Am Wochenende gab es unter anderem in Frankfurt am Main und in Deggendorf Messerangriffe mit teils schweren Verletzungen. Eine Brücke, ein Hotel und eine Asylbewerberunterkunft waren die Tatorte.
In einem Hotel in Frankfurt-Niederrad kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem Streit zwischen einem 28-jährigen und einem 39-jährigen Mann, meldet das Presseportal der Polizei Frankfurt/Main. Nach einem verbalen Streit ging der jüngere Mann in sein Zimmer und holte ein Messer. Er ging damit auf den älteren Mann los und verletzte ihn am Arm. Zeugen riefen die Polizei, die den Angreifer ohne Widerstand in seinem Zimmer festnahm. Er hatte einen Atemalkoholwert von fast zwei Promille. Der Verletzte, der nicht in Lebensgefahr war, wurde im Krankenhaus behandelt. Der Angreifer wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ebenfalls in Frankfurt, am späten Samstagabend an der Friedensbrücke im Gutleutviertel, gerieten zwei Männer in Streit mit einer nicht näher beschriebenen neunköpfigen Personengruppe aneinander. meldet faz.net. Es kam zu einer Schlägerei, bei der auch Messer zum Einsatz kamen. Die zwei Männer erlitten Stichverletzungen und wurden im Krankenhaus behandelt. Die Hintergründe der Tat und der Täter sind noch nicht ermittelt.
Bereits am Samstag kam es in einer Asylbewerberunterkunft in Deggendorf (Niederbayern) ebenfalls zu einem Streit mit Messergewalt, wie presse-augsburg.de berichtete. Ein 39-jähriger Mann ging auf einen gleichaltrigen Mitbewohner los. Erst schlug er ihn mit einem Stuhl, dann versetzte er ihm Stiche mit einem Messer in den Oberarm. Das Opfer erlitt Schnittverletzungen. Außerdem wurde er mit dem Tod bedroht. Worum es in dem Streit ging, ist nicht bekannt. Nachdem das Opfer flüchtete und die Sicherheitsleute der Unterkunft die Polizei verständigten, konnte der Täter festgenommen werden. Am Sonntag wurde ein Haftbefehl erlassen. Der Täter ist wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Auch in diesem Fall machte die Polizei keine Angaben zum Hintergrund der Täter.
