Was treibt den Bundeskanzler nach Scharm-el-Scheich? Will er Abbitte leisten für Deutschlands blamable Nahost-Politik? Will er auch ein wenig vom Glanz, wenn Donald Trump seinen großen Friedens-Erfolg feiert? Gewiss ist, dass Deutschlands Steuerzahler wohl bald eine neue Rechnung bekommen.
Viele der deutschen Politiker und Medienschaffenden sind derzeit schwer verunsichert. Ausgerechnet Donald Trump schafft, was mehr als zwei Jahre lang keinem Politiker gelang: In Gaza schweigen die Waffen, und wenn es gut geht, nicht nur für kurze Zeit. Sowohl Israel als auch die Hamas erklären das vom US-Präsidenten erzwungene und inhaltlich recht fragile Übereinkommen zu einer Art eigenem Sieg.
Eher blamiert stehen die Europäer da, die zuletzt vor allem demonstrativ auf das Sanktionieren Israels setzten, ganz so, als hätte der Krieg nicht mit einem massenmörderischen Angriff auf Israel begonnen. Deutschland war dabei immerhin nicht so weit gegangen wie Frankreich und hatte sich der Anerkennung eines sogenannten Palästinenserstaats (noch) verweigert.
Aber Sanktionen hatte Bundeskanzler Friedrich Merz im August gegen Israel verhängt. Waffenlieferungen dürfen seither nicht mehr genehmigt werden, wenn das militärische Material auch in Gaza eingesetzt werden könnte. Noch am Freitag hatte die Bundesregierung betont, dass diese Beschränkung weiter gilt. Zugleich zeigte sich deutlich, dass nicht diese europäische Nahost-Politik, sondern jene des hierzulande viel gescholtenen Universal-Bösewichts Donald Trump erfolgreich war.
Dennoch habe SPD-Fraktionschef Matthias Miersch die Fortgeltung der Sanktionsregel am Montagmorgen im Gespräch mit RTL/ntv noch einmal bestätigt, meldet t-online.de. Vor einer Änderung der eigenen Position solle erst die weitere Entwicklung etwa beim Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen abgewartet werden.
"Traditioneller Top-Finanzier"
Dem Bundeskanzler war allerdings in einem Punkt gar nicht nach Abwarten. Er eilte ins ägyptische Scharm-el-Scheich, wo der US-Präsident, umringt von 20 Staatschefs, quasi so etwas wie die offizielle Besiegelung seines Gaza-Friedensplans feiert. Nun erscheint der Bundeskanzler aber nicht nur als eine Art Adabei auf Trumps Sieges- oder Friedensfeier, sondern sicher auch als einer der Zahlmeister. Wie heißt es so schön bei t-online.de:
„US-Präsident Donald Trump hat betont, dass er vor allem die arabischen Staaten in der Pflicht sieht, sich um den Wiederaufbau zu kümmern. Aber traditionell gehört Deutschland zu den Top-Finanziers der Palästinenser sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland. Deutschland und Ägypten laden deshalb zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für Gaza ein. Im Fokus sollen die ‚drängendsten Bedürfnisse wie der Wiederaufbau der Wasser- und Energieversorgung und die medizinische Versorgung stehen‘, teilte Merz mit.“
Man sollte sich einige Worte in diesem Absatz noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: „…traditionell gehört Deutschland zu den Top-Finanziers der Palästinenser sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland“. Das stimmt leider. Über viele Jahre floss viel deutsches Steuergeld sowohl in die Taschen der Verbrecher der Hamas in Gaza als auch in die der weniger brutalen, aber kaum weniger korrupten Fatah im Westjordanland. Ist das wirklich eine Empfehlung, um als Finanzier des Wiederaufbaus in Erscheinung zu treten?
Sicher könnte man sagen: Wer an der Finanzierung von Verbrechern beteiligt war, sollte auch mit für den Schaden aufkommen, den deren Verbrechen angerichtet haben. Wer andererseits niemals bemerkt haben will, dass sein doch für humanitäre Zwecke gegebenes Geld oft in die falschen Taschen floss, wird sich auch nicht hinreichend darum kümmern, ob das neue Geld wirklich dort ankommt, wo es hin soll und nicht wieder von den Falschen abgegriffen wird. Die Hamas hat ihre Macht nach dem Schweigen der Waffen schließlich nicht verloren.
Die Fragen der zahlenden Bürger
In Deutschland selbst fragen sich zudem die Bürger, woher dieses Geld eigentlich kommen soll? Es reicht für eigene Bedürfnisse hinten und vorne nicht. Beispielsweise bei den riesigen klaffenden Löchern in den Sozialkassen soll an den Bürgern gespart werden. Viele Verzichts-Ideen hört man da von Politikern der Regierungsparteien. Gesetzlich Krankenversicherten wird auch schon mal mit der vollständigen Eigenverantwortung für die Zahnbehandlung gedroht.
