Chaim Noll / 23.12.2020 / 06:15 / Foto: Mohamod Fasil / 72 / Seite ausdrucken

Migration: Israels Blaupause für die Ursachen-Bekämpfung

Viele der muslimischen Flüchtlinge, die heute Europa heimsuchen, kommen aus Wüstengebieten. Die ihren Bewohnern offenbar keine Zukunft bieten. Und diese Flüchtlinge werden mehr, schon aus dem einfachen Grund, dass sich Wüsten, Trockengebiete und Steppen weltweit ausbreiten – jedes Jahr um eine Fläche, die ungefähr der Größe Deutschlands entspricht. Rund ein Drittel der globalen Anbaufläche musste – nach statistischen Angaben der UN – während der letzten Jahrzehnte wegen Bodenerosion aufgegeben werden. Inzwischen ist die Hälfte der Festlandfläche der Erde davon bedroht. Dieser Vorgang, genannt Desertifikation, lässt die Oberfläche des Planeten Erde zu großen Teilen versteppen. Er hat wenig mit einer „Klimaerwärmung“ durch zu hohen CO2-Ausstoß zu tun, und wenn, dann eher im gegenteiligen Sinn: Hoher CO2-Gehalt der Luft beschleunigt Pflanzenwachstum und wirkt damit der Desertifikation entgegen.

Desertifikation geht weniger von der Luft aus als vom Boden. Die rasante Zunahme von Wüstengebieten ist vor allem eine Folge von Übervölkerung und damit verbundener Degradation von Landflächen durch ruinöses Abweiden nomadisch lebender Stämme (overgrazing), zerstörerische Monokultur oder Raubbau, wofür – so gern man die Schuld dem CO2 ausstoßenden, alles niederwalzenden Moloch „Westen“ zuschieben möchte – weitgehend die Bewohner dieser Länder verantwortlich sind. Hinzu kommt die Neigung armer Landbevölkerungen in Asien und Afrika, sich in städtischen Ballungsräumen, sogenannten Mega-Metropolen anzusammeln. So gibt es inzwischen in China mehr als einhundert Millionenstädte, davon mindestens fünf im zweistelligen Bereich (angeführt von Shanghai mit über 20 Millionen), die durch ihren exzessiven Verbrauch und Absorption der umliegenden Landbevölkerung zu Polen der Desertifikation werden. Indem die verlassene landwirtschaftliche Nutzfläche um sie herum durch Bodenerosion zu Steppe und Wüste degradiert. Wodurch sich die Megastädte selbst, im Wortsinn, das Wasser abgraben und alle anderen Ressourcen ihrer Versorgung.

Auch in Afrika konzentriert sich städtisches Subproletariat in Mega-Metropolen wie dem 17-Millionen-Konglomerat Kairo, während das weite, größtenteils unkultivierte Wüstenland nach wie vor brach liegt und nur von verstreuten – und oft der staatlichen Kontrolle entzogenen – Beduinen-Stämmen durchwandert wird. Umgeben von leeren Wüstenflächen vegetieren in Kairo und Umgebung Millionen auf Müllhalden oder in der berühmten „Stadt der Toten“, dem alten Friedhof der Fatimiden, wo eine halbe Million Menschen zwischen den Gräbern hausen soll. Oder in Lagos, mit mehr als 16 Millionen Einwohnern, im ansonsten unentwickelten, in der Sahel-Zone gelegenen und stark von Desertifikation betroffenen Nigeria. Solche Megastädte, deren Zahl rasant zunimmt, beherbergen bereits jetzt den größeren und am stärksten wachsenden Teil der Weltbevölkerung. Die von ihnen verursachten Probleme und Umweltschäden haben globale Auswirkungen. Die Megastadt, „bereit uns zu verschlingen“, wie sie einst James Baldwin in seiner Erzählung Rückkehr aus der Wüste beschrieb, ist ihrerseits vom Kollaps der Überlastung bedroht, von einer nicht mehr kontrollierbaren Komplexität, von einem Umkippen des urbanen „Labyrinths“ in den Urzustand Wüste.

