Ich gebe es zu: Sich zweimal hintereinander in kurzen Abständen Max Dieter Moor anzutun, das grenzt nicht an Masochismus, das ist Masochismus. Aber einer muss es ja tun, for the record of history, und weil jeder, der es tut, für jede Minute MDM später 100 Jahre in der Hölle erlassen bekommt.
Letzten Sonntag, wenn die Igel in der Abendstunde still nach ihren Mäusen gehn, hing auch ich verzückt an seinem Munde, und es war um mich geschehn. MDM nahm sich das Corona-Virus vor. Und das war etwa so stimulierend, als würde Mutter Beimer vom Shoppen in Elista, der Hauptstadt der Republik Kalmückien, erzählen. Nach den Menschen, der Wirtschaft, der Börse und den Messen "beeinträchtigt Corona nun auch die Kultur", sagt MDM. "Vor diesem winzigen und doch weltbeherrschenden Angsterreger sind alle Menschen gleich."
Ja, das ist schon seltsam, dass so ein winziger Angsterreger, den man mit bloßem Auge nicht mal sehen kann, so reinhaut. Und dass er jetzt auch die Kultur versaut, nehmen wir diesem Winzling besonders übel. Kein Respekt vor gar nichts! Fehlt nur noch, dass er die ttt-Truppe angreift. "Wie wirkt sich das alles aus, auf unser Zusammenleben und unsere Gesellschaft?", fragt MDM. Sie ahnen es, es ist eine rhetorische Frage.
Auch in erotischer Hinsicht ging es hoch her
Die Antwort gibt eine Philosophin, die sich noch an die letzte Corona-freie Leipziger Buchmesse erinnern kann. "Es wird getanzt, es wird Party gefeiert, auch in erotischer Hinsicht geht es hoch her", jetzt würde sich diese "Art katholische Messe in protestantischer Einzellektüre" auflösen. Schrecklich! Jeder wixt, Pardon: liest für sich allein!
Wie das geht, erklärt ein Schriftsteller und Literaturmanager. Er ist überzeugt davon, "dass es im Augenblick nichts Besseres und nichts Gesünderes, der Situation gegenüber Angemesseneres gibt, als zu sagen, komm, ich schnapp mir jetzt ein Buch und setz mich hin". Corona, Freund und Helfer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, könnte auch den Friedenspreis in diesem Jahr bekommen. In Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Biermarke.
Dann kommt die schräge Philosophin wieder dran und erinnert daran, was ihr Kollege, "der berühmte Philosoph und Historiker Michel Foucault" schon mal "am Beispiel der Pest gezeigt hat", nämlich, "dass der Kampf gegen Ansteckung so etwas ist wie die Urszene der modernen Disziplinierung".
Lieber Sanft & Sicher als Foucault
Wir überspringen den Auftritt eines Medizinhistorikers, der die fünf Phasen einer Seuche erklärt, und tauchen wieder in die Urszene der modernen Disziplinierung ein. Da geht es zu wie bei Sloterdijks unterm Sofa: "Nach den ersten Opfern stirbt als nächstes der Gemeinsinn", sagt eine Stimme aus dem Off, "den Hamsterkäufern fehlt das Klopapier, den Dichtern und Denkern, die in ihrer Kammer sitzen, fehlt der Austausch mit ihrem Publikum". Endlich ein Satz, den ich unterschreiben kann. Vor die Wahl gestellt, zwischen einem Buch des berühmten Philosophen und Historikers Michel Foucault und einer Rolle Klopapier wählen zu müssen, würde ich mich immer für Sanft & Sicher entscheiden.
"Man muss natürlich sehr aufpassen", räsoniert die Philosophin, "dass man sozusagen da nicht auch ins Regressive oder gar Reaktionäre abgleitet, weil natürlich, ein Virus, der von Außen eindringt, das sind alles Konzepte, die, das wissen wir als Deutsche sehr genau, uns tatsächlich in den Abgrund geführt haben".
Ja, haben denn die doofen Deutschen, von MDM und der depperten Philosophin abgesehen, nichts aus ihrer Geschichte gelernt? Dass man nicht ins Regressive oder gar Reaktionäre abgleiten sollte, nur weil so ein winziges Virus von Außen eindringt, uns sozusagen penetriert, bis wir tot umfallen? Ist das mit der Willkommenskultur vereinbar? Hat nicht auch ein Virus ein Recht auf Leben und Entfaltung?
Her geht es zu der Ursuppe. Viel Vergnügen.

Hat den Mäxchen Mohr darauf verzichtet, der AfD die Panikmache vor der Fledermausseuche in die Schuhe zu schieben?
