Am letzten Tag des alten Jahres gab ich hier eine Prognose für 2020: es wird das Jahr, in dem die Wahrheit zu einer Frage des Stils degradiert wird (Wenn die Wahrheit schlechter Stil ist). Damit lässt sich von den eigenen grandiosen Fehleinschätzungen ablenken, um weiter den Oberlehrer spielen zu können.
Das neue Jahr ist noch keine 2 Tage alt und schon lese ich im Cicero als Nachbericht eines Interviews im Deutschlandradio folgende Formulieriungen des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen: Die „Umweltsau-Debatte“ sei für ihn ein „Beispiel für weitgehend sinnlose, plötzlich hervorschießende Empörung, die große Gereiztheit, die dann dazu führt, dass sich am Ende des Tages alle übereinander aufregen und die Empörung über die Empörung der jeweils anderen Seite gleichsam zum kommunikativen Normalfall wird“.
Der Autor des Cicero-Beitrages findet diese Aussage des Medienwissenschaftlers Pörksen ganz toll. Mal abgesehen davon, wie konkret sich dieses Fach als Wissenschaft definiert, fordert der Experte auch Medienerziehung in den Schulen, wodurch sich dann eine „redaktionelle Gesellschaft“ entwickeln soll. Leider gilt nun mal ganz unwissenschaftlich, dafür aber real: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es halt zurück. Will man verhindern, dass der Mist, der sich seit Jahren auftürmt, auf die Verursacher zurückfällt, wäre es besser, statt wohlfeiler Belehrungen, die eigenen, großen Fehler ehrlich zuzugeben.
DAS wäre die beste Methode, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Aber dazu müsste man vom hoch alimentierten Ross runter und solch guter Stil ist wohl zu viel verlangt.

Erinnert mich ein wenig an Diskussionen mit meinen Vater. Wenn der nicht mehr weiter wußte, dann hatte man sich im Ton vergriffen. Er vergriff sich nie im Ton, konnte er gar nicht. War ausgeschlossen. Alternativlos. Ich bin übrigens auch Medienwissenschaftler (ernsthaft inkl: M.A.) , komme allerdings zu ganz anderen Schlüssen als Herr Dingens. Wenn die linke Seite hetzefrei hat und ihren Gegner wegen Hetze jede Replik verbieten möchte, genau dann kommt Druck auf den Kessel. Die schlimmsten Hetzer sitzen doch in den Parlamenten und eben nicht bei der AfD. Dass die Empörung zum Normalfall wird. Ist doch schon lange so. Die Regierung ist empört wegen der Bürger die "anders denken" (also denken), diese Bürger empört genau das.
Am Anfang meint Pörksen, es sei eine sinnlose Empörung, später aber deckt er auf, was Sache ist: Emotion schlägt Vernunft. Dabei meint er insb. den WDR, der eben eine sachliche Debatte (über Klimapolitik) durch Emotion und ein lächerliches Lied, also durch Polarisierung abwürgt. Das sei sinnlos. Insofern sollte man das ganze Interview hören, es zielt durchaus in die richtige Richtung. Längst hat sich aber schon eine redaktionelle Gesellschaft entwickelt, dazu braucht es keine Medienwissenschaftler oder Professoren, sondern nur noch mitdenken und skeptisch bleiben bzw. online eigene Faktenchecks machen.
Das geht noch besser. Auf Welt online ist gerade ein Artikel das Tom Buhrow nicht nur Laschet sondern auch alle Kritiker in die "rechte" Ecke stellt. So wie sich der Artikel liest ist jede Kritik per se rechts.
Es gibt kein 'wir' mehr. Als zertifizierter 'alter weißer Mann', 'Dunkeldeutscher' und 'Nazi-Sau' (bin in dem Alter) werde ich mich ab sofort genau so verhalten, wie es der selbsternannte grüne Adel dieser Besser-Menschen-Republik offenbar von mir erwartet! Kein Vergeben - Kein Vergessen! Herr Pörksen kann seinen guten Ratschläge gerne an Regierende, 'Aktivisten' und Gebührenrundfunker richten - ich bin ab sofort für diese Ermahnungen taub. Von 'Wissenschaftlern' wie Herrn Pörksen würde ich mir gerne erklären lassen, warum man sich im zwangsfinanzierten 'Haltungs-Rundfunk' über die unangenehmen Tatoos des CDU-Kommunalos Möhring mehr erregt hat, als über die 'Connewitzer Blutnacht' incl. der von linksautonomen Marodeuren versuchten Polzistenmorde und die vielen gelegten Brände! Aber wahrscheinlich vergaß ich, daß dort Linke und Autonome nur 'gefeiert' haben. Ich werde also meine Feinde, die mir (wie zu Weihnachten die FFF-Strolche aus Frankfurt) attestieren, daß 'nicht mehr lange dabei bin' nicht mehr ent-täuschen! Von der DDR hätte man lernen können. Dort wurde viele harmlose und gut-meinende Menschen solange als 'Staats-Feinde' bezeichnet und auch wie solche behandelt - bis sie eines fernen Tages tatsächlich welche waren. Dieser faszinierende Mechanismus funktioniert offenbar auch im Bundes-Besser-Land. Abschließend ein Wort an Herrn Buhrow: Nein, 'WIR' müssen nicht wieder 'zur Besinnung kommen' - das können Sie einem Volksverhetzer wie Herrn Hollek predigen, NICHT UNS !!! Und wer solche Figuren beschäftigt und sich - trotz volksverhetzender Straftaten - von 'dem Menschen Hollek nicht distanziert', der hat in meinen Augen das Recht verwirkt, von anderen Menschen 'Respekt' und 'Anstand' einzufordern! PS: Viele Kommentare zu diesem Cicero-Beitrag sind absolut lesenswert.
Ich habs getan, Link gefolgt, Vordruck downgeloadet und ausgedruckt, ausgefüllt, eingescannt und den Widerruf der Einzugsermächtigung per E-Mail gesendet, hat keine halbe Stunde gedauert.
Das gleiche Prinzip wie beim Hashtag "OmaUmweltsau" ist auch aktuell bei der Berichterstattung über den linken Terror in Leipzig zu beobachten , weg von der Realität und hin zu einer "gefühlten Wahrheit". Die Merkel affinen Medien berichten bei Oma-gate nur noch von "Rechten" und angeblichen Morddrohungen , in Leipzig wird nur noch über die angeblich falsche Taktik der Polizei spekuliert und der schwerverletzte Polizist (Gute Besserung !) nach einem offensichtlichen Mordversuch, wird völlig vergessen.
Eigene Fehler zuzugeben, erfordert menschliche Größe. Unsere Regierung, die Altparteien und die MSM haben diese menschliche Größe nicht. Sie sind kleine, mieße Kröten, die ihr Selbst aufpolieren wollen, in dem sie andere beleidigen und dann noch denken, dass das Erfolg haben würde - eben kleine Möchtegerns mit einem Ego weniger als Null.