Der Bundeskanzler schien in seiner Sommerpressekonferenz das Publikum mit Schönreden in einen Dämmerschlaf versetzen zu wollen. Es war fast ein bisschen wie bei Olaf Scholz.
Im Unterschied zu seinen letzten beiden Amtsvorgängern im Kanzleramt konnte Friedrich Merz im spontanen öffentlichen Auftritt durchaus zuweilen mit der einen oder anderen markanten Äußerung überraschen. Manchmal blitzte gar kurz eine schonungslos realistische Weltsicht auf. In solchen Fällen ist er oft ganz schnell wieder zurückgerudert.
Oder aber er bekannte sich allzu heftig zur Unterwerfung unter den Koalitionspartner, wie bei der Befragung im Bundestag am Tag vor der geplanten Verfassungsrichter-Wahl. Als er der AfD-Angeordneten Beatrix von Storch auf die klare Frage, ob er die Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf auch angesichts aller Bedenken hinsichtlich ihrer ideologischen Ausrichtung wählen würde, ein trotziges „Ja“ entgegenschleuderte, hatte er wahrscheinlich schwankende Skeptiker in der eigenen Fraktion zum „Nein“-Sagen motiviert.
Die Hoffnung auf irgendeine kleine Entgleisung oder unbedachte Äußerung des Kanzlers – egal in welche Richtung – motivierte sicher viele Kollegen dazu, sich dessen Sommerpressekonferenz nicht entgehen zu lassen.
Doch was Merz dann lieferte, war sedierendes Nichtssagen, wie man es schon von Angela Merkel und Olaf Scholz kannte, allerdings mit etwas mehr Sorgfalt beim Satzbau. Aber sonst klang Merz so, als würde er auch gleich vom besten Deutschland aller Zeiten sprechen, in dem wir gut und gerne leben.
Lobeshymnen auf sich selbst
Er sei erstaunt, wie positiv Deutschland von außen als Investitionsstandort gesehen werde, hieß es von ihm. „Wir“ müssten die Dinge selbst nur wieder stärker positiv sehen wollen. Wenn viele glaubten, das Glas sei halb leer, dann ist es doch in Wahrheit halb voll, eher sogar dreiviertel voll. Seine Regierung hätte alles umgesetzt „was wir uns für die ersten hundert Tage vorgenommen haben“. Die Stimmung verbessere sich. „Wir nehmen das Thema Bürokratierückbau wirklich ernst“, erklärte er. Beispiele seien u.a. schnellere Genehmigungen bei Windkraftanlagen.
Nach dem zeitlich überaus gut passenden Abschiebeflug nach Afghanistan lobte er sich, dass die „Bekämpfung der „irregulären Migration“ durch seine Regierung Wirkung zeigen würde. Wobei in seiner Sprache auffiel, dass er nicht mehr von illegaler Migration sprach, sondern die verharmlosende Scholz-Formel von der „irregulären Migration“ nachnutzte.
Aber bevor das Publikum darüber nachdenken konnte, lobte er noch kommende Sozialreformen, versprach Haushaltsdisziplin trotz riesiger „Sondervermögen“ und Rekordsummen für den sozialen Wohnungsbau.
Und manchmal wurde es noch etwas großspuriger, etwa wenn es hieß, Deutschland werde der Motor für Wirtschaft und Verteidigung in Europa. Und – diese Verheißung hörte man nicht zum ersten Mal von ihm – die Bundeswehr solle konventionell die stärkste Armee Europas werden.
Im Sommerloch-Dämmerschlaf
Natürlich versuchten die anwesenden Kollegen ihn mit allerlei Fragen zu irgendeinem zitierfähigen lockeren Satz zu bewegen. Vergebens. Dazu waren die Fragen auch nicht klar und bohrend genug. Eine ganze Zeit lang kam es deshalb zum Thema Verfassungsrichterwahl zu einem ermüdenden Katz-und-Maus-Spiel, denn allzu viele Variationen des gepflegten Nichtssagens bot der Kanzler nicht an und damit wenig Abwechslung.
Nur als er gefragt wurde, ob die Unionsfraktion nicht Opfer einer bösen AfD-nahen Kampagne geworden wäre, gab es von ihm wieder eine Art Bekenntnis zu Frauke Brosius-Gersdorf. Da sagte er, dass die Kritik an ihr „völlig unakzeptabel“ wäre. Ansonsten werde man alles in Ruhe in der Koalition besprechen. Erst wenn dann sicher sei, wer zum nächsten Wahlgang antrete, würde er sich wieder äußern.
