Am Freitag über den Tag hinweg sahen viele Medienkonsumenten erschüttert die Bilder von den vielen Migranten, die Ceuta augenscheinlich regelrecht überrannten. Ihre Zahl stieg von Stunde zu Stunde dramatisch, bis es hieß, dass 60.000 Mann in die spanische Exklave eingefallen wären.
Es gab in den Medien etliche Erklärungen dafür, warum sich plötzlich Zehntausende auf den Weg in diesen EU-Außenposten gemacht hatten. Vor allem wurde das Urteil des Obersten Gerichts Spaniens genannt, das die umstandslose Rückführung illegal Eingereister, die angeschwommen kommen, verbietet. Außerdem verwiesen die Kollegen auf die Politik des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez, den Aufenthalt illegaler Migranten zu legalisieren. Aber für einen spontanen Entschluss migrationswilliger Marokkaner wirkte der Zustrom zu organisiert.
So berichteten Medien auch über Informationen aus spanischen Sicherheitskreisen, wonach sich die marokkanischen Grenzpolizisten kurz vor der Invasion von der Grenze zu Ceuta zurückgezogen hätten. Einige der Migranten erzählten Mitarbeitern der „New York Times“, dass sie von marokkanischen Polizisten sogar den richtigen Weg in Richtung Ceuta gezeigt bekommen hätten. „Sie sagten immer nur: ‚Geht dort entlang, geht dort entlang'“, wird ein junger Mann zitiert. Ein anderer Migrant habe berichtet, Beamte hätten ihn mit den Worten „Komm nach Spanien“ zum Grenzübertritt ermutigt. Jedem Beobachter ist klar: Ohne die Tatenlosigkeit der marokkanischen Sicherheitskräfte wäre der Massenansturm kaum möglich gewesen.
Dass es sich bei der Kurzzeit-Invasion Ceutas um eine organisierte Operation handeln musste, wurde dann unübersehbar deutlich, als der größte Teil der Migranten sich wie auf Befehl binnen weniger Stunden wieder aus Ceuta zurückzog.
Angesichts der Bilder des Tages fürchteten sicher manche Beobachter, was wohl die Nacht zum Samstag bringen würde. Doch bereits am Abend traten immer mehr der jungen Männer, die keine 24 Stunden zuvor gekommen waren, den Rückzug an. Mitten in der Nacht konnte Spaniens Außenminister José Manuel Albares auf X mitteilen: „Nahezu alle, die in Ceuta angekommen waren, sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt“. Gut, mit „nahezu alle“ war der Minister vielleicht etwas großzügig. Zumindest in der Nacht schätzte die Nachrichtenagentur Efe nach Medienberichten die Zahl der Rückkehrer auf 53.000. Die Zahl der illegalen Einwanderer, die Ceuta zuvor überrannten hatte der lokale Regierungschef Jesús Vivas bekanntlich mit 60.000 angegeben. Der eine oder andere könnte also doch geblieben sein.
Alles wieder gut?
Aber dennoch: Wer hätte nach den Bildern des Massenansturms am Freitag geglaubt, dass der Spuk am Samstagmorgen weitgehend vorbei sein würde? Wie ist das gelungen? Durch Gefälligkeiten Spaniens oder der EU gegenüber Marokko?
Teile der EU, insbesondere Deutschland, sind bekanntlich durch das Angebot einer umfassenden Existenzsicherung für jeden Ankömmling, der einen Asylantrag stellt, für sehr, sehr viele Menschen in den ärmeren Teilen der Welt ein verlockendes Ziel. Jedem, der diesen Migrationssog als Machtmittel einsetzen will, stehen dafür hinreichend Fußtruppen zur Verfügung. Schon einige EU-Nachbarn haben auf diese Weise Angriffe gestartet, um politische Ziele zu erreichen.
