Gastautor / 24.08.2018 / 06:25 / Foto: Pixabay / 75 / Seite ausdrucken

Mein Leben im Weddinger “Brunnenviertel”

Von Detlef Rogge.

Wer unvorbereitet im Weddinger „Brunnenviertel“ unterwegs ist, der glaubt sich leicht örtlich desorientiert. Es ist die augenfällige Orientalisierung des öffentlichen Raumes, die solche Eindrücke nährt. Fremdländische Sprachen, Kopftuchträgerinnen, auch halb- oder voll verschleierte Frauen mit Kinderwagen in knöchellangen Mänteln, die in gehörigem Abstand ihren Männern sittsam folgen, nebst zugehöriger soziokultureller und wirtschaftlicher Infrastruktur der neuen Einwohner lassen vermuten, man befände sich auf einer Auslandsreise im vorderen Orient.

Sämtliche Freunde haben Berlin-Wedding längst den Rücken gekehrt, ich bin geblieben. Von einigen, die mein Verharren im „Brunnenviertel“ nicht begreifen, werde ich neuerdings auch schon mal „das Frontschwein“ genannt. Wohl weil sich meine Einschätzungen zur Migration aus jahrzehntelang gesammelten individuellen Erfahrungen und Beobachtungen speisen und nicht aus theoretischen Gedankenspielen oder fragwürdigen Beiträgen investigativer Journalisten. 

Der stets präsente Zeitzeuge kann zudem seine höchst subjektiven Erfahrungen mit denen seiner Nachbarn im Umfeld austauschen, um den Wandel von Gesinnung und Befindlichkeit im Lebensraum und in den sie tragenden sozialen und kulturellen Milieus besser zu begreifen, eine Perspektive, die Besuchern und später Zugezogenen verwehrt bleiben muss. In sechzig Jahren wird man zwangsläufig zur Projektionsfläche seines Viertels. Seine Ausformung steht nicht für die ganze Stadt, noch liefert mein Erleben lediglich Stoff für den Trailer des kommenden Hauptfilms.

Das Metaphysische, das Transzendentale im Menschen sucht sich sonderbar subtile Auswege, um sich der Teilhabe oder gar dem Mittun an unerwünschten Prozessen zu entziehen und das Bewusstsein vor aufdringlicher Anteilnahme am Realen zu schützen. Sedative wie Euphemismus oder Lethargie sind die Mittel der Wahl, sich von befremdlicher Wirklichkeit fern zu halten, verlieren allerdings an Wirksamkeit je eindringlicher sie gefordert sind. 

Ich begreife zunehmend, ich lebe in einem mir fremd gewordenen Stadtteil, in einer Gesellschaft, der ich mich nicht mehr zugehörig fühlen kann. In dem mir seit meiner Kindheit bekannten heimatlichen Lebensraum haben sich aus einst kontrastreichen Dissonanzen eines Arbeiterreviers trostlose Entfremdung und derbe Antagonismen eines Zuwandererghettos geformt. Der Einheimische sucht angestrengt nach Kontinuitäten, die er nicht mehr findet. 

Wo ist hin, der helle, kritisch-zynische Geist?

Das einst hier dominierende „Stammpersonal“ mit seinen markanten, unverwechselbaren Charakterzügen fristet das kümmerliche Nischendasein evolutionärer Verlierer. Wo sind sie hin, der helle, kritisch-zynische Geist, das nüchtern-protestantisch geprägte Pflichtbewusstsein, der spröde, polternde Charme, das einfache und offene Gemüt der ehedem hart arbeitenden Handwerker, Industriearbeiter, kleinen Angestellten, subalternen Beamten und Gewerbetreibenden? In wenigen Jahrzehnten scheint das über Generationen gewachsene Band persönlicher und gemeinschaftlicher Identität der ursprünglichen Bewohner einem Quantensprung gleichkommend korrodiert, zur Marginalie verkommen.

Kontinuität und Beständigkeit vergegenständlichen sich gewöhnlich auch zu einem guten Teil in gemauertem Stein. Flächenbombardements und Bodenkämpfe ruinierten die Topografie des Quartiers durchschlagend. Wenn Straßen und Plätze von Trümmern und Ruinen gesäumt sind, begreift selbst ein Kind, auf einem Schlachtfeld zu Hause zu sein. Meiner Entwicklung waren jene surrealen Verhältnisse eher förderlich, weckten sie doch schon früh mein Interesse für Vergangenheit. Vom Zeitgeist getragene radikale Stadterneuerungsprogramme der siebziger und achtziger Jahre haben dem noch verbliebenen baulichen Ensemble den Rest gegeben, es nahezu ausgelöscht. Das Eigentümliche und Kuriose meiner Heimat, das mobile und immobile, darf durch Kriegsfolgen, stadtplanerische Fehlleistungen, globalwirtschaftliche Sachzwänge in Verbund mit inkompetenter Asyl- und Zuwanderungspolitik als unwiederbringlich aufgerieben gelten.

