Mercedes-Benz hat aufgrund der schleppenden Verkäufe von Elektroautos beschlossen, das Projekt für die Entwicklung der Elektroplattform "MB.EA-Large" einzustampfen.
Der Vorstand unter Konzernchef Ola Källenius hat diese Maßnahme ergriffen, da die Nachfrage nach luxuriösen Elektroautos viel geringer ist als erwartet. Die Umstellung auf die Plattform sollte es ermöglichen, von großen Akkus auf flache umzusteigen und die Batterien direkt in den Unterboden und das Fahrgestell zu integrieren. Ab 2028 wollte Mercedes mit dieser Entwicklung Elektroautos der S- und E-Klasse zu produzieren. Um Kosten zu sparen, beabsichtigt das Unternehmen nun, Elemente der bereits existierenden Elektro-Architektur EVA2 zu nutzen. Laut Informationen handelt es sich um eine vorläufige Entscheidung.
Mercedes hat seine "Electric only"-Strategie, bei der bis zum Ende des Jahrzehnts nur noch batterieelektrische Neuwagen verkauft werden sollten, bereits wieder aufgehoben. 90 Prozent der Mercedes-Neuwagen sind nach wie vor Verbrenner. Mercedes rechnet nun damit, dass bis zum Ende des Jahrzehnts maximal 50 Prozent der verkauften Fahrzeuge Elektroautos oder Plug-in-Hybride sein werden.
Statt in die Elektromobilität zu investieren, plant Mercedes nun, eine komplett neue Achtzylinder-Motorvariante für die Sportwagentochter AMG zu entwickeln. Das sei zwar nicht konsequent im Hinblick auf den Klimaschutz, so das Handelsblatt, aber besser für die Gewinnmargen.
(Quelle: Handelsblatt)
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