Vor sechs Jahren ließ der türkische Machthaber Erdogan massenhaft Migranten zur griechischen Grenze ziehen, die selbige zu überrennen versuchten, aber am entschlossenen griechischen Grenzschutz scheiterten. Ein Jahr später lud der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko potenzielle Migranten in sein Land ein, damit diese nach Polen, Litauen und Lettland weiterziehen. Aber die Polen und die Balten kümmerten sich ebenfalls entschlossen um die Grenzsicherung. Polens Ministerpräsident Donald Tusk erklärte denn auch angesichts der Bilder aus Ceuta, dass Spanien dem Beispiel Polens folgen müsse, um den Schengen-Raum zu erhalten.
Jetzt hat Marokko seine Macht deutlich demonstriert. Das ist nicht neu, auch wenn das Ausmaß des Sturms auf Ceuta erschreckend war. Immer mal wieder gibt es Auseinandersetzungen mit Spanien. Mal geht es um Status und Zukunft der Westsahara, mal um das Verhältnis zu Algerien. Aber es blieb in den letzten Tagen bei der Machtdemonstration. Offenbar legt es Marokko nicht auf einen eskalierenden Konflikt an.
An der Grenze zu Ceuta griffen die marokkanischen Behörden am Freitagabend mit Tränengas und Wasserwerfern ein, um den weiteren Ansturm auf Ceuta zu stoppen. Auch als 500 Migrationswillige versuchten, die Grenze zur zweiten spanische Exklave Melilla zu erreichen, griff die marokkanische Polizei nach Medienberichten ein. In der Grenzstadt Bni Nsar habe es gewaltsame Zusammenstöße gegeben, die Migranten hätten mit Steinen geworfen und Polizeifahrzeuge angezündet.
Also ist jetzt alles wieder gut? Deutsche Regierungspolitiker sind jedenfalls erleichtert, dass es keine schlimmen Bilder aus Ceuta mehr zu sehen gibt. Die Bürger würden sonst nur wieder daran erinnert, dass die Migrationskrise ebenso ungelöst ist und immer größer wird, so wie die anderen hausgemachten Krisen auch. Und dann verlangen die womöglich noch lauter als ohnehin schon den Politikwechsel, den sie eigentlich auch mehrheitlich gewählt hatten.

@Ralf Pöhling : >>„Migrations-Machdemonstration“. Was für ein Volltreffer. Die Nordafrikaner fahren mit der Migrationswaffe mit uns Schlitten und hier in der EU gibt es nichts, was das unterbinden könnte. Um so härter haut das jetzt rein, weil die es am nächsten Tag einfach direkt und wohl sehr kontrolliert einfach so mir nichts dir nichts wieder abgestellt haben.<<
## Ja, es ist noch schlimmer. Wenn der Regierungschef höchstpersönlich innerhalb Stunden angereist kommt, um sich das Elend dort an zu sehen, wird der Ausgepfiffen und die „Verbündeten“ jaulen in der Welt herum. Das zeigt mir jedenfalls die Interessenlage. Diese „Migranten“ haben unter rechtlich bindenden Verhältnissen keine Chance von Ceuta nach Europa zu kommen. Schwimmend nicht und wer sie auf das Schiff lässt und sie dann noch befördert, gehört als Schlepper bestraft. Wir haben uns nur schon lange an die Lügen gewöhnt, von der Seerettung aus Lebensgefahr. Die Kerle dort haben absolut keine Chance nach Europa zu kommen. Wer sie doch transportiert, muss bestraft werden.
Vermutlich hat man denen das auch einzeln genau so erklärt und deshalb ziehen sie nun zurück. Es war eine Schnapsidee. Und wenn sie es wieder machen, naja, ich sage nicht, was mir da einfallen würde. Es liegt auf der Hand und wer nicht schaumgebremst ist, begreift es auch. Unabhängig davon würde ich den Marokkanern 24/7 mit überstarken Richtantennen in ihrer Sprache rund um die Uhr die Regeln erklären, dann fallen vielleicht gar nicht so viele auf TicToc Verabredungen rein.
