Seit sich US-Präsident Barack Obama und House Speaker John Boehner wieder nicht auf eine gemeinsame Sparpolitik einigen konnten, gerät Angela Merkel, die Hauptschuldige am amerikanischen Schulden-Desaster, immer mehr unter Druck. Ein verzweifelter US-Politiker: „Wie kann Angela Merkel nur zulassen, dass wir so arm dran sind!“
Es sei völlig unverständlich, dass die deutsche Kanzlerin sich konstant weigere, Amerika zu retten, heißt es in Washingtoner Kreisen. Die ständigen Hinweise der Kanzlerin, Amerika solle zunächst einmal selbst seine Hausaufgaben machen, gehe allen langsam auf die Nerven. Ein US-Politiker: „Immer diese billige Ausrede! So einfach kann sich Frau Merkel doch nicht aus ihrer Verantwortung für unser Land stehlen.“
Es müsse inzwischen auch der deutschen Kanzlerin klar sein, dass man von den amerikanischen Politikern ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl nichts Vernünftiges mehr erwarten kann. Jedes Kind wisse doch, dass das amerikanische Schuldenproblem in der Wahlkampfzeit auf amerikanischem Boden nicht gelöst werden könne. Oder wolle man im Ernst verlangen, dass die Parteipolitiker in dieser Phase mehr an ihr Land als an sich selbst denken?
Aus all dem ergebe sich messerscharf, dass nun Angela Merkel diese Aufgabe übernehmen müsse. Darum sei es unbegreiflich, dass die deutsche Kanzlerin untätig zuschaue, wie die amerikanische Wirtschaft dem Abgrund entgegen taumelt. Ein US-Politiker fragt verstört: „Will die deutsche Kanzlerin etwa genauso unverantwortlich handeln wie wir selber?“
Für die amerikanische Politik liegt der Fall klar: Angela Merkel muss ein paar Phantastillionen neue Schulden machen, um die Weltwirtschaft so anzukurbeln, dass alle wieder weiter auf Pump leben können. Dazu ein anderer US-Politiker: „Wir sind im Übrigen mit unserer Einschätzung, dass Angela Merkel für uns die Kastanien aus dem Feuer holen muss, nicht allein. Auch der britische Premierminister David Cameron ist ganz unserer Meinung. Das beweist doch, dass unsere Ansinnen an Frau Merkel, ganz und gar objektiv ist.“ Trotzdem bestehe die deutsche Kanzlerin weiterhin darauf, vor allem im deutschen Interesse zu handeln. Ein weiterer US-Politiker kopfschüttelnd: „Wo kommen wir hin, wenn Politiker plötzlich anfangen, im Interesse ihres Landes und ihrer Landsleute zu handeln?“