Im Wald von Compiègne sind Angela Merkel und Emmanuel Macron vorgestern ganz eng beisammen gewesen. Beide waren sie angereist, um an die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen dem Deutschen Reich und den Westmächten vor hundert Jahren zu erinnern.
Erst schnupperten sie ein bisschen Geschichte im Nachbau des Salonwagens, in dem das Dokument seinerzeit unterzeichnet wurde. Dann traten sie hinaus auf die Lichtung. Eine Gedenktafel wurde enthüllt. Die Kanzlerin erhob sich auf Zehenspitzen, griff nach dem Präsidenten, lächelte mädchenhaft verzückt, um schließlich ihre Stirn an seine Schläfe zu schmiegen: ein Mann und eine Frau, der Welt für den Augenblick entrückt.
Nun gehören menschliche Gesten seit jeher zum politischen Geschäft. Mitunter sagen sie mehr als tausend Worte. Willy Brandts Kniefall am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos war ein Akt der Demut, der es den Polen erlaubte, sich mit Deutschland zu versöhnen. Als sich Francois Mitterand und Helmut Kohl 1984 vor dem Beinhaus in Verdun die Hände reichten, schlugen sie Brücken über Schützengräben, in denen hunderttausende französische und deutsche Soldaten umkamen. Schweigend gedachten die Staatsmänner der Gefallenen. Zum Lächeln bestand kein Anlass.
Gewahrt wurde die Würde der Toten. Kein Vergleich mit dem, was Angela Merkel vorgestern aufführte, da sie den französischen Präsidenten als Schmusebacke überraschte. Mit ihrer Backfisch-Offensive zelebrierte sie die Geschichtsbewältigung als Soap Opera – auf dem Niveau der Vorabendserien des deutschen Fernsehens: Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Ich schätze, Merkel träumt nicht nur von amourösen Abenteuern mit Emmanuel. Auch die vielen illegalen, jungen, exotischen Männer scheinen ihr gut zu gefallen. Passt in die Feminisierung der deutschen Politik. Die Gefühle regieren. die Gefühle ruinieren und zerstören.
Es ist sie wohl einfach überkommen, sicher auch in der Gewissheit, daß Macron ein Faible für ältere Damen hat. Wer weiß, was daraus noch werden kann, an früheren Königshöfen wurden Hochzeiten ja auch stets politisch geschlossen. Mal schauen, was uns demnächst die GALA präsentiert, die sind ja immer ganz nah dran.
Man könnte es ohne Weiteres auch als sexuelle Belästigung interpretieren...
Man kann sich nur noch fremdschämen.
Willy Brandts Kniefall in Warschau war, soweit ich weiß, spontan und authentisch, und damit ehrlich und würdevoll. Dieser kalkulierte Zirkus "für die schönen Bilder" ist nichts davon. Was für ein erbärmliches Individuum!
Es liesse sich doch sicher etwas daraus machen. Vllt. einmal anfragen bei den MSM (die Gebühren werden eh kassiert und es wird einem haufenweise Mist serviert). Wie wäre es beispielsweise mit einer Schmonzette nach Art von Rosamunde Pilcher? Titel könnte sein 'Der x-te Frühling der Madame M.' oder so ähnlich. - Was diese Unperson alles macht, um sich den letzten noch verbliebenen 'Freund' gewogen zu halten ... passt aber. (Es haben ja bereits diverse andere überbezahlte Berufslügner bewiesen, dass ernste Anlässe dennoch der Heiterkeit keinen Abbruch tun müssen. Fällt in der real existenten Freiluftanstalt ohnehin kaum noch jemandem auf.)
Bei der Feier der Sieger sind wir nach wie vor nur Gäste. Insofern wären in der Tat Anstand und Zurückhaltung angebracht gewesen. Dies sind aber nun mal keine proletarischen Tugenden. Und nie war Deutschland so proletarisch wie heute. – Die anderen sind nur zu höflich, uns auf unser permanentes Fehlverhalten hinzuweisen; sie denken sich ihren Teil. Vernichtendes Schweigen. Nicht nur bei diesem Thema.