Die Empfänger für solche Sendungen sind heute Billigkram aus China. Die kann man immer mal nach simulierten Landungsoperationen verteilen, als Goodwill. Die müssen mehrere Kanäle senden, auf einem rund um die Uhr Reden von Ursula von der Leyen.
@ A. Ostrovsky: „Und dann muss selbstverständlich die Spanische Regierung GARANTIEREN, dass niemand ohne Berechtigung auf die Schiffe gelassen“ wird. Genau, das ist genau das, was von einer real existierenden migrationsextremistischen Sanchez-Regierung des Partido Socialista Obrero Español zu erwarten ist, selbstverständlich. Weil sie in Spanien bekanntlich schon seit Jahrzehnten genau so handeln, selbstverständlich. Aber die Migrationsextremisten des Planeten verstehen noch nicht einmal sich selbst – selbstunverständlich.
Man muss die Machtdemonstration einfach erwidern. Diese gestrickelte Demarkationslinie zwischen Marokko und der Westsahara wäre von jandia aus mit Landungstruppen und Fallschirmjägern gut zu erreichen. Und man könnte sich ja über Tictoc mit der Frente Polisario in Tindouf verabreden, dass man sich ungefähr bei deri Viertel der Stecke trifft. Dann macht man Fotos, wie bei dem Treffen an der Elbbrücke bei Torgau und dann kann man ja langsam wieder abziehen, während gleichzeitig, auch über TicToc verabredet, algerische Bergbauern mit ihren Ziegen auf Saidia vorrücken, dort alles zuscheißen und dann im großen Bogen wieder nach Osten gehen, während gleichzeitig von Melilla her Beni Ensar durchquert wird und der lange Strand von Boukhana eingenommen wird. Man könnte auch morgens um vier einen Saugbagger an der schmalsten Stelle des Strandes dort installieren, der eine neue Fahrrinne frei macht. Also genaugenommen, könnte man es auch auf einen Siegeszug der Technologie ankommen lassen. Zum Beispiel die neuen Rasenmäher von Stiehl mit dem Kreissägeblatt aggressiv in Rabat bewerben. Das würde dann als Rabatschlacht-Flashmob in die Whatsapp-Geschichte eingehen.
Gerade Spanien liegt mit Fuerteventura, Ceuta und Melilla strategisch günstig und müsste seine Kampfkraft nur durch geschickte Bündnispolitik und wie gesagt, durch Hochtechnologie ausbauen. Ausschließlich zivile Produkte, maximal dual use. Mittelfristig denke ich, die Marokkaner wollen gar keinen Stress. Man muss ihnen aber vielleicht in jeder Generation mal die Optionen erklären.
@Elke Martina Schalk @Hubert Appenroth … Damit das Land zusammengeschossen wird, wie die Ukraine oder das historische Deutschland? Das historische Deutschland hätte den USA besser seine kostbaren Patente geschenkt. Zum Glück ist bei uns heutzutage nichts mehr zu holen, außer Schulden. Ein teurer Krieg gegen uns lohnt einfach nicht. Das einzige, was uns passieren kann, ist, daß in den paar Rüstungsbetrieben, die wir noch besitzen, ein paar Oreschniks einschlagen, und?
