Gastautor / 12.07.2018 / 06:00 / Foto: Geolina 163 / 56 / Seite ausdrucken

Merkel wird es schaffen: Kein Land für Juden

Von Rafael Korenzecher.

Nach der neuesten Insa-Wahlumfrage verliert die Islam-affine „Schädlich Partei Deutschlands“ (SPD) weiter an Wählerzustimmung und rutscht mit 17 Prozent nunmehr sogar knapp hinter die AfD (17,3 Prozent), die damit nach dem instabil gewordenen Parteienverbund aus CDU/CSU (29 Prozent) mit einem Rekordergebnis zur zweitstärksten Partei in der bundesdeutschen Wählergunst geworden ist.

In Bayern ist die SPD als Partei der Terroristenfreunde und Israelfeinde mit erheblichem antijüdischem Vorbehalt (höflich und sehr euphemistisch ausgedrückt) auf ihrem – angesichts ihrer bundesweit mehr als gruseligen Führungspersonalien – kaum aufhaltsamen Weg zur Splitterpartei sogar bereits nur noch bei 12 Prozent mit sinkender Tendenz angelangt.

In absoluten Zahlen bedeutet die bundesweite Umfrage, dass die erst vor etwas mehr als fünf Jahren im Jahre 2013 gegründete AfD hochgerechnet über 2,2 Millionen Stimmen dazugewinnen konnte, während die über 150 Jahre alte SPD in dem knappen Jahr seit der Bundestagswahl, ebenfalls hochgerechnet, mehr als weitere 2,5 Millionen Wählerstimmen schlichtweg verloren hat.

Diesen Abstieg muss man als über 150 Jahre alte Traditionspartei eines Lassalle, Bebel, Schumacher, Reuter und Brandt erst einmal fertig bringen. Für die Schulzes, Gabriels, Stegners, Niedlich-Malus und Nahles schien das in ihrer grausigen politischen Verirrung offensichtlich weder schwierig zu sein noch einen Anlass zur selbstkritischen Eigenreflexion über ihren bornierten links-ideologisierten Kurs ins politische Abseits zu bieten.

Die GroKo verliert ihre Legitimations-Mehrheit

Entsprechend dem bundesweiten Umfrageergebnis verliert die GroKo hochgerechnet über 3 Millionen Wähler und rutscht mit 46 Prozent (CDU 29 Prozent, SPD 17 Prozent) unter die Hälfte der Wahlstimmen. Damit verliert sie auf Bundesebene ihre Legitimations-Mehrheit. Und nichts, aber auch gar nichts an dem Ergebnis ist überraschend.

Seit Jahren haben sowohl die „Jüdische Rundschau“ als auch der Verfasser diesen, der Vernunft-entleerten linken Islam-Einlass-Politik der Merkel-Regierung und ihrer Unterstützer geschuldeten Verfall der ehemaligen Volksparteien der politischen Mitte vorausgesagt und haben dafür erhebliche Schelte – nicht zuletzt auch von der Seite nicht weniger bestens Regierungs-domestizierter jüdischer Funktionsträger – hinnehmen müssen, die – wie könnte es anders sein – bis jetzt nicht müde werden, nach jedem antisemitischen islamischen Anwurf oder Angriff auf jüdisches Leben die Gewaltideologie des Islam in Schutz zu nehmen und mit linksäugiger Erblindung den Feind der Juden gegen jede Evidenz auch heute noch ausschließlich rechts zu suchen.

Dabei haben sie es gemeinsam mit ihren linken Israel-Dämonisierungs-Freunden aus GroKo und den nachgeschalteten Medien beschämenderweise bis heute nicht fertiggebracht, sich eindeutig und vorbehaltlos hinter den historischen Jerusalem-Beschluss des amerikanischen Präsidenten Trump und seinen projüdischen Kurs zu stellen, während ihnen das von Frau Weidel und Frau von Storch trotz aller in deren Partei vorkommenden antijüdischen Unappetitlichkeiten und trotz aller jüdischen Schelte ohne Wenn und Aber vorgelebt wurde.

Was anderes als diesen neuen Umfrage-Beweis des politischen Verfalls haben denn die gegenwärtigen, bis zur Schmerzunempfindlichkeit unsensibel, selbstherrlich, ideologisch verbohrt und arrogant am Wählerwillen vorbeiregierenden, nur noch durch die weit nach links gerückte Aufgabe angestammter politischer Standorte des einstmals bürgerlich konservativen Hauptpartners CDU und die damit möglich gewordene Koalitionsakrobatik der Kanzlerin samt ihrer gesinnungslosen Sessel-klebenden Partei-Gefolgschaft an der Regierungsmacht gehaltenen Verlierer-Parteien eigentlich erwartet?