Kaum oder nicht zu stopfende Löcher in den öffentlichen Kassen in Deutschland – auch aus Rathäusern und Landratsämtern kommen diesbezüglich fast nur noch Notrufe – und gleichzeitig soll das Steuergeld in den Wiederaufbau von Gaza investiert werden? Wie will die Regierung das den Bürgern verkaufen? Mit dem Slogan: „Schlechte Zähne für Gaza“? Oder wird ein Gaza-„Sondervermögen“ geschaffen?
Während der Bundeskanzler vielleicht schon Zahlungszusagen für Gaza macht und der US-Präsident den von ihm geschaffenen Frieden feiert, herrscht vielerorts noch Skepsis, ob es sich wirklich um einen Frieden oder wieder nur um einen Waffenstillstand handelt. Auch Letzteres könnte Trump als Erfolg verbuchen. Immerhin sind jetzt alle überlebenden israelischen Geiseln frei, wenn auch für einen hohen Preis. Für 48 Geiseln, von denen nur noch 20 am Leben sind, entlässt Israel rund 250 Palästinenser, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden – also Mörder und Schwerverbrecher – sowie etwa 1.700 nach dem Angriff vom 7. Oktober Verhaftete. Ein atemberaubendes Missverhältnis, das aber offenbar niemanden derer, die auf deutschen Straßen „Völkermörder Israel“ skandieren, irgendwie Zweifel am eigenen Weltbild aufkommen lässt.
„Wir“ wollen offenbar schon einmal zahlen, obwohl noch nicht einmal klar ist, wer das notdürftig befriedete Gaza denn verwalten soll. Darüber werden die mehr als 20 Staats- und Regierungschefs, unter anderem UN-Generalsekretär António Guterres, Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie Jordaniens König Abdullah II, jetzt sprechen. Zudem würden Staats- und Regierungschefs aus Katar, der Türkei, Kanada, Indonesiens und Pakistans erwartet, hieß es am Montagmittag.
Wer hat jetzt die Macht in Gaza?
Wer bekommt die Macht über Gaza? Wer kann sie halten? Zwar sagte Donald Trump den mitreisenden Reportern noch im Präsidentenflieger: „Der Krieg ist zu Ende.“ Doch Israels Premier Netanjahu warnt: „Einige unserer Feinde versuchen, sich zu sammeln, um wieder zuzuschlagen.“
Wer ist jetzt Ordnungsmacht in den von der israelischen Armee geräumten Gebieten? Die US-Regierung von Präsident Donald Trump habe der islamistischen Hamas die Erlaubnis erteilt, sich vorübergehend erneut zu bewaffnen, meldet u.a. SZ.de. Die Hamas versuche, nach Monaten des Krieges wieder Ordnung herzustellen, hätte Trump demnach ebenfalls zu mitreisenden Journalisten gesagt. „Sie haben offen darüber gesprochen, und wir haben ihnen für einen Zeitraum die Erlaubnis erteilt“, wurde der Präsident wörtlich zitiert. Keiner weiß, für welchen Zeitraum die Hamas nun Ordnungsmacht bleiben darf. Vor allem ist offen, wer sie denn am Ende dieses Zeitraums zwingen will und kann, diese Machtposition zu räumen und anderen Mitspielern zu übergeben.
Klar scheint nur, dass sie mit Macht, wohl auch mindestens mit der Drohung militärischer Macht, gezwungen werden muss. Laut spiegel.de hat die Hamas angekündigt, dass der Kampf gegen Israel weitergehe. In einer Mitteilung der Hamas heiße es:
„Das palästinensische Volk wird nicht ruhen, bis der letzte Gefangene aus den Gefängnissen der neuen Nazis befreit ist und die Besatzung von unserem Land und unseren heiligen Stätten entfernt ist“.