„Migrations-Machdemonstration“. Was für ein Volltreffer. Die Nordafrikaner fahren mit der Migrationswaffe mit uns Schlitten und hier in der EU gibt es nichts, was das unterbinden könnte. Um so härter haut das jetzt rein, weil die es am nächsten Tag einfach direkt und wohl sehr kontrolliert einfach so mir nichts dir nichts wieder abgestellt haben. Die haben ihre Leute organisatorisch offenbar deutlich besser im Griff als wir unsere. Was alles darüber aussagt, was die EU eigentlich für ein schlecht organisierter Haufen ist. Ich bin ja schon lange der Meinung, dass es eine EU und ein EU Parlament nicht nur nicht für ein geeintes Europa braucht, sondern dass die zusätzliche Laberbude dafür sogar hinderlich ist, weil die die Kommunikationswege massiv verkompliziert und nur Unsummen an Geld verschlingt. Man stelle sich als Gegenentwurf ein Europa der Vaterländer vor, bei der jedes Mitglied in seiner nationalen Regierung einen Europaminister stellen muss, der mit den anderen Europaministern der anderen Staaten im permanenten Kontakt steht. Kürzer und schneller kann man den Kontakt nicht halten. Und dann bei so einem System auch viel schneller gemeinsam reagieren und nötigenfalls alle zusammentrommeln, um die Außengrenzen Europas effektiv zu schützen. Gute Organisationsstrukturen zeichnen sich durch kurze Wege und schnelle Umsetzung aus, bei gleichzeitiger Abwesenheit von unnützem Überbau. Die EU ist das komplette Gegenteil davon.
Die jungen Leute haben nichts bei sich, im Wasser keine Handys, kein Geld und vermutlich keine Ausweise. Wie wollen die dann aus ihrem eigenen Willen heraus auf ein Schiff gelassen werden, das sie nach Europa bringt? Und wie soll ich mir einen Schiffseigner vorstellen, der solche Leute kostenlos in Masse ond ohne Ausweis transportiert? Wer sie transportiert ist Schlepper und dem muss man das Schiff konfiszieren. Punkt. Alles Andere sind LÜGENMÄRCHEN!
Und erzählt mir nicht weiter, was wäre, wenn alle Lügenmärchen wahr würden!!
Sorry, hier zeigt sich, dass wir von den Rechtspopulisten auch absolut keine Vernunft und keine Stabilität erwarten können. Wer sich das Gequake anhört, Sanches ist schuld! Wie immer, die Sozialisten, der zeigt us, was wir von seinem Realitätssinn erwarten können. NICHTS. Ja, und Trump etzählt anscheinen auch etwas, er GREIFT JETZT EIN, … Wäre nur die Frage, auf welcher Seite. Nein nicht alles dumme Zeig kommt von den Woken. Dann gibt es Shorts von den Plünderungen der Migranten. Man sieht den Eingang eines Ladens, wo zwei Uniformierte der Polizei davor stehen mit Gummiknüppel und dann kommen dort einzeln Marokkaner raus, jeder eine grüne Plastictüte in der Hand und die rennen im Zickzack weg, wie die Hasen. Und zum Beweis, wer die Macht hat, wird jeder noch von einem Polizisten angefasst und herausgezerrt. Leute, DAS als Plünderungen zu verkaufen, ist absolut infam.
Das ist die organisierte Verpflegung der 60000. Da hat der Staat offenbar einen Durchgangsbahnhof eingerichtet, wo jeder von denen eine Flasche Wasser und irgendwas zum Essen zugeteilt bekommt. Und die größte Angst des Staates ist, dass die sich zusammenrotten. Kann man alles verstehen.
Was dort schief gegangen ist: Die Informationspolitik. Man müsste konsequent ganz Marokko mit Rundfunk beschallen, dass CEUTA und MELILLA ZWAR SPANISCH SIND, ABER NICHT IN DER NATO UND NICHT GLEICHWERTIG IM SCHENGEN-RAUM. Dass man also, sobald man Ceuta erreicht hat NICHT Europa erreicht hat und insbesondere ohne Ausweispapiere NICHT auf die Schiffe nach Europa gelassen wird. Und dann muss selbstverständlich die Spanische Regierung GARANTIEREN, dass niemand ohne Berechtigung auf die Schiffe gelassen hat. Und da braucht es Donald nicht dazu. Solange das nicht jedes Kind in Afrika jede Woche zwei Mal hört, ist das Ziel nicht erreicht.