Politik und Wissenschaft sind recht eng verwoben. Dabei gilt: Je enger die Wissenschaft an den politischen Sektor oder dessen Vorfeldorganisationen heranrückt, desto stärker wird die Gefahr, dass ihre Erkenntnisse in deren Mahlstrom verzerrt werden, manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Und das trifft nicht etwa nur auf weiche Wissenschaften zu, sondern auch auf harte, wie Physik und Chemie. Energiewende, Klimawandel und die aktuelle Diskussion zu Dieselfahrverboten belegen das sehr deutlich. Vergleichsweise neu und in den letzten Jahren stark zunehmend ist die Tendenz, bereits im politischen Vorfeld, aber eindeutig noch im Hoheitsgebiet der Wissenschaft, deren Qualitätsstandards durch Moral und politische Haltung zu ersetzen, allerdings ohne die wissenschaftliche Tarnung aufzugeben.
Ein typisches Beispiel dafür ist eine im Kielwasser des UN-Migrationspakts erschienene, frei zugängliche Publikation in Lancet, einer der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften weltweit. Unter Federführung einer Kommission des University College London hat ein vielköpfiges internationales Autorenkollektiv – eine Art medizinische Internationale der universalen Humanisten für eine barrierefreie Migration – einen äußerst umfangreichen Text samt einem Literaturverzeichnis mit 309 Publikationen vorgelegt.
Ziel war es, einen sogenannten „Goldstandard“ zu „Migration und Gesundheit“ vorzulegen, also nicht weniger als einen allgemeingültigen und maßgebenden Standard zu diesem Thema. Herausgekommen ist allerdings ein vorrangig von Haltung und Moral getragenes ideologisches Pamphlet, bestehend aus globalistischen Größenphantasien, viel heißer Luft, nicht belegten Behauptungen, Relativierungen, Aussparungen und einer nur in Form von Spurenelementen zu entdeckenden wissenschaftlichen Substanz. Es versteht sich von selbst, dass Belange der Einheimischen in den sog. „HICs“ (high income countries) – also westliche Länder mit hohem Einkommen – keinerlei Berücksichtigung finden.
Deutlich wird diese ideologielastige, wissenschaftsfeindliche Grundhaltung auch in dem (hinter der Bezahlschranke verborgenen) WELT-Interview zu dem Lancet-Artikel mit dem einzigen deutschen Mitautor, Dr. Michael Knipper, seines Zeichens wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Uni Gießen, wo der Kollege eine Nische gefunden hat als so eine Art Facharzt für Migration und Menschenrechte.
Viele neue und gut dotierte Stellen
Vorrangigstes Ziel der Lancet-Autoren ist es, mit dem Rückenwind durch den UN-Migrationspakt ihre damit eng verbundene medizinpolitische Agenda – als unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten vermeintlich so alternativlos wie zwingend erforderlich – interessierten Kreisen in Wissenschaft, Medien und Politik zugänglich zu machen. Der Text ist aber auch eine Art Handreichung für Agitatoren, die Migrationsskeptiker oder -realisten zum wahren Glauben bekehren möchten. Kaum jemand wird natürlich den gesamten – immerhin 49 Seiten umfassenden – Text lesen, sondern man wird sich vorrangig auf die Lektüre von Zusammenfassung und hervorgehobenen Kernaussagen beschränken. Die Hauptanliegen der Autoren sind, kurz zusammengefasst, folgende:
Die einzelnen Staaten – gemeint sind damit die HICs – sollen mit Hilfe von Medizin-Experten ihren Fokus stärker auf die gesundheitlichen Belange von Migranten richten und darüber hinaus sicherstellen, dass die Migranten an allen Entscheidungen über ihre gesundheitliche Versorgung beteiligt sind – was immer das genau heißen mag. Kontrolliert werden soll diese Fokussierung auf die gesundheitlichen Belange der Migranten durch einen neu zu implementierenden, speziellen UN-Gesandten in Verbindung mit ebenfalls noch zu schaffenden nationalen Beobachtungs- und Kontrollsystemen. Also viele neue und gut dotierte Stellen, auf denen man es vielleicht sogar mal auf die Titelseite der Süddeutschen schafft: „UN-Gesandter geißelt …“
Auch das nächste Ziel, nämlich Rassismus und Vorurteilen mit einer Null-Toleranz-Politik zu begegnen, könnte etliche Aktivisten in Lohn und Brot bringen. Denn die im Gesundheitssektor Beschäftigten sollen diesbezüglich durch entsprechende Verordnungen und Trainingsmaßnahmen „gestärkt“ werden. Überhaupt ist der energische und beharrliche Kampf gegen Populisten, Nationalisten und, natürlich, fake news den Autoren ein ganz besonderes Herzensanliegen.