Expandierende Grundstruktur für künftige Einwanderung

Auch sonst sind weitgehend inner-strukturelle Fehlentwicklungen der betroffenen Länder und ihrer Einwohner verantwortlich für die global folgenschwere Misere. Rasant wachsende Bevölkerungen ruinieren in Afrika die spärlichen Ressourcen der Steppe und Halbwüste. Übervölkerung führt zur Übernutzung der Steppengebiete, diese zur Zerstörung der empfindlichen Ökosysteme und zu katastrophalen Hungersnöten wie im Niger, in der Sahel-Zone am Südrand der Sahara. Die indigenen Völker der Steppen und Halbwüsten sind meist Viehzüchter, die ihre Herden wandern lassen, ohne sich um die Regeneration der abgegrasten Flächen zu kümmern. Die rapide Zunahme von Menschen und Herden führt zu raschem, rücksichtslosem Abgrasen des Landes, ohne die Rekonvaleszenz des Bodens und der Vegetation zu sichern. Hinzukommt der übermäßige Verbrauch von Steppenpflanzen als Brennmaterial in den kalten, stürmischen Wintern.

Darauf folgt meist das Versanden und Verdünen vordem noch vitaler Steppengebiete. Von da gibt es kaum ein Zurück, jedenfalls nicht ohne massive Bemühung des Menschen. Flora und Fauna des Trockenlandes sind fragile Spezies, unter extremen Bedingungen zu überleben imstande, lassen sich aber, einmal zerstört, nicht so leicht wieder regenerieren. Sind Bodenorganismen, Vegetation und Tierwelt der Steppe ruiniert, ist die Landschaft auch für den Menschen nicht mehr bewohnbar. Sandwüste breitet sich aus, die legendäre Welt des totalen Mangels, der Menschenferne und Gottesnähe, von der in der Literatur seit frühesten Tagen die Rede ist. Eine Landschaft des Elends und der Bürgerkriege, die Millionen ihrer Bewohner Richtung Norden, Richtung Europa treiben.

Europa reagiert auf diesen Ansturm vollständig defensiv. Im öffentlichen Diskurs werden die von den Flüchtlingen ausgelösten Probleme beklagt oder geleugnet – zwischen diesen zwei Haltungen tobt die Debatte, doch beide tragen kaum zur Problemlösung bei. Die geforderte „Integration“ der Immigranten erfolgt in vielen Fällen nur zum Schein – sie ist auch kein Verhaltensmuster nomadisch lebender Stämme. Im Gegenteil: deren „Stolz“ beruht seit Jahrhunderten auf der Bewegungsfreiheit des Stammes, der Autonomie innerhalb eines nur kulissenhaft wahrgenommen Staates. In Wahrheit werden die alten Clan-Strukturen in europäische Großstädte implantiert, dadurch entstehen „Parallelgesellschaften“, nicht selten rechtsfreie Räume. Zunehmend mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den nach westlicher Beurteilung „kriminellen“, in ihrer Selbstwahrnehmung traditionell „ehrenhaften“ Stämmen und Großfamilien – wie seit jeher in der Wüste üblich. Weitere Straßen, weitere Viertel werden erobert und bilden die expandierende Grundstruktur für künftige Einwanderung.

Zivilisierte, lebensfähige, mit moderner Infrastruktur versehene Milieus

Maßnahmen zu ihrer Abwehr durch einzelne Länder – ohnehin meist unentschlossen und uneffektiv – kommen zu spät, wenn sich die früheren Wüstenbewohner erst einmal auf den Weg gemacht haben und, die offenen Grenzen ausnutzend, immer tiefer in die weitgehend wehrlosen Staaten Nordeuropas vordringen. Wo sie dortige Kulturen und Lebensformen infrage stellen, jedoch nicht, wie von den Apologeten des Vorgangs behauptet, in kreativer, konstruktiver Weise, sondern weitgehend in destruktiver. Indem sie soziale Verschiebungen, Spannungen und Spaltungen auslösen, den gesellschaftlichen Konsens unterminieren und die demokratischen Strukturen dieser Länder überfordern und überlasten.

