgehen könnte. Doch neben den berechtigten Anschuldigungen eben auch viele Unberechtigte, die bereits in Prozessen entkräftet wurden. Es gibt auch Opfer, die nicht wollen, dass Zeugenaussagen, die unter Verschluss liegen, an die Öffentlichkeit gelangen. Einige von ihnen sind namentlich noch völlig unbekannt und wer kann es ihnen verübeln, dass sie dies nicht ändern wollen.
Andere sind mutiger und kündigen nun an, den Weg gehen zu wollen, der im Sinne der Aufklärung der kürzeste und auch der erfolgversprechendste wäre: Sie wollen eine eigene Liste erstellen und die Namen derer veröffentlichen, an die sie von Epstein weitergereicht wurden. Die Frage, warum sie das nicht schon längst getan haben, kann sich übrigens jeder leicht selbst beantworten. Um ein bekanntes, deutsches Bild zu verwenden, stelle man sich das Machtgefälle zwischen einem Memes postenden fränkischen Frührentner und einem Bundeswirtschaftsminister vor und multipliziere es mit Tausend. Man kann in den USA nicht einfach eine Liste mit, sagen wir, 20 Namen erstellen, sie der Presse schicken, sagen, das sind die Kinderschänder und Vergewaltiger und dann hoffen, dass die Polizei den Rest macht. Das Echo käme schneller und härter, als man Verleumdungsklage buchstabieren kann, und genau das droht natürlich auch den Opfern Epsteins mit dieser Liste.
Doch es gibt einen Weg, die Namen in die Öffentlichkeit zu tragen, ohne dass die Opfer dies selbst tun und sich dadurch angreifbar machen müssen. Als Kongressabgeordneter hat man nämlich Immunität für jedes Wort, das man spricht, solange es im Kongress und in einer öffentlichen Sitzung gesprochen wird. Es wird wohl von den Namen auf der Liste abhängen, ob jemand den Mut hat, sie im Kongress zu verlesen. Derzeit sieht es so aus, als wolle Marjorie Taylor Greene das übernehmen. Zwar war in der Vergangenheit einiges wirre Zeug von ihr zu hören – ich sage nur „jewish space laser“ – aber zumindest kann man „MTG“ nicht nachsagen, je einer Auseinandersetzung (oder Wand) aus dem Weg gegangen zu sein. Warten wir also mal ab, wann die Liste fertig sei und MTG damit ans Rednerpult treten wird. Die Einschaltquoten könnten Mondlandungsniveau erreichen, wenn auch sonst noch nichts damit erreicht ist. Denn das alles kann nur dann sinnvoll sein, wenn sich zu den Anschuldigungen auch Beweise finden lassen und man sich absolut sicher ist, dass letztere tatsächlich noch existieren. Es gibt keine Schuldsprüche durch Akklamation – zumindest sollte es solche in einem Rechtsstaat nicht geben.
Und bis dahin? Wie geht es weiter? Generalstaatsanwältin Pam Bondi und FBI-Direktor Kash Patel werden am 9. Oktober beziehungsweise 17. September vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses zum Ermittlungsstand aussagen. Beides sollen öffentliche Anhörungen werden und sind vielleicht die letzten Chancen der US-Justiz, in der Causa Epstein endlich vor die Welle der Gerüchte und Verschwörungen zu kommen.
Roger Letsch, Jahrgang 1967, aufgewachsen in Sachsen-Anhalt, als dieses noch in der DDR lag und nicht so hieß. Lebt in der Nähe von und arbeitet in Hannover, ist Redakteur bei „Kontrafunk“ und sortiert seine Gedanken in der Öffentlichkeit auf seinem Blog unbesorgt.de,
Beitragsbild: Palm Beach County Sheriff's Department - Palm Beach County Sheriff's Department [1][2], Gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Wie bedauerlich, dass die Pädophilen-Versteher sich jetzt wieder aus ihren Löchern hervortrauen, um zu behaupten, es habe gar keinen Menschenhandel und keine Gewalttaten gegeben, es sei alles seien nur „Verschwörungstheorie“. Ich finde es außerdem widerlich, einen Menschen zu verteidigen, der in aller Öffentlichkeit völlig unangemessen über seine Tochter gesprochen hat und stolz darauf ist, regelmäßig in einen Raum voller nackter und halbnackter minderjähriger Mädchen hineingelaufen zu sein (laut ebenfalls eigener öffentlicher Äußerungen), weil er das als Veranstalter eines Schönheitswettbewerbs angeblich „durfte“. Aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, mit wem er sich solidarisieren und wen er verteidigen möchte. Man sollte nur nicht denken, andere würden daraus keine Schlüsse ziehen.