Berliner Dialekt als identitätsstiftende Bindung des Kollektivs verliert zunehmend an Bedeutung. Neben dem inflationären Gebrauch umgangssprachlicher Anglizismen finden sich im Straßenbild mehr und mehr türkisch- und arabischsprachige Bezeichnungen. Etabliert hat sich daneben, insbesondere unter Jugendlichen jedweder Herkunft, ein rudimentärsprachlicher Ghettojargon, während nicht wenige der bereits vor Jahrzehnten zugewanderten Erwachsenen, lediglich ihrer Muttersprache mächtig, als Gesprächspartner völlig ausfallen. Die wenigen hier noch ausharrenden Vertreter des einheimischen Bildungsbürgertums mühen sich emsig um Akzentfreiheit. Berliner Dialekt sprechen meist ältere Menschen, die sich und ihre Generation von soziokultureller Teilhabe zunehmend ausgeschlossen und entfremdet sehen.

Die radikale ethnische Neuordnung potenziert den ohnehin beachtlichen kulturellen und gesellschaftlichen Wandel der Moderne zum identitätsvertilgenden Derivat, dessen Bekömmlichkeit an unfreiwilligen Probanten unablässig erprobt wird. Alteingesessene, neudeutsch Autochthone,sehen durch den nicht enden wollenden Bevölkerungsaustausch zusehends den Fundus ihrer kulturellen und nationalen Existenz schwinden; hier fällt es schwer zu leben, ohne Schaden zu nehmen. Wer sich gestört fühlt, mutiert leicht zum „Gestörten“, zum Neurotiker. Die Schmähung des Entwurzelten ist die psychotherapeutische Versorgung seines Schmerzes. Die Praxen von Psychiatern und Psychologen dürften gut nachgefragt sein. Die öffentliche Bekundung gestörter Befindlichkeit könnte den verstockten Zeitgenossen allerdings auch rasch zum unverbesserlichen Rechten oder Nazi befördern, dem sein Existenzrecht – „Berlin – Nazifrei“ - abgesprochen werden kann. Da hält man besser den Mund, wie ein mir bekannter Herr, seit mehr als vierzig Jahren SPD-Mitglied, der seine eigene Partei nicht mehr wählt.

Wenn man hier lebt, braucht man keine Statistiken

Die Fundamente gemeinschaftlicher Sinngebung sind zerbrochen, das eigentümliche Fluidum der Menschen und Orte, das man Heimat nennen durfte, ist Vergangenheit. Was bleibt sind Wehmut um das verlorene Erbe, um tradierte Werte und Normen und Groll auf die Verantwortlichen jenes unumkehrbaren Prozesses sui generis. Rascher und radikaler ist bislang die Bevölkerung eines Territoriums nur in der Folge von Kriegen ausgetauscht worden.

Es demaskiert die Verfechter des multikulturellen Gesellschaftsmodells, dass sie, mit Ausnahmen, im „Brunnenviertel“ nicht zu Hause sind. Die harte Realität des Zusammenlebens, die Alltäglichkeit, in der so etwas wie Integration überhaupt erst stattfinden kann, überlässt man gern den Resten des hier ausharrenden, unterprivilegierten deutschen Bevölkerungsanteils, der, kaum fähig Eigeninteressen zu artikulieren, an dieser Aufgabe nur scheitern kann. Das links-liberale Bürgertum hält sich dem Ergebnis des multikulturellen Experiments lieber fern, denn hiesige soziokulturelle Angebote, Wohnlagen, öffentliche Kindergärten und Schulen können ihren Ansprüchen nicht genügen. Niemand lässt sich gern Theorie durch Praxis ruinieren. Wer dennoch hier zu Hause sein muss, lässt seine Kinder nur unter Aufsicht auf den Spielplatz und schickt schulpflichtigen Nachwuchs gern auf Privatschulen.

