Es ist schon interessant, was in den deutschen Leitmedien so alles nicht berichtet wird. Offensichtlich soll der deutsche Bezahlmichel nichts von Erfolgen einer Technologie erfahren, die von Staats wegen als „totes Pferd“ gilt.
„Halt du sie dumm, ich mach sie arm“. Sagte das früher der Fürst zum Bischof, so sagt das heute der Minister zum Journalisten. Oder noch besser, er braucht es gar nicht zu sagen, es funktioniert auch so.
FOCUS-Online jubelt: „292 Meter Durchmesser, Strom für 25.000 Haushalte: Windrad sprengt alle Rekorde…
Trotz stetig wachsender Nachfrage an sauberer Energie waren europäische Windrad-Hersteller in diesem Jahr von Krisen geplagt. Siemens Energy fragte die Bundesregierung nach Staatsgarantien, um das Geschäft am Laufen zu halten. Auch das dänische Windkraftunternehmen Ørsted machte Verluste in Milliardenhöhe. Doch die Offshore-Windkraft entwickelt sich weiter – allerdings vor allem in China. Jahr für Jahr kommen größere und leistungsfähigere Anlagen auf den Markt. Jetzt wurde ein neuer Rekordhalter verkündet – mit gigantischen Maßen. Die neue Anlage trägt Namen MySE 18.X-20MW. Sie weist einen Rotordurchmesser von stolzen 292 Metern auf. Damit ist die Spannweite der Rotoren in etwa so groß wie das größte Hochhaus in Deutschland, der Commerzbank Tower in Frankfurt“.
Die Windmühle ist höher als der Kölner Dom und fast so hoch wie der Eiffelturm. Sie ist aus 70 Kilometer Entfernung zu sehen. Zweifellos eine ingeniöse Meisterleistung mit einer installierten Leistung von 20 MW. Da gibt's offenbar allen Grund zum Jubeln.
Schweigen im Blätterwald
Vor zwei Wochen hüllten sich deutsche Medien einschließlich des Focus in vornehmes Schweigen, als es einen anderen chinesischen Durchbruch zu vermelden gab: Chinas erster inhärent sicherer Klein-Reaktor der vierten Generation, der SMR HTR-PM ging in Betrieb. Und der kann nicht nur 25.000, sondern 250.000 Haushalte versorgen. Sogar bei Flaute. Man muss schon fremdsprachige Medien aufrufen, um an die Information zu kommen.
Der HTR-PM besteht aus zwei kleinen Reaktoren (jeweils 250 MWthermisch), die eine einzelne Dampfturbine mit 210 MWelektrisch antreiben. Er verwendet Helium als Kühlmittel und einen Graphitmoderator. Jeder Reaktor ist mit mehr als 245.000 kugelförmigen Brennelementen ("pebbles") bestückt, die jeweils einen Durchmesser von 60 mm haben und 7 g auf 8,5 Prozent angereicherten Brennstoff enthalten. Jede Brennstoffkugel hat eine Außenschicht aus Graphit und enthält etwa 12.000 vierfach keramikbeschichtete Brennstoffpartikel, die in einer Matrix aus Graphitpulver verteilt sind. Der Brennstoff weist hohe inhärente Sicherheitseigenschaften auf. Er entlässt auch bei Temperaturen von bis zu 1.620°C noch keine Radioaktivität. Diese Temperatur ist weit höher als die Temperaturen, die selbst in extremen Unfallsituationen auftreten würden.
Der deutsche Kugelhaufenreaktor
Es ist müßig, darüber zu berichten, dass das Funktionsprinzip dieses Reaktors einst in Deutschland entwickelt wurde und als gescheitertes Reaktorprojekt in Hamm-Uentrop in die Geschichte einging. Aber das ist ja auch mit dem deutschen Transrapid passiert, der jetzt in Shanghai fährt, und es wird wohl auch mit dem deutschen Dual-Fluid-Reaktor so ähnlich gehen.
