Hier lässt sich eine Regierungschefin wiegen und für zu leicht befinden. Wetten? Donald Trump hat außer schlechtem Benehmen noch keine westlichen Werte gebrochen. Tut mir leid, Frau Merkel, dem ist so. Anders als Putin. Der als Antipode zur westlichen Werten Ihre huldvolle Zurechtweisung leider noch nicht von oben herab erfuhr. Das war nicht schlau. Auch weil mit dem neuen Mann in Washington in Kürze auf Augenhöhe umgegangen werden muss. Wie man einen neuen amerikanischen Präsidenten professionell willkommen heißt, zeigt Theresa May hier.
Es geht um nichts weniger als um unsere Sicherheit, das heißt die Garantie der NATO-Außengrenzen und um den Status der Ukraine. Vom Nahen Osten ganz zu schweigen. Wie wird wohl ein inzwischen gut gelaunter Mr. Trump auf die moralische Keule von Frau Merkel reagiert haben? Ob er nun endlich Deutschland und Berlin auf seiner Landkarte suchen wird? Oder wird ihm dieses kleine Gedicht einfallen, was er vielleicht aus Kindertagen von seinen Großeltern noch kennen mag? Klicken Sie oben das Bild an, da wird es vorgetragen.
Gunter Weißgerber ist ehemaliger Bundestagsabgeordneter der SPD (1990 - 2009) und gehörte in der DDR zu den Leipziger Gründungsmitgliedern der Partei
Beitragsbild: Wing-Chi Poon CC BY-SA 2.5 via Wikimedia

Ich schließe mich dem Leserbrief von Wolfgang Schmid an. Er trifft den Nagel voll auf den Kopf.
"Wie wird wohl ein inzwischen gut gelaunter Mr. Trump auf die moralische Keule von Frau Merkel reagiert haben?" Die Frage ist schon beantwortet: Trump hat May als erste Regierungschefin eingeladen.
"Profesionell" - genau das ist das Wort! Wie sich die Kanzlerin, der Vizekanzler und der Außenminister verhalten haben, war einfach nur verdammt unprofessionell: Einen US-president elect anzupöpeln als wäre er ein dummer Bub während man gleichzeitig ganz tief drin steckt in den Ärschen von osteuropäischen, anatolischen und iranischen Diktatoren. Trump ist dafür bekannt, dass er ein Elefantengedächtnis hat. Am 9.11.2016 hat unsere Regierung unserem Land vielleicht mehr geschadet als in allen Jahren zuvor. Und das war auch nicht gerade wenig...