Nicht zuletzt haben die Regierungen in den HICs sicherzustellen, dass alle Migranten-Gruppen universalen, gerechten und uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen Leistungen des Gesundheitssystems in ihrem Gastland erlangen – unabhängig von Alter, Geschlecht und auch ihrem rechtlichen Status. Sozusagen: legal, illegal, scheißegal. Dazu passend wird in dem Artikel der Begriff Migrant sehr weit gefasst und reicht von angeworbenen Arbeitsmigranten über Asylbewerber und Flüchtlinge bis hin zu den Illegalen. In Bezug auf Deutschland hält Kollege Knipper es bereits für diskriminierend, dass Asylbewerbern zunächst nur akutmedizinische Leistungen gewährt werden, weitergehende Leistungen hingegen nur auf speziellen Antrag. Er übersieht dabei, dass in mindestens sieben Bundesländern das faktisch bereits nicht mehr gilt und weitere Bundesländer an einer ähnlichen Regelung arbeiten, vor allem wohl, weil der bürokratische Aufwand unangemessen hoch ist.
Selbstverständlich angemessen gender- und kultursensibel
Doch die Agenda der Autoren ist nicht nur auf die Situation in den HICs, sondern global ausgerichtet. So sieht man sich zusammen mit der UN – natürlich mit entsprechender Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern und Geldgebern – in der Pflicht, bis 2030 eine medizinische Versorgung auf allen Migrationsrouten zu etablieren, selbstverständlich angemessen gender- und kultursensibel. Das Ziel ist eben eine nicht nur möglichst barrierefreie Migration, sondern dazu auch eine medizinisch begleitete. Um ein solches System zu etablieren, will man auf so bewährte Institutionen wie zum Beispiel die Afrikanische Union setzen, wo das Geld der Steuerzahler aus den HICs sicherlich prima aufgehoben ist.
Die psychische Situation von Migranten zu düster zu zeichnen, könnte ja vielleicht Ablehnung bei den Einheimischen provozieren. Besser also, man hält sich da ein bisschen zurück. Folglich äußert sich Dr. Knipper im WELT-Interview zum Thema traumatisierte Migranten auch erstaunlich nüchtern:
„Ja, auch in Deutschland kommen traumatisierte Menschen an. Aber auch wenn ein Mensch den Krieg und eine Flucht erlebt hat, heißt das nicht, dass er danach unweigerlich ein Leben lang psychisch schwer gestört ist.“
Gegen diese Sichtweise ist fachlich nichts einzuwenden. Aber ein bisschen genauer hätte es schon sein können. Schließlich ist der Kollege Co-Autor einer 2017 veröffentlichten deutschen Studie, in der es um die Häufigkeit von traumatisch bedingten psychischen Störungen bei einer Stichprobe von 242 „Flüchtlingen“ geht. Auf der Grundlage eines per Interview durchgeführten Fragebogen-Screenings wurden beachtliche 73 Prozent als psychisch auffällig beziehungsweise traumatisiert eingestuft. Obwohl die alle noch genauer diagnostisch abzuklären wären – wer soll das eigentlich leisten? – und dementsprechend völlig unklar ist, wie viele von ihnen tatsächlich ernsthaft psychisch gestört sind, wird das Screening-Ergebnis offenbar bereits als valides Ticket für die Annahme des Status eines Flüchtlings mit besonderem Schutzbedarf gewertet und der Fragebogen für den routinemäßigen Einsatz innerhalb der EU empfohlen.
Der Kampf gegen „Migrationsmythen“
Es gebe, so die Lancet-Autoren, sowohl bei medizinischen Laien als auch Experten leider bestimmte Vorbehalte gegen Migration. Bei diesen abweichenden Auffassungen handele es sich aber ausschließlich um „Mythen“ oder „unzutreffende Stereotype“. So klingt sie, die zeitgemäße Variante von: Die Partei, die Partei, die hat immer recht. Der Versuch, diese vermeintlich unzutreffenden Vorbehalte zu entlarven, bestimmt ganz überwiegend den im engeren Sinne medizinischen Teil der Abhandlung. Aus Platzgründen muss ich mich auch hier auf das Wesentliche beschränken.