In Europa scheint kaum noch jemand darüber nachzudenken, wie das Übel an der Wurzel zu packen wäre. Das hieße: wie man gegen die Fluchtursachen vorgehen und weitere massenhafte Migration verhindern kann. Da die Ausbreitung der Wüsten eine der wesentlichen Ursachen ist, müssen wir uns mit dieser Landschaft beschäftigen. Die öffentliche Diskussion in den westlichen Ländern sollte nicht beim Phänomen der Massenflucht und ihren Auswirkungen stehenbleiben, sondern zu der entscheidenden Frage vordringen, wie man die wachsenden Wüstengebiete der Erde revitalisieren und die dort lebenden Völker veranlassen kann, zu bleiben.

Die tragische Ironie liegt darin, dass die westlichen Staaten heute, nach Jahrzehnten intensiver Wüstenforschung, über die technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten verfügen, um die Wüstengebiete der Erde in zivilisierte, lebensfähige, mit moderner Infrastruktur versehene Milieus zu verwandeln und Millionen im Elend lebenden Menschen erträgliche Lebensumstände zu schaffen. Doch offenbar haben sie nicht die Kraft und die politischen Fähigkeiten, solche Konzepte durchzusetzen. Milliarden fließen in den Nahen Osten oder nach Nordafrika, und man könnte an die Vergabe von Wirtschaftshilfe und von Krediten sinnvolle Bedingungen knüpfen. Man könnte zum Beispiel von der Hamas-Führung in Gaza, statt ihr durch dürftig verdeckte UN-Kanäle immer neue Summen zuzuspielen, die zum großen Teil in Terror-Waffen enden, eine Revitalisierung ihres durch Krieges und Misswirtschaft ruinierten Gebiets verlangen.

Europäische Politiker werden bald damit beginnen, Syrien mit Krediten und Hilfsgeldern aus der Krise des letzten Jahrzehnts zu helfen, die Leistungen werden an das dubiose Regime gehen wie überall – doch wird man auch die Forderung stellen, die überwiegend unfruchtbaren Flächen des Landes zu nutzen und mit zukunftsträchtiger Infrastruktur zu versehen? Oder auch diesem Despoten erlauben, das Geld für Aufrüstung und neue Waffensysteme auszugeben, um in den islamischen Machtkämpfen des Nahen Ostens auftrumpfen zu können, und die eigene Bevölkerung im Elend zu belassen? Ist die Europäische Gemeinschaft bereits zu schwach, zwar noch technologisch hoch entwickelt, doch politisch schon so aufgeweicht, dass sie ihre eigenen Interessen nicht mehr durchsetzen kann? Bis heute verharren die meisten Wüstenstaaten, vom Westen mit viel Geld unterstützt, in starren, innovationsfeindlichen Strukturen oder fallen zurück in Bürgerkriege und andere Muster der Selbstzerstörung.

Unglaublich scheinende Belebung einst verödeter Gebiete

Zu den erfolgreichsten Staaten bei der Rückgewinnung von Wüste gehört Israel. Das von der Fläche kleine Land besteht überwiegend aus Wüste, also musste man sich um des Überlebens willen mit dieser Landschaftsform arrangieren. Der wirtschaftliche Aufschwung Israels, seine erstaunliche Demographie und sein hoher, immer noch wachsender Lebensstandard beweisen, dass in relativ kurzer Zeit aus Wüstengebieten komfortable Lebensorte für den Menschen werden können. Ich lebe seit 23 Jahren in der Wüste Negev im Süden Israels und bin Zeuge einer fast unglaublich scheinenden Belebung einst verödeter Gebiete. David Ben-Gurion sah in der Besiedlung der Negev-Wüste, der einzigen größeren Landreserve Israels, den Prüfstein für Israels Zukunft. Er verlegte selbst seinen Wohnsitz aus dem komfortablen Tel Aviv in den Wüsten-Kibuz Sde Boqer, wo er die Gründung eines mit Wüstenforschung beschäftigten Campus der Universität Beer Sheva veranlasste. Beer Sheva, ein uralter biblischer Ort, unter osmanisch-muslimischer Herrschaft jahrhundertelang eine verschlafene Karawanserei, wandelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte in eine moderne Großstadt und ein international bekanntes Hightech-Zentrum. Allein in der Zeit, seit ich hier lebe, hat sich die Bevölkerung der Stadt verdreifacht.