Wie anders soll denn auch ein Wähler reagieren, den man durch den offensichtlichen, jeden gesunden Menschenverstand negierenden Linksruck der ehemaligen Volksparteien ohne Not seiner traditionellen, unsere westliche Demokratie erhaltenden Wahloption in der weitgehend zerstörten politischen Mitte unserer Gesellschaft beraubt hat?

Suizidale politische Führung

Sich etwa angesichts der wachsenden Islam-generierten Bedrohung unserer säkularen, Religions-getrennten und Religions-toleranten okzidentalen Lebensweise durch unsere gegenwärtige Vernunft-verlassene, suizidale politische Führung und ihre linken Open-Border-Unterstützer weiter mit Diesel-Gaukeleien, CO2-Hysterie, apokalyptischen Klimaszenarien und anderen politischen Themenverfehlungen narren zu lassen, während jetzt schon klar sein dürfte, dass wir bei Fortsetzung unserer Islam-affinen Politik keinesfalls in Gefahr sind, die Konsequenzen unserer vermeintlichen Umweltverfehlungen selbstbestimmt und in Freiheit zu erleben?

Schon kein Geringerer als der hier von linker Seite fälschlich und besitzergreifend in geistige Nähe mit dem unsäglichen Politirrläufer Barack Hussein Obama gebrachte große republikanische Präsident Abraham Lincoln wusste zu sagen: „You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you can not fool all the people all of the time.“

Allerdings scheint diese allgemeine Wahrheit nicht bis zur Spitze unserer unbelehrbaren Politik der Aufgabe unserer blutig erkämpften, Aufklärungs- und Revolutions-geläuterten freiheiheitlich-demokratischen abendländischen Lebenswerte vorgedrungen zu sein. Trotz immer lauter werdender Gegenstimmen der Vernunft geht die nahezu täglich zunehmende Verschlechterung der persönlichen körperlichen Sicherheitslage des gesetzestreuen Bürgers weiter.

Einstimmiger Chor linker Strukturauflöser

Statt einer entschiedenen, rechtsstaatlich Sanktions-bewehrten Abhilfe wird all dies auch noch begleitet von der faktischen Quasi-Aufgabe ganzer Stadtbezirke und anderer öffentlicher Bereiche an kriminelle islamische Clans. Sie verachten unser freiheitliches Rechtssystem zutiefst, das ohnehin durch die gegenwärtige Politik und die 68er-inspirierte Gesinnungsjustiz entwaffnet wurde. Sie respektieren weder unsere Polizei noch unseren durch fortgesetzt demonstrierten Verzicht auf Rechts-Anwendung bevorzugt gegenüber islamischen Straftätern zahnlos gewordenen Rechtsstaat.

Der von einem beinahe einstimmigen hysterischen Chor der linken Strukturauflöser und Apologeten des Verzichts auf gesetzlich konsequente Rechtsanwendung niedergeschrieene CSU-Parteivorsitzende hat uns, wie erwartet, nicht von dem GroKo-Spuk der abgewirtschafteten Kanzlerin befreien können. Und wird dies wohl auch in Zukunft nicht tun.

Der sich abzeichnende vom Wähler verursachte Umbruch mit all seinen imponderablen Risiken wird unserer wunderbaren in Vor-Merkel’scher Zeit gewachsenen freiheitlich-demokratischen rechtsstaatlichen Bundesrepublik wohl nicht erspart bleiben – zwecks Befreiung aus der Erstickungs-Umarmung durch den links-grünen Morast und aus reiner Überlebens-Notwendigkeit. Kein Land für Juden, habe ich an früherer Stelle in meinem Beitrag „Zwischen Skylla und Charybdis“ geschrieben. Auch ohne Präjudiz sehe ich gegenwärtig leider keinen Anlass, diese Aussage zu revidieren.

Rafael Korenzecher ist der Herausgeber der Jüdischen Rundschau.

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Leserpost (56)
Richard Kaufmann / 12.07.2018

Die Geschichte hätte alle Juden warnen müssen. In den deutschen Landen (wie übrigens auch anderswo) war noch niemals Platz für Juden, auch wenn sie zeitweise toleriert wurden. Und Frau Dr. - also unsere Weltenlenkerin und Lampe des Friedens - und ihre Helfershelfer schafft in Deutschland das, was vor Wien und in Spanien mit viel vergossenem Blut vor Jahrhunderten verhindert wurde. Nennt man so etwas Toleranz oder eher (ich komm’ nicht drauf!) ???

