Henryk M. Broder / 24.09.2017 / 20:09 / 20 / Seite ausdrucken

Merkel soll die Scherben selbst aufkehren

Die Grundlage des bisherigen Erfoges von Angela Merkel ist der verzweifelte Wunsch der Deutschen, die Geschichte mit 80 Jahren Verspätung zu korrigieren. Merkels Art, Absurditäten sanft zu vermitteln, ist ein absolutes Phänomen. Bis heute. In Amerika gilt der Grundsatz "You, break it, you buy it" – Wenn Du es kaputt machst, musst Du es kaufen. Und dies gilt selbstverständlich auch für die Kanzlerin. Sie soll die Scherben aufkehren, die sie in 12 Jahren Regentschaft hinterlassen hat. Es wäre unfair, das von jemand anderem aufkehren zu lassen. You break it, you buy it. Sie soll weitermachen.

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Leserpost (20)
Dieter Wenzel / 26.09.2017

Herr Broder, sie haben anscheinend exakt die gleiche Meinung über Frau Merkel & Co, ich dachte schon woher hat er das? Sie haben mir geholfen, denn langsam glaubte ich schon irgend etwas ist bei meiner Denke verkehrt. Danke

Uwe Piontek / 25.09.2017

Liebe Achse, lieber Herr Broder. Sie sollten T-Shirts mit diesem Slogan “you break it, you buy it” bedrucken. ...könnte 4 Jahre ein Renner werden!

Susanne Meyer / 25.09.2017

Richtig, untauglicher Versuch einer Geschichtskorrektur. Das Verbrechen an den europäischen Juden, kann nicht korrigiert werden, schon gar nicht durch die Einladung von Feinden Isreals. Das “freundliche”, aus der Not einer Fehlentscheidung geborene, “Gesicht”, hatte einen trotzigen Zug um den Mund. Letzte Presswehe für die Geburt einer starken Rechten. Das konnten politisch begabte Zeichendeuter schon 2015 erkennen. Diese Rechte hat mit knapp 12% nun solide Basis,um in unsere Gesellschaft hineinzugrätschen. Dieses Hineingrätschen wird auf islamistischer Seite mit einem Zurückgrätschen beantwortet werden: Die Kräfte werden sich aufschaukeln. Die Schläge der AfD gegen den Islam werden mit einem Inschutznehmen der Muslime durch Angela Merkel und ihre Mitte beantwortet werden. Dies wird wiederum dem radikalen Islam mehr Sicherheit, Mittel und Schlagkraft geben. Erstaunlich naiv nicht nur die von Ihnen so genial als “Jungdebile” , bezeichneten, sondern auch Menschen wie Peter Raue, der mit Rosen zur Kanzlerin kam.

Winfried Sautter / 25.09.2017

“Das Öffnen der Packung verpflichtet zum Kauf” - was für Otto Normalverbraucher und Erika Mustermann in jedem Geschäft eine Selbstverständlichkeit ist, gilt noch lange nicht in der Politik. Auch wenn die Packung die Büchse der Pandora ist.

Wilfried Paffendorf / 25.09.2017

Die Bezeichnung “bayerischer Bettvorleger” für Seehofer hat mir gefallen. Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht Merkel alleine den “Scherbenhaufen” angerichtet hat. Sowohl der Koalitionspartner SPD als auch die pseudo-oppositionellen Grünen und Linken haben fleißig mitgescherbelt. Die SPD als Mitregierende hätte sich der Selbstherrlichkeit Merkels nur in den Weg stellen müssen. Die Opposition hat in hohem Maße versagt. Das hatten wir übrigens in Deutschland schon einmal, dass eine Partei und ihr Führer, die keineswegs die absolute Mehrheit im Reichstag inne hatten, nach Belieben schalten und walten konnten. Und damals war es gleichenfalls die SPD, die versagte. Werter Herr Broder, Sie kennen diese Geschichte, weshalb ich das jetzt und hier nicht weiter erörtern muss. Herr Broder, Sie nannten als weitere Versager wichtige Bundesbehörden und Regierungen der Bundesländer. Ich möchte dieser Versagerriege noch die Deutschen Gewerkschaften hinzufügen. Als weiteres gemeinsames Merkmal zwischen Vergangenheit und Gegenwart muss man die Wahlkämpfe in den Bundesländern der vergangenen 2 Jahre und den diesjährigen Bundestagswahlkampf nennen; diese erinnern mich mit ihrer Gewalttätigkeit immer mehr an Weimarer Zeiten. Was jetzt auf uns zukommt in Form einer “Jamaika-Koalition” verheißt nichts Gutes. Was die AfD betrifft, so habe ich den leisen Verdacht, dass die sich eher selbst zerlegen wird anstatt gute Oppositionsarbeit zu leisten. Ich sehe im 19. Bundestag insgesamt keine echte Opposition zu Merkel. Merkel wird wohl so geschickt sein, notfalls einige Positionen von SPD und AfD übernehmen, und dies mit der größten Selbstverständlichkeit. Das kann sie ja gut, ihr Fähnlein nach dem Wind drehen. Da ist sie hochflexibel.

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