Da die Bevölkerung Israels insgesamt stark wächst – in den 25 Jahren meines Hierseins von 5 auf über 9 Millionen – planen die Regierung und der Jüdische Nationalfonds Keren Kayemet bis zum Jahr 2040 die Ansiedlung einer weiteren Million Menschen in der Negev-Wüste, inklusive Arbeitsplätze und, wie es in der Projektbeschreibung Israel 2040 heißt, „grüne-nachhaltige Gemeinden“ zum Wohnen. Das liest sich wie ein Märchen, ich kann jedoch versichern, dass ich hier, mitten in dem von Mark Twain (in seinem Reisebuch The Innocents Abroad) als „hoffnungslos“ beschriebenen Ödland wirklich im Grünen wohne und dieser Tage Körbe voller Zitronen in meinem Garten ernte. Dass meine Kinder hier gut bezahlte Arbeit gefunden haben, in Universitäten und Hightech-Firmen, und meine Enkel die denkbar beste Ausbildung genießen. Unsere Lebensqualität ist hoch, auch nach westlichen Standards. Um Monsterstädte zu vermeiden, unkontrollierbares Wuchern von Beton und Slum-Strukturen, setzt man auf autonome kleine Orte mit Eigenheimen. Schon jetzt bauen hier, durch Eisenbahn-Bau und eine neue Autobahn dazu verlockt, zehntausende Familien aus dem übersiedelten Zentrum des Landes neue Häuser im Grünen.

Auf die Bedrohung durch die Wüste gibt es zwei Antworten: Flucht oder Widerstehen. Längst lassen sich die Segen der Wüste – weite Räume, Sonnenenergie, fruchtbare, mineralhaltige Böden, unterirdische Gewässer – durch Anwendung neuer Technologien dazu nutzen, scheinbar leblose Trockengebiete, anderswo Schauplatz von Hungerkatastrophen und Bürgerkriegen, in Orte einer Hochkultur zu verwandeln. Die dieser Tage erfolgende Annäherung arabischer und nordafrikanischer Staaten an das früher zum Todfeind erklärte Israel wird eine enge Kooperation in Wüsten-Technologien zur Folge haben – zwecks Schaffung von Infrastruktur und Bewässerungssystemen, Pflanzenanbau, Städteplanung, Nutzung der unterirdischen Aquifer – und die mit Israel kooperierenden Länder spürbar verändern. Sie bieten Raum genug für wachsende Bevölkerungen, die dann nicht mehr gen Norden emigrieren müssen. Die Verheißung des Jüdischen Nationalfonds Keren Kayemet wirkt daher nicht übertrieben, wenn sie verspricht, mit dem Projekt Israel 2040 „eine weltweit gültige Blaupause für die Lösung globaler Probleme“ zu schaffen.

 

Mehr Informationen: Projekt Israel 2040

Von Chaim Noll ist kürzlich das Buch erschienenDie Wüste. Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2020, 700 Seiten, 38 Euro

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

J. Braun / 23.12.2020

So logisch und vernünftig der Beitrag im Ansatz klingt, so unrealistisch ist er. Er unterschlägt nämlich die Grundursache für die Probleme, nämlich, daß in den Problemgebieten man eben den Leuten keine Möglichkeit bieten darf, sich besser zu ernähren. Denn nach der allgemein biologisch-menschlichen ganz einfachen und geradlinigen Logik, der diese Leute anhängen, bedeutet mehr Grün mehr aktuelle Möglichkeiten, sich zu ernähren; also wird alles vergrößert, die Herde genauso wie die Familie. Das Land trägt es ja. Der aktuelle Problemfall ist ja nicht dadurch hervorgerufen, daß es den Leuten schon immer schlecht geht, sondern vielmehr, daß wohlmeinende Europäer gekommen sind, und den Leuten „geholfen“ haben. Dadurch ging es denen kurzzeitig besser und sie haben sich—streng nach ihrer eigenen Logik—eifrig vermehrt. Und dann kamen wieder Europäer und haben wieder geholfen … Der Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, indem man die Leute sich selbst überläßt und auch keinen von ihnen herausläßt. Und das muß ganz konsequent und völlig mitleidslos über lange Zeit geschehen. Dann pendelt sich die Bevölkerungsrate wieder ein, das Land kann gesunden. Es ist völlig illusorisch, die Maßstäbe eines zivilisierten Volks wie es die Juden seit Jahrtausenden nun einmal sind, auf primitive Viehhirten, die von der Hand in den Mund leben und die nicht verstehen können, daß sie vorsorgen sollten, anzuwenden.