Zunächst wird rhetorisch gefragt, ob die HICs befürchten müssten, von den Migranten überrannt zu werden? Nein, natürlich nicht, lautet die allerdings extrem dünne Antwort. Während in der Einleitung noch von einer Milliarde Migranten weltweit im Jahr 2018 die Rede ist, hält man sich in diesem Kapitel jetzt mit absoluten Zahlen strikt zurück. Stattdessen wird ausschließlich mit prozentualen oder sehr groben Häufigkeitsangaben operiert. So heißt es, dass sich doch nur eine Minderheit der Migranten in die HICs aufmachen. Die meisten würden doch innerhalb ihres Heimatlandes oder in Nachbarländer migrieren. Und in den HICs sei die Zahl der angekommenen Migranten von 1990 bis 2017 schließlich nur von 7,6 Prozent auf 13,4 Prozent angestiegen.
OK, akzeptiert. Aber worauf beziehen sich diese Prozentangaben? Doch wohl auf die Ausgangsgröße von einer Milliarde – eine andere Zahl wird im gesamten Text jedenfalls nicht genannt. Jährlich 13,4 Prozewnt davon ist aber doch wohl schon eine Größenordnung, die Befürchtungen, überrannt werden zu können, ohne weiteres rechtfertigt. Daran ändern auch die zum Abschluss des Kapitels aufgeführten und wohl beruhigend gemeinten zwei Botschaften nichts: In den genannten Prozentangaben seien ja auch die Studenten aus armen Ländern enthalten, die nach dem Studium wieder in ihre Heimat zurückkehren. Und außerdem hätte es im Rahmen der europäischen Kolonialisierung von Amerika und Australien vergleichsweise viel größere Einwanderungswellen gegeben.
Anstatt solche in diesem Zusammenhang unsinnigen, bemüht-relativierenden historischen Vergleiche anzubringen, hätten die Autoren sich vielmehr beschäftigen sollen mit den Folgen ihrer als (zusätzliche) Pull-Faktoren wirkenden Vorhaben. Darüber hinaus unterlassen sie auch jede Thematisierung des in vielen Regionen ungebrochenen Bevölkerungswachstums samt dem daraus folgenden, weiter zunehmenden Migrationsdruck.
Verursachen Migranten etwa Kosten?
Nun geht es um die Fragen, ob die Migranten vielleicht eine Belastung für das jeweilige Gesundheitssystem oder ein ökonomisches Risiko darstellen könnten. Die absehbaren Antworten: Jeweils ein klares nein. Die Gesundheitssysteme seien doch vielmehr auf ihre zahleichen migrantischen Arbeitskräfte angewiesen – was allerdings eine gänzlich andere Baustelle ist als die Folgen einer uneingeschränkten Inanspruchnahme eines Systems, in das nie eingezahlt wurde. Ansonsten hätten ökonomische Analysen gezeigt, dass in wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern Migranten regelhaft und nennenswert zum Wirtschaftswachstum ihres Gastlandes beitragen.
Es soll hier nicht bestritten werden, dass das auf bestimmte (historische) Migranten-Populationen oder etwa von Australien angeworbene Einwanderer zutrifft. Aber es ist zu bestreiten, dass durch die aktuelle Migration in die EU im Allgemeinen und nach Deutschland im Besonderen ein dadurch induziertes Wirtschaftswachstum tatsächlich nachhaltig ist. Ein ähnlicher Effekt hätte in Deutschland auch erzielt werden können durch großzügige Anmietung und den Neubau von Hotels seitens des Staates, in Verbindung mit der Vergabe von kostenlosen Feriengutscheinen mit freiem Transport, Vollpension, Kinderbeaufsichtigung plus Gratis-Unterhaltungsprogramm für jeden Harzt-IV-Bezieher zwischen 20 und 40 Jahren.