Gibt es den 100-jähhrigenAblass-Brief auch dann, wenn ich über Ihren Artikel, also sozusagen mir indirekt MDM antue? Das nehme ich gerne in Anspruch..... Was ist nur in Sie gefahren, dass Sie DEN anschauen, da kann man ja nur noch dies: nummschnappe (=schwäbisch!) Wenn Ihnen das je passieren sollte, bei soviel Zumutung durch Irregeleitete, melden Sie sich: ich reiße Sie da wieder aus und bekomme mit Sicherheit ganz viel Hilfe aus Ihrem Leser-Unterstützer-Retter-Kreis. Übrigens: bei uns, also beim Aldi, da hat's noch Klopapier. Ganz viel! Nicht weitersagen.
Wie dichtete schon Annette von Droste-Hülshoff? "O schaurig ist's den Moor zu seh'n / Wenn es wimmelt vom Kulturellen / Sich wie Phantome die Dümmsten drehn / Wenn das Kleinhirn knistert im Banalen!"
Ehe ich den Text lesen konnte, habe ich mich über die Bildmontage des Herrn Letsch kaputt gelacht. Herzlichen Dank dafür. Und gleich geht’s weiter mit dem Gelächter über ttt. Wunderbar, Herr Broder, dass Sie sich das für uns antun. Welch ein Opfer! Wenn das aktuelle Corona-Virus (das ich in der Tat seit nunmehr sechs Wochen ernst nehme) das System ÖRR und ÖR-MSM zum Erliegen bringt, bin ich dafür. Ansonsten dagegen. Und was die „Kultur“ angeht, so ist nicht Corona deren Feind, sondern der Linksgrünaltparteien-Totalititarismusbazillus. Immerhin hat Corona schon dazu beigetragen, auch sehr verschlafene Mitmenschen aufzuwecken. Denn die erkennen nun immerhin das Politikversagen in Bezug auf die Gesundheitsvorsorge für schon immer hier Lebende, schon länger hier Lebende und noch nicht so lange hier Lebende. Krisenmanagement inexistent, Vorratshaltung dito. Desinfektionsmittel nicht lieferbar, Schutzmasken und –kleidung auch nicht. Nicht einmal für Arztpraxen. Alles noch rechtzeitig vor Eintreffen der Seuche gewinnbringend exportiert. Jetzt reißen tatsächlich ein paar Menschen in meiner Umgebung staunend die Augen auf. Ja, so eine Ereigniskarte (©Johannes Schuster – sic!) kann tatsächlich alle grünrotlinken Merkel- und GreenDeal-Pläne über den Haufen werfen. -//- Gläubigen Christen und Juden empfehle ich Psalm 91, „Unter Gottes Schutz“.
Wer sich in eine Blubberblase begibt, wird darin beblubbert. Diesmal also kein Mitgefühl von mir für Sie, Herr Broder. Sie kommen drüber hinweg, wenn auch schwer. Ich sehe das Fernsehen seit einiger Zeit als grosses Experiment mit der Fragestellung: wieviel dummes Zeug kann ich senden, ohne dass die Einschaltquote sinkt. Obwohl...brauchen die öffentlichen sowas?
So hat jeder Publizist seinen persönlichen Feind, wie weiland MRR den Herren Walser. Und es dient der Erbauung des geneigten Publikums, mit ihm abzurechnen. Je sarkastischer, desto besser. Hauptsache übereinander reden statt miteinander...
Ich habe es gewusst. Immer schon. Broder ist pervers. Sowas von abartig pervers! Und das verkauft er uns jetzt als, sozusagen, Ablassbrief zur Verkürzung seines zweifelsfrei ziemlich langwährenden Höllenaufenthalts. 30 Minuten dauert der Erguss von Eduard Mohr, äh, Max/Dieter Moor. Macht nach Adam Riese und Eva Zwerg 3.000 Jahre weniger Hölle, be einer wöchentlichen Sendung macht das einen Jahres-Höllenrabatt von 156.000 Jahren. Was dennoch nur ein Mückenenschiss der wegen antiklerikaler, antikirchlicher, antilinksgrüner und proisraelischer Hetze zu verbüßenden Gesamtstrafe "Ewigkeit minus 1 Tag" ausmacht. Sicher aber ist die Hölle für Juden eine andere als die für professionelle linksgrüne Medienlügner wie Eduard, Max und Dieter. Denn: mit dem Genannten, ähm, den Genannten in der gleichen Hölle sitzen zu müssen, das wäre eine Strafverschärfung, die selbst unser pöser Pupe Proder nicht verdient hat. Zu Poten chleutern! Chleutert den Wicht zu Poten!