Und zu all den anderen Themen hatte wahrscheinlich jeder interessierte Zuschauer das Gefühl, alle Fragen und Antworten schon tausend Mal gehört zu haben, obwohl doch die Bundesregierung noch gar nicht so lange im Amt ist. Es scheint, als möchte sich der Kanzler im rhetorischen Auftritt nicht mehr allzu sehr von seinem Vorgänger abheben. Merz scholzte sich in den Sommer und will uns am liebsten gleich mit in einen Sommerloch-Dämmerschlaf versetzen.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

So spricht ein Mann, der einen Amtseid geleistet hat: „…. zum Wohle des Volkes…,“ als dessen oberster Diener. Wem immer noch nicht klar ist, was diesem Angela, Scholz II. am weitesten am Allerwertes…. vorbei geht, der tut mir wirklich leid…
SchMerzEl – bisher war nix als Betrug am Wähler und Bürgen. Früher trat man mit einer solchen Bilanz direkt den Gang in die politische Bedeutungslosigkeit an. Ggf. ist das „Werk“, zu dem er angetreten wurde, noch nicht vollendet, steht von Schland noch zu viel, gibts noch nicht genug „Ruinen“.
Nun ja, mag er sich ins „Sommerloch scholzeln“ – es erweist sich, dass Olaf Scholz der um Längen bessere Kanzler war und wäre, weil er u.a. eben nicht der Presse nach dem Mund redete, sondern die Fakten prüfte und sehr entschieden an dem Machbaren festhielt und eben nicht nach dem „Sagbaren“ schielte und seine Politik daran ausrichtete, was bei der Presse gut ankommt. Merz ist in jeder Hinsicht der treue Nachfolger Angela Merkels, der auch die Meinung der Medien immer wichtiger war als die Ausrichtung an den Erfordernissen der „Bevölkerung“und der Wirtschaft Deutschlands.
Zweifellos hat Herr Merz Recht, wenn er Frau Dr. (???) Frauke B.-G. gegen die unsachlichen Angriffe von uns bösen Rechtspopulisten verteidigt. Unrechtspopulisten wie er und Dr. plag. haben gemäß Ardickel 1- (vermeintliche Menschelwürstegallanterie gegen Hinz & Kunz KG) einen Anspruch darauf, geliebt zu werden, Kanzlerin der Her:innenzen zu sein und jedenfalls überhaupt Zerspaßungsverrichterin sowie das Link, alles zu verbieten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Zweifellos hat Merzchen weder vor der Wahl, während der Wahl noch nach der Wahl zu allen denkbaren und undenkbaren Themen gelogen. Das sollten wir ihm hoch anrechnen. Tut er ja selber auch, sehr, sehr hoch sogar. Und wehe, jemand lacht! Dann schickt er den Böhmelmann und die Stasi-Kahaniker, Antifa ist Handarbeit: Sie verstehen, was er meint. In seiner viel zu langen Amtszeit jedenfalls hat er schon sehr viel geleistet, sich. Kannich nich best-reiten, nich mal second best reiten oder hofreiten.
Merz bleibt sich sowie seinen beiden Vorgängern treu: selbstverliebt, abgehobenbis abgebrüht, alles versprechend, ohne jemals konkret zur Umsetzung werdend – und in praxi oft das Gegenteil dessen ausführend, was ursprünglich versprochen war. Er verspricht Haushaltsdisziplin und verschuldet das Land bodenlos. Er sagt illegaler Migration den Kampf an und zieht das Schwänzchen flugs wieder ein. Er verschleudert das Geld ins Ausland, sponsert der Ukraine US-Waffen, unfassbar. Purer Populismus, das Paradestück eines Politikers in eigener Sache. Hauptsache an der Macht, Hauptsache Kanzler. Und wenn es mit der SPD sein mss, die seit Jahrzehnten beweist, dass sie es eben nicht kann. Und manche glauben ihm weiterhin. Wieviele Kanzler a la Merkel, Scholz und Merz wird die deutsche Wirtschaft, die deutsche innere Sicherheit, die deutsche Gesellschaft und die deutsche Demokratie noch aushalten? Das Mass dürfte ausgereizt sein.
Die „irreguläre“ Migration kenne ich schon länger aus der Süddeutschen Greisin (80 Jahre), aber auch von RR-Verlautbarungen, die als „Nachrichten“ verkauft werden. Insofern finde ich hier eine Aufforderung, mal richtig kreativ zu werden, um „unserer Rechtsordnung“ einen neuen Drive zu geben:
– irreguläre Bargeldabhebung (heute in München Bericht von einem Banlraub – wie altmodisch!)
– Irregulärer Messergebrauch
– irreguläre sexuelle Annäherung
– irreguläre Beseitigung Andersdenkender (Lina Engel,Maja/Simon T., womglich Frauke B-G)
– irreguläre Abwicklung „unsere“ Demokratie (fängt an mit Heiko Maas und endet nicht bei der gegenwärtigen SPD)
usw.
Bitte an alle, die N-Wörter für nicht zulässig halten, Mohrenstraßen umbenennen, „Komm, Zigan, spiel ein Lied“ für die Hymne der Rassisten halten, ihren Sprachgebrauch anzupassen!
Also ich habe von Herrn Merz überhaupt nichts erwartet und wurde bisher auch nicht enttäuscht. Merz und auch Vorgänger Scholz entsprechen dem was bei Pferden ein Wallach genannt wird. Ich habe keinen von beiden gewählt aber für die gehirntoten CDU Wähler gilt GELIEFERT WIE BESTELLT also hört auf zu heulen!