Dietmar Blum / 12.07.2018

Solange sie sich die Euronen wegen der verlorenen Wählerstimmen sang- und klanglos per Änderung des Parteifinanzierungsgesetzes schamlos aus Steuermitteln ausgleichen kann, juckt es sie nicht, ob 2,5 Millionen oder 10 Millionen Wähler sich anders orientieren.

Anders Dairie / 12.07.2018

Ich zitiere Otto Schily, Polizeiminister in 1999, wörtlich: ” ...wenn sie den Tod so lieben, wir können ihnen behilflich sein!”.  Herr Korenzecher hat die Lage offen-gelegt.  Er hat jedoch die notwendigen Konsequenzen (wer - wen?)  nicht erwähnt.  Schily wurde von seiner SDP nahezu “zerruppt”.  Dann gingen Schröder/ Fischer dazu über,  sich mit dem geistig klar Überlegenen nicht weiter zu katzbalgen.  So kam Schily’s Richtung weisende Aussage in Vergessenheit. Obwohl sie immer aktueller wird.

Cornelia Gilsbach / 12.07.2018

Das Problem sitzt im Kanzleramt. Können Sie, werter Autor, sich erinnern, wann die Frau jemals ein Zitat eines hochkarätigen Autors benutzt hat? Meiner Ansicht nach ist sie schlicht furchtbar ungebildet. Das würde dazu passen, daß sie zu Kohls Zeiten erstmal lernen mußte, mit Messer und Gabel zu essen, wie kolportiert wird. In Geschichte hat sie in der DDR gelernt. Und wie und was da gelehrt wurde, kann ich mir lebhaft vorstellen. Hat natürlich zur Folge, daß sie deutlich erkennbar keine Ahnung hat, was sie anrichtet. Auf so eine geschichtsvergessene Politikerin, die nicht begreift, daß die Kenntnis der Vergangenheit das Wichtigste ist, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen, haben solche Trittbrettfahrer wie die Islamverbände nur gewartet. Ich wette, sie hat sich nie mit der Geschichte der Aliyah, der Auswanderung nach Israel und den Vorgängen bis zur Staatsgründung beschäftigt. Sie ist genauso primitiv, wie es den Anschein hat. Was ich nicht verstehe, ist, wie die anderen, die im Westen sozialisiert wurden, auch jemand wie Martin Schulz, der ja wenigstens belesen ist, das nicht erkennen. Ein einziges Trauerspiel.

Walter Knoch / 12.07.2018

Ich komme noch aus der Zeit, als ein Konrad Adenauer mühselig versuchte ein halbwegs vernünftiges Verhältnis des neuen Deutschlands zu dem jungen Staat Israel aufzubauen. Ein Verhältnis, das von meiner Generation vielfach als freundlich gewünscht wurde. Wobei den meisten klar war, das Freundschaft für die jüdischen Menschen angesichts der frischen Erinnerung an die Greuel des Holocaust noch nicht zu leisten war. Zu sehr brannte der Schmerz, zu leidvoll die Verluste an Angehörigen, an Freunden. Adenauer,  Ben Gurion, Golda Meir gelang ein Anfang, der über die Jahre die Beziehungen entspannte. So weit, dass Menschen aus Israel dieses Deutschland, aus den sie als Kind geflohen waren, wieder besuchten, so weit, dass aber die Gnade der Zeit einen versöhnten Blick auf die Menschen und ihr Land zuließ, die dem jüdischen Volk soviel Unglück beschert hatten. So weit, dass die Überlebenden überhaupt erst wieder die Sprache der Verfolger, der Mörder ertragen konnten. Es hatte sich ein Klima entwickelt, das viele auf beiden Seiten als freundschaftlich empfanden. Man war Partner geworden. Den Deutschen war bewusst, dass dieses Israel der einzige freiheitliche, demokratische Staat im Nahen (und Mittleren) Osten war. Nun die neuen Entwicklungen, besser Zustände, Missstände. Alljährlicher Al-Quds-Tag auf deutschen Straßen. Ein Außenminister mit lächelndem Gesicht bei den Feinden Israels in Teheran zu Gast. Die Rufe “Juden ins Gas” auf unseren Straßen. Ein wiederauferstandener gewalttätiger Anti-Semitismus. Ausschreitungen, Angriffe. Auf den Straßen, in den Schulen, in den Parks. Bösartige Kritik aus politischen Kreisen an dem Staat, nicht größer als Hessen, der von Feinden umzingelt ist, die nichts weniger wollen, als ihn auszuradieren. Man könnte heulen, ob der Wandlung. Wer wehrt dieser Feindseligkeit, die dieses Mal mehrheitlich von links kommt und … von einem judenfeindlichen Islam.

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