Ahoi Herr Letsch. Es gibt Aussgen & Dokumente, welche die Schuld von Epstein & Maxwell beweisen, aber anscheinend keine Aussagen, welche ein Verbrechen der gewünschten Verbrecher beweisen. Wahrscheinlich haben sich diese Leute Schweigen erkauft.
Lieber Herr Letsch, es ist immer wieder beeindruckend, wie Sie aus verstreuten Informationen und klugen Überlegungen eine schlüssige Geschichte zimmern. Darüber hinaus sind Ihre Texte sprachlich immer ein Genuss.
Sommerloch oder nicht – es gibt ja nunmehr offiziell nichts zu verkünden. Dabei könnten die damals aktiven Behörden der Staatsmacht doch einfach verkünden, was auf den diversen Videos und CD / Datenträgern mit wem als Darsteller gespeichert worden ist, die auf den veröffentlichten Bildern der Durchsuchungsaktionen bei Epstein zu sehen sind – oder was eben nicht. Daß das Vorhandensein dieser Dateien inzwischen mehr oder weniger geleugnet wird, sollte nachdenklich machen. / @ P. Bruder – „wenn doch gar nichts Verwerfliches geschehen sein soll?“ – Daß die Pädo-Kartelle es gerne so hätten – verwunderlich? Als Beispiel – die seinerzeitige halbgare Aufklärung in Sachen Dutroux in Belgien sollte gleichfalls zum Nachdenken anregen. Und die diversen „Rotherhams“ auf der britischen Insel mit der massenhaften behördlichen Vertuschung und aktiven Strafvereitelung? Zu „Rotherham“ selbst gibt es ja ein entsprechendes Gutachten, wobei die Strukturen wohl beschrieben sind, die Namen der Beteiligten zumindest nicht öffentlich wurden, warum wohl ?.
Kopie: „Und nun geht es im Programm weiter mit der Comedy-Show: “Baerbock in NYC. Dümmer als die Polizei erlaubt.„ “
Tja, wenn einmal ein Gerücht in die Welt gesetzt wurde, potenziert es sich bis unendlich. Sezieren wir doch einmal den Verlauf eines Gerüchtes in einem kleinen rheinischen Dorf. Da trifft Simons Finchen Meiers Berta: Hasse schon jehört? Dä Schmitz Jupp soll am Sonntach nach de Kirch in de Kneip jejangen sein. Dat tut der doch sonns net, dä trinkt doch janet! Meiers Berta geht zu Jansens Trudi: Sach, hasse schon jehört? Dä Schmitz Jupp war um Sonntach en de Kneiop un war stinkbesoffen! Meiers Bärbchen erzählt die Neuigkeit dem Jansens Lenchen: De Schmitz Jupp is am Sonntach total besoffen met dem Fahrrad gefahren. Jansens Lenchen zum Simons Käthchen: Dä Schmitz Jupp is als widder besoffen mem Fahrrad jefahren und ömjekippt. Dobei hätt dä sech ene Ärm jebroche. Simons Käthchen will’s genau wissen ung läuft zur Frau Schmitz: Dat tut mich aber leid mit eure Mann, als widder besoffen jefalle und jetz och noch dä Ärm jebroche! Frau Schmitz streitet alles konsterniert ab. Am nächsten Sonntag in der Kirche erscheint Herr Schmitz frisch und munter. Und unsere Tratschweiber? Sehen die ihren Fehler ein? Oh nein, deren Kommentar: Dä Schmitz Jupp hätt dä Jips evver flott affjekrecht! So, und das Beispiel übertragt mal auf die große Weltbühne. Geht’s da anders zu?!
Die ganze Gschicht‚ verdient nicht man ein Prozent der Aufmerksamkeit wie ein einziges RKI-Protokoll