A. Ostrovsky / 23.12.2020

“wie man die wachsenden Wüstengebiete der Erde revitalisieren und die dort lebenden Völker veranlassen kann, zu bleiben.” Es gab mal ein Projekt in der Sahelzone vom Senegal bis nach Äthiopien, “La muraille verte”. Da ging es nicht darum, Wüsten zu revitalisieren, sondern nur darum das ständige Vordringen der Sahara nach Süden zu stoppen. Diese Grüne Mauer existiert zu weseichen Teilen im Senegal, aber bereits in Mali ist das Projekt niemals ernsthaft begonnen worden und ist dann in den islamistischen Putschversuchen und trotz französischer Besetzung nicht weiter betrieben wurden. In Eriträa oder Ethiopien sind die politischen Verhältnisse ungeeignet, irgendein Projekt voranzubringen, das eine Zeitdauer von drei Tagen überdauert. Leider verstehe ich nicht, welche Rolle die Partei dabei spielt von der der WHO-Sekretär Tedros abstammt und mit der er zur Macht gekommen ist. Es ist nicht möglich, bei den wirren islamistischen oder linksextrem-maoistischen Umtrieben in Afrika irgend ein Projekt zu Ende zu bringen. Es gab ein zweites großes Projekt in Lybien, Ghadaffis Traum vom Großen Menschengemachten Fluss. Wir wissen alle, welchen Einfluss die friedensstiftende Wirkung der US-Außenministerin Clinton darauf hatte, wie überhaupt auf die Stabilität Nordafrikas. Es ist schöm, Herr Noll, dass Sie hier Utopien ausleben möchten, aber in diesem Universum können Sie das absolut vergessen. Und die Kräfte, die eine Lösung für irgendwas grundlegend vereiteln sind nicht selten die Kräfte des “freien Westens” und seiner Militärorganisation NATO. OK, die Franzosen nennen sie OTAN. So sind sie, die Franzosen. Sie verdrehen alles, aber da sind sie nicht allein. Warten wir einfach ab, bis die Chinesen die alleinige Weltmacht sind.  Die werden es schon lösen. In ihrem Sinne.

L. Groh / 23.12.2020

” und die dort lebenden Völker veranlassen kann, zu bleiben” Einer erster Schritt wäre, die üppigen Versorgungsleistungen für die Asylbewerber und Geduldeten nur noch in Form von Sachleistungen bereitzustellen. Ich gehe jede Wette ein, dass die Anzahl der Asylanträge dann sofort um 70 % zurückgehen.