Klar, dass sich die Lancet-Autoren um eine genaue Antwort zu der entscheidenden Frage drücken, was es ökonomisch wohl bedeutet, wenn die Migranten überwiegend aus sehr kulturfernen, meist muslimischen Ländern stammen, meist nur über geringe oder gar keine schulische oder berufliche Bildung verfügen und auch nach zehn Jahren höchstwahrscheinlich noch eine deutlich niedrigere Beschäftigungsquote, vorzugsweise im Niedriglohnsektor, aufweisen werden, aber vom ersten Tag an zahlreiche Sozial- und Infrastrukturleistungen in Anspruch nehmen.
Ein weiterer Mythos darf natürlich nicht fehlen: Sind Migranten tatsächlich fruchtbarer als Einheimische? Hier lautet die etwas verschwurbelte Antwort: Eigentlich nein, höchstens ein bisschen, aber eher nicht. Zur Widerlegung dieses Mythos wird nur eine einzige, in fünf EU-Ländern und der Schweiz durchgeführte Studie herangezogen. Das ist schon sehr ungewöhnlich, allemal für einen Goldstandard.
Zusätzlich setzt man ganz offensichtlich darauf, dass sich niemand die Mühe macht, diese sich mit sehr speziellen Aspekten der Fruchtbarkeit beschäftigende Studie auch tatsächlich zu lesen. Unterzieht man sich dieser Mühe, findet man die Behauptungen des Lancet-Autorenkollektivs nicht nur nicht belegt, sondern ganz, ganz überwiegend das pure Gegenteil. Unglaublich! Das treffliche Schlusswort zu diesem „Mythos“ sei dem Kollegen Knipper gewährt: „Es ist absurd, Migration mit der Gefahr der Überfremdung in Zusammenhang zu bringen.“ (WELT-Interview) Das nennt man denn wohl „Vorwärtsverteidigung“.
Ansteckende Krankheiten?
Wenn zu guter Letzt gefragt wird, ob es ein Risiko gebe, dass Migranten die einheimische Bevölkerung mit bestimmten Krankheiten anstecken könnten, kommen die Autoren zunächst nicht ganz umhin, zuzugestehen, dass Migranten aus bestimmten Ländern häufiger unter schwerwiegenden ansteckenden Krankheiten leiden, vor allem Tuberkulose (TBC). Aber Dr. Knipper versucht selbst das irgendwie noch zu relativieren. Auf die WELT-Frage: „Dann bringen Flüchtlinge also doch Krankheiten hierher?“ antwortet er:
„So eindeutig kann man es nicht sagen! Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Erreger an einen Deutschen weitergeben liegt praktisch bei Null. Denn man muss schon acht Stunden lang mit einem an offener TBC leidenden Patienten in einem Raum zusammen sein, um sich anzustecken.“
Einmal abgesehen davon, dass der Kollege einen mehrstündigen gemeinsamen Aufenthalt von einem Deutschen mit einem Migranten in einem Raum für offenbar ausgeschlossen hält, relativiert er hier das Infektionsrisiko eindeutig zu stark. Auch wenn es sich bei der TBC in der Tat um keine hoch infektiöse Erkrankung handelt, ist das mit den acht Stunden schlicht Blödsinn.
Umfassende Informationen zur Verbreitung der Tuberkulose in Deutschland bieten die jährlichen Berichte des Robert-Koch-Instituts: So war Deutschland auf einem guten Weg, die TBC nahezu auszurotten, denn die Neuerkrankungsrate hatte über mehrere Jahre, bis 2012, stetig und deutlich abgenommen. Seitdem ist sie wieder – teils drastisch – angestiegen, mit einem Maximum in 2016. Mittlerweile ist die TBC ganz überwiegend eine Erkrankung von nicht in Deutschland geborenen Personen, die 18,5 mal häufiger betroffen sind als die in Deutschland Geborenen.
Wäre es nicht ehrlicher und auch wesentlich sozialverträglicher, stünde die (medizinische) Internationale des universalen Humanismus schlicht und einfach nur zu ihren moralischen Überzeugungen und verzichtete darauf, ihre Haltung auch mit vermeintlich rationalen Argumenten zu unterfüttern? Man kann doch auch ohne pseudowissenschaftliche Begründungen schlicht dafür eintreten, dass man sich allen Bedrängten dieser Erde verpflichtet fühlt – wir müssen doch helfen! –, und sich freuen, wenn die zu uns kommen, damit sie es hier besser haben und wir ein bisschen bunter. So könnte man doch wirklich einmal Haltung zeigen. Aber nein, stattdessen wird gar der Versuch unternommen, einen wissenschaftlichen Goldstandard vorzulegen. Das allerdings ist Alchemisten noch nie gelungen.
