Im Südwesten der Bundesrepublik gibt es eine mittelgroße Stadt, und in dieser Stadt gibt es auch eine kleine jüdische Gemeinde. Bis jetzt ist man gut miteinander ausgekommen, zumindest ist nichts Gegenteiliges bekannt. Für europäische Verhältnisse ist die Stadt relativ jung, sie wurde 1715 von einem Markgrafen gegründet und diente ihm als Residenz. Heute residieren dort neun Hochschulen, darunter auch eine international anerkannte „Exzellenzuniversität“.
Nun ist die jüdische Gemeinde der Stadt mit einem Anliegen an diese Institution herangetreten. Man möge bitte einen „Antisemitismus-Beauftragten“ berufen. Worauf die Leitung der Hochschule Repräsentanten der jüdischen Gemeinde zu einem klärenden Gespräch einlud.
Dabei wurde den Vertretern der Gemeinde vermittelt, es gebe im Haus bereits einen Tierschutzbeauftragten, eine Ansprechperson für den Bereich sexuelle Belästigung, einen Umwelt- und Bioschutzbeauftragten, einen Strahlenschutzbeauftragten und eine Anti-Diskriminierungsbeauftragte, die sich auch um jüdische Anliegen kümmern würde. Das sei alles gut und schön, meinten die Gemeindevertreter, man brauche aber trotzdem einen eigenen Antisemitismusbeauftragten.
So kam man sich zwar näher, aber doch nicht zusammen. Es wird auf absehbare Zeit keinen und keine Antisemitismusbeauftragte(n) an der betroffenen Hochschule gaben.
Hauptsache, es gibt einen Grüßaugust
Lebte Efraim Kishon noch, würde er aus dieser kleinen Posse eine Komödie machen. Mehr Beauftragte braucht das Land, vor allem mehr Antisemitismus-Beauftragte!
Inzwischen gibt es in jedem Bundesland einen, in Berlin sogar fünf, darunter auch einen AS-Beauftragten für die ganze Republik. Viele Städte und Kommunen sind dem Beispiel gefolgt. Wie erfolgreich sie wirken, kann man vor allem an der kräftig gestiegenen Anzahl antisemitischer Zwischenfälle seit dem 7. Oktober 2023 ablesen. Es scheint da eine Korrelation zu geben. Man arbeitet zwar nicht miteinander, aber doch einander zu.
Die perfekte Lösung hat man in einem Bundesland südlich des Mains gefunden, wo ein gerichtlich anerkannter Antisemit als Antisemitismus-Beauftragter amtiert. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, bündelt Synergien und spart zugleich Planstellen. Und die Juden bzw. die jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen? Denen ist es recht. Hauptsache, es gibt einen Grüßaugust, der dafür sorgt, dass der Antisemitismus ein Gesicht hat.

Efraim Kishon war meine erste bewusste Begegnung mit dem Judentum, und ich habe seine Bücher bis heute nicht vergessen. Wir sollten einen Wettbewerb machen: Wer wird der beste Antisemitismusbeauftragte des Landes!
Und darf der Antisemitismusbeauftragte auch am Shabbat arbeite? Können wir uns einen Tag mit Antisemitismus alle sieben Tage leisten?
Was hätten wir Geld über wenn wir alle Nichtsnutze, Nichtskönner, Nichtsleister, alle die für irgendwen und irgendwas Beauftragte, alle Qotenweiber dem normalen Arbeitsmarkt zuführen könnten. Soviel Experten und Akademiker die man umschulen könnte zum Straßenkehrenden. Was hätten wir saubere Straßen und Grünanlagen. Aber wir leisten uns diese Leute die man so dringend braucht wie ein Kropf. Wie sage ich immer: Keine Zähne um Maul aber Lapaloma pfeifen!
Das Baden-Württembergische Exemplar i.S. Antisemitismus dieser Spezies ist ganz besonders produktiv und „Spektrum der Wissenschaft“ gibt ihm offenbar mit Begeisterung Raum für seine schwachsinnigen Ergüsse – man google nach „7 Vorteile erneuerbarer Friedensenergien, 7 Nachteile fossiler Gewaltenergien“…
Fortsetzung des Perpetuum mobile. Nach dem das Perpetuum mobile seine Arbeit getan hat, sind alle Fliegen mit einem Schlag erledigt. Die AfD hat Reißaus genommen, Wokismus, Diversität und Multikulti sind Geschichte, der allzu lästige jüdisch-christliche Gott ist durch den antisemitischen ersetzt worden und Putin wird sich ein für alle Mal hüten, dieses wehrhafte Land anzugreifen. Die Wirtschaft fängt an zu blühen und das BIP geht durch die Decke. Endlich ist genügend Geld vorhanden um das sozialistische Paradies Wirklichkeit werden zu lassen. Das Gesundheitswesen und die Altenpflege werden weltweit das allerbeste sein und vor allem gratis, hoffentlich nicht umsonst. Am deutschen Wesen wird endlich die Welt genesen.
Ein sich selbst erhaltender Wirtschaftszweig.
Der immer weiter gehende Import von neuen Antisemiten sorgt dafür,
das diesen Beauftragten niemals die Arbeit ausgeht.
Wobei ich vermute, das die gar nicht so viel arbeiten und man speziell bei dieser neu hinzugekommenen Klientel ohnehin lieber nichts macht.
Wolfsmanager für Graue Wölfe?
Jeder vom Staat bezahle Antisemitismusbeauftragte ist eine gekaufte Stimme mehr um weitere Antisemiten ins Land zu holen. Dann sind noch mehr Antisemitusmusbeauftragte nötig. Ein wunderbares Perpetuum mobile. Schließlich haben wir keine Semiten mehr im Lande aber haufenweise Antisemiten und deren Beauftragte. Läuft doch ganz nach Wunsch.