Sabine Schönfelder / 23.12.2020

Probleme mit Intelligenz und Vernunft erfassen und lösen, verbunden mit Wille und Zielstrebigkeit, das ist, so denke ich, die erfolgreichste Strategie hier auf Erden, und sie scheint in Israel Modellcharakter zu besitzen. Gott segne dieses Land, nach dem Motto: Helfe Dir selbst, dann hilft Dir Gott! Die ständige Bedrohungslage des israelischen Volkes scheint sich verstärkt auf dessen Geistesleistung und Effizienz auszuwirken. Der Mensch wurde für den Lebenskampf geschaffen. Mangelnde Herausforderungen führen zu Bequemlichkeit und geistiger Redundanz. In Deutschland sind wir bereits einen Schritt weiter. Hier befinden wir uns unter geistig Retardierten. Ich hoffe für Israel, daß es nicht allzu sehr von linken Kräften unterwandert wird, von Palästinenser-Anhängern, deren Lebensphilosophie Eigeninitiative eher negiert, es sei denn, es handelt sich um heimtückische kriegerische Angriffe. Die palästinensische Führung läßt sich lieber über linke Regierungen und NGOs finanzieren, - als Permanent-Opfer. Erbarmen gibt es auch nicht für das eigene Volk, nur Propaganda, Arbeitslosigkeit und Haß. Durch das Internet ist die politische Einflussnahme der globalen Wirtschaftsführung enorm schnell und effizient gewachsen, wie wir just an der derzeit grassierenden medial inszenierten Pandemie beobachten können. Hoffen wir, daß es bald wieder Staatsführer gibt, die erkennen, daß zwischen demokratisch gewähltem Volkswillen und global gelenkten Machtansprüchen enorme Zielkonflikte bestehen. Nur Eigenengagament und freier Wettbewerb stimulieren die besten Fähigkeiten der Menschen. Kein chinesischer, gesichtsloser unmenschlicher Überwachungsstaat kann auf Dauer wirtschaftlich überleben; nur durch Hungerlöhne, Betrug, Ausbeutung, Gewalt, grenzenlose Überwachung und mit viel krimineller Energie.

M. Friedland / 23.12.2020

@ F. Richter: Haben Sie Belege für Ihre Behauptung, daß “Israel” den Löwenanteil des Wassers für sich behielte und für die “Palästinenser” (im Negev?) nur Almosen übrig hätte? Was wissen Sie über die weltweit einzigartige Wasserwirtschaft in Israel? (SPD-Politiker gelten nicht als Wissensquelle hierfür!)

M. Friedland / 23.12.2020

@ Herrn Klar: Ob Israel bezüglich Corona tatsächlich einen ganz anderen Weg geht, kann ich nicht beurteilen. Sehr deutlich ist aber: als erster hat sich in Israel der Ministerpräsident impfen lassen, anschließend weitere Regierungsmitglieder! Unsere “Eliten” samt Regierungschefs haben dafür allerdings nicht genug “Eier in der Hose” und lassen anderen den “Vortritt”..

Stefan Löbel / 23.12.2020

Im übrigen sollte sich die UNO mal überlegen, weniger Migration von arm zu reich zu bewerben, als das umgekehrte Modell. Reich zu arm. Europäisierung Afrikas, statt afrikanisierung Europas. Ich weiß, da klingelt ganz schrill der Rassismus bzw Kolonialismus - Alarm.  Die Uno sagt aber selbst, Migration sei ein Quell für Fortschritt und Wohlstand. Warum ist es ein Tabu den Quell dort hin zu verlegen, wo er am aller-aller dringendsten gebraucht wird? Israel, Australien und Teile der USA sind die besten historischen Beispiele für gelungene Europäisierung. Was den reinen Wohlstand betrifft. Unerwähnt aber nicht unbeachtet bleiben dabei die graviernden Folgen für die Urbevölkerung in der Vergangenheit, was aber sich in der Zukunft nicht wiederholen muß.