Angesichts solcher Töne könnte es zu früh sein, sich schon über den Frieden zu freuen, wenn das Schießen gerade erst aufgehört hat. In jedem Fall ist es noch deutlich zu früh, feste Finanzierungszusagen für den Wiederaufbau zu geben. Vorher sollte man mindestens wissen, unter wessen Herrschaft wiederaufgebaut werden soll. Und: Wer zahlt, muss auch über die Verwendung der Mittel mitentscheiden können.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

Keinen Cent für diese Verbrecherbande. Und wer jetzt argumentiert, das Geld sei ja für gute Zwecke, sprich: den Wiederaufbau, der der Zivilbevölkerung zugute kommt – diese steht mehrheitlich zur Hamas. Deren Anführer bekanntlich ein feines Leben außerhalb des Gaza-Streifens führen. Sollen sie doch aus ihrem Privatvermögen den Wiederaufbau aus eigener Tasche bezahlen. Und was die Sache mit den Zahnbehandlungen angeht: das werden sie sich in dieser Legislaturperiode noch nicht trauen. Ich schätze, das war erstmal ein Testballon. Aber wie muss man innerlich verfasst sein, um überhaupt so eine Idee zu haben…..?! Ich gehöre jedenfalls nicht zu denen, die bei Auslandsreisen die Zahnlücken bei alten Menschen „pittoresk“ finden. Solche Verhältnisse möchte ich hier in Deutschland nicht haben. Man könnte ja dafür sorgen, dass nicht so viele Menschen nach Deutschland kommen, die hier dann ihr Gebiss auf Staatskosten aufwendig sanieren lassen, dann wäre wieder mehr Geld für alle im Krankenkassenetat, aber das will man offensichtlich nicht.
Euer Gemecker bringt uns nicht weiter. Wir brauchen Lösungen. Praxisnahe, anwendbare, umsetzbare und zielführende Lösungen! Und die gibt es: „Rainer Winkler. Weil es um Deutschland geht“.
Einer von vielen Friedensplänen, die wieder nicht aufgehen werden. Es ist ungefähr so, als hätte die Rote Armee einen Kilometer vor dem Führerbunker Halt gemacht und sich hinter die Oder zurückgezogen. Man rate mal, wer uns noch heute regierte. Insofern hat die Hamas es gerade nötig, von „Nazis“ zu faseln. Diese Mörderbande!
Die deutsche Geisterfahrt, the rake´s progress, geht unverändert weiter, was ja nicht wirklich verwundert und die ganz überwiegende Mehrheit der zahlenden Untertanen auch kaum stören wird. Solange die Wasser- und Energieversorgung in Großpalästinensischen Reich läuft, ist der deutsche Volldepp beruhigt und gerne zu Entbehrungen in Germanistan bereit. Interessanter Nebeneffekt: je mehr Wiederaufbau-Milliarden über Gaza hängen, desto intensiver werden die Tunnelratten-Faktionen dort sich um die Beute reißen. Schön, daß die verbliebenen Geiseln nun frei sind. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch völlig unabsehbar, egal welche Deals Trump, Kushner, Witkoff & Co. mit ihren Geschäftsfreunden und buddies in Katar, Istanbul usw. abgeschlossen zu haben glauben. Die dem globalen Islam gemachten Konzessionen sind teils schon absurd und die von Trump zugesagte katarische Airbase in den USA wird dem crazy-Kontingent von MAGA sicher Anlaß zu wildesten antisemitischen Verschwörungstheorien geben.
In der Welt stand am 12.10.2025
„Merz sieht Rolle für Deutschland beim Wiederaufbau
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht eine Rolle Deutschlands bei der Umsetzung des Friedensplans im Gazastreifen. “Deutschland und Ägypten werden gemeinsam diese Konferenz leiten zum Wiederaufbau Gazas„, sagt der Kanzler in einem ARD-Interview. “Wir haben bereits Rücklagen dafür geschaffen.„“
Außerdem hatte ich das so verstanden, dass er auch Israel verpflichten wollte, sich dort beim Aufbau zu beteiligen. Warum spricht niemand davon, welche materiellen Schäden es zB durch Raketenangriffe auch in Israel gegeben hat? Über eine entsprechende Hilfestellung Deutschlands für Israel habe ich nirgendwo etwas gelesen. So scheint er zu suggerieren, das Israel in der Bringpflicht ist. Hat irgendwie den Nachgeschmack, als wenn sie doch Täter sind und etwas gutmachen müssen.
Und die deutsche Regierung hat bereits Rücklagen für den Wiederaufbau Gazas geschaffen? Manchmal überrascht es mich, wie schnell Geld zur Verfügung gestellt werden kann, wenn der politische Wille da ist.
Ist doch klar: Der FxxxFritz ist doch Re-Formitator und wegen also wegen der Herbstreforation. Ausserdem sterben die Korinten äh Kor-Allen. Wenn wir Glück haben, bleibt er dort …
Mal forsch gefragt: Wenn wir Palästina als Staat anerkennen würden, dürften sich sämtliche Clan-Probleme Berlins und der Bundesrepublik in Luft auflösen, oder? In Jumbo-Jet Abluft sozusagen, oder?