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wolfgang Meins ist Neuropsychologe, Arzt für Psychiatrie und Neurologie und apl. Professor für Psychiatrie. In den letzten Jahren überwiegend tätig als gerichtlicher Sachverständiger im sozial- und zivilrechtlichen Bereich.
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Bereits zur Hitlerzeit vermochten einige Ihrer Kollegen anhand der Physiognomie eines Juden Rückschlüsse auf dessen Charakter und seine Handlungsweisen zu schließen. Ärzte, eigentlich an den Hippokratischen Eid gebunden, laborierten emsig, im Auftrage des Führers, zu Versuchszwecken an KZ-Häftlingen herum. Also nichts Neues im Westen. Rückrat ist keine Frage der Berufswahl. Der Ökofaschismus hält Einzug in Deutschland. Seine Jünger besetzen bereits die Schnittstellen der Gesellschaft. Merkel, einst Opposition, wechselte das politische Lager und führt den linken Ökofaschismus über EU und UN -Direktiven und mediale Osmose zum Ziel. Was machen die Bürgerlichen? Gebärden sich wie eine betrogene Ehefrau. Ahnen es, wollen es aber nicht wahrhaben. Aber was erzähle ich Ihnen, das ist ja wohl Ihr Fachgebiet...... Danke, daß Sie uns auf dem Laufenden halten.
"Lancet! Where is the bloody Lancet?" (John Cleese im "My brain hurts" Sketch)
Ich habe doch (rein versehentlich, selbstverständlich) tatsächlich gelesen "die im Gesundheitssystem Geschädigten"! Es wird wohl höchste Zeit, meine Augen kontrollieren zu lassen ... - Schon klar: die Möglichkeit (ich will hier nicht das Wort mit 'G' nutzen), sich mit einer 'zugewanderten' Krankheit zu infizieren ist ebenso unwahrscheinlich, wie jene, von einem - gegen das Dieselfahrverbot sowie beständig sinkenden zugelassenen Schadstoffausstoss - protestierenden LKW oder PKW (welche ihren Unmut dadurch kundtun, dass sie in Menschenmengen rasen) oder durch - sich unter Generalverdacht gestellt und dadurch diskriminiert fühlende - telepathisch gelenkte umherfliegende Messer, Macheten, Äxte oder dergleichen schwer- bis lebensgefährlich verletzt zu werden. Also: erleichtert aufatmen. 'Alles in Ordnung' ... (Ich bitte, meinen Sarkasmus zu entschuldigen. Dieser ist leider das Einzige, was mich derzeit noch vom Verzweifeln ob des stetig sich weiter ausbreitenden Wahnsinns bewahrt)
Ich schäme mich für meinen Berufsstand! Wie kann man sich nur für die Verbreitung eines derartigen ideologischen Schwachsinns hergeben und diesen auch noch als "Wissenschaft" darstellen? Das Image der Ärzte hat durch Falschabrechnungen und Transplantationsskandale - zu recht - deutlich gelitten, aber diese pseudowissenschaftliche Propaganda bedeutet meiner Meinung einen viel größeren Schaden für unsere Gesellschaft und die indigene, steuerzahlende Bevölkerung aller "HICs".