Kurt Müller / 23.12.2020

Alles was hier gesagt steht hatten wir bereits 1:1 im Schulunterricht 1991-1995 sogar in der Mittelschule in Ostdeutschland nach der Wende und der Umstrukturierung der Lehrpläne. Es gab dann auch ein gewisses Umweltbewusstsein und ‘irgendwas für den Regenwald tun’ (z. B. Spenden oder Verzicht auf Konsum bestimmter Produkte aus Zwangs- oder Kinderarbeit) sogar unter Mittelschülern, denen man eher eine proletarische ungebildete Haltung unterstellt als Gymnasiasten, das hatte einen gewissen Stellenwert und wurde diskutiert. Das war also vor 30 Jahren: das Problem der Desertifikation durch Übernutzung von Ressourcen, das Verschwinden von Regenwaldfläche (zwei Fußballfelder je Minute oder so) und die Auswirkung auf die weltweite Klimazirkulation, denn die Tropen bilden wegen der Verdunstungsmenge das Zentrum der globalen Luftzirkulation ... die Folgen der Überbevölkerung und die gesellschaftlichen Ursachen wie keine Zugangsmöglichkeit zu Bildung, politische Unsicherheit, fehlendes Recht und Ordnung, die alles lähmenden Religionen ... und und und. Nun, ich habe meinen Beitrag insofern geleistet, dass ich etwas Vernünftiges studiert habe und mich am technischen Know-How-Transfer in die dritte Welt beteilige (Technologie für dezentrale, grüne Energie in eigenen lokalen Wertschöpfungsketten). Doch ich bin inzwischen desillusioniert: 1. interessiert es die Politik einen Scheiß, dass die Windkraft als Folge ihrer völlig idiotischen neuen Gesetzgebung blockiert wurde und jetzt pleite geht, und 2. verliert man damit Know-How, was anderswo gebraucht werden würde, um Migrationsursachen zu bekämpfen - die Regenerativen als nachhaltige Friedensarbeit! Und 3. hat diese EU sich 30 Jahre lang lieber mit ihren Intrigen, Konflikten und Krisen beschäftig, als etwas Sinnvolles und Wirksames gegen das schon vor 30 Jahren bekannte Risiko eines unkontrollierbaren Migrationsdrucks zu tun. Ich denke, dass es zu spät ist, und sich das aufkommende Chaos seinen Weg selber suchen wird.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Chaim Noll / 22.05.2024 / 12:00 / 32

Renitenter Reflex

Einladungen bestimmter Institutionen oder Menschen anzunehmen, die als „rechts“ gelten, kann verheerende und rufschädigende Folgen haben. Trotzdem sollte man sich davon nicht unbedingt abschrecken lassen.…/ mehr

Chaim Noll / 05.05.2024 / 10:00 / 23

Kunst und Krieg

Wir arbeiten künstlerisch, meine Frau und ich, seit Jahrzehnten. Nein, wir können den Krieg nicht ignorieren. Er ist omnipräsent, auch in unserem Denken. Er dringt…/ mehr

Chaim Noll / 25.03.2024 / 06:30 / 43

Die Juden-Selektion der deutschen Linken

Einige aus der NS-Zeit bekannte Methoden im Umgang mit Juden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei deutschen Linken, besonders bei grünen Funktionsträgern. Betroffen sind israelische Staatsbürger,…/ mehr

Chaim Noll / 11.03.2024 / 06:15 / 68

Deutschlands Dunkel – das Licht der Linken

Sollte der „Kampf gegen Rechts“ sein Endziel erreichen, wird Deutschland das, wovon die Betreiber der Kampagne träumen: ein durchgängig linkes Land. Die sich „links“ nennen,…/ mehr

Chaim Noll / 02.03.2024 / 10:00 / 31

Ist Yuval Avraham ein „Antisemit“? Oder Claudia Roth? Oder ich?

Das Wort „Antisemitismus" taugt noch als Popanz im „Kampf gegen Rechts“, aber am eigentlichen Problem geht es glücklich vorbei. Fasziniert verfolge ich aus der Ferne…/ mehr

Chaim Noll / 27.01.2024 / 06:00 / 128

Der Faschismus von Links

Der stupide Aufruf eines Spiegel-Kolumnisten zur „gesellschaftlichen Ächtung“ von AfD-Wählern ist faschistoid, weil er auf die Ausgrenzung und Vernichtung Andersdenkender zielt.  Manchmal, wenn ich deutsche Medien lese,…/ mehr

Chaim Noll / 20.01.2024 / 06:00 / 46

Südafrika-Klage gegen Israel: Wer im Glashaus sitzt…

Vor dem Hintergrund des massenhaften Mordens im eigenen Land ist die Klage Südafrikas vor dem Gerichtshof in Den Haag nichts als eine Farce. Für viele…/ mehr

Chaim Noll / 06.01.2024 / 06:00 / 72

Deutschlands Pakt mit dem Terror

Westliche Staaten, allen voran Deutschland, pumpen seit Jahrzehnten üppige Summen Geldes in die Palästinensergebiete, ohne dass sich dort etwas Nennenswertes entwickelt hätte. Die Milliarden landen…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com