News-Redaktion / 05.03.2019 / 12:45 / 0 / Seite ausdrucken

Menschenrechtsverletzungen: Schwere Anschuldigungen gegen WWF

Die grüne NGO „World Wide Fund for Nature“ (WWF) unterstützt offenbar paramilitärische Kräfte, die schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Das behauptet „BuzzFeed News“ nach einer einjährige Recherche in sechs Ländern. Nach eigenen Angaben haben Redakteure der amerikanischen Webseite Dokumente wie vertrauliche Notizen, Budgets und interne E-Mails gesichtet und über 100 Menschen interviewt. In einer kürzlich erschienenen Reportage fassen sie ihre Erkenntnisse zusammen. Vom WWF (teil)finanzierte und ausgerüstete Anti-Wilderei-Einheiten haben demnach Dorfbewohner in Afrika und Asien erschossen, vergewaltigt, mit Gürteln, Macheten und Bambusstöcken geschlagen und Foltertechniken wie dem „Waterboarding“ unterzogen. Außerdem soll die Organisation versucht haben, Menschenrechtsverletzungen von Nationalparkwächtern zu vertuschen.

In Nepal soll sich der WWF laut BuzzFeed News für Freilassung von Mitarbeitern des Chitwan-Nationalparks eingesetzt haben, die einen Mann zu Tode gefoltert hatten. Später soll die NGO einen der Täter selbst eingestellt und einem anderen einen Preis verliehen haben. In Kamerun hätten Mitarbeiter des WWF notorisch gewalttätige Polizei- und Militäreinheiten ausgebildet und diese bei Anti-Wilderei-Einsätzen unterstützt. Im Indien unterstützten Vertreter der Organisation mit dem Süßen Panda-Logo laut BuzzFeed News den Vorschlag eines Nationalparkdirektors, unbefugte Eindringlinge mit Schusswaffen zu jagen. In der Zentralafrikanischen Republik soll die NGO versucht haben, Waffen vom nationalen Militär zu kaufen, das für seine Menschenrechtsverletzungen, darunter das Köpfen von Zivilisten, bekannt ist.

Der WWF wurde 1961 von einer Reihe großbürgerlicher und adliger Personen gegründet, darunter der Prinz der Niederlande, Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, und der Vorsitzende der Britischen Gesellschaft für Eugenik, Sir Julian Huxley, und wird heute von Prominenten wie dem Schauspieler Leonardo DiCaprio oder dem britischen Thronfolger Prinz Charles unterstützt. Die Organisation mit Sitz im schweizerischen Gland setzt beim Naturschutz auf eine äußerst martialische Rhetorik. Öffentliche Erklärungen rufen nach „Bodentruppen“ und Parkwächter-Puppen werden als „Fronthelden“ beworben. Laut BuzzFeed News hat der WWF die Darstellungen des Mediums zurückgewiesen und eine Untersuchung der Vorwürfe durch „unabhängige“ Menschenrechtsexperten in Auftrag gegeben.

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