Sehr geehrter Herr Prof. Meins, danke, dass Sie sich den langen Artikel in der Lancet zugemutet haben. „medizinische Internationale der universalen Humanisten für eine barrierefreie Migration“ - einfach herrlich! Gibt es das demnächst als Verein, wie IPPNW? Man muss mitunter gar nicht in die Ferne schweifen: Frau Doris Pfeiffer vom Spitzenverband Bund (unter Kassenärzten auch Spitzbubenverband) der Gesetzlichen Krankenkassen freute sich über die Migration, lauter gesunde junge Beitragszahler für vorwiegend die AOK, die das Gesundheitswesen wenig in Anspruch nehmen und dadurch die Haushaltslage der GKV verbessern. Quelle das Internetportal Ärztenachrichtendienst änd.de. Ob die jungen gesunden Beitragszahler dazu Golddukaten aus ihren Heimatländern mitbringen oder der Gesundheitsfond der GKV dafür geplündert wird oder letztendlch der deutsche Steuerzahler einspringt, liess die Frau Pfeiffer unerwähnt. Die Beglückung mit ausgerottet geglaubten Krankheiten fand schon in den 1990ern statt, damals Einwanderung aus der zusammenbrechenden Sowjetunion und Jugoslawien und sonst. Osteuropa, eher geringfügig und eher vglw. gehobener Mittelstand aus Liberia., die heutige zusätzliche Belastung ist bekannt. Der deutsche Beitragszahler bekommt die medizinische Versorgung via Regelleistungsvolumen, Arzneimittelrichtgrößen, Rabattverträgen zugeteilt, auf Behandlungsschein Asyl scheint alles unbegrenzt möglich. Warum denken wir beim Thema Immigration eigentlich reflexhaft gerade nicht an Immgration aus Dänemark, der Schweiz, Polen, Russland, Ungarn usw.? Zum Thema Fruchtbarkeit gengt m.E. ein Blick vor die Tür. Selbst in märkschen Kleinstädten sieht man mittlerweile Damen mir Kopftuch und bodenlangem Gewand mit zwei Kindern am Rockzipfel, einem im Kinderwagen und einem im Bauch. Alles künftige Beitragszahler?
"Goldstandard" hört sich nach Evidenz und Empirie an. Das Projekt zerlegt sich aber schon durch die falsche Prämisse eines universellen "Migranten" . Unterschiedliche Ethnien, unterschiedliche Migrationsmotive, unterschiedliche soziokulturelle Hintergründe...etc. Aber ähnlich der "Gender Medizin", die sich an den Uni´s breit macht (die Resonanz hierauf ist außer in kleinen, elphenbeinfarben gestrichenen Büros verhalten, wie mir berichtet wird), bietet auch das Migrationsdingens die Möglichkeit, mit moralischem Impetus Fördergelder und Stellen zu generieren, an die man aufgrund seiner bisherigen beruflichen Biographie nicht heran käme. Herr Knipper ist, wie seine Biographie zeigt, überdurchschnittlich und einseitig politisiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind "Global Health und das Menschenrecht auf Gesundheit: historische, theoretische und ethische Aspekte sowie der Zusammenhang von (Völker-) Recht, Politk und Gesundheit; Medizindidaktik; medizinischer Pluralismus und interkulturelle Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich." Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Auch wenn das mehr nach Goldstandard fernen, verbalisierungsintensiven soft skill - Fächern klingt, als nach immer noch der Empirie verpflichteter Humanmedizin, wenn man mich fragt. Im medizinischen Alltag sieht das Migrationsdingens so aus: keiner versteht keinen...völlig realitätsferne Erwartungen...drastischer Anstieg von Parasitosen, Geschlechtskrankheiten und TBC sowie sprunghaftes Ansteigen Hymen rekonstruierender Operationen bei den Gynäkologen. Vom täglichen Aushandeln mit häufig aggressiver Begleitmusik, ganz zu schweigen. Die Vermengung von Ideologie und Medizin ist - einmal auf einer politisch operative Ebene angelangt - noch nie gut gegangen.
Ich merke an den saftigen Erhöhungen meiner PVK, wie unbelastend diese Menschen ökonomisch sind. Es wird ostentativ ausgespart, wer die Belastungen trägt: Der Bürger. Er trägt sie natürlich auch im Krankenzimmer, wenn nachmittags die Kontakte/der Clan zu Besuch kommen. Die Ärzteschaft selbst findet es natürlich toll, wenn der Offspring wieder gegen Tbc geimpft werden muss und alle Neuen gegen Masern, Mumps und Röteln. Über den ermordeten Arzt in Offenburg oder Attacken gegen Pflegepersonal in Krankenhäusern, vor allem nachts, soll nicht gesprochen werden, versteht sich. Der Oberhammer wird wohl noch kommen: Zahnersatz umsonst, während wir, um den Kassenbeitrag überhaupt noch stemmen zu können, bis zu 75% selbst zahlen müssen. Daher habe ich inzwischen relativ schlechte Zähne. Das Prinzip ist seit dem Mi-Pakt eigentlich klar: Der ursprüngliche Bürger der HIC soll gedemütigt und zu einem Menschen zweiter Klasse degradiert werden, während er für alles zahlt. Er wird finanziell versklavt, seine Kinder Kinder werden in der Schule gedemütigt, meist ohne Folgen. Sowas hat die Welt noch nie gesehen.