Es ist schon interessant, was in den deutschen Leitmedien so alles nicht berichtet wird. Offensichtlich soll der deutsche Bezahlmichel nichts von Erfolgen einer Technologie erfahren, die von Staats wegen als „totes Pferd“ gilt. Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Sonst käme er vielleicht noch auf die Idee, dass so kurz vor Weihnachten zumindest ein kleiner Teil seines Einkommens besser in seinem eigenen Portemonnaie aufgehoben wäre, als in Radwege in Peru investiert zu werden. Deutschland zahlte China für Entwicklungshilfe von 2017 bis 2021 fast drei Milliarden Dollar. Mit dieser Hilfe kann man schon einen neuen Kugelhaufenreaktor entwickeln.
Manfred Haferburg wurde 1948 in Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW der DDR in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann.

Da musste ich Lachen: „…die deutschen Leitmedien…“ das glauben auch nur die selber. Es vergeht kein Tag mehr wo ich nicht zumindest 1 Person treffe die sich lustig macht über die „deutschen Leitmedien“. In DK hab ich die Schlagzeile gelesen: „Die Deutsche Regierung wird evtl noch ein wenig überleben, aber die Wirtschaft wird es nicht so lange schaffen“. Das ist gut auf den Punkt gebracht. Die Politgenossen samt EU müssen asap wech … die werden alle das nicht mehr verstehen was es bedeutet FÜR DAS VOLK zu arbeiten. Als Tipp – Steuern, Abgaben & Verordnung/ Gesetze für Bullshit zu erfinden ist es nicht.
Sehr geehrter Herr Haferburg,
ich hoffe, Sie ärgern sich genauso über die bornierten Deutschen, wie ich. Jedes Mal, wenn der Deutsche auf Wunderwaffen aus Berlin gewartet hat, ist es schiefgelaufen.
Mfg
Nico Schmidt
Wer in der Welt lachen will, schaut nach Deutschland. Wer nichts zu lachen hat, lebt in Deutschland.
Der chinesische Minireaktor ist nur eines von vielen Beispielen, die sich außerhalb des Geisterfahrers im Zentrum Europas abspielt. Die Welt befindet sich im Rausch einer Boomphase. Der Wohlstand im Rest der Welt steigt rasant an. Die Villen in Kalifornien und Florida haben oft über 1000 qm Wohnfläche. Im Land der dümmsten ReGierung der Welt planen die Kommunisten von SPD bereits die Enteignung Derer, die mehr als 45 qm pro Person bewohnen. Die Propagandisten der Zwangsfinanzierten achten streng darauf, nicht über den Tellerrand zu schauen. Der Frust über das, was sich außerhalb von Absurdistan abspielt, wäre zu groß. Die DDR2.0-Bürger müssen vom „Westfernsehen“ fern gehalten werden, sonst wären längst Millionen von Deutschen auf den Straßen, so wie 1989.
Entwicklungshilfe an China?!? Damit ist alles gesagt. Was ist das? Resultat aus einem Angebot, dass die Deutschen nicht ablehnen konnten? In China geht was. In Peru dann auch … und in Deutschland nur noch alles kaputt. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch lohnt, dagegen anzukämpfen oder ob da nichts mehr zu retten ist.
Was mich interessieren würde: je größer ein Windrad ist, um so stärker wirken die Kräfte die sich darauf auswirken und um so aufwendiger ist es das Windrad zu bauen.
Lohnen sich solch großen Räder überhaupt und wie lange halten diese Windräder den Einflüssen von Wind und Wetter stand?
In den Siebzigern- hatte ich ein Buch aus den Sechzigerjahren, das war voll an Beispielen für zukünftige kleine Reaktoren als Energiequellen. Erinnere mich sogar an ziemlich große Flugzeuge.
Diese kleineren Einheiten halte ich für interessant. Beispiel als Betriebs-Kraftwerk für ein Elektrostahlwerk mit Walzstraße, Glashütten, Chemieindustrie etc.
Die KP China plant nicht nur in die Zukunft sondern macht auch schon mal Zukunft.
In Deutschland baut man „Balkonkraftwerke“. Gute Nacht, der letzte macht dann bitte das Licht aus.