Deutschland im November 2024: Das Land befindet sich im Niedergang. Die Krise ist ganz wesentlich auf das politische Wirken Angela Merkels zurückzuführen.
Dennoch konnte die Ex-Kanzlerin in dieser Woche gut gelaunt ihre Autobiographie vorstellen. Dem werden wir etwas entgegenstellen!
Das Land befindet sich in einem rapiden Niedergang. Firmenpleiten, Massenentlassungen und eine von politischem Kompetenzmangel sowie wirtschaftlichem Hasardeurtum verursachte Deindustrialisierung beherrschen die Schlagzeilen. Messerangriffe und steigende Kriminalität sind so sehr zum Alltag geworden, dass die zahlreichen „Einzelfälle“ kaum noch groß vermeldet werden. Gleichzeitig demontiert sich der Kanzlerkandidat der größten Oppositionspartei im Bundestag permanent selbst und treibt die Wähler in die Ratlosigkeit. Wichtige Wahlkampfversprechen könnte Friedrich Merz nämlich jetzt sofort durchsetzen, wenn er dafür nur die „Brandmauer“ im Parlament außer Acht lassen würde.
Aber das will er nicht, und das hat sehr viel mit seiner Amtsvorgängerin als CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Angela Merkel zu tun. Die Krise des Landes ist ganz wesentlich auf ihr politisches Wirken vor allem als Kanzlerin zurückzuführen, zum Beispiel beim überhasteten Atomausstieg, bei der unkontrollierten Grenzöffnung, bei der sogenannten Pandemie und ihrem „Lockdown-Regime“ und bei der Aushöhlung demokratischer Prozesse – unter anderem bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen im Februar 2020.
Dennoch konnte Angela Merkel in dieser Woche ungerührt und gut gelaunt mit großem Bahnhof ihre Autobiographie vorstellen und sich dabei selbst nahezu Unfehlbarkeit bescheinigen, ohne dass ihr jemand widersprochen hätte – eingedenk der Widersprüche, die sich aus ihrem nun in Buchform vorliegenden Eigenbild und der instabilen Lage in Deutschland ergeben. Der Mythos Merkel hält sich trotz der dunklen Vorzeichen für die Zukunft unseres Landes hartnäckig in den Leitmedien und in weiten Teilen ihrer Partei. Es fehlt an Mut und Verve, das Erbe der Altkanzlerin in Frage zu stellen.
Während deutsche Meinungsführer sich überkritisch an designierten Ministern der kommenden Trump-Administration in den USA abarbeiten, bleibt die längst fällige Abrechnung mit der desaströsen Bilanz der Merkeljahre fast völlig aus. Merkels Buch, dessen Titel „Freiheit“ wie Neusprech aus dem Orwell'schen Wahrheitsministerium klingt, ist sicher „nicht hilfreich“ bei der dringend notwendigen Aufarbeitung.
Am morgigen Sonntag haben wir deshalb etwas für Sie vorbereitet, das Abhilfe schaffen soll: Wir werden Merkels Geschichtsklitterung eine kritische Sicht entgegenstellen. Es ist die Sicht einer Zeitzeugin, die Merkel aus der Nähe erlebt hat und den Grußadressen der Hofberichterstatter etwas voraus hat: Realitätsbezug und Glaubwürdigkeit. Lassen Sie sich überraschen!
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Beitragsbild: Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons
Seilschaften, die sich ihre Diäten Fressnäpfe sichern. Sie schmücken sich mit Schein anstatt verantwortungsvoll gegenüber ihren Bürgern zu sein. Selbstdarsteller und Schauspieler ohne jegliches Verantwortungsgefühl! Merkel lullt die Leser in einer Seifenblase des Wunschdenkens ein, die Menschen möchten an ihre Illusionen glauben, wer sie mit der Realität konfrontiert, ist ihr Feind, bis sie böse erwachen.
Die Raute des Grauens gehörte vor Gericht, wären die Machtverhältnisse entsprechend. Derweil kann man sie und ihre Phrasen nur verlachen, wie es zB. Bernd Zeller in seinem Buch „Frechheit – die alternativlose Autobiographie von Angela Merkel“ tut.
Ich befürchte, das Buch ist mit dem neuen Heizgesetz nicht kompatibel.
… ach ja – und ich warte lieber noch auf das neue Buch von Olaf Scholz: „Gesammelte Erinnerungen“ !
Zu Jürgen Fischer: Historiker werden einst die „Führungsoffiziere“ benennen und einordnen können, wenn sie entsprechend der kleinen Agenturmeldung der frühen 1990er Jahre unvoreingenommen forschen: ‚Regierung Kohl übernimmt Stasi-Offiziere in Bundesministerien.‘ Soll sich keiner verwundert die Augen reiben, weil alles so gekommen ist, und daß es genau so weitergeht. Wer in die Mehrheitsgesellschaft hineinzuhören vermag, erfährt: Die machen alles mit! Die nächste Wahl wird das offenbaren, sofern sie noch durchgeführt wird.
Bis morgen bin ich mit den Wechseljahren einer Kaiserin und den Bekenntnissen einer Wanderhure durch. Dann kann ich mich, gemeinsam mit Herrn Einmann, auch mit Frau Erika Sauerbiers uns allen geschenkten Gedanken befassen. Ob wir das faffen, weis ich noch nicht.
Im Rückblick erscheint mir unsere Mutti zunehmend als symptomatisch für die pathologische Konstitution des BRD-Regimes nach 1990. Eine durch die zwei Hinterlassenschaften des katastrophal gescheiterten Deutschen Reichs, den Preussen-Stalinismus der DDR und den Bonner Persilnaziklüngel, umfassend korrumpierte und deformierte Gestalt, ein gemütlich rautemachendes Ungeheuer als Warnung an die ganze Welt.