Informationen zur Quote zugewanderter Volksgruppen schwanken nach gesinnungsmäßiger Zuordnung der Quellen und sind zum Teil widersprüchlich. Letztens las ich auf der Webseite des „Quartiersmanagements Brunnenviertel“, dass der Anteil der Ausländer im Viertel 30 Prozent betrüge. Zieht man naturalisierte Deutsche hinzu, soll dieser bei 66 Prozent liegen. Andere Quellen behaupten, 40 Prozent aller erwachsenen Bewohner und 60 Prozent aller Kinder lebten von Transferleistungen und 80 – 90 Prozent aller Schüler würden nichtdeutscher Herkunft sein. Berücksichtigt man den Sterbeüberschuss des überalterten deutschen Bevölkerungsanteils und den Kinderüberschuss besonders orientalischer Zuwanderer, gehöre ich in meinem Wohngebiet in zehn Jahren wohl einer Minderheit von weit unter zwanzig Prozent an. Statistiken kann man trauen oder auch nicht, wenn man hier lebt, braucht man keine.

Will man sich ein Bild vom Grad der Erwerbslosigkeit unter bestimmten Ethnien machen, genügt es, sich im morgendlichen Berufsverkehr auf der U-Bahnlinie 8 etwas näher umzuschauen. Erleuchtend der Widerspruch zwischen der Majorität der hier ansässigen Zuwanderergruppen und deren Präsenz unter den Fahrgästen in der Rushhour. Statistiken zur Gewaltkriminalität im Viertel dürften Schlimmes offenbaren. Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, dass man sich in Acht nehmen muss. Ein friedfertiger Mensch zu sein, bewart nicht davor, Opfer von Gewalt, Bedrohung oder Beleidigung zu werden. Alle Täter, die sich meiner annahmen, waren türkischer oder arabischer Provenienz. Sie besetzen den Typus des neuen „Herrenmenschen“, jung, intolerant, Raum einnehmend; ich wünschte, ich könnte anderes berichten. Der Weg zur pathologischen „Islamophobie“ ist kein weiter. Wäre eine solche Phobie behandlungsbedürftig, würde eine kognitive Verhaltenstherapie greifen?

Pastorale Belehrung ändert an der Realität des Irdischen nichts

Es mangelt seit jeher an verbindenden kulturellen Mindeststandards, die höchst heterogenen Ethnien leben allenfalls gleichgültig Rücken an Rücken. Despotische Energien, mit westlichen Werten überforderter Jugendlicher meist türkischer und arabischer Provenienz, kanalisieren sich in Respektlosigkeit und Rohheit. Daneben scheinen immer mehr orientierungslose Einwohner ihr bekümmerliches Dasein nur noch im Rausch ertragen zu können. Die zunehmend ausbleibende soziale Kontrolle als Regulativ lässt Schamgrenzen fallen und erhebt öffentlichen Alkoholkonsum zur öden Normalität. Florierende Spielsalons und Wettbüros an jeder Ecke weisen den Weg in triste Inhaltslosigkeit, während die Gebete der letzten Gläubigen indessen verhallen. 

Sonntägliche Gottesdienste haben längst den Charakter konspirativer Treffen exotischer Sekten angenommen, christliche Gotteshäuser als sichtbare Relikte einer überkommenen Zeit harren ihrer unvermeidbaren Verschrottung. Der materialistisch orientierte Zeitgenosse kann auf göttlichen Beistand verzichten. Ich selbst besuche keine Gottesdienste mehr, seit ein bräsiger Kirchenfunktionär vor der Gemeinde allen Ernstes behauptete, dass von einer Überfremdung selbst angesichts unkontrollierter Massenzuwanderung keine Rede sein könne. Die pastorale Belehrung ändert an der Realität des Irdischen nichts, immerhin bleibt dem Gläubigen die Hoffnung auf ein zuträglicheres Umfeld nach der Auferstehung. Zum Austritt aus der EKD fehlt mir noch die Kraft.

Der Verlust von Transzendenz bleibt nicht folgenlos. Ein Volk, dem neben seinem nationalen auch sein religiöses Selbstverständnis fremd geworden ist, liefert sich den Einflüssen dämonischer Kräfte schutzlos aus. Der alte Dämon, die zeitgemäße Kreatur der Finsternis heißt Maßlosigkeit, seine Religion steht für das Haben statt für das Sein. Seine Kultstätte im Viertel ist das meist gut besuchte „Gesundbrunnen-Einkaufscenter“. Krimskrams für alle, was für das Seelenheil gebraucht wird, findet sich dort nicht. Manchmal will es mir scheinen, mit einem zugewanderten streng gläubigen Moslem, der seine archaisch anmutende Daseinsform und sittlichen Maßstäbe zu bewahren sucht, vielleicht mehr gemein zu haben, als mit den Gewohnheitsatheisten meines Volkes.

Resignierende Kapitulation und Abgang in ein trügerisches Exil?

Nun stünde es mir ja frei, jederzeit meinen Wohnort zu wechseln. „Alter Querulant, zieh` doch nach Friedenau, da is` die Welt noch in Ordnung. Ick wär` schon längst weg, hät´ ick hier nich` meinen Wahlkreis“, war der profane Ratschlag einer mir bekannten Bezirkspolitikerin schon vor mehr als zwanzig Jahren. Während der Großteil der bereits in erträglichere Wohnquartiere Abgewanderten ihren Entschluss wohl eher als willkommene Erlösung oder geglückte Befreiung begreifen kann, würde ich ihn vielmehr als resignierende Kapitulation und Abgang in ein selbst gewähltes, trügerisches Exil auffassen.

Ein Leben in substanzloser und realitätsbereinigter Selbstverwirklichungsidylle von Bildungsbürgern kann nicht Alternative sein und hat für mich keine Anziehungskraft. Dann lieber ein kurzweiliges Dasein am Abgrund. Und, ein Privileg bietet sich mir immerhin: Wer sonst kann schon den sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Niedergang seiner unmittelbaren Heimat live in Echtzeit miterleben? So eine Gelegenheit wird sich mir andernorts so schnell nicht wieder bieten.

Wer meint, dass der ethnologische Wandel in Deutschland ein träger vor sich hin dümpelnder Prozess bleiben wird und dass die Konsequenzen einer nach moralisch-ethischen Gesichtspunkten ausgerichteten Ausländer- und Asylpolitik ihn zu Lebzeiten nicht einholen können, der kann sich irren. Einer der drei Grundsätze der materialistischen Dialektik von Friedrich Engels ist das Gesetz des Umschlagens quantitativer Veränderungen in qualitative und umgekehrt. Beim Erhitzen ändert flüssiges Wasser seinen Aggregatzustand erst bei exakt 100 Grad, dann verdampft es zu Wasserdampf, vorher geschieht nichts Bedeutsames. Wie lange es braucht, das Wasser im heimischen Kessel zum Siedepunkt zu bringen, ist ungewiss, dass es ihn erreichen wird, denn die Triebkräfte versiegen nicht, ist dagegen sicher.

Trägerenergien für die unausweichliche eruptive Entladung sind die exponentielle Zunahme gesellschaftlich und kulturell inkompatibler Zuwanderer sowie das fortschreitende Zerfallen von Staatsgewalt verbunden mit dem Anwachsen politischer Macht der neuen Rechten. Der gesellschaftliche Transformationsprozess im „Brunnenviertel“ ist längst in seine kritische Phase eingetreten; hier lässt sich wie bei einem Schlangenei das bereits fertig ausgebildete Reptil durch seine halbtransparente Schale betrachten. Der Quantensprung der Brut ist lediglich der Schlupf. Der politisch-mediale Komplex kann bis dahin ignorieren und schönreden, es wird ihm nichts nutzen, er wird mit in den Abgrund gerissen.

Detlef Rogge lebt in der dritten Generation im Berliner Bezirk Wedding, nunmehr vierundsechzigjährig ist er seit 1981 im „Brunnenviertel“ zu Hause. Beruflich war er bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand in der Weddinger Kommunalverwaltung tätig. Einer politischen Partei gehört er nicht an.

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Leserpost (75)
Kathrin Zimmer / 24.08.2018

Lieber Herr Rogge, danke für diesen Artikel. Ich bin auch ein “Frontschwein” im Wedding. Allerdings mehr oberhalb des Gesundbrunnen-Centers, Badstraße.  Gott sei Dank muß ich dort nicht wohnen, sondern “nur” arbeiten. Wir sind vor einigen Jahren, da war es allerdings noch nicht sooo schlimm, an den Stadtrand Berlins umgezogen. Hier geht es noch, aber man bemerkt doch seit ca. einem Jahr eine steigende Tendenz von Migranten, oder sollte ich sagen: Flüchtlinge? Respekt, daß Sie sich das im Wedding noch antun! Ich könnte das glaub ich nicht. Fühle mich schon tagsüber ziemlich bedrängt, wenn ich die Badstrasse runterlaufe oder auch mal kurz ins Center muß, was einkaufen. Es ist einfach keine Lebensqualität mehr. Ich denke manchmal, ich bin in Afrika. Vom Schmutz und Müll ganz zu schweigen. Wenn ich dann abends in der Ring-Bahn Richtung Wohnung sitze, atme ich erst mal durch… Wie soll das alles noch weiter gehen. Ich wünschte, unser Regierender Bürgermeister würde mal abends ohne Begleitschutz durch den Wedding laufen und zum krönenden Abschluß noch eine Runde mit der U-Bahn Richtung Alex fahren, aber ich schätze mal, daß hat er nicht drauf.

klaus Blankenhagel / 24.08.2018

Ich lebte einst im noch damals gemuetlichen Westberlin ( Attilastrasse). Als ich jedoch mein Rentenalter mit 60 ( ging damals noch, SGB 428) erreicht hatte, zog es mich am ersten Tag der Rente ins Land meiner frueheren permanenten Urlaube, den USA. Nie wieder habe ich Deutschland danach besucht, ausser mal zwei Tage in Frankfurt. Wegen der Finanzen. What a feeling!! Hier ist noch viel Platz.

Ulrich Bohl / 24.08.2018

Dem was Hr. Rogge schreibt kann ich aus eigenem Erleben von früher und jetzt nur zu 100% zustimmen mehr geht nicht. Ich kenne das Viertel von früher und meide es heute, soweit ist es schon gekommen. No-go-Areas für Deutsche. In einem Haus das ich betrat stand zu lesen ” Deutsche raus”.

H. Grantel / 24.08.2018

Lieber Detlef Rogge, Ihre Beschreibung heute und auch der gestrige Beitrag von Frau Schunke berühren mich. Ich wohne in Oldenburg in Niedersachsen. In der Innenstadt ist der Grad der in schwarz gekleideten Buntheit noch Tageszeitabhängig.  Beim morgendlichen Cappuccino sind Ureinwohner neben wenigen unauffälligen osteuropäischen Handwerkern weitgehend unter sich. Das ändert sich am späten Nachmittag. Wenn ich mit dem Rad in die Stadt fahre, muss ich durch einen bereicherten Stadtteil. Mit dem schnellen Rad aber tagsüber noch kein Sicherheits-Problem. Mich ärgern dann nur die von meinem Geld mitbezahlten Aldi-Tüten der Dankbarkeitlosen. Gestern gab es einen Schleuser-Unterstützungs-Flashmob der Mittelmeer-Taxi Fraktion. Motto: “Ich rette-andere bezahlen”. Unbesorgte Jung-Bürger fühlen sich als Seenotretter und die Ureinwohner sollen die All-inclusive Folgekosten übernehmen. Soweit, so grün. Öffentliche Gegenpositionen werden von der lokalen Presse ignoriert (man hält sich bei der NWZ lediglich einen Alibi-Beißer) und bei AFD-Auftritten hilft auch körperlich die Antifa gerne bei der Durchsetzung der richtigen Gesinnung aus (Hampel - Faustschlag ins Gesicht). Die von Frau Schunke beschriebene Halbmond-Auszeit (bei ihr Sylt) gönne ich mir in den Niederlanden, Provinz Friesland. Ich brauche diese Flucht in geordnete Verhältnisse um Kraft zu tanken und einfach nur mal sagen zu können: Das Leben ist schön. Ich beobachte Kinder mit ihren Eltern, einen respektvollen und freundlichen Umgang untereinander, eine nettes Gespräch und Humor. Die Straßen sind gut. Radfahrer und Autofahrer sehen sich nicht als Gegner. Eine 10 Meter breite Nebenstraße hat an den Seiten eine gestrichelte Linie, keinen Mittelstreifen. Rücksicht funktioniert durch die Mentalität dort gut. Berlin und Hamburg-Touren habe ich seit Jahren gestrichen. Ich behalte lieber schräge Erinnerungen an Besuche dort in den 70-er und 80-er Jahren. Deutschland macht mir keinen Spaß mehr. Viele Grüße, H. Grantel

Walter Wilhelm / 24.08.2018

Sie irren. Das eine neue Identität der Gemeinschaft und Gesellschaft stiftende Merkmal ist der Islam, nur dass er eben nicht Ihre Identität prägt. Dann heißt es bald wieder „Berlin - judenfrei“ statt „Berlin - nazifrei“. Ansonsten ist Ihr Artikel weinerlich. Ich habe kein Mitleid mit Ihnen, eher im Gegenteil, denn Ihre Einlassungen legen nahe, dass Sie das bekommen haben, was Sie bestellt haben, nämlich links-rot-grüne Politik in Reinkultur: einerseits über die EKD, andererseits über die Wahl der Merkel-Parteien oder gar der Sozialisten und Kommunisten, wobei letztere Partei ja bald zum Merkel-Block gehören wird beziehungsweise eigentlich unter anderem auch, aber nicht nur aufgrund der fatalen Migrationspolitik längst gehört.

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