Michael Miersch (Archiv) / 05.01.2015 / 11:05 / 14 / Seite ausdrucken

“Menschen aus der Mitte”

Die Leipziger Legida-Initiative ist nach eigenen Angaben eine „Bürgerbewegung patriotischer Menschen der gesellschaftlichen Mitte, denen Fremdenhass, Rassismus und Extremismus fremd sind“.

Hier das Positionspapier der der „patriotischen Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte“:
https://legida.eu/position.html

Und das schreibt Joachim Steinhöfel, der ziemlich unverdächtig ist, ein Antifa-Extremist zu sein, über dieses Positionspapier (auf Facebook):

„Da muss man selbst bei der Linkspartei und bei den Grünen lange suchen, um so viel Unsinn auf einer Seite zu finden. Was für hirnlose Kleinbürger! (Stärkung bzw. Wiedererlangung unserer nationalen Kultur, Beendigung des Kriegsschuldkultes und der Generationenhaftung, Änderung und Anpassung des Grundgesetzes sowie, perspektivisch, Erarbeitung einer Verfassung, Normalisierung des Verhältnisses zur Russischen Föderation, Überprüfung der Sinnhaftigkeit einer NATO-Mitgliedschaft und eines Freihandelsabkommens mit den USA).“

Siehe auch: Steinhöfel unplugged: Pegida und politische Korruption in Köln

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Achim Hecht / 05.01.2015

“Wo schreibt er das? In seinem Poesiealbum?” Hier. Öffentlich nachzulesen auf dem Facebook-Profil.

Georg Klein / 05.01.2015

Darf ich um einen Link zum zitierten Text von Steinhöfel bitten? Ich finde weder mit googeln noch direkt in seinem Blog irgendwas dergleichen, im Gegenteil: http://www.steinhoefel.de/blog/2015/01/pegida-und-politische-korruption-in-koeln.html

Stephan Bergmann / 05.01.2015

Das Zitat scheint der gesamte Beitrag Steinhöfels zu sein, zumindest findet Google nicht mehr und Herr Miersch gibt auch keine Quelle an. Für alle, die, wie ich, Steinhöfel nicht kennen, hier ein bisschen Wikipedia: “Joachim Nikolaus Steinhöfel (* 26. Juli 1962 in Hamburg) ist ein deutscher Rechtsanwalt, der durch seine erstrittenen Urteile und seine Medienpräsenz als Moderator, Werbefigur und Sänger deutschlandweit bekannt wurde. Politische Positionen: Steinhöfel nimmt auf seiner Website konservative bis sehr konservative rechte Positionen ein: Den israelischen Siedlungsbau sieht er nicht als Hindernis für den Friedensprozess im Nahen Osten an, Sarah Palin (!) und Mitt Romney sieht er als geeigneter als Obama an. [...] Innenpolitisch nimmt Steinhöfel Stellung gegen die FDP, die er als unwählbare Trümmerpartei bezeichnete.” Das war’s für mich. Ich habe gerade fünf Minuten damit verbracht, eine Meinung zu finden, die es nicht gibt (das Positionspapier zitieren und die Verfasser als “hirnlos” bezeichnen, ist noch kein Beitrag), von einer Person, bei der ich nicht verstehe, warum sie mir als Autorität präsentiert wird.

Marc Welker / 05.01.2015

Gibt es eine Quellenangabe für die Aussagen von Herrn (Joachim Nikolaus) Steinhöfel?

Ludwig Reiners / 05.01.2015

Hier auf der ACHSE scheinen die Positionen ja ziemlich divergent zu sein - offensichtlich schreibt jeder, was er will. Bezüglich der angeführten Thesen kann ich mich nur der Meinung von Frau Lengsfeld anschließen, die hier folgendes schreibt: “Der vorläufige Höhepunkt ist eine Tirade von Joachim Steinhöfel über „hirnlose Kleinbürger“. Es folgt eine willkürliche Aufzählung von Forderungen der Legida, des Leipziger Ablegers von Pegida. Wenn ich mir diese unkommentierte Aufzählung anschaue, gehöre ich zu den hirnlosen Kleinbürgern, denn ich habe kurz nach der Vereinigung ein Verfassungsreferendum unterstützt und wollte, wie viele andere Bürgerrechtler auch, dass sich das vereinigte Deutschland eine Verfassung gibt. Selbst wenn „nur“ das Grundgesetz durch eine Volksabstimmung bestätigt worden wäre, hätte das allen, die bis heute von „Anschluss“ reden, den Wind aus den Segeln genommen.”

