In den ersten beiden Teilen unserer kleinen Sommerserie (siehe hier und hier) haben wir uns mit überraschend unbekannten Originalen weltbekannter Hits beschäftigt. Diesmal liegt der Fokus auf großen Hits, die ursprünglich von weltberühmten Musikern stammen, deren Originalversionen jedoch unbekannt geblieben sind, während andere Interpreten damit ihre größten Erfolge feierten.
Ich hörte den Song bewusst das erste Mal in Jimmy Somervilles Reggae-Version von 1990. Erst später erfuhr ich, dass das Original vom ersten Album der Bee Gees aus dem Jahr 1967 stammt
Genauso ging es mir mit diesem Lied, das ich lange nur in der Version von UB40 aus den 80ern kannte. Bis ich eines schönen Tages über die 1967er Originalversion von Neil Diamond gestolpert bin
Dass Sinéad O'Connors größter Hit von Prince geschrieben wurde, hat man vielleicht schon mal gehört. Aber wer hat bitteschön die Originalversion von The Family aus dem Jahr 1985 auf dem Schirm?
David Bowie war 1983 mit Songs wie „Let's Dance“ und „China Girl“ auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Letzterer stammt im Original jedoch von seinem Mitbewohner aus Berliner Zeiten: Iggy Pop.
Mit diesem Song lieferten die Pet Shop Boys 1993 die Hymne zum Fall des Eisernen Vorhangs. Das Lied gab es aber schon lange davor. Nämlich seit 1979, gesungen von den Village People.
Mit dem Titel gelang den Tremeloes 1967 der internationale Durchbruch. Geschrieben wurde der Song aber von Cat Stevens, der seine eigene Version im selben Jahr auf seinem Debütalbum veröffentlichte.
Mit dem Stück hat Santana 1970 Maßstäbe gesetzt. Ich staunte nicht schlecht, als ich später die frühen Fleetwood Mac mit Peter Green entdeckte und erstmals die Originalversion von 1968 hörte.
1976 landete Manfred Mann's Earth Band mit ihrer Bearbeitung des Songs einen Nummer-eins-Hit in den USA. Die Originalversion befindet sich jedoch auf Bruce Springsteens Debütalbum aus dem Jahr 1973.
Mit der Schnulze knackte die schottische Hard-Rock-Band Nazareth 1974 sogar die US-amerikanischen Top Ten. Das Original stammt jedoch von den Everly Brothers und erschien bereits im Jahr 1960
Die Ballade sollte 1974 zum letzten großen Hit der Hollies werden. Zwei Jahre zuvor war die Originalversion des anderweitig erfolgreichen britischen Singer-Songwriters Albert Hammond erschienen.
Das One-Hit-Wonder von Terry Jacks war 1974 Nummer-eins in internationalen Charts. Das französische Original „Le Moribond“ stammt jedoch aus dem Jahr 1961 von dem belgischen Chansonnier Jacques Brel.
Es braucht viel Fantasie, um in Joni Mitchells Folk-Ballade eine Hardrock-Nummer zu hören. Die Schotten-Rocker von Nazareth hatten diese Vorstellungskraft und machten daraus einen Rock-Klassiker.
Der Song wurde 1989 zu einem der größten Hits von Tina Turner. Erstmals aufgenommen und veröffentlicht wurde er jedoch im Jahr zuvor von der Waliserin mit der rauen Stimme: Bonnie Tyler.
1967 landete Soul-Queen Aretha Franklin mit diesem Stück den größten Hit ihrer Karriere. Das Original erschien jedoch zwei Jahre zuvor, geschrieben und gesungen von dem großen Otis Redding.
„The Mighty Quinn (Quinn the Eskimo)“
Der Song war 1968 ein großer Hit für Manfred Mann. Vorlage war ein Outtake aus Bob Dylan & The Bands Basement Tapes. Dylan selbst veröffentlichte erstmals 1970 eine Live-Aufnahme davon.
Bei dem Song denkt man sofort an Frank Sinatra. Das Original war jedoch der Titelsong eines Filmes von 1977, weshalb es eigentlich auch „Theme from New York, New York“ heißt, und wurde von Liza Minnelli gesungen.
Foto: Bonnie Tyler, Berlin, 1992.

Ich ergänze die Liste mal um meinen derzeitigen Favoriten: „Over the Hills and far away“. Im Original ursprünglich von Gary Moore und sogar ein großer Hit in den späten 80ern und dann vor einem guten Jahrzehnt in der Version von Nightwish noch einmal. Der Song trifft meine Situation schon ziemlich hart ins Mark. Und die meines Umfeldes anscheinend auch. Noch ein Satz zu Bonnie Tyler: Eine geile Stimme. Ich fand Frauen mit rauchigem Timbre schon immer sehr anziehend. :-)