Dietmar Fleischhauer / 05.01.2015

Wo schreibt er das? In seinem Poesiealbum? In einer Mail an Michael Miersch? Auf Herrn Steinhöfels Blog ist jedenfalls nichts zu finden. Etwas Kontext zu dem sonst argumentfreien Brocken wäre hilfreich. Da ist man sonst von Steinhöfel besseres gewohnt.

Florian Hillen / 05.01.2015

Ich denke Herr Miersch, das ist vielleicht auch so schonmal in der Tagesschau oder zumindest im Nachtprogramm von ARD und ZDF so gesendet worden. Wenn sie jetzt dort mit einer Israelfahne auftauchen, so wird man Ihnen vielleicht sagen, dass Israel ein Kriegstreiber ist. Aber dieses Resentiment hat die Tagesschau ja nun offen verbreitet. So gesehen protestiert dort der Mainstream gegen sich selbst. —Das ist dann wirklich ein wenig absurd.

Danny Wilde / 05.01.2015

Nach Lektüre des hervorragenden Monika-Maron-Artikels auf welt.online, nach Lektüre der eigentlich über jeden Zweifel erhabenen Vera Lengsfeld zum Thema und sogar nach den emotional volatileren Artikeln des von Ihnen so heftig gedissten Thomas Rietzschel möchte ich zwei Dinge loswerden. Erstens: völlig d’accord, was Sie heute hier schreiben!! Zweitens: was immer “legida” vorstellen will, es ist nicht “pegida”. Ich hätte das beinahe übersehen. Man sollte aber, in Kenntnis der o.g. Artikel und auch in Kenntnis des PEEEEE-Gida-Positionspapiers, die Feinheit des Unterschiedes erkennen. Und, den zitierten Satz des geschätzten J.N. Steinhöfel konnte ich weder googeln (bei “steinhöfel legida” stehen dann Sie als einziger), noch in seinem eigenen Blog finden. Kopfkratz….

Paul Mittelsdorf / 05.01.2015

Sehr geehrter Herr Miersch, Pauschalisieren hilft hier nicht. Manche der Forderungen, die Herr Steinhöfel zitiert, sind selbstverständlich (Beendigung des Kriegsschuldkults und der Generationenhaftung), andere sind meiner Meinung nach Irrsinn und einfach antiamerikanisch (Beendigung einer Nato-Mitgliedschaft und kein Freihandelsabkommen), wieder andere sind sehr schwammig und müßten näher definiert werden (Wiedererlangung unserer nationalen Kultur). Eine allgemeine Verurteilung dieser Positionen ist doch auch nichts anderes als ein Frontenkampf, in dem man ideelle Kollateralschäden in Kauf nimmt. Desweiteren hat das alles nichts mit der weitaus größeren Pegida-Bewegung zu tun. Deren Forderungen sind bekannt, und unter jenen steht nichts von einem Nato-Austritt und auch nichts von einer Annäherung an Russland. Natürlich sehe ich, daß bei Pegida auch Leute mitlaufen, die ebenso antiamerikanisch denken wie ihre Leipziger Nachahmer. Doch ebenso scheint es Menschen zu geben, die liberalere Auffassungen vertreten, das beweisen ja schon die Pegida-Forderungen. Deshalb finde ich es, wie gesagt, sehr pauschalisierend von Ihnen, aufgrund der Meinungen einiger Teilnehmer der Bewegung ganz Pegida zu verurteilen.

Danny Wilde / 05.01.2015

Nach Lektüre des hervorragenden Monika-Maron-Artikels auf welt.online, nach Lektüre der eigentlich über jeden Zweifel erhabenen Vera Lengsfeld zum Thema und sogar nach den emotional volatileren Artikeln des von Ihnen so heftig gedissten Thomas Rietzschel möchte ich zwei Dinge loswerden. Erstens: völlig d’accord, was Sie heute hier schreiben!! Zweitens: was immer “legida” vorstellen will, es ist nicht “pegida”. Ich hätte das beinahe übersehen. Man sollte aber, in Kenntnis der o.g. Artikel und auch in Kenntnis des PEEEEE-Gida-Positionspapiers, die Feinheit des Unterschiedes erkennen. Und, den zitierten Satz des geschätzten J.N. Steinhöfel konnte ich weder googeln (bei “steinhöfel legida” stehen dann Sie als einziger), noch in seinem eigenen Blog